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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Dezember, 2003

Heute in den Feuilletons

31.12.2003. In der Zeit antworten heutige Philosophen auf die Frage: "Was ist Aufklärung?" Das Schlusswort der Debatte überlasst man aber lieber einem Kardinal. Die taz analysiert die traurige Seelenlage des deutschen Mittelstands. In der NZZ lernt Jochen Hörisch aus dem "Internationalen Germanistenlexikon": Das NS-Regime war ein Regime des Konsenses. Die FAZ liefert einen etwas trüben kulturellen Jahresrückblick. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.12.2003. Die SZ fürchtet die Fortschritte der Stammzellforschung. Die NZZ trauert um Bam. Die FR auch. In der Welt trauert Christoph Schlinegensief um Harald Schmidt. In der taz malt Günter Amendt die Zukunft des Sexuellen aus. Christoph Marthalers Inszenierung von "Dantons Tod" in Zürich findet eine gespaltene Aufnahme. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.12.2003. Die SZ erinnert an die kulturelle Bedeutung der durch das Erdbeben im Iran zerstörten Stadt Bam. In der FR begrüßt Herfried Münkler den libyschen Staatschef Gaddafi als zuverlässigen Bündnispartner der USA. Die NZZ versöhnt Ossis und Wessis. In der taz porträtiert Gabriele Goettle die Hochseil-Artistin Peggy Traber. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.12.2003. Die SZ beklagt die Zustände in französischen Gefängnissen, und Nicholson Baker erzählt, warum er jetzt gut schläft. In der Welt warnt Franzobel vor einem Habsburger-Regime in Europa. Die Literaturkritiker der taz bestaunen die Konkurrenz von Amazon. In der FR fordert Daniel Goldhagen einen Prozess gegen Saddams willige Vollstrecker. Und in der FAZ fordert Uwe Wesel ein UNO-Tribunal gegen Saddam Hussein selbst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.12.2003. In der SZ hält Joachim Kaiser eine strenge Weihnachtspredigt: Demnach weichen Oper und Schauspiel den Zumutungen der Kunst zunehmend aus - statt dessen herrscht das "penetrant Sexuelle". Die taz sinnt über das Verhältnis von Mensch und Tier nach. Die NZZ stellt anhand von Ausgrabungen fest: Es gab schon einmal ein friedliches Zusammenleben in Israel. Die FR empfiehlt katholische Weihnachtsgottesdienste - die Show ist einfach besser. Die FAZ hat drei Heilige: den Papst, Bundespräsident Rau und Harald Schmidt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.12.2003. In der SZ beobachten wir den sonst nie um Worte verlegenen Autor Andrzej Stasiuk  auf der vergeblichen Suche nach einem Adjektiv für sein Volk. In der taz erklärt der Historiker Michael Ignatieff noch einmal, warum er den Irak-Krieg befürwortete. Die FR schlägt den Einsatz von MP3-Playern zur Stimmzählung bei den amerikanischen Wahlen vor. Die NZZ staunt über den Bauboom in Kuala Lumpur. In der FAZ fragt Felix Philipp Ingold, wie Dostojewski zum Meisterdenker der neuen russischen Rechten werden konnte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.12.2003. In der Zeit gesteht Isabelle Huppert ein "metaphysisches Gefühl des Versagens". In der FAZ wendet sich Günter Grass gegen die "eingeübte Spiegel-Häme", mit der über Walter Jens, Peter Wapnewski und Walter Höllerer hergezogen wird. Die NZZ verspürt auf dem Kreuzberg ein mediterranes Flair. Die FR kritisiert das französische Kopftuchverbot. Die taz bricht eine Lanze  für Zygmunt Haupt. Die SZ berichtet über eine grauenhafte Entdeckung in Wendländischen Öko-Archiven: Ökopapier hält nicht ewig! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.12.2003. Es weihnachtet gar extrem: Die Feuilletons bringen, in alphabetischer Reihenfolge, Weihnachtsgeschichten und -essays von Julia Francke, Sebastian Haffner, Judith Hermann, Alexander Osang, Georg M. Oswald und Ljudmila Ulitzkaja. Die FAZ erzählt eine ganz andere Weihnachtsgeschichte: die vom Buchhändler Amazon, der in fünf Jahren zum größten Buchhändler Deutschlands aufstieg. Und in der SZ schreibt die Verlegerstochter Franziska Augstein über die Verlegerswitwe Ulla Berkewicz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.12.2003. Hans-Ulrich Wehler plädiert in der FAZ gegen eine Aufnahme der Türkei in die EU - genauso denkt Heinrich-August Winkler in der Welt. In China entdeckt die SZ, dass Raubkopien einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Auch Richard Wagner erfreut sich in der FR an der subversiven Faszination von Raubkopien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.12.2003. Die FR lobt Ulla Berkewiczs zielbewusste Verantwortungsübernahme beim Suhrkamp Verlag. Die taz arbeitet sich zur Vaterlandsliebe hoch. Die NZZ erklärt, wo die Religion vom Sex zehrt und umgekehrt. Die FAZ ärgert sich über die erpresserischen Bayern. In der SZ feiert Fritz J. Raddatz den Fürsten der musikalischen Interpretation und Herzog der Theaterkritik: Joachim Kaiser. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.12.2003. In der Zeit erinnert sich Don de Lillo an eine Begegnung mit Anita Ekberg. Jetzt ist noch die Frage zu klären, ob sie's wirklich war. Die SZ bedauert die Generation X, die gerade bankrott geht. Die FR fragt: Was hat Spanien eigentlich gegen Europa? Die taz erzählt wie's war mit den streikenden StudentInnen. Die NZZ greift Marcel Reich-Ranickis Entschuldigung bei Siegfried Lenz auf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.12.2003. In der FAZ erklärt Christina Weiss, warum der Bund die Berliner Staatsoper niemals übernehmen wird. Die SZ erzählt uns die Horrorgeschichte vom Sozialstaat. Die FR erinnert die Ergreifung Saddam Husseins an den Sturz von Ceausescu. Der Tagesspiegel geht vor Lang Lang auf die Knie. Und die taz pflegt ihre Traditionen und lässt sich besetzen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.12.2003. In der taz schildert der Orientalist Bernard Lewis die göttliche Strafe für Selbstmordattentäter. Die NZZ meditiert über Stalins "unerschütterliches Weiterleben". Äußerst zwiespältige Aufnahme fanden Elfriede Jelineks "Bambiland",  Christoph Schlingensiefs Inszenierung dieses Stücks am Burgthater sowie die Festnahme Saddam Husseins. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.12.2003. Die taz erkennt in den protestierenden Studenten die neueste Mitte. Die SZ glaubt, dass man mit dem Kopftuchverbot an französischen Schulen nur Symptome kuriert. Die FR mokiert sich über die Aufnahme Valery Giscard d'Estaings in die Academie francaise. Die FAZ fragt: "Wie allgemein ist das individuelle Gehirn." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.12.2003. In der FAZ singt Andrzej Stasiuk ein Hohelied auf die Welt jenseits des siebzehnten Grads östlicher Länge. In der Welt erklärt George Soros, wo und warum er sein Geld sinnvoll ausgibt. Im Tagesspiegel behauptet Leon de Winter, dass die arabische Welt unter arabischen Problemen leidet. Die NZZ versucht noch einmal zu klären, was Pop ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.12.2003. In der Zeit prangert Leon de Winter den europäischen Antisemitismus an. Außerdem will die Zeit den Buchmarkt mit einem Spargelschäler reparieren. In der taz outet Michael Rutschky den Negativisten Theodor W. Adorno als Philosophen des Glücks. In der FR beruhigt sich die Frankfurter Büergermeisterin Petra Roth über die Mindestgröße ihrer Stadt. Die FAZ fand J. M. Coetzee bei den Nobel-Feierlichkeiten recht umgänglich. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.12.2003. Furchtbar! findet in der Berliner Zeitung die türkische Krimiautorin Esmahan Aykol das Kopftuch in Schulen. In der NZZ bezweifelt Faraj Sarkohi, dass die reformierten Islamisten den Iran demokratisieren können. Die SZ fordert den gnadenlosen Rechtsstaat. Die FAZ trauert auch heute noch um Harald Schmidt. In der taz beklagt Joseph von Westphalen die verstaubten Feuilletons. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.12.2003. Die Harald-Schmidt-Show wird abgesetzt. Ob diese Katastrophe vom deutschen Feuilleton verkraftet werden kann, ist noch sehr fraglich. Die FAZ bringt außerdem die Nobelpreisrede J. M. Coetzees, der eine sehr traurige Geschichte über Lockenten erzählt. Die NZZ informiert über die Planung der Festivitäten  zum 200. Geburtstag Hans-Christian Andersens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.12.2003. Walter Jens kann sich im Gespräch mit der SZ nicht erinnern, der NSDAP beigetreten zu sein. In der NZZ macht sich der Althistoriker Christian Meier angesichts der Anglisierung Sorgen um den den Zustand der deutschen Sprache. Die taz fragt den linken Historiker Richard J. Evans, was ein linker Historiker ist. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.12.2003. In der SZ erzählt Richard Swartz von seiner Reise in die unbekannte Ukraine. In der FR wünscht sich der Soziologe Heinz Bude mehr Respekt in der Politik. Die taz verabschiedet den halbgebildeten studentischen Besserwissers. In der NZZ verrät uns Hans Magnus Enzensberger seine liebsten Wörterbücher. Und in der FAZ fürchtet Intendant Peter Mussbach, dass die Berliner Kulturpolitik mit der Opernstiftung allenfalls sich selbst retten kann, nicht aber die drei Opern.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.12.2003. In der FAZ verabschiedet Ulla Berkewicz den Suhrkamp-Stiftungsrat mit freundlichen Worten. Die taz erklärt, wie man in Russland missliebige Politiker aus dem Weg räumt. Die SZ schildert Putins Regime als Wahlmonarchie. Die NZZ glaubt an einen europäischen Verfassungspatriotismus. Und Luk Percevals Berliner "Andromache"-Inszenierung kommt in der FR und der FAZ nicht so gut weg. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.12.2003. lindenstraße, neue folge: Die Feuilletons kommentieren heute natürlich alle den Rücktritt des Suhrkamp-Stiftungsrats. Der Hanser-Verleger Michael Krüger erfreut sich dagegen bester Vitalität, wie er selbst in der Zeit mitteilt. In der SZ erzählt Stewart O'Nan, wie George Bush einmal die Stahlarbeiterstadt Pittsburgh besuchte. Alle verabschieden den großen Will Quadflieg. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.12.2003. Die SZ rät dem Suhrkamp-Stiftungsrat zur Selbstauflösung in aller Stille. Die FR beschreibt den neuen Antisemitismus in Frankreich. In der Berliner Zeitung macht sich Christina Weiss selbstkritische Gedanken zur deutschen Kulturpolitik. Die NZZ freut sich, dass mit Tel Aviv erstmals ein modernes Bauensemble ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die FAZ feiert "einen der schönsten Filme, die je gedreht worden sind": John Cassavetes' "Opening Night. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.12.2003. In der FR erklärt Georg Franck, was das schlimmste ist im Kapitalismus: nicht ausgebeutet zu werden. Die taz bringt einen Islam-Schwerpunkt. Laut Berliner Zeitung droht Sascha Waltz mit Weggang von der Schaubühne. Die SZ begibt sich auf die Suche nach einer "neuen sozialen Frage". Die FAZ besucht das Grab Masuds. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.12.2003. Die FAZ beschreibt, wie man in einer Theaterinszenierung nicht irgendetwas streicht, "sondern gleich das ganze Stück". Die SZ meint: Wir haben das Problem mit der Einwanderung nicht gelöst, weil wir das Problem mit der Auswanderung nicht bewältigt haben. In der taz beschwert sich der Systemtheoretiker Peter Fuchs über Metaphern, die nicht der Systemtheorie entstammen. Und die NZZ klagt: "Man findet in der welschen Schweiz nur selten ein Cafe, wo eine deutschsprachige Zeitung aufliegt." Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen