Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

März, 2006

Heute in den Feuilletons

31.03.2006. In der SZ kritisiert Ingo Schulze den Mythos Dresden. Die NZZ lobt die Lust des Economist an der pointierten Analyse. Die taz verteidigt ehemalige Kritikerkollegen gegen die Kritik von Kritikerkollegen. Die FAZ porträtiert Thomas Flierl als engagierten Grübler, der ein Herz für die Opfer des Mauerfalls hat. Und Michel Wieviorka deutet die französischen Studentenproteste als Gegenteil von 68. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

30.03.2006. Die Welt berichtet fassungslos über Thomas Flierls Vorschlag an die Gedenkstätte Hohenschönhausen, sie möge "ihr Geschichtsbild doch bitteschön im Dialog mit den MfS-Mitarbeitern" erarbeiten. Auch die SZ meint: Die wahren Stasi-Debatten stehen uns noch bevor. In der Zeit warnt Friedrich Christian Delius vor zuviel Liebe zu Italien. Die FR weiß, wo Volksbühnenästhetik wirklich provoziert: in der Pariser Oper. In der FAZ entwickelt Amos Oz eine Friedensstrategie für Israel. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.03.2006. In der SZ sieht der Schriftsteller Jean Rouaud die französischen Studentenproteste als "nostalgisches und fantasmagorisches Remake" der 68-er Zeit. Der Soziologe Alain Touraine erklärt sie dagegen in der FAZ als Reaktion auf eine bonapartistische Politik. In der Berliner Zeitung fragt Richard Wagner: Wie europäisch ist die Ukraine? Die taz stellt den Musiker Qubais Reed Ghazala vor, der mit dem Schatten seiner Hand Platinen zum Singen bringt. Die NZZ hält gemeinsame Antarktis-Expeditionen von Israelis und Palästinensern für sinnlos. Die Welt bringt eines der letzten Interviews mit Stanislaw Lem, der vor zuviel Intelligenz warnt: "Im Grunde ihres Wesens ist sie ungesund." Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.03.2006. In der Welt behauptet Niall Ferguson mit Blick auf George W. Bush: Ein Präsident in der zweiten Amtszeit ist nicht zwingend eine lahme Ente. In der FAZ bedauern sich die Opfer der alten Bundesrepublik. Die SZ geriet bei einer Ausstellung chinesischer Foto- und Videokunst im Berliner Haus der Kulturen in Vibration. Die taz outet sich als die eigentlich bürgerliche Zeitung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

27.03.2006. In der Berliner Zeitung outet sich der Schauspieler und Spiralblock-Entreißer Thomas Lawinky als einstiger IM der Stasi. In der Welt diagnostiziert Vaclav Havel bei den Ukrainern postrevolutionäre Ernüchterung. Die NZZ attestiert den Westberlinern eine prekäre Gefühlslage. Die FR erkundet die dürren Leselandschaften Ägyptens. In der SZ erklärt Jens Petersen, wie sich die Ärzte von gutbetuchten Freunden der Hausmusik zu Trötenbläsern und Schilderschwingern gewandelt haben. Und für die taz besucht Gabriele Goettle die Bestattungsunternehmerin Claudia Marschner. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.03.2006. "Frankreich ist nach 1945 geblieben, was es war" stellt die Schriftstellerin Cecile Wajsbrot in der Welt fest. In der NZZ fürchtet sich Autor David Albahari vor einem grenzenlosen Europa. In der Berliner Zeitung identifiziert Necla Kelek die türkischen Väter als primäres Integrationshindernis. Im Tagesspiegel erklärt der weißrussische Künstler Artur Klinau, wie einen schlechter Wodka ins Gefängnis bringen kann. Uneinigkeit herrscht über die vierte Berlin Biennale: Die taz fühlte sich wie auf Tauchfahrt in die Eingeweide der Esoterik, die FAZ erlebte Erschütterung und Katharsis, die SZ  Unheimlichkeit und Depression. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.03.2006. Drastischen Sex beobachtet die NZZ beim Filmfestival in Budapest. Die Welt sieht in Google Earth eine Neugeburt der Geografie. Die FR residiert in der Rubinstein-Suite des Hotels Pod Orlem. Die taz findet den neuen Prince angenehm zeitgenössisch. Die FAZ porträtiert den verhafteten weißrussischen Schriftsteller Andrej Dynko. Die SZ erklärt die für Verbraucher wenig erfreulichen Folgen des neuen Urheberrechts. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.03.2006. Die FR bringt einen Text von Andrej Dynko, der zu den verhafteten Oppositionellen Weißrusslands zählt. Die taz erklärt, warum das neue Urheberrecht gegen die neuen Tauschbörsen ohnehin nichts vermag. Die SZ geißelt die Ignoranz der Außenminister gegenüber dem Goethe-Institut. In der Zeit erklärt Alain Touraine, warum die französischen Studenten protestieren. Die NZZ prüft die Güte der Religionen. Die FAZ weiß, welcher türkische Film noch erfolgreicher ist als das "Tal der Wölfe".
Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.03.2006. In der Welt staunt Wolf Biermann über Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Film "Das Leben der Anderen", der es schafft, der "gesichtslosen Kanaille" ein Gesicht zu geben. Die FAZ lobt die Herzenskälte des Films. Der Tagesspiegel findet ihn hingegen "eifrig auf die Note Eins hin" inszeniert. In der taz spricht der türkische Pädagoge Ahmet Toprak über das schwache Geschlecht der Türkei: die Männer. In der SZ informiert ein weißrussischer Student über die Proteste in Minsk. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.03.2006. Die taz entdeckt den vollen Umfang der Klitoris. Die FR erkennt bei Peter Handke auf gespaltene Persönlichkeit. Spiegel Online weiß, wer "Wolfstotem", das erfolgreichste chinesische Buch seit der Mao-Bibel geschrieben hat. In der SZ schwärmt der Autor Thomas Brussig von Florian Henckel von Donnersmarcks DDR-Film "Das Leben der Anderen". Paradoxes Unbehagen bereiten den Feuilletons die französischen Studentenproteste: Revolutionäre, die Unkündbarkeit fordern. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

20.03.2006. Der Autor der Leipziger Buchmesse war Clemens Meyer, der bei den Lesungen aus seinem Roman "Als wir träumten" wie ein Rockstar bestaunt wurde, berichtet die FAZ. Die SZ hat unterdes Mitgefühl mit osteuropäischen Autoren, die nicht dauernd über Europa reden wollen. In der taz singt Klaus Theweleit eine Hymne auf Olli Kahn. Feridun Zaimoglus "Schwarze Jungfrauen" verstören die Kritik.  Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.03.2006. Für den Tagesspiegel ist Sibylle Tönnies bei den Pariser Studentenprotesten mitgelaufern und wittert eine "Umwälzung der Generationen". Die SZ hält dagegen, dass die französischen Jugendlichen zu 75 Prozent von einem Beamtenstatus träumen. Auch die NZZ findet die französische Lage eher deprimierend. Die FR verteidigt immerhin die französischen Initiativen gegen Google Book Search. Und die Berliner Zeitung mokiert sich über den Einwanderer-Fragebogen der Hessen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.03.2006. In der Welt prophezeit Rupert Murdoch den Untergang der Zeitungen, die das Internet nicht verstehen. In der taz ist die Sache schon gelaufen: Dort revolutionieren Google, Amazon und Microsoft die Medien. Die FR findet Necla Keleks Buch über deutsch-türkische Männer zu literarisch. Die NZZ beschreibt die Krise des amerikanischen Konservatismus. Nach Juri Andruchowytschs Dankesrede für den Leipziger Buchpreis will die SZ künftig auch für Europa bluten. In der FAZ findet der Maler Luc Tuymans die Abgasaktion Santiago Sierras banal. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.03.2006. Der MDR (und zum Teil auch die SZ) dokumentiert Juri Andruchowytschs dramatischen Appell an Europa. In der Welt schildert Viktor Jerofejew die Entmenschlichung in der russischen Armee. Und Sonja Margolina beklagt in der NZZ, dass die russischen Archive wieder zugesperrt werden. In der Zeit bekennt Spike Lee seine Verzweiflung über das New Black Cinema. Im Tagesspiegel fordert Amitai Etzioni eine Veränderung der amerikanischen Außenpolitik. In der FR enthüllt Slavenka Drakulic das Geheimnis hinter Milosevics Streben nach Macht - den Machtdurst seiner Lady Macbeth. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.03.2006. Leipzig fängt an. Die Welt freut sich über schreibende Journalisten, die durch ihre Medien kräftig gefördert werden. Die SZ liest mit Frank Schirrmachers "Reproduktions-Enzyklika" "Minimum" ein Paradebeispiel dieser Disziplin. Die FR spürt in der deutschen Literatur einen Trend zur Wirklichkeit auf. Die taz singt "Event, Event, ein Lichtlein brennt." Und Feridun Zaimoglu ist überall: Im Aufmacher der Literaturbeilage der FAZ, und in Berlin, wo sein Theaterstück "Schwarze Jungfrauen" aufgeführt wird. Die Berliner Zeitung porträtiert den Regisseur des Stücks, Neco Celik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.03.2006. Die NZZ attestiert den neuen Entwürfen für das Gebäude der Topografie des Terrors eine deprimierende Mutlosigkeit. Die FR feiert Louise Bourgeois. Die taz porträtiert eine neue türkische Aufsteigerschicht in Deutschland. Die SZ fragt, warum Deutsche, die Polen kritisieren, in polnischen Medien immer gleich als Nazis karikiert werden. Die Welt und der Rest der Welt sind deprimiert über die Echo-Verleihung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

13.03.2006. Zum Tod Slobodan Milosevics schreiben Richard Swartz in der SZ, Beqe Cufaj in der FAZ, Bora Cosic in der NZZ und im Tagesspiegel. Der Standard bringt den zweiten Teil der Rede von Jürgen Habermas, der eine Menge Forderungen an Europa stellt. Die Berliner Zeitung verfolgte einen Dialog der Kulturen in Kopenhagen, der mehr ein Monolog war. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.03.2006. Ralf Dahrendorf geht in der Welt gegen palästinensische Romantik und neuen Antisemitismus an. Die FAZ zweifelt am neuen Mäzenatentum der Großkonzerne. Die NZZ schildert, was sich in der recht lebendigen amerikanischen Theaterszene derzeit tut, und die taz porträtiert einen ihrer wichtigsten Protagonisten. In der SZ rätselt Kulturstaatsminister Bernd Neumann, wie der 'Spend in Germany'-Effekt ausgelöst werden kann. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.03.2006. In der Kunst triumphiert das Kollektiv, verkündet die NZZ von der Whitney-Biennale in New York. Im Standard denkt der Intellektuelle Jürgen Habermas über den Bedeutungsverlust der Intellektuellen nach. Der Tagesspiegel verortet das Problem des Theaters nicht in seiner Zügel- sondern in seiner Mutlosigkeit. In der Welt prophezeit Niall Ferguson den Krampf der Kulturen. Und die FAZ befürchtet eine Umerziehung der palästinensischen Gesellschaft. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.03.2006. Die aus alter Gewohnheit bürgerliche Zeit will der neuen Bürgerlichkeit nicht recht über den Weg trauen. Die Welt erklärt das neue Urheberrecht für die Theater: Künftig können Autoren Schmerzensgeld einklagen. Schon jetzt werden Kritiker allenfalls in Nebenspielstätten von toten Schwänen gebissen, konstatiert die SZ in einem Artikel über die Lage des Theaters. Die NZZ staunt über die gemorphten Zwitter des Amsterdamer Architekturbüros UN-Studio. Detlev Bucks Film "Knallhart" beeindruckt die Kritik. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.03.2006. In der FR verzichtet Elke Buhr auf die Ehre, als Frau, Gebärmutter und sozialer Kitt dienen zu dürfen. Die NZZ nennt den "Dresden"-Film ein Machwerk ohne sittlichen Ernst. Die taz ortet das Herz der Finsternis der Berliner Republik in der Brust von Friedrich Christian Flick. In der Welt erinnert Hans Christoph Buch daran, wie Mobutu 30 Jahre lang den Kongo ausbeutete. In der Berliner Zeitung schwärmt Detlev Buck von Neukölln. Die SZ entdeckt Popautoren mit gesellschaftskritischem Potenzial - leider alle schon tot. Die FAZ war bei einer Diskussion über alte Medien und das Internet. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.03.2006. Die Kommentare zu den Oscars sind irgendwie lau, nur die Welt ist richtig zufrieden. Die Welt hat außerdem über türkische Zeitungen in Deutschland recherchiert. Und in der SZ staunt Oliver Storz über den britischen Soldaten im "Dresden"-Spektakel, der mit Bauchschuss über die Kriegsschuldfrage diskutiert, während er mit seinem Mädel tanzt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

06.03.2006. In der FAZ kritisiert Robert Gernhardt die Ängstlichkeit der westlichen Zeitungen, die es nicht wagten, die dänischen Mohammed-Karikaturen abzudrucken. Die taz sah in Paris "Nutten der Finsternis" defilieren. In der Welt beschimpft Arnulf Baring den Dresden-Zweiteiler des ZDF als "ängstlichen Kompromiss". Kritikergott Stadelmaier zeigt sich in der FAZ gnädig mit Thomas Ostermeiers Inszenierung von Eugene O'Neills "Elektra", die der Tagesspiegel allenfalls "Spiralblockfreunden" empfehlen möchte. Außerdem verlinken wir auf die Oscars.
Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.03.2006. Andre Glucksmann erklärt in Le Monde (und auf deutsch im Perlentaucher), warum Spott über Mohammed nicht dasselbe ist wie Spott über den Holocaust. Die taz wendet sich gegen das Manifest der Zwölf zum Karikaturenstreit. Fast nur Autorenfilme sind für die Oscars nominiert, bemerken Welt und SZ. In der FR erklärt Ang Lee Taiwan für schwulenfreundlicher als die USA. Die FAZ bringt zwei Seiten über den Fernsehfilm "Dresden". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.03.2006. Die NZZ porträtiert den Autor Daniel de Roulet, der einst das Chalet des Axel Caesar Springer in den Schweizer Bergen anzündete. In der FAZ erzählt Paula Fox, wie sie einmal in Deutschland herzlos lachen musste. In der SZ findet Arthur Schlesinger drastische Vergleiche für das Versagen der Regierung Bush in der Katrina-Katastrophe. Die taz annonciert einen Strukturwandel der popmusikalischen Öffentlichkeit. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.03.2006. Die FR fragt: "Was ist los mit Suhrkamp?" Die FAZ fragt: "Was ist los mit dem deutschen Fußball?". Die Zeit fragt: "Was ist los mit Frank Schirrmacher?" In der taz macht sich Christian Semler Sorgen wegen einer allgemein um sich greifenden Lebensplanlosigkeit. Die Welt veröffentlicht ein Manifest von Autoren gegen den "kulturellen Relativismus". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.03.2006. Die FAZ klagt: Die jungen Lyriker sterben aus. Zumindest in den großen Verlagen. In der SZ schreibt Georg Klein: "Wir jedoch sind die Götter unserer Hühner" - und schlachten sie ab. Die Berliner Zeitung beobachtete Claudia Roth bei einer Diskusion über "Das Tal der Wölfe" und fand sie missionarischer als den Film. In der NZZ lässt Wolfgang Sofsky seine soziologischen Fantasien spielen - mit Millionen von Toten. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Scheinbar flüchtiger Strich

26.07.2016. Die FAZ sieht der Invasion der "neuen Wilden" wie Bärenklau, Waschbär und Co. nach der Lektüre von Fred Pearce gelassen entgegen. Die FR sucht mit Dieter Henrichs "Sein oder Nichts" das Unvordenkliche. Die Finnen können auch warmherzig witzig, lernt die SZ mit Olli Jalonens Roman "Von Männern und Menschen". Die taz verliebt sich in die junge Prostituierte aus "Fräulein Rühr-mich-nicht-an". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen