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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2008

Die Endfalle

31.12.2008. In der FR warnt Rolf Hochhuth: Wir sollen Russland nicht einfach auf Weisung der Amerikaner ein Drittel seines Territoriums (auch Ukraine genannt) wegnehmen! In der SZ schildert Stefan Weidner die Erfolge der Hamas vor der Bombardierung durch Israel. In der FAZ nehmen David Grossman und Fania Oz-Salzberger Stellung zum Gaza-Krieg. Die Zeit sondiert Poes poetologische Poesitionen. Und wir wünschen allen Perlentaucher-Lesern einen guten Rutsch! Mehr lesen

Bands werden Protestlieder vortragen

30.12.2008. Die Welt sieht in der Krise eine Chance auf Poprevolte. In der Berliner Zeitung erklärt die erste Konzertmeisterin der Wiener Philharmoniker, Albena Danailova, wie sie dazu wurde. Für die FR besuchte Claudia Schmölders die europäische Internetbibliothek Europeana. Der taz stellt Natalie Zemon Davis Leo Africanus vor. Die französischen Blogs diskutieren über den linken und rechtsradikalen Stand up-Comedian Dieudonne, der einen Holocaustleugner vor 5.000 Zuschauern mit einem Preis für Frechheit auszeichnete.
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Nicht reisefähig

29.12.2008. Zum Tode Samuel Huntingtons arbeiten sich die weihnachtsmüden Feuilletons nochmal an seinem Begriff des Clash of Civilisation ab: Er analysierte den identitären Diskurs und war selbst Teil davon, meint die taz. Das Religiöse ist nur die Verkleidung des Politischen, meint ausgerechnet die FAZ. Mehr lesen

Die Cadillacs des Verlegers

27.12.2008. Die FR stellt die amerikanische, offensiv multi-ethnisch muslimische "Taqwacore"-Bewegung vor. In der NZZ wendet sich Dubravka Ugresic mit Grausen von nackten Füßen auf einem Cafehaus-Tisch ab. In der Welt erinnert sich Fritz J. Raddatz an einen noblen Emporkömmling. Die Berliner Zeitung freut sich, dass die New York Times den echten Stauffenberg heute etwas komplexer sieht als 1944. In der FAZ stellt Daniel Kehlmann seinen neuen Roman vor. Mehr lesen

Sturmflut ohne Rettungsboote

24.12.2008. In der FR trinkt Cees Nooteboom einen Glühwein auf die Krise. Die Welt sieht Heinrich Breloer als Spielverderber, der die die "Buddenbrooks" aller Buffo-Elemente beraubt. In der SZ spricht sich Adolf Muschg gegen eine Verankerung der deutschen Sprache in der Verfassung aus. In der taz meint Paul Scheffer: Multikulti ist schwieriger als man denkt. Ach ja, und Frohes Fest! Mehr lesen

Lebhafte Beziehungen zum Iran

23.12.2008. Die SZ will keinen Intendanten von der Fraktion Fettlebe, auch nicht Jürgen Flimm, auch nicht an der Berliner Staatsoper. Die FR hat herausgefunden: Jesus ist auch ein Perser. Die Welt fragt nach Josef. Die FAZ hat die Schnauze voll von der Bahn. In der Zeit verteidigt Michael Krüger den Autor Milan Kundera. Mehr lesen

Umarmungen von jäher Wildheit

22.12.2008. Bitter registriert Zafer Senocak in der Welt die Kälte, mit der die Türken auf die Petition einiger Intellektueller zum Völkermord an den Armeniern reagieren. Im Tygodnik Powszechny konstatiert Stefan Chwin: Walesa ist der Preis dafür, dass die Polen keinen Havel haben. Kurz vor Schluss noch ein großes Theaterereignis: Jürgen Goschs Berliner Inszenierung der "Möwe" wird in allen Zeitungen groß und meist begeistert besprochen. Mehr lesen

Der Kostümfilm zum Schloss

20.12.2008. In der FAZ meint Richard Ford: Egal ob Obama Erfolg hat oder nicht: die Rassisten werden es ihm nicht verzeihen. Die NZZ bringt eine vertrackte Statistik zur Tugend des Schlankseins in Japan. Im Spiegel spricht Christoph Schlingensief über seine Krankheit. In der Welt erklärt der Rechtsanwalt und Publizist Klaus Faber, warum er den Begriff der "Islamophobie" absurd findet. Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung findet wenig Anklang. Mehr lesen

Ein kleiner Haufen Nazi-Sperrmüll

19.12.2008. Die taz besucht das Rommel-Museum und schreitet über die Rommel-Brücke und wohnt im Rommel-Hotel in Marsa Matruh in Ägypten. In der NZZ erklärt der Musikjournalist Nik Cohn seinen zwangsläufigen Weg zum Gangsta-Rap. In der SZ übt Nadine Gordimer scharfe Kritik am künftigen südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma. Und die FAZ konstatiert: China diskutiert nicht über die Charta 2008, China verhört.
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Read This, Skip That

18.12.2008. Alle gratulieren dem "genial zuchtlosen" (so Gerhard Stadelmaier in der FAZ) Joachim Kaiser zum Achtzigsten. In der SZ wird das Kränzchen von Martin Walser persönlich geflochten. Die Welt bespricht Til Schweigers neuen Film, und erklärt, warum immer mehr Produzenten immer weniger Kritik wollen. Die NZZ beruhigt: Wer schon reich ist, der hat kaum was zu verlieren. Dem Tagesspiegel geht das Öl aus, nicht aber die geistige Mobilität. Mehr lesen

Wenn wir das weiße Licht löschen

17.12.2008. In der Welt schreibt Sonja Margolina über die wiederkehrende Stalin-Begeisterung in Russland. In der FAZ protestiert Ulf Erdmann Ziegler gegen das Verbot der Glühbirne. Die NZZ feiert das Ilkhom-Theater aus Usbekistan. Die taz blickt sich auf dem Selberschreiber-Portal fanfiction.com um. Die Blogs berichten über den Holtzbrinck-Konzern, der seine Onlineredaktionen verschlankt und bei StudiVZ aufräumt. Das Wall Street Journal fragt: Gibt es bald ein Netz der schnellen Riesen und der langsamen Zwerge? Mehr lesen

Inflation an Rechtsgutachten

16.12.2008. Die NZZ beschreibt die immer stärkeren Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten. In der FR versichert Oliver Sacks: Musik hilft bei Demenz. Die Achse des Guten weiß, warum der Spiegel in seiner Schmidt-Geschichte ohne Schmidt-Zitat auskommen musste. Recht lau sind die Reaktionen auf Tom Cruises Stauffenberg-Film "Operation Walküre"und Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung. Mehr lesen

Alle Lustigkeit vermeidend

15.12.2008. Die NZZ stellt den koreanischen Blogger Minerva vor, der die Krise voraussagte und nun die koreanischen Börsianer in Angst und Schrecken versetzt. In der Welt sieht der Politologe Walter Russell Mead Barack Obama als den am wenigsten europäischen US-Präsidenten aller Zeiten. In der Wirtschaftswoche will der Soziologe Gerhard Schulze nicht in die Abgesänge auf den Kapitalismus einstimmen. Die FAZ betrachtet das Projekt eines "Hauses der Europäischen Geschichte" mit Skepsis. Mehr lesen

Proustisches Konzil von Nicäa

13.12.2008. Die Kundera-Affäre? Nichts als Lügen, behauptet Antonin Liehm in der Welt. In der taz geißelt Michael Kleeberg den Snobismus der hiesigen Proustianer. Wo gibt es keine Zeitungskrise? Wo wird die Liebe in tausend Nuancen beschrieben? In Japan, meldet die NZZ. Warum Chinatown, Little India oder Klein-Istanbul Orte der Integration sein können, erklärt Robert Kaltenbrunner in der SZ. In der FAZ dreht sich alles um Charles Darwin. Mehr lesen

Feind aller

12.12.2008. Die NZZ wundert sich: Dafür dass die Amerikaner weltpolitisch doch ziemlich unterwegs sind, haben sie ganz schön wenige Auslandskorrespondenten. Die taz hört schottischen Pop und findet ihn "aufgeladen und bereit". Die FR erkundet Griechenlands Willen zur Gewalt. In der SZ befasst sich der Literaturtheoretiker Daniel Heller-Roazen mit den Piraten. Die Welt informiert über polnische Einwände gegen ein "Haus der europäischen Geschichte". Mehr lesen

Bruchstücke des Paradieses

11.12.2008. Die New York Review of Books publiziert die "Charta 2008", die von 300 chinesischen Intellektuellen unterzeichnet wurde. Die chinesische Polizei ist auch schon fleißig am Verhaften. Die Zeit redet mal Tacheles: Kino ohne Fernsehen ist hierzulande ein aufgeplusterter Subventionsbetrieb. Die NZZ kam in Thailand zu einer Entscheidung. Die SZ mahnt: Der Westen soll die Religionen einbinden. Sonst brechen sie aus. Mehr lesen

Sanft summende Volksgemeinschaft

10.12.2008. In der SZ fragt der indische Historiker Dipesh Chakrabarty, ob sein Land überhaupt fähig ist zu einer professionellen Sicherheitspolitik. In der taz lässt sich Ilija Trojanow von einem Investmentbanker erzählen, was er zu Geld machte: "Kolossale Berge von Hühnerscheiße". Die FAZ fragt nach den Ursachen für die immer häufigeren Massenunruhen in China. Die Berliner Zeitung ist empört über Volker Schlöndorffs Äußerungen zum DDR-Filmerbe. Mehr lesen

Inmitten der Blumen von Nizza

09.12.2008. In der NZZ hat Bora Cosic eine wunderhübsche Passage von Gombrowicz über den jungen Le Clezio gefunden: "Seine Romane atmen einen undurchdringlichen Dämmer äußerster Verzweiflung, während er selber, ein junger Gott in Badeslips..." Na, und so weiter. Wir zitieren auch die Passage aus Le Clezios Rede über das Internet. Auch die Feuilletons beschäftigen sich mit seiner Rede. Und neu: Die ganze SZ ist online - exklusiv beim Perlentaucher! Mehr lesen

Die Grundlage für die Bilanzierungstricks

08.12.2008. In der taz macht der Keynes-Biograf Reinhard Blomert Ronald Reagan und den Neoliberalismus für die Finanzkrise verantwortlich. Im Observer prangert Orlando Figes die russische Razzia  bei Memorial und den Diebstahl von Dokumenten an. In der Welt erinnert Victor Zaslavsky an die 15.000 "lokalen Aktivisten", ohne die das Massaker von Katyn nicht möglich gewesen wäre. Die FR verteidigt die Berliner Tagung "Feindbild Muslim - Feindbild Jude", die nach der Verwandtschaft von Antisemitismus und "Islamophobie" fragt. Mehr lesen

Der Kapitalismus hat so viele Gestalten

06.12.2008. Es ist Samstag. Den deutschen Feuilletons wird ganz feierlich, und sie lesen Geburtstagsmessen. John Milton wird 400. Elliott Carter wird 100. Alle gratulieren Noam Chomsky zum 80.. Und Jorge Semprun gibt zum 85. zwei Interviews in taz und Welt. Er spricht über die Krise und das Böse. In der NZZ erklärt Alexander Kluge, was ihn an Marx eigentlich interessiert. Mehr lesen

Per Kabel ins Kino fließen

05.12.2008. Die NZZ twittert und bloggt iranisch. Die Welt geht ins digitale Kino und blickt Tierversuchsgegnern ins Hirn. Im Tagesspiegel warnt Wolfgang Schivelbusch vor der regressiven Sehnsucht nach dem Staat. In der taz rät Jane Birkin zu schmerzlosen Lifting-Techniken. Aber niemand toppt die journalistische Ethik des FAZ-Feuilletons. Mehr lesen

Altmodische Korrespondenztheorie

04.12.2008. Soll ein Bekenntnis zur deutschen Sprache in die Verfassung aufgenommen werden? Unsinn, findet die SZ. Warum denn nicht, die anderen machen's doch auch, meint die Welt. In der Zeit regt sich Klaus Harpprecht über Peter Sloterdijks "Theorie der Nachkriegszeiten" auf: ein "Schwadroneur in Schwarz-Weiß-Rot". Mehr lesen

Gleichsam natürliches Ziel

03.12.2008. Kiran Nagarkar, Autor von "Gottes kleiner Krieger", macht den westlichen Medien in der SZ den Vorwurf, sie hätten sich in der Berichterstattung über Mumbai nur für die weißen Opfer interessiert. Der Tagesspiegel untersucht das Bild des Terroristen im Bollywood-Kino. Und die Berliner Zeitung findet: Das Internet ist ganz schön wild. Gottseidank gibt es aber die Printpresse. Mehr lesen

Nichtrealist zu sein

02.12.2008. In der Welt beschreibt der Asienexperte Hermann Kulke die konfliktuelle Komplizenschaft zwischen Islamisten und Hindunationalisten in Indien. Die SZ hat sich in ein Märchenschloss in Dubai zum deutsch-arabischen Kulturdialog einladen lassen. Außerdem erzählt sie die Geschichte der Juden in Indien. In der FR erklärt Herfried Münkler die Weltlage. Hinzu kommt die Lage in Ost-Sibirien. Mehr lesen

Schokoladentorten

01.12.2008. Aravind Adiga schreibt in der FAZ über die Attentate von Bombay, die er als Angriff auf die Buntheit, Toleranz und Offenheit der Stadt sieht. In der Berliner Morgenpost erzählt der Berliner Galerist Andreas Osarek, wie er die Terrornacht im Taj Mahal erlebte.  Für die FR analysiert Hans Christoph Buch die Lage im Kongo. Und alle Feuilletons haben sich bei Elfriede Jelineks Spektakel über das Massaker von Rechnitz in München recht gut unterhalten. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen