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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

September, 2010

Ebenjenes Lullefix

30.09.2010. In der Zeit vermisst Thea Dorn politische Polemiker. Außerdem findet die Zeit: Der deutschen Literatur geht's nicht so gut. Sie plappert. Wie die  "kindergeburtstagsfröhliche Literaturkritik". Die FAZ sieht Geert Wilders' Erfolg in den Niederlanden als Stoßseufzer einer satten Gesellschaft, die beim Verdauen nicht gestört werden möchte.  Mehr lesen

Zurückweisung, Kritik und Bedenken

29.09.2010. Die FAZ kritisiert Wolfgang Benz und sein Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung und nennt Benz' Nachfolgerin: Stefanie Schüler-Springorum. Warum haben gerade Linke eine so altmodische Vorstellung von Öffentlichkeit?, fragt Carta. Die Welt porträtiert die japanische Architektin Kazuyo Sejima. Und die FR stellt den uruguayischen Autor und Abenteurer Horacio Quirogas vor. Mehr lesen

Raucher, Trinker, Übergewichtige, Autofahrer

28.09.2010. Die FR erzählt die Geschichte des nigerianischen Zimmermädchens B.O. in Halle. In der Welt fürchtet Michael Wolffsohn: Wenn sie könnten, würden Medien und Politiker das Volk abwählen. Die NZZ fragt mit dem Merkur: Betreibt der Sozialstaat die Abschaffung der Selbständigkeit? (findet allerdings: eher nicht). Die SZ verfolgte eine Tagung über "Die Securitate in Siebenbürgen", wo auch über Oskar Pastior diskutiert wurde. Mehr lesen

Aber er hat eine gute Gesichtsfarbe

27.09.2010. Aktualisiert um 11.30 h: Das Spiegel-Interview mit Daniel Schmitt über seinen Rückzug aus  Wikileaks steht jetzt online. Vaclav Havels Aufruf, Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, sorgt in China für heftige Unruhe, berichtet die Welt. Die Welt interviewt außerdem noch einmal Necla Kelek und Monika Maron zur Sarrazin-Debatte, die sich freuen, dass nun endlich über Integration diskutiert wird. Ein Tweet von Wikileaks stößt nicht gerade auf die Sympathie von netzpolitikorg. Für die taz interviewt Gabriele Goettle den Spielsüchtigen Addi H. Mehr lesen

Was wir brauchen, ist sauberer Atomstrom

25.09.2010. Die NZZ beklagt in strengen Worten die dröge faktische Einförmigkeit deutscher Politik. Für Spiegel Online unternimmt Henryk Broder einen Gang durch die absurdesten Behörden der Republik. Neunetz und netzpolitik fragen sich, warum die Bundesregierung eigentlich immerzu Lobbyarbeit für die Printpresse macht, statt für Medienkompetenz zu werben. Die FAZ bringt ein bisher unbekanntes Trinklied von Gottfried Benn: "Welch gewaltiger Schritt der Natur/ Bis zum Gerstensaft!" Mehr lesen

Das sieht aus wie Erhabenheit

24.09.2010. Die Existenz Gottes ist zwar widerlegt, wie die SZ heute meldet, aber die FAZ plädiert trotzdem unverdrossen für Religion an deutschen Schulen. Die FR fürchtet sehr um die Hamburger Kultur. Die taz staunt über bürgerliche Revolutionäre in Stuttgart und anderswo. Nur die Blogs berichten, dass die Zeitungen zwar für Leistungsschutzrechte sind - aber der gesamte Rest der Wirtschaft sehr heftig dagegen. Stefan Niggemeier entschuldigt sich für ein Lob von Bernd Neumann. Und außerdem: Druckt alle, alle Benjamin. Ab Montag ist es erlaubt. Mehr lesen

Aus Solidarität mit Molly Norris

23.09.2010. Die taz erklärt, warum ihr Lady Gaga auch politisch ganz klar lieber ist als Stephanie zu Guttenberg. In der FAZ fragt der Kunsthistoriker Peter Geimer: Wozu noch Demokratie, wenn eine Kunstjury schon entschieden hat? Im Freitag erklärt der französische Philosoph Tzvetan Todorov, warum für ihn alles Kultur ist. Im Guardian wird ein säkulares Manifest zur Diskussion gestellt. Die Welt fordert Journalisten auf, Mohammed zu zeichnen. In der NZZ benennt Ahmed Rashid den saudiarabischen Anteil an der Verbreitung des Islamismus. Mehr lesen

Unermüdlich durchpermutiert

22.09.2010. Antiliberaler Geist, jakobinischer Feminismus, fanatischer Rationalismus: Alice Schwarzers Buch gegen das Kopftuch führt zu starken Intoleranzen in der FAZ. Außerdem führt die FAZ mit dem Computervirus stuxnet einen Erstschlag gegen den Iran. Hat sich eigentlich was geändert?, fragt Charles Simic im Blog der New York Review of Books nach Lektüre einer Zeitung von 1990. Berliner Zeitung und Tagesspiegel resümieren das Berliner Musikfest mit seinem Boulez-Schwerpunkt. Und Oskar Roehlers "Jud Süß"-Film kommt gar nicht gut an. Mehr lesen

Wichtig für den Journalismus

21.09.2010. Die Welt stellt die junge finnisch-estnische Autorin Sofi Oksanen vor, deren Roman "Fegefeuer" über estnische Kriegstraumata internationale Erfolge feiert. Die NZZ liest eine Studie und stellt fest: Medienjournalismus entspricht den Kriterien des Metiers noch am wenigsten. Die taz greift der Buchmesse vor und liest neue argentinische Romane. Die SZ beschreibt das nepotistische Regime Sarkozys. Die Karikaturistin Molly Norris, die den Draw-Mohammed-Day ausgerufen hatte, ist verschwunden, berichtet die FAZ. Mehr lesen

Brummender Belgier mit Beuyshut

20.09.2010. In der taz plädiert der Politologe Armin Pfahl-Traughber gegen den Begriff der Islamophobie. Die SZ porträtiert den von Thilo Sarrazin wieder ins Gespräch gebrachten Eugeniker Francis Galton, der eine Herrenrasse aus Übermenschen züchten wollte. Inszenierung des Wochenendes: Der "Hamlet" in der Regie Luk Percevals am Hamburger Thalia Theater. Mehr lesen

Von allen Seiten umzingelt

18.09.2010. In der FAZ beschreibt Ernest Wichner detailliert, wie Oskar Pastior als IM in die Fänge der Securitate geriet. Herta Müller empfindet vor allem Trauer: "Aus dem Lager heimgekehrt wurde er statt frei vogelfrei." Die FR erkennt in der Sache einen klassischen Fall von schuldloser Schuld. Außerdem nennt Thilo Sarrazin in der FAZ Sigmar Gabriels Vorwürfe gegen ihn "ehrabschneidend". Absurd findet die taz die Idee der Unesco, im Iran einen Philosophentag abzuhalten. In der NZZ spricht Luk Perceval über die verschleierte Depression in seinem Theater. Und die SZ fragt sich, wann das Fernsehen besser wurde als das Kino - in den USA. Mehr lesen

Auf den Schwingen des Volkszorns

17.09.2010. Oskar Pastior war ein IM der Securitate, berichtet die SZ und beruft sich auf einen Vortrag des Historikers Stefan Sienerth.  Der Perlentaucher dokumentiert einen Vortrag von Götz Aly zum Thema Flucht und Vertreibung: Nur die europäische Perspektive gibt wirklich Einblick in die Abgründe dieses Themas. Der polnische Historiker Tomasz Szarota meint in der FR: Viele deutsche Vertriebene waren nur Flüchtlinge. Mehr lesen

Mal richtig krachen lassen

16.09.2010. Es entsteht zwar keine rechtspopulistische Partei, aber die Zeit bastelt schon mal eine zusammen. Sie ist enthemmt! Im Kulturteil steht dagegen ein Plädoyer gegen das Kopftuch. Wissenschaftlich gesehen ist Thilo Sarrazins Rückgriff auf eugenische und genetische Argumente totaler Kokolores, meint die Biologin Veronika Lipphardt im Freitag. Jungle World hat rechtsextreme Foren gelesen und festgestellt: Die echten Rechten fürchten Sarrazin eher: Wurde er vom Mossad geschickt? In der taz ätzt Antje Vollmer: An Bertelsmann geht keiner ran. Mehr lesen

Kampfbereit in Chanel

15.09.2010. Oh those Germans, ruft Jeff Jarvis in seinem Blog: In Deutschland schimpfen Datenschützer  über Google und befürworten Personalausweise mit RFID-Chips. Ein Blog der New York Times wirft einen Blick auf David Foster Wallaces nachgelassenen Roman "The Pale King". Netzpolitik meldet: Depubliziertes wird republiziert. Die FR feiert Hayao Miyazakis Anime "Ponyo". Die anderen feiern "The American" von Anton Corbijn, der in der Welt über die Musik von Herbert Grönemeyer spricht. Mehr lesen

Heiße Theorie der Amarna-Epoche

14.09.2010. Es gibt kein geistiges Eigentum, sagt Jean-Luc Godard laut BoingBoing und spendet einem angeklagten Piraten tausend Euro. Der Blogger James Bridle hat bei beim Stichwort Iraq War in der Wikipedia auf den History Button gedrückt - und bekam ein zwölfbändiges Geschichtswerk. Die Zeitungen stürzen sich auf Cornelia Funkes neuen Roman "Reckless". In der SZ kritisiert der Skandinavistikprofessor Bernd Henningsen den "Meinungsfreiheits-Fundamentalismus" Angela Merkels, die Kurt Westergaard auszeichnete und damit den Rechtspopulisten zuarbeite. Mehr lesen

Die Entfernung, die Entfremdung, die Einsamkeit

13.09.2010. Die taz bringt einen offenen Brief bekannter muslimischer Intellektueller wie Feridun Zaimoglu und Katajun Amirpur an Christian Wulff und fordern ihn auf, "für eine von gegenseitigem Respekt geprägte demokratische Kultur" einzustehen. Die Preise in Venedig lösen eher laue Reaktionen aus. Außerdem nehmen die Feuilletons Abschied von Claude Chabrol, dem "maitre des französischen Films, seinem Hausvater, Ehrenvorstand, Lehr- und Küchenmeister". Mehr lesen

Dieser böse Mann mit dem Bestseller

11.09.2010. Der Tagesspiegel berichtet von eine Lesung Thilo Sarrazins, in der sich weder Sarrazin noch sein Publikum über ihre genetische Ahnungslosigkeit aufklären lassen wollten. In der taz versucht der linke Politologe Claus Leggewie Religionskritik zu erledigen, indem er sie in die rechtsextreme Ecke stellt. Der FR erschien Tom Tykwers neuer Film "Drei" in den letzten Tagen des Festivals von Venedig ein wenig belanglos - trotz Sophie Rois. Laut n-tv hätte Renate Künast an der Stelle von Angela Merkel keine Rede für Kurt Westergaard gehalten: "Ich hätte es nicht gemacht." In der Literarischen Welt ruft Andre Glucksmann: Die Roma sind Europäer wie wir! Mehr lesen

Der Widerspruch des Augenblicks

10.09.2010. Die taz kritisiert die "Selbstbeweihräucherung" in Angela Merkels Verteidigung der Meinungsfreiheit. Henryk M. Broder findet sie im Spiegel dagegen vorbildlich. Die FAZ ruft Merkel zu: das gibt einen guten Eintrag in den Geschichtsbüchern. Der Freitag sucht Gemeinsamkeiten zwischen Sarrazin und Sloterdijk. Die SZ feiert die immer noch lebendige Jazz-Szene in New Orleans. In der NZZ wehrt sich der Übersetzer Laszlo Kornitzer gegen den Vorwurf, seine Kritik am Antisemitismus Istvan Örkenys sei ideologisch. Mehr lesen

Große Wette auf die Offenheit der Systeme

09.09.2010. Sie wolle die Zeitungen, die die Mohammed-Karikaturen seinerzeit (und übrigens auch heute) nicht druckten, ja nicht kritisieren, sagte Angela Merkel bei der Preisverleihung für Kurt Westergaard. Aber äh, naja: "Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut." Die Welt bringt ihre Rede. Die SZ ist irgendwie gegen den Preis. Die FAZ hat ein Interview mit Westergaard. Die Solidarität mit ihm war okay, sagt er: "Die einzige Ausnahme ist leider meine eigene Klasse." Mehr lesen

Eine besondere dialektische Geltung

08.09.2010. Heute bekommt Kurt Westergaard in Deutschland einen Preis für Pressefreiheit - in Anwesenheit Angela Merkels. Die FAZ bewundert sie für einen Mut, den diese Zeitung  seinerzeit nicht hatte. Die meisten anderen Zeitungen schweigen beredt. Auf Carta erklärt der Qualitätsforscher Kurt Imhof, warum er die Qualität solcher Qualitätsmedien schützen will. Böse ist dagegen das Internet, findet Jonathan Franzen in der FAZ. In der taz erklärt Tom Segev, warum die Österreicher dankbar dafür sein sollten, dass Simon Wiesenthal mit dem Mossad gearbeitet hat. Mehr lesen

Bürgerlich gehobene Kindergärten

07.09.2010. In der FAZ bestätigen die Wissenschaftler Detlef Rost und Heiner Rindermann: Thilo Sarrazin hat uns richtig verstanden. In der FR kritisiert Götz Aly Sarrazin, aber auch seine Gegner. Auch die Blogs diskutieren über Sarrazin und untersuchen Statistiken von Freunden und Feinden. In der taz bespricht Micha Brumlik die Memoiren von Claude Lanzmann, die auch in anderen Zeitungen gleich am Erscheinungstag präsentiert werden.  Mehr lesen

Starke selbstbetrügerische Züge

06.09.2010. Die NZZ führt eine Identitätsdebatte um arabische Altstädte. Die FAZ hat durch die Memoiren von Tony Blair "fesselnde Einblick in das innerste Innere seiner Premierministerschaft" bekommen. Die Sarrazin-Debatte ist ingesamt nach wie vor zum Weglaufen: Sarrazin repräsentiert die Angst der Mittelschicht vor den Integrationserfolgen der Türken, meint die taz. Sarrazin wird mundtot gemacht wie einst Martin Walser von Ignatz Bubis, meint Klaus von Dohnanyi in der SZ. Mehr lesen

Das Verschwinden der Fische

04.09.2010. Die NZZ liefert eine wohltuend nüchterne Besprechung von Thilo Sarrazins Buch und erinnert daran, dass auch Sozialdemokraten einst eugenisches Gedankengut pflegten. Sarrazin droht, gegen eine Entlassung zu klagen, meldet die Welt, die außerdem Claude Lanzmanns nordkoreanische Liebesgeschichte erzählt. In der taz stellt der Theatermann Schorsch Kamerun klar: Er möchte nicht gesponsort, sondern lieber nur subventioniert werden. In der Berliner Zeitung beklagt der Tourneeveranstalter Berthold Seliger das neue Biedermeier in der subventionierten Kultur. In der FR erfahren wir vom Hirnforscher Christian E. Elger: Der Mensch ist gut. Die SZ erzählt die Geschichte der Moschee von München, die ihr erst von einem Amerikaner aufgedeckt werden musste. Die FAZ bringt Auszüge aus Fritz J. Raddatz' Tagebüchern. Mehr lesen

Warum wird gerade die eingeladen?

03.09.2010. Die taz porträtiert den chinesischen Literaturwissenschaftler Yu Jie, der gerade ein Buch über den "größten Schauspieler" Chinas veröffentlicht hat: Premierminister Wen Jiabao. Es gibt auch Unterlassungsrassismus, hält der Philosophieprofessor Markus Tiedemann den Verfechtern multikultureller Toleranz entgegen. Die NZZ liest Necla Keleks Heft über den Freiheitsbegriff des Islam. Slate findet unerwartete Leser-Communities in Zeitungen aus dem 18. Jahrhundert. In der SZ beklagt die Theaterregisseurin Anna Bergmann Deutschlands durchkonventionalisierte Stadttheaterlandschaft. Mehr lesen

Ein feiner Herr

02.09.2010. In der Welt fragen Monika Maron und Necla Kelek, wann wir über die interessanten Seiten in Thilo Sarrazins Buch diskutieren. In der taz erklärt der Politikwissenschaftler Markus Linden, warum Sarrazin gut für die Demokratie ist. Die NZZ betrachtet leicht amüsiert den roten Kopf des "sittlichen" Deutschlands. In der SZ erkennt der Philosophieprofessor Christian Illies, dass es beim Streit um "Stuttgart21" um das gesellschaftliche Selbstverständnis der Stuttgarter Bürger geht. In der FAZ erklärt die Intelligenzforscherin Elisabeth Stern, wie gesellschaftliche Verdummung zustande kommt. Die Zeit blickt in deutsche Redaktionsstuben und sieht nur urdeutsche Mittelschicht. Mehr lesen

Freier Platz in den Synapsen

01.09.2010. In der FAZ sieht Ali Sethi, wie pakistanische Kampfjets gerettet werden, während pakistanische Bauern ertrinken. Die taz berichtet blutige Einzelheiten über den Drogenkrieg in Mexiko. Der Tagesspiegel geht ganz in Thilo Sarrazin auf. In der FR erzählt Karl Schlögel, wie er mit den Toten spricht. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen