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All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juli, 2006

Heute in den Feuilletons

31.07.2006. Die NZZ ist fasziniert von den Antihelden des Mangaautors Yoshihiro Tatsumi. In der FAZ antwortet Wilhelm Genazino auf Veronica Ferres und beschuldigt sie eines für die plötzlich eintretende Wahrheit seines Theaters blinden Moralismus. In der taz spricht Gabriele Goettle mit Antje Simnack, die sich um die Opfer rechtsextremistischer Gewalttäter kümmert. Die SZ findet den Bayreuther Siegfried Stephen Gould ein wenig lyrisch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.07.2006. Die Welt druckt Bernard-Henri Levys Reisebericht aus dem fassungslosen Israel. In der FR schildert Abraham Jehoschua seinen Alltag mit Bombenalarm. In der FAZ sieht Ghassan Tueni schon die Nachfolgegeneration der Hisbollah heranwachsen. In der taz wirft Michael Kleeberg den Israelis eine kalte Verachtung der Araber vor. In der NZZ prangert Richard Wagner das laxe Verhältnis osteuropäischer Populisten zur Demokratie an. Nach der Bayreuther "Walküre" warnt Joachim Kaiser in der SZ Regisseure vor Einfällen. Und die Berliner Zeitung bringt ein episches Gespräch mit Arno Breker, das Andre Müller 1979 führte. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.07.2006. Der Salzburger "Figaro" sticht das Bayreuther "Rheingold" aus. Die Netrebko ist eine Wucht, findet die Welt. Die FAZ verteidigt Nikolaus Harnoncourts langsame Tempi. Die SZ jagte von Interruptus zu Interruptus. Na gut, im vierten Akt zieht es sich dann ein bisschen, meint die NZZ. Beim "Rheingold" halten sich die Kritiker dagegen eher noch zurück und warten aufs Kommende. In der taz glaubt Micha Brumlik nicht, dass eine Lösung des Palästinaproblems ausreicht, um Frieden zu bringen. In der FAZ erklärt Veronica Ferres, warum sie Wilhelm Genazinos "Courage" lieber doch nicht spielt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.07.2006. In der Zeit wirft der libanesische Autor Abbas Beydoun Israel vor, das friedliche libanesische Projekt in seinen Grundfesten zu zerstören. In der FR schreibt der Historiker Doron Rabinovici: Wer das Dilemma Israels leugnet, lügt. In der taz macht der libanesische Autor Selim Nassab auf den gleichzeitig eskalierenden Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten aufmerksam. Die SZ würdigt noch einmal Hans Stimmann, den Wächter über die Berliner Traufhöhe, der jetzt pensioniert wird. Die SZ bringt auch allererste Reaktionen auf das "Rheingold" in Bayreuth und den "Figaro" in Salzburg. In der FAZ erklärt der Filmregisseur Mike Figgis im Gespräch mit Dominik Graf, warum sich Orson Welles lieber als Außenseiter stilisierte, statt Filme zu machen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.07.2006. Die Welt staunt über die vollendete Künstlichkeit der Christine Schäfer. In der NZZ erzählt der Islamwissenschaftler Maurus Reinkowski die Geschichte des Libanon. Der Tagesspiegel erklärt, warum ein Unternehmen, das täglich fünf Millionen Menschen transportiert, keine Ausstellung über vergangene Höchstleistungen möchte. FAZ und SZ liegen Johnny Depp zu Füßen. In der taz fordert Zafer Senocak keinen Dialog der Kulturen - sondern kritisches Selbstgespräch. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.07.2006. Phantastische Feuilletons heute! In der FR erklärt der ägyptische Schriftsteller Alaa Al-Aswani, was eine "Als-ob-Gesellschaft" ist: wenn hunderte verschleierte Mädchen ihre Freunde küssen. In der Welt fordert Thomas von Osten-Sacken die Europäer auf, nicht von Frieden im Libanon zu sprechen, wenn sie eigentlich Appeasement meinen. In der taz diskutiert Bahman Nirumand mit sich über die Beziehung zwischen Hisbollah und Iran. Im Tagesspiegel sieht der Schriftsteller Abbas Beydoun den Angriff der Hisbollah auf Israel als Militärputsch. In der SZ beschreibt Andrzej Stasiuk die Kaczynskis als gealterte, müde Säuglinge. Und Najem Wali erzählt, wie die Islamisten den Kopfstoß Zidanes für ihre Zwecke ausbeuten. In der FAZ erklärt Sonja Margolina den Andrang von Studenten in die Geisteswissenschaften als Folge der schulischen Diskriminierung von Mädchen in den Naturwissenschaften. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.07.2006. Der Fall Maxim Biller empört Literaturwelt und Feuilletons: Nachdem sein Roman "Esra" nach Klage von Billers Lebensgefährtin ratzekahl verboten wurde, soll der Autor nun auch noch 100.000 Euro Entschädigung zahlen. Außerdem: In der SZ erklärt Moshe Zimmermann die Struktur des Nahostkonflikts. Im Spiegel Online schreiben Charles Chahwan und Matthias Küntzel zur selben Frage. Die NZZ hat die kongeniale Antwort auf den kapitalistischen Geist der Studiengebühren gefunden: die Professorenhitliste meinprof.de. Die taz beteuert: Kathrin Passig meint es ernst. Und Arno Breker ist tot. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.07.2006. In der NZZ schickt die Schriftstellerin Dubravka Ugresic Feriengrüße aus dem einstigen Gefangenenlager des Tito-Regimes Goli Otok. In der Welt erklärt der Historiker Benny Morris den Unterschied zwischen einer Befreiungsorganisation und der islamistischen Bewegung. Die taz besucht die "freie" Techno-Republik Kazantip auf der Krim. Die FAZ reist nach Alaska und erkundet das geheimnisvolle Haarp-Observatorium. Die SZ stellt das linke Washington vor: den Think Tank IPS. Die FR kommt nur bis Bonn, findet dort aber eine wunderbare Guggenheim-Ausstellung. FAZ und NZZ loben Martin Walsers neuen Roman "Angstblüte", die taz verreißt ihn.
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Heute in den Feuilletons

21.07.2006. Die SZ zieht Erkenntnisgewinne aus der Arno-Breker-Ausstellung in Schwerin. Die NZZ setzt sich mit den Gefahren des Kriegsjournalismus auseinander. In der Welt kritisiert der israelische Schriftsteller Meir Shalev die Kriegsführung seines Landes. In der taz erklärt Bobby Gillespie, Sänger von Primal Scream, wie Drogenmusik klingen muss: Schmutzig. Schmierig. Gruselig. Und die FR erliegt einem Klavierkonzert von Thomas Larcher mit dem Titel "Böse Zellen". In der Berliner Zeitung rückt der iranische Filmemacher Mohsen Makhmalbaf die Machthaber seines Landes in die Nähe des Faschismus. Alle freuen sich mit Mathias Döpfner über seinen zweiprozentigen Aktienanteil am Springer-Verlag. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.07.2006. In der taz bekennt sich Mario Vargas-Llosa als Freund Israels, besonders aber israelischer Kritiker Israels. In der SZ erklärt der syrische Dichter Adonis, warum nur der Libanon Impulse für die Entwicklung einer laizistischen Zivilgesellschaft im Nahen Osten geben kann. Die Welt weiß: der Libanon war nie eine Schweiz des Nahen Ostens. Die NZZ macht sich Sorgen über den polnischen Nationalismus. In der FAZ annonciert Andrzej Stasiuk den Austausch polnischer Klempner durch chinesische Klone. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.07.2006. Im Tagesspiegel findet Michel Friedman die Antwort der Israelis auf die Angriffe der Hisbollah verhältnismäßig. In der FAZ stimmt Amos Oz ihm zu. In der FR fürchtet der Militärhistoriker Martin van Creveld, die Israelis könnten zu wenig Gewalt anwenden. Die taz beschreibt den lässigen Umgang chinesischer Filmemacher mit der Zensur. Die NZZ stellt uns ihre zirkadiane Uhr vor.    Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.07.2006. Die NZZ lässt drei Schriftsteller aus dem Nahen Osten zu Wort kommen: den Libanesen Hassan Dawud, die Palästinenserin Sahar Khalifa und den Israeli Natan Sznaider. In Spiegel Online erklärt Dan Diner, warum Israel verrückt spielt. In der SZ erklärt der libanesische Filmemacher Ghassan Salhab, dass Israel sogar am Entstehen der Hisbollah schuld ist. Und Volker Braun bedichtet Zidane, den Nischel senkend wie ein weidwunder Stier. Die FAZ stieß beim Besuch von Bob Wilsons "Watermill Center" auf rechte Winkel. Die FR beschreibt Ur-Frankfurt: Geld und Geist, das eine vom anderen zu scheiden wie im Marmorkuchen.
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17.07.2006. In der FAZ erklärt der israelische Schriftsteller David Grossman, warum die Israelis ihr Vertrauen in die gemäßigten Kräfte der arabischen Welt verloren haben. In der SZ erzählt der kongolesische Regisseur und Tänzer Faustin Linyekula, warum es für ihn unmöglich ist, mit seinen Tänzern einen Kreis zu bilden. In der NZZ verrät der Verleger Egon Ammann sein Erfolgsgeheimnis: Er liest unverlangt eingesandte Manuskripte. Die Welt kann überhaupt nichts anfangen mit den wirtschaftskritischen Werken zweier "Haudegen der bürgerlichen Entzauberung", Martin Walsers Roman "Angstblüte" und Claude Chabrols Film "Geheime Staatsaffäre". In der Berliner Zeitung erklärt der Soziologe Shmuel Eisenstadt, warum Fundamentalismus und Traditionalismus scharfe Gegensätze sind. Im Spiegel fragt Henryk M. Broder, was eigentlich eine verhältnismäßige Reaktion der Israelis auf den Beschuss mit Katjuscha-Raketen gewesen wäre?
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Heute in den Feuilletons

15.07.2006. In der Berliner Zeitung unterhält sich Arno Widmann mit der Autorin Elif Shafak über ihren Roman "Vater und Bastard", der in der Türkei schon den Staatsanwalt auf den Plan gerufen hat. Die SZ verlässt alptraumatisiert vom völligen Desinteresse am Werden die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums in Berlin. Die taz ängstigt sich vor dem neuen Roman Martin Walsers sowie dem aufziehenden Bücherherbst überhaupt. Die FAZ glaubt an keine schnelle Lösung der festgefahrenen Debatte über den Terror der Eta in Spanien. Und Welt und NZZ gedenken des vor 400 Jahren geborenen Rembrandts. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.07.2006. Die FAZ fühlt sich durch die Dauerausstellung des Deutschen Historischen Museums an die Große Koalition erinnert: Man will nicht viel, und man kann noch weniger. Die NZZ verabschiedet die good old fashioned Künstliche Intelligenz. In der Welt analysiert der Schriftsteller Michael Kleeberg die Lage im Libanon und die Rolle der Hisbollah. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.07.2006. Für die Zeit blickt Cees Nooteboom in ein Selbstporträt des alternden Rembrandt und erschauert. Außerdem räumt die Zeit auf - mit der deutschen Hausfrau. In der NZZ beschreibt Sonja Margolina das russische Öl als Jungbrunnen alter Großmachtträume. In der SZ schreibt der aus Bombay stammende Schriftsteller Kiran Nagarkar über den Extremismus in Indien. Die taz warnt die Straße davor, die Radikalität des Feuilletons zu übernehmen. Und die FAZ fragt: Warum wollen die Chinesen, dass wir chinesisch lernen?
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Heute in den Feuilletons

12.07.2006. Die NZZ stellt die Kämpferinnen des Gender Jihad vor, die Islam und Emanzipation unter einen Hut, aber nicht unter ein Kopftuch bringen wollen. In der taz bedauert Hans-Ulrich Wehler 20 Jahre nach dem Historikerstreit, dass die Osteuropa-Historiker seinerzeit nicht auf die Opferzahlen des Stalinismus aufmerksam machten. Die SZ zieht eine doch recht positive Bilanz von Berlins umstrittenem Kultursenator Thomas Flierl. Die FAZ weist nach: Es zählt eben doch für die Chinesen, wenn in Europa ein Blatt vom Baume fällt. Mehr lesen

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11.07.2006. Zidane: Dunkler Gott, gefallener Engel, Mensch. Hat er gedacht, als er die Stirn in die Brust seines Gegners rammte? Georg Klein antwortet in der SZ mit ja und würdigt, dass Zidane Materazzis Nase schonte. Die FR denkt ähnlich: Das Denkmal demontierte sich bewusst. Und wird erst dadurch unsterblich, sekundiert die taz. Die FAZ staunt über die Italiener, die Regeln erst respektieren, nachdem sie sie manipuliert haben. Außerdem: Bahman Nirumand porträtiert in der NZZ den iranischen Intellektuellen Akbar Ganji. Und die Welt rollt den Historikerstreit noch mal auf.
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10.07.2006. Zidanes titanische Verweigerung der prästabilierten Finalharmonie kann von den Feuilletons aus Aktualitätsgründen noch nicht reflektiert werden. Begnügen wir uns mit dem Vorhandenen: In der SZ erklärt der Urbanist Mike Davis, warum es auf der Welt nicht zu viel sondern zu wenig Migration gibt. Die taz stellt den jüdischen Comiczeichner Joann Sfar vor, der in Frankreich riesige Erfolge feiert. Die FR will deutschen Fußballfans den Friedensnobelpreis verleihen. Die NZZ fragt anlässlich von Lauren Weisbergers Bestseller "The Devil Wears Prada" und seiner Verfilmung, wie ein Chef ohne Y-Chromosom sein muss. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.07.2006. In der Welt ruft Tariq Ramadan Muslime und den Westen zur Versöhnung auf. Außerdem definiert Hans Ulrich Gumbrecht den globalisierten Fußball. In der SZ sucht Hassan Khader nach einem Ort für die palästinensische Kunst. In der taz feiert Diedrich Diederichsen den guten alten Feind "Druck". Die FAZ liest Erich Kästners Kriegstagebuch. Die Berliner Zeitung bringt ein ausführliches Porträt über den in Berlin lebenden Künstler Olafur Eliasson. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.07.2006. Die taz outet einige schwule Hiphopper wie zum Beispiel Puff Daddy und lobt sich den offen schwulen Gangsta-Rapper Deadlee. Ein Jahr nach den Londoner Anschlägen konstatiert die NZZ wachsende Entfremdung zwischen Muslimen und Mehrheitsgesellschaft in Großbritannien. Allgemein wird des seit fünfzig Jahren toten Gottfried Benns gedacht. In der FR erklärt der Benn-Übersetzer Natias Neutert Parallelen zwischen Benn und Shakespeare. In der SZ gibt Alexander Kluge Auskunft über sein Verhältnis zum Dichter. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.07.2006. Die Berliner Zeitung will keine Türken in der EU, die Romanautoren wegen Erfindung missliebiger innerer Monologe verfolgen. Die Welt fragt sich, ob die westliche Welt angesichts äußerster Stufen der Guerilla abwehrbereit ist. Die NZZ macht sich Sorgen über das Schrumpfen des japanischen Volks. Die FAZ will kein Frosch mehr sein. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.07.2006. In der NZZ stellt Navid Kermani ein intellektuelles Gebot auf: Du sollst eine Religion nicht mit Hinweis auf die Verbrechen der anderen verteidigen. In der taz warnt Ilija Trojanow: Die Mafia in Bulgarien ist nicht Teil des Staates, sondern der Staat Teil der Mafia. Außerdem erklärt die taz, warum es wegen eines Artikels auf der Wahrheitsseite zu Verstimmungen zwischen Polen, Deutschland und Frankreich kam. Die FAZ zieht aus dem Film "Grbavica" Lehren über Peter Handke. Im Tagesspiegel erzählt die Regisseurin Jasmila Zbanic, dass der Film nun auch im serbischen Teil der bosnischen Republik gesehen werden kann - aber nur auf Raubkopien. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.07.2006. In der FAZ entlarvt Alice Schwarzer das Kopftuch als Flagge des Islamismus. Die NZZ porträtiert den albanischen Schriftsteller Agron Tufa. Die SZ erklärt, warum sich Deutsche, Franzosen und Polen gar nicht verstehen können. Die taz erlebte Thomas Ostermeier in einem dionysischen Rausch. Die FR fürchtet, dass die Italiener heute vendetta per l'orso nehmen. Die Welt weiß jedenfalls jetzt schon. Der Fußball hat einen  karolingisch-römisch-deutschen Kern.
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Heute in den Feuilletons

03.07.2006. In der SZ wundert sich Sonja Margolina darüber, wie die Deutschen einwanderungswillige Ausländer behandeln. In der taz spricht Bahman Nirumand mit dem iranischen Dissidenten Akbar Gandschi über seine Zeit im Gefängnis und die Chancen für die Demokratie im Iran. Die Welt fragt, wie lange Suhrkamp diesen literarischen Aderlass und die fortdauernde Erfolglosigkeit überstehen kann. In der FR blickt Doron Rabinovici frustriert auf den neuen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.07.2006. Robert Gernhardt ist tot. Die FAZ bringt eines seiner letzten Gedichte: "Rückblick, Einsicht, Ausblick". In der SZ erklärt Martin Mosebach, warum die deutschen Feuilletons ihn so spät entdeckten - er hatte Form und Witz. Die FR kommentiert die Meldung vom Abgang des Suhrkamp-Lektors Rainer Weiss als "Bombe". In der Berliner Zeitung erklärt Jean Nouvel, wie er es schaffte, ein derart sakrales und geheimnisvolles Museum an den Pariser Quai Branly zu setzen. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen