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Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

August, 2007

Heute in den Feuilletons

31.08.2007. Die FR bringt ein großes Interview von Andre Müller mit Peter Handke. Die FAZ lässt sich von Craig Venter in die Zukunft des gentechnisch veränderten Menschen einweisen. In Polityka spricht Richard von Weizsäcker mit Adam Krzeminski über den deutschen Widerstand und die deutsch-polnische Nachkriegsgeschichte. Im Tagesspiegel freut sich Bushido auf seine Villa in Lichterfelde West. Die SZ zieht eine recht zufriedene Bilanz der Salzburger Festspiele. In der NZZ beklagt Richard Wagner die anhaltende Wirkung kommunistischer Geschichtsmanipulationen in Osteuropa. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.08.2007. In der FAZ erklärt Necla Kelek, warum der Ehrenmord an Hatun Sürücü mehr als ein Mord war. Im Tagesspiegel macht Petros Markaris die griechische Regierung für das Ausmaß der Waldbrände verantwortlich. Die Zeit mag nicht in die neuesten Georgianischen Choräle einstimmen. Die taz empfiehlt trotz einiger Kritikpunkte den Besuch des neuen Sklavereimuseums in Liverpool. In der SZ ist sich Joachim Kaiser uneins über Simon Rattle. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.08.2007. Die Welt erklärt, warum Bollywood-Megastar Aishwarya Rai zuerst mit einem Baum verheiratet wurde, bevor sie dann den Sohn des Bollywood-Supermegastars Amitabh Bachran heiraten durfte. In der taz erklärt der philippinische Filmemacher Lav Diaz, warum seine Filme 540 Minuten lang sind. Der neue Politiker zeigt gern seine Muckis, beobachtet die SZ. Die NZZ interessiert sich nicht für Muckis, sondern für Gesetze, die das Anzünden von Wäldern unprofitabel machen. In Spiegel online staunt Henryk M. Broder über den Realitätsverlust der Deutschen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.08.2007. Die SZ erklärt, was Wald am Mittelmeer ist (oder war). Der Tagesspiegel fühlt sich mit dem jungen deutschen Kino einsam. Die FR berichtet über das Filmfestival von Sarajewo. Die NZZ begibt sich auf zivilgesellschaftliche "Karawane" in Marokko. Die taz bringt die neuesten Einträge aus der nicht sehr beschäftigten schwedischen Zensurbehörde: "Prüfnummer 144531: 'The Bourne Ultimatum', Schnitte: 0; Prüfnummer 144532: 'Stardust', Schnitte: 0"  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.08.2007. In der taz beruhigt uns die Bienenforscherin Elke Genersch in der neuesten Reportage von Gabriele Goettle: Wir sterben ohne Bienen nicht aus. Dem Tagesspiegel schwant für die Zukunft des Verhältnisses von Fernsehen und Kino nichts Gutes. Und wir erfahren, dass Simon Rattle uns Trolle nach wie vor gerne hat. In der NZZ schildert der Historiker Stefan Meller die anhaltenden Schwierigkeiten der Polen mit den Deutschen. Der FR ist die digitale Boheme nicht richtig links genug, die SZ ist sich uneins und bringt gleich zwei Artikel über die neuen Kreativen und ihren Arbeitsbegriff. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.08.2007. In der FAZ singt Werner Spies eine Hymne auf Gerhard Richters Farbexplosion im Kölner Dom. In der NZZ feiert Cees Nooteboom den Maler Joachim Patinir, dem in Prado eine große Ausstellung gewidmet ist. In der Welt hält Daniel Kehlmann mit Martin Amis fassungslos Rückschau auf den dunklen Wahn des Stalinismus und der von ihm verzückten Intellektuellen. In der taz schimpft der amerikanische Soziologe Todd Gitlin ebenfalls auf Intellektuellenkollegen: zu liberal, zu schüchtern, zu verkrampft. Die SZ und die FAZ lesen Yasmina Rezas Buch über Nicolas Sarkozys Wahlkampf. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.08.2007. Die NZZ feiert den 25. Geburtstag der Audio-CD. In der FAZ erklärt Jürgen Flimm zum Ende der Salzburger Saison, was ihn am Musikbetrieb stört. Die Welt ist ein bisschen genervt über allzu absehbare Besetzungen im deutschen Film. Die taz sucht einen niedrigschwelligen Eingang in den Balkanpop. In der SZ erklärt der türkische Liedermacher, Regisseur, Romancier und Ex-Politiker Zülfü Livaneli, was ihm Angst macht am IslamMehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.08.2007. In der NZZ feiert der Bio-Wissenschaftler Gottfried Schatz uns Lichtesser und schwach funzelnden Sonnenkinder. Die Zeit erinnert daran, wie die USA im Jahr 2003 Moral über Recht setzten - und sich die Nase an der irakischen Realität blutig stießen. Die FR mahnt unsere sozialversicherte Künstlerschaft mit Giorgio Vasari: "Ein Künstler lebt für die Kunst. Wo er es nicht tut, lässt er nach in seiner Kunst." Die FAZ vermisst in den britischen Sklavereimuseen ein Kapital über die Kollaboration der Afrikaner. Die SZ feiert Gerhard Richters kühle Lichtmysterien für den Kölner Dom. Die Berliner Zeitung erinnert an die Verhaftung  Rudolf Bahros vor dreißig Jahren. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.08.2007. Für die taz besuchte Kathrin Röggla Georgien und fand Kuriosität und Kalamität. Die FAZ analysiert die sozialpolitischen Tricks der Rechtsextremen in den neuen Ländern. Die NZZ besucht das Las Vegas Asiens. Die Berliner Zeitung informiert über den neuesten Stand bei den Verhandlungen um den Verkauf der Süddeutschen Zeitung. Die SZ kritisiert die SPD, die in der Kultur nur den gesellschaftpolitischen Effekt suche. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.08.2007. Die SZ lauscht der Poesie der Heuschrecken. Die taz zeichnet nach, wie aus Türken Moslems wurden. Die FR annonciert eine Rückkehr der Helden. Die Welt möchte nicht an eine fortschreitende Entwicklung der Sprache glauben. Die FAZ staunt über das effiziente Qualitäts- und Kostenmanagement der RAF. Und die NZZ fragt, was uns an den Nordpol treibt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.08.2007. Die taz warnt vor der Umwandlung der Türkei in eine schlechte Kopie des Osmanischen Reiches. Die NZZ schildert, wie die Kaczynskis den Nationaldarwinismus in die polnische Politik zurückbrachten. Die SZ bewundert das neue Medienarchiv in Hilversum, dessen Fassade 374 TV-Standbilder aus der niederländischen Fernsehgeschichte zieren. Die FR begutachtet einen plattenbaugrauen Verein nörgelnder Verlierer. Und die Welt war zugegen, als Katharina Wagner eine intellektuelle Salbung erhielt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.08.2007. Die SZ huldigt dem Kollegen Lawrence Wright, der sich mit seinen glänzenden Reportagen im New Yorker als führender Islamismus-Experte etabliert hat. Die FR lugt mit Balthus in Köln unter Mädchenröcke. In der NZZ verteidigt Ralf Dahrendorf die Freiheit gegen die Sicherheitspolitiker. Hans-Ulrich Gumbrecht freut sich in der Welt über die Welle neuer Übersetzungen alter Klassiker. Und die FAZ schickt den Maler Daniel Richter auf die Straße. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.08.2007. Die FR porträtiert die Lyrikerin Ann Cotten, Autorin des Manifests "Literatur dient nicht zur Unterhaltung". Der Freitag bringt Hintergründe über die Inhaftierung des Bollywood-Stars Sanjay Dutt. Die taz analysiert die italienische Sehnucht nach Garibaldi als Symptom. Die Welt ist tief erschüttert über ein Spektakel der Rotterdamer Theatergruppe "Hotel Modern", die einen Tag in Auschwitz als Puppenspiel nachstellt. Die SZ unterstützt den islamischen Reformer Benjamin Idriz. Ebendort befehlen die Neuronen in seinem Hirn dem Wissenschaftstheoretiker Franz Wuketits die Leugnung des freien Willens. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.08.2007. In der Zeit schreibt Fritz J. Raddatz zum fünfzigsten Jahrestag seines Versagens in der DDR. Auch Uwe Tellkamp kann in der FAZ die Zukunft der DDR-Vergangenheit in der Literatur nicht voraussagen. Die SZ porträtiert den Architekten Jürgen Mayer, dessen Bauten ein unerklärliches Hungergefühl auslösen. Im Tagesspiegel fragt sich Thomas Brussig, was die "Kindergartentante in Gestalt des Feuilletons" tun muss, um Debatten auszulösen. Mehr lesen

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15.08.2007. In der NZZ fordert Reinhard Jirgl juristische Konsequenzen aus dem wiedergefundenen Schießbefehl. Die FAZ fragt: Interessieren sich Autoren aus der Ex-DDR eigentlich noch für die Ex-DDR? Die Welt berichtet über die Proteste alter erfolgloser Herren über die weibliche Schwedenkrimiflut. Die taz findet: Ein Roman kann ein Sachbuch nicht plagiieren, und darum ist auch "Tannöd" kein Plagiat. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.08.2007. In der SZ schreibt Ingo Schulze über den Schießbefehl in der NVA. Der NZZ wird bei den Skulpturen von Richard Serra ganz leicht ums Herz. Die taz fragt: Ist die Demografie eine "Wissenschaft der Angst"? In der Welt plädiert Martin Mosebach für den Wiederaufbau zerstörter Bürgerhäuser in Frankfurt. Die FAZ berichtet über die Zwangsumsiedlung der arabischen Minderheit im Iran.
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Heute in den Feuilletons

13.08.2007. Die SZ spricht mit dem russischen Kunstsammler Pjotr Awen über die explodierenden Kunstmärkte. Die FAZ findet den Entwurf für die Kölner Moschee altbacken. Die NZZ findet, dass Heiner Müllers "Quartett" prima nach Salzburg passt. Und die FR greift Berichte des Kölner Stadtanzeigers  auf, nach denen die Zeitungen gut verdienen, wenn sie nur die Verdienste des Bundeswirtschaftministeriums angemessen ins Licht stellen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.08.2007. Die Welt bringt ein Gespräch mit Woody Allen über Ingmar Bergman: "Er vertraute mir seine Albträume an." Die NZZ bereitet uns auf das Festival von Luzern vor, wo nach langer Zeit mal wieder Boulez' "Marteau sans maitre" geschwungen wird. Außerdem druckt sie Peter Esterhazys Rede zur Eröffnung des Festivals. In der FAZ kommt Florian Henckel von Donnersmarck auf Ulrich Mühes quälenden Streit mit seiner Ex-Frau Jenny Gröllmann um deren Verhältnis zur Stasi zurück. Die taz besucht das Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs. Die Berliner Zeitung findet Risse im Beton normal.
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Heute in den Feuilletons

10.08.2007. Die NZZ fragt, ob nun auch bei der New York Times die Besitzerfamilie verdrängt wird. Die FAZ berichtet, dass das putinistische Regime in Russland nun auch wieder zum Mittel der Zwangspsychiatrisierung greift. Die FR bringt eine Weihnachtserzählung des kenianischen Autors Uwem Akpan. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.08.2007. Die SZ ist an das Drehbuch zu Tom Cruises Stauffenberg-Film "Valkyrie" gekommen und erkennt das wahre Potenzial dieses historischen Thrillers. In der NZZ beschreibt der Islamwissenschafter Christian Meier das große Problem der islamischen Gesellschaften mit Aids. In der Welt erklärt der auf Russisch schreibende ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow, warum er sich nicht mehr in den Sprachenkrieg des Landes einmischt. Im Tagesspiegel empfiehlt Garri Kasparow: Wer Putin verstehen will, soll Puzo lesen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.08.2007. In der taz erklärt der Historiker Ulrich Herbert, wie Raul Hilberg unser Bild vom Holocaust verändert hat. Die FR wundert sich über die deutsche Schönfärberei der Lage im Irak. Die Welt beschreibt die feudalen Ambitionen der Stiftung Weimarer Klassik. In der NZZ beschreibt Georg Klein die Leiblichkeit noch der schönsten Neuronenblitze. Die SZ berichtet über den polnischen Streit um die angeblich wertezersetzenden Werke von Witold Gombrowicz. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.08.2007. Die Trauerprozession geht weiter. Im Tagesspiegel erinnert Raul Hilbergs Lektor Walter Pehle an die Zeiten, als es unfein war, aus dem Standardwerk des Historikers über die Vernichtung der Juden zu zitieren. Die Berliner Zeitung erinnert an das Verhältnis Hilbergs zu Claude Lanzmann. Für die FR ist Hilbergs knapper, trockener Stil das Gegenteil von Empfindungslosigkeit. FAZ und SZ würdigen Hilbergs unerbittliche Präzision. Außerdem plädiert der Historiker Peter Steinbach im Tagesspiegel für einen erweiterten Begriff des Widerstands. Mehr lesen

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06.08.2007. Die taz weiht uns in das Genre der Stalag-Groschenromanen in Israel ein. Die NZZ macht sich Sorgen um die Ashanti-Tempel in Ghana. Die FAZ besucht das Ahmed-Baba-Institut in Timbuktu, wo eine Bibliothek für die kostbaren Handschriften der Stadt entsteht. Die SZ entdeckt demagogische Züge in den neuen Klagen über Homophobie. Die Welt online geißelt das deutsche Schweigen zur Hinrichtung von Schwulen im Iran. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.08.2007. Die Welt erklärt Nicolas Sarkozy aus dem Geist des Bonapartismus und dem Prinzip der permanenten Verführung. In der Frankfurter Rundschau erklärt der todkranke Walter Kempowski, dass ihn der Literaturbetrieb vergiftet hat. In der NZZ fordert Dubravka Ugresic ein Denkmal für den polnischen Klempner. In der SZ erlebt Martin Mosebach den Waldbrand von Hydra. Die Berliner Zeitung porträtiert den wahnhaften Erfinder Karl Hans Janke. Und die FAZ verrät, dass Peking nicht schnell und schick ist, sondern langsam und formlos. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.08.2007. In der NZZ wendet sich der Medienforscher Lutz Hachmeister gegen einen neobourgeoisen "Neo-Journalismus" um Frank Schirrmacher und Co., dem es nur noch um travail, famille, patrie gehe. Die FAZ bringt eine Stefan-George-Biografie als Feuilletonroman, der die unterschiedlichsten Charaktere in einen elektrischen Kreislauf zwingt. Die Welt enthüllt: die Kapitolinische Wölfin ist jünger als der Braunschweiger Löwe. Die SZ bringt ein Porträt des russischen Nationalbolschewiken Eduard Limonov. Die taz entlarvt die vermeintlichen Tabubrüche deutscher Gangsta-Rapper als Reproduktion reaktionärer Bilder über das vermeintliche Migranten-Ghetto. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.08.2007. Die Welt begrüßt eine neue Generation von Theaterregisseuren. Die taz liefert eine ausführliche Ethnologie jamaikanischer Reggae-Typen. Die FR sehnt sich zurück nach dem nervenden ergreifenden Ernst der Bergmans und Antonionis. In der FAZ verabschiedet sich Wim Wenders in lyrischer Form von Antonioni. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.08.2007. Die FAZ erinnert daran, wie Monica Vitti und Alain Delon am Ende von Michelangelo Antonionis Film "L'Eclisse" zum Rendez-Vous nicht erscheinen - und damit das Weltkino revolutionieren. Das Titel-Magazin wirft mit Antonioni einen Blick auf unsere transzendenzlose Obdachlosigkeit. Die taz sprengt mit Antonioni die Warenform. Die Welt ruft uns nach dem doppelten Tod Bergmans und Antonionis zu: "Trauer ist angebracht, jedoch keine Verzweiflung." Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Klaviatur der Stimmfarben

25.07.2016. Die besten Werke Boris Pasternaks lagen vor "Doktor Schiwago", versichert Oleg Jurjew in der FR und empfiehlt wärmstens eine dreibändige Werkausgabe mit frühen Gedichten, Briefen und Erzählungen. Einfach brillant findet die NZZ Birgit Weyhes Comic über die "Madgermanes" genannten mosambikanischen Vertragsarbeiter in der DDR. Die taz liest ein Interviewbuch mit Mädchen, die von Boko Haram entführt worden waren. Die Welt feiert Ulrich Drüners neue Wagner-Biografie. Die FAZ kann sich kaum satthören an Katharinas Thalbachs und Thomas Braschs Shakespeare. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen