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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Oktober, 2011

Pointierte Synkopen von hinten

31.10.2011. BoingBoing beobachtet, wie das informationelle Selbstbestimmungsrecht in Großbritannien zugrunde gerichtet wird. In der FAZ plädiert der Grünen-Politiker Volker Beck für ein freies Internet. GigaOm berichtet über ein in den USA geplantes Gesetz, das die Freiheit im Netz stark einschränken wird. Die SZ bringt F.C. Delius' Büchner-Preisrede. In der taz erklärt der Gerichtsgutachter Jan Ilhan Kizilhan die Psychologie von Ehremorden. Und Stefan Niggemeier staunt über eine tolle Idee der SPD für die Öffentlich-Rechtlichen: Gebt ihnen  mehr Geld! Mehr lesen

Staublose Datei im Netz

29.10.2011. Im Umblätterer erklärt die Literaturwissenschaftlerin Constanze Reichardt, was sie an F.C. Delius so schätzt: zum Beispiel seinen Blick auf den Terrorismus in Deutschland. Im Tagesspiegel antwortet der Büchner-Preisträger auf seine Kritiker. In der Welt äußert sich Alaa al-Aswani trotz allem optimistisch über den weiteren Fortgang der ägyptischen Revolution. Ulrich Beck setzt in der taz seine Hoffnung in die Occupy-Bewegung. Die FAZ gerät in Ekstase über Lou Reed und Metallica, die SZ streichelt Vintage-Editionen von Pink Floyd und Velvet Underground. Mehr lesen

Alles ist einsehbar

28.10.2011. In der NZZ macht sich J.M. Coetzee Sorgen über die Wiederkehr der Religion. Die Welt fragt sich, was in Hanser-Verleger Michael Krüger gefahren ist: Machotum alter Schule? Spiegel-Redakteure müssen sich in ihrem neuen Haus vorsehen: Wenn sie einschlafen, geht das Licht aus. Frank Castorf darf den Bayreuther Jubi-Ring im Jahr 1813 inszenieren. In der SZ gibt er Auskunft über seine Ästhetik. Die FAZ kommt aus dem Staunen über den Fall Beltracchi nicht heraus. Mehr lesen

Äh ... Was? ... Nein

27.10.2011. In der taz erklärt Bertrand Tavernier, wie er sich einen historischen Film erträumt: als Blick in eine Gegenwart. Nein, die tunesischen Islamisten sind nicht mit Erdogans AKP zu vergleichen, findet Caroline Fourest in ihrem Blog. Walter Laqueur macht sich im National Interest Nachtgedanken über Europa. Nach einer Attacke gegen Open Access in der FAZ lebt die Debatte auch in den Blogs wieder auf. Elisabeth Ruge kann nicht seine Nachfolgerin werden, erklärt Hanser-Verleger Michael Krüger in der Zeit, sie hat doch Kinder.  Und: Modernes Geld verstehen mit dem Freitag. Mehr lesen

Plastilinöse Plumpheit

26.10.2011. In der taz zeichnet Juri Andruchowytsch ein düsteres Bild von der Lage in der Ukraine. Und Andrea Breth erklärt, warum sie Alban Berg bewundert. Das FAZ.Net bringt Evgeny Morozovs Polemik gegen Jeff Jarvis auf Deutsch, aber interessanter liest sie sich auf Englisch mit Jarvis' Antworten. Die FAZ fragt auch: Warum schasst die Ditib den Architekten der Kölner Moschee, Paul Böhm? In Le Monde fordert Jürgen Habermas mehr Kompetenzen für Europa. Anders als die meisten Kritiker kann Fritz Göttler von der SZ weder mit Spielbergs Tim noch mit Spielbergs Struppi viel anfangen. Mehr lesen

Fortwährend richtig gekocht

25.10.2011. In der Welt plädiert Peter Sloterdijk für Rudolf Steiner. Bei den Ruhrbaronen plädiert Rudolf Steiner gegen sich selbstVanity Fair kann keinen Herren ernst nehmen, der nicht bei Anderson & Sheppard schneidern lässt. In Spiegel Online lässt sich KiWi-Verleger Helge Malchow nicht von Jeff Bezos in die Bredouille bringen.  Die SZ ist fassungslos: Einst spielte Ivo Pogorelich Klavier. Jetzt schmeißt er Granaten ins Kinderzimmer. Außerdem: Slants Liste der 25 besten Horrorfilme der Nuller. Mehr lesen

Applaus, Applaus

24.10.2011. In Slate fragt Christopher Hitchens: Tragen die westlichen Alliierten Mitschuld daran, dass Gaddafi nun nicht vor ein Gericht gestellt werden kann? In der Welt erzählt Clemens Meyer ganz euphorisch von der Revolution in New York. Die FR ist begeistert von Steven Spielbergs "Tim und Struppi". In der FAZ meint Necla Kelek: Die türkischen Gastarbeiter waren für die Türkei wirtschaftlich viel nötiger als für Deutschland. Mehr lesen

Kometen des Weltgeists

22.10.2011. In der taz erzählt Nancy Kienholz von den bitteren Lektionen, die sie in Berlin erfahren hat. In der NZZ besingt Hans Pleschinski seine Stadt München. Die Welt erfährt aus dem Briefwechsel der Heisenbergs Neues über den Plutoniumforscher Carl Friedrich von Weizsäcker. Die New York Times besucht Haruki Murakami in Japan. Die SZ kann von der Wall Street melden: Selbst die Protestler legen hier zu. Außerdem verehren die Zeitungen heute alle den maßlosen Franz Liszt, der vor zweihundert Jahren geboren wurde. Mehr lesen

So ein Orchester ist ein Brett

21.10.2011. In der NZZ bangt der Hassouna Mosbahi um das demokratische Projekt in Tunesien. Der Standard erinnert an das Pariser Polizeimassaker an Algeriern mitten in Paris vor fünfzig Jahren. Die taz staunt über Heinrich von Kleists Wahnsinnsformulierungen. Die Welt wundert sich über Julia Francks DDR-Roman "Rücken an Rücken". Und endlich singt William Shatner die "Bohemian Rhapsody". Mehr lesen

Wie dann die Köpfe fliegen

20.10.2011. Wie konservativ ist Steven Soderberghs Medienbild?, fragt die Berliner Gazette. Der New York Observer erklärt, wie die New York Times die digitale Klassengesellschaft im Journalismus abschafft. Ist Soundcloud das nächste Youtube?, fragt das ReadWriteWeb. Die FR/Berliner Zeitung stöhnt: Jetzt müssen wir auch noch den Kunstgeschmack unserer Großeltern bewältigen. In der NZZ versichert Viktor Jerofejew: Noch schlimmer als Putin ist das russische Volk. Mehr lesen

Gleichsam im Zentaurenstadium

19.10.2011. Die taz diskutiert mit dem Historiker Paul Ginsborg über die Frage, ob Italien noch zu retten ist. Die FR findet die Bill and Melinda Gates Foundation gar nicht so wohltätig. Der Guardian ist zufrieden mit dem Booker-Preis für Julian Barnes. Alle Feuilletons und viele Blogs bringen Nachrufe auf Friedrich Kittler. Die Welt bringt noch ein langes Interview, das sie einige Monate vor seinem Tod führte. Mehr lesen

Tonnenweise Erotika

18.10.2011. In der taz schildert Bahman Nirumand die Angst der iranischen Mullahs vor dem Gespenst der sanften Revolution. Die NZZ fragt: Warum hat der Wirtschaftsjournalismus in der Finanzkrise versagt? Agata Pyzik wendet sich in ihrem Frieze-Blog gegen verharmlosende Ostalgie. Jahrelang durften wir  Nazikunst nicht sehen, nun stellt sich in der FAZ heraus, dass sie schlicht banal war. Der SZ wird bei der Idee totaler Transparenz unbehaglich.  Mehr lesen

Nerven und Neurosenkavaliere

17.10.2011. Boualem Sansal erzählt die Geschichte Algeriens in seiner Friedenspreisrede als eine Geschichte von Kriegen. Leider hat niemand die Rede online gestellt. Über der Buchmesse schwebte das Gespenst der Digitalisierung. Aber wie macht man Geld mit Ebooks - oder werden nur Amazon und Apple die Hand aufhalten?, fragt die FAZ. Die New York Times berichtet unterdes von der nächsten Amazon-Attacke: Das Unternehmen wird jetzt auch verlegerisch tätig. Und in Mailand wächst demnächst der erste vertikale Wald, meldet inhabitat.com. Mehr lesen

Der Genuss des Übens

15.10.2011. In der NZZ erklärt Najem Wali, warum Friedenspreisträger Boualem Sansal in der arabischen Welt totgeschwiegen wird. Außerdem reist die NZZ durch das Land der Dogon. In der Welt spricht Jeffrey Eugenides über seinen neuen Roman "Die Liebeshandlung", und der Bookerprize-Träger Howard Jacobson sieht keinen Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus. Warum kann man Ebooks nicht bei den Verlagen herunterladen?, fragt Lothar Müller in der SZ. In der FAZ ruft der CDU-Politiker Peter Altmaier: Don't touch my Twitter. Mehr lesen

Elegant urbane Ausgehuniformen

14.10.2011. Das New York Magazine zeichnet ein Porträt der Künstler David Foster Wallace, Jonathan Franzen und Jeffrey Eugenides als junge Männer. Sehen gut aus, die Occupy-Wall-Street-Demonstranten, meint die Welt. Selbst Griechenland will lieber überwachen als sanieren, lernen wir in der NZZ. In der FAZ porträtiert Theodor Laxness die Isländer als drogenabhängige Sadisten. Die SZ feiert Kraftwerk. Mehr lesen

Das Wunderbare ist ganz nah

13.10.2011. Die Welt sucht Spuren einer Formidee in den Skulpturen von Georg Baselitz. In der Jungle World schildert Boualem Sansal die dramatische Lage von Homosexuellen in Algerien. In der NYRB beschreibt Charles Simic sein Lieblingsnotebook. Die NZZ mischt sich vorsichtig unter Occupy Wall Street. Die taz erzählt, wie Assad mit Death Metal lockt. Die FAZ bewundert Walter Moers' charmant tropfenförmige unterirdische Lebewesen. Mehr lesen

Wozu Kunst?

12.10.2011. Gut gebaut und lebensklug findet die taz den Roman des Buchpreisträgers Eugen Ruge. In der Welt erklärt Ruge, warum er sich nach der Wende keine Hoffnung auf einen demokratische Sozialismus machte. Die SZ besucht eine Pariser Soliveranstaltungen für die syrische Protestbewegung. Die NZZ feiert das Südtiroler Architekturwunder. Mehr lesen

Unverfroren an den Tatsachen vorbei

11.10.2011. Damit kann man leben, meint die Welt zum Deutschen Buchpreis für Eugen Ruge. Der taz graut es vor der Buchmesse. In der New York Review of Books findet J.M. Coetzee die deutschen Inspirationsquellen des Dichters Les Murray. In der FAZ erinnert Boualem Sansal an das blutige Ende des algerischen Frühlings 1988. Könnten deutsche Schriftsteller mal die Rockzipfel der Großeltern loslassen?, bittet die SZ. Mehr lesen

Eine gute Theorie ist eine schöne Theorie

10.10.2011. Wolfgang Michal benennt in seinem Blog nach der Enttarnung eines "Bundestrojaners" durch den Chaos Computer Club das "Dilemma der Hackerbewegung". Auch die FAZ berichtet groß über den Bundestrojaner. Im Tagesspiegel streiten Kathrin Passig und Andreas Rötzer über Für und Wider des Ebooks. In der FR zieht Amitai Etzioni ein deprimiertes Fazit aus der Finanzkrise. In der Jungle World erklärt Laura Meritt, warum sie einen feministischen Pornopreis ins Leben rief.  Mehr lesen

Man steht, tendiert zur Bedeutung

08.10.2011. In der NZZ erzählt Einar Karason, warum die Isländer seit achthundert Jahren Bücher schreiben. In der FAZ erzählt Hallgrimur Helgason, warum jeder isländische Dichter am Ende im gottverfluchten Brunnen Mimirs landet. Die Sagas sind besser als jeder Tarantino, versichert Kristof Magnusson in der SZ. In der Welt erzählt Henryk Broder isländische Sagas von einst und jetzt. Und glaubt Rüdiger Safranski tatsächlich, dass man mit einem Schergen Achmadinedschads in einen Dialog der Kulturen treten kann? Mehr lesen

Instantan verfügbar

07.10.2011. Um es knapp und klar zu sagen: Alle sind happy mit Tranströmer. In der taz würdigt ihn Daniela Seel als "heimlichen Schutzpatron der jungen wilden Dichtung und Szene". Laut NZZ sind seine Verse "muskulös und sehnig, sie federn. Und doch steuern sie auf etwas Schwarzes zu". Steve Jobs beschäftigt die Medien ebenfalls: ReadWriteWeb beleuchtet seine dunkle Seite. Pitchfork sieht ihn als musikalischen Revolutionär. Und wie tickt die Piratenpartei politisch? Mehr lesen

Kirsten Dunst im blauen Licht

06.10.2011. In der Zeit erklärt Jean-Luc Godard, was ihn an Urheberrechten am meisten stört: die Enkel. Die FAZ liest Fitzgeralds "Großen Gatsby", der die Rechteinhaber gerade überlebte, als aktuelle Kapitalismuskritik. In Interviews mit verschiedenen Medien arbeitet Lars von Trier das Trauma von Cannes auf. Zum Tod von Steve Jobs bringen wir das Video seiner berühmten Stanforder Rede von 2005 und Links zu älteren und aktuellen Texten. Mehr lesen

Wo ist Stockhausen, wenn man ihn braucht?

05.10.2011. Morgen wird der Literaturnobelpreis verliehen. Die Chancen für Bob Dylan sind in den Wettbüros gestiegen, meldet der Guardian. Wollen die Zeitungen das Netz oder nicht?, fragt  die Berliner Gazette. Die FAZ sieht Lars von Triers neuen Film "Melancholia" auch als dialektische Reminiszenz an die heroisch gescheiterte Dogma-Episode. In der FR ruft Claus Leggewie nach Gegenmodellen zum Kapitalismus. Die SZ feiert Dea Lohers Stück "Unschuld" in der Regie von Michael Thalheimer. Mehr lesen

Von unserer Überraschtheit überrascht

04.10.2011. Die FR hat "das Äußerste an visueller und philosophischer Dichte" gesehen, das Film heute zu bieten hat. Der Nachteil: Man mag danach nie mehr ins Kino gehen. The Daily Beast staunt über die neue Kollektion von Rei Kawakubo: lauter Hochzeitskleider - aber nicht nur für glückliche Bräute. Die Welt lauschte in Frankfurt einem schalkhaften Buddhisten. Ein großer Konzern stellt heute ein neues Smartphone vor. Mashable ist aufgeregt. Und die New York Times ist aufgeregt über Mashable. Die FAZ hat einen neuen Internetauftritt. Aber wo ist die Zeitung geblieben? Mehr lesen

Wundermaschine des Untergangs

01.10.2011. Die Welt erlebte mit Karin Beier "Demokratie in Abendstunden" und ein Höchstmaß an kakofonischer Perfektion. In der FR spricht Patrice Chereau über die Last des langen Vorlaufs. Die SZ vermisst die Piratenmutter. Die FAZ unterhält sich mit Umberto Eco über Verschwörungstheorie, vielleicht hat es sich aber auch ganz anders zugetragen. In der taz erklärt der regimekritische chinesische Blogger Michael Anti seine Strategie, Konflikte mit dem Staat zu vermeiden. Und die NZZ erlebt in China grenzenloses historisches Desinteresse. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen