Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Aus dem Archiv
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Heute in den Feuilletons - Archiv

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.

Juni, 2004

Heute in den Feuilletons

30.06.2004. Die FAZ bringt das Kunststück fertig, gleichzeitig den Hermann L. Gremliza des 21. Jahrhunderts zu vermissen und die Ethik des Kapitalismus zu verteidigen. In der taz erklärt der Philosoph Klaus-Michael Kodalle, warum Verzeihen so schwierig ist. FR und SZ kritisieren die Entlassung Frank Castorfs als Leiter der Ruhrfestspiele. Der NZZ missfällt neue britische Kunst. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

29.06.2004. Die FAZ feiert eine herrlich wütend zischende Martha Argerich. In der FR stellt Bogdan Musial klar: Die Polen hatten keinerlei Einfluss auf die Vertreibung der Deutschen. In der SZ schimpft Hans Leyendecker auf seine Kollegen vom Presseclub. Die NZZ freut sich auf die arabische Literatur in Frankfurt. Und in der Welt erklärt Simon Rattle seine Liebe zu seinen Phillis. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

28.06.2004. Who the hell ist Uwe Tellkamp? Und was hat er nun geliefert, um den großen Preis im Klagenfurter Bachmann-Lesen zu bekommen? Einen "stockkonservativen Text aus der germanistischen Wundertüte" (so die FR), eine "Metro der Memoria" (FAZ), ein "alle anderen überstrahlendes Juwel" (taz), "bombastischen Rosenkavalier-Schwulst" (Berliner Zeitung)? In der taz schreibt Gabriele Goettle über den alltäglichen Skandal der Pflegeheime. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

26.06.2004. In der Welt stellt Martin Walser einige Fragen an die Medien. Im Tagesspiegel kritisiert Rafael Seligman das gestrige J'accuse von Michael Wolffsohn. Die NZZ hat einen wunderbaren Reporter ausgegraben: Albert Londres. Die taz meldet einen Aufschwung der russischen Filmproduktion. Die FR stellt schmutzige Bücher aus Frankreich vor. Die Berliner Zeitung vergleicht Nationbuilding im Irak und in Deutschland. In der SZ rühmt Ingo Schulze die subversive Kraft von Lexika. Die FAZ grübelt über die Fortpflanzungsfähigkeit eines DruckersMehr lesen

Heute in den Feuilletons

25.06.2004. In der SZ erzählt Christoph Schlingensief, warum er in der namibischen Wüste 100.000 Robben mit Wagner beschallte. Die NZZ erklärt die Kunst pakistanischer Nautch Girls. Die taz führt uns in die Philosophie des liberalen Foucaultchen ein. In der FAZ gibt der Autor Richard Ford einen recht mutlosen Ausblick auf die anstehenden Wahlen in den USA. Die Welt will bei der EM mehr Blut sehen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

24.06.2004. Xu Xing erklärt in der Zeit, warum ein Ferrari in China 4,2 Minuten braucht, um auf Hundert zu kommen. Die FAZ macht uns mit Gedächtnispillen fit fürs Methusalem-Komplott. In der Welt erklärt ein britischer Journalist, wie man links und Europafeind zugleich sein kann. In der taz schimpft ein linker amerikanischer Kritiker, dass Michael Moore in seinem jüngsten Film durch Schlamperei die Revolution vergeigt. Die FR isst mit Donald Judd den Kies in der Erbsensuppe. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

23.06.2004. In der SZ zeigt der Historiker Egon Flaig am Beispiel der Geschichte der Sklaverei einige Vorzüge des westlichen Univeralismus auf. In der FR porträtiert Matthias Hartmann den lettischen Theaterregisseur Alvis Hermanis. In der taz stellt Fatima Mernissi eine marokkanische Internetzeitschrift vor. In der Welt bekennt Herta Müller: "Ich glaube, Sprache gibt es nicht." In der FAZ unterhalten sich vier Intellektuelle über den Westen, die Intellektuellen und den Islam. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

22.06.2004. In der taz erklärt Jan Philipp Reemtsma , warum die Ablehnung der Folter keine Frage der Moral, sondern vielmehr der Sittlichkeit sei. In der FAZ ruft Frank Schirrmacher eine epochale Wende aus: Schauspieler, die Nazis spielen, werden immer jünger. In der Welt zeigt sich Erika Steinbach festlich erregt über Horst Köhlers Liebe zu Deutschland und fordert eine Reparatur unserer "massiven Selbstwertdefekte". In der FR äußert Richard Wagner Zweifel an der Agora-Fähigkeit unserer Fußgängerzonen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

21.06.2004. Die  NZZ macht eine jüngste Tendenz deutscher Vergangenheitspolitik aus: Mäkeln an den Befreiern. In der Welt erklärt der israelische Historiker Gadi Taub, warum die Siedler Anti-Zionisten sind. Die FAZ weiß, dass Bill Clintons Memoiren chaotisch sind. Die SZ berichtet über polnische Schmerzen bei der Vergangenheitsbewältigung. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

19.06.2004. Die NZZ präsentiert ein Dossier zur Kultur der Chicanos in den USA und zu Samuel Huntingtons umstrittenenen Thesen über die Latino-Einwanderung. In der FR kritisiert der Jurist Horst Meier scharf das neue Zuwanderungsgesetz. In der SZ weit Mahmoud Mamdani nach, dass die Amerikaner am Terror komplett selber schuld sind. In der FAZ freut sich der lettische Schriftsteller Pauls Bakovskis: Seit der EM fragt ihn niemand mehr, ob Lettland jenseits des Polarkreises liegt. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

18.06.2004. In der NZZ mag Ulrich Beck anders als Frank Schirrmacher nicht glauben, dass die Deutschen zugleich mit ihrem Problem des Alterns auch noch das Problem der Welt lösen können. In der FR gratuliert Jacques Derrida seinem Kollegen Jürgen Habermas zum Fünfundsiebzigsten. Und dieser wiederum kritisiert in der SZ die europäischen Medien, die keine europäische Öffentlichkeit herstellen. Die FAZ benennt die Folterpraxis in Israel. Die taz stellt uns den brasilianischen Songschreiber Vinicius Catuaria vor. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

17.06.2004. Die Berliner Zeitung stößt eine neue Hauptstadtdebatte an: Berlin soll sich an die Länder übergeben. In der Welt macht Hans Christoph Buch die afrikanischen Eliten für das Elend Afrikas mit verantwortlich. In der SZ begrüßt Navid Kermani das Bekenntnis der irakischen Eliten zum Säkularismus. Die Zeit feiert Ariane Mnouchkine, die den Zuschauerraum zum Gelobten Land macht. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

16.06.2004. Heute ist Bloomsday. Die taz wurde darüber blau. Und dichtet James Joyce nach. In der FR erzählt Marlene Streeruwitz, wie ihr Ulysses zum Fluchthelfer wurde. Die FAZ trägt Zeitungsmeldungen vom 16. Juni 1904 zusammen. Die SZ verarbeitet den Monumentalroman zu Miniaturen. Außerdem: In der Welt behauptet Peter Glotz, dass die SPD noch zu retten ist. Die NZZ findet die Jungen zu dick, um die Alten zu bekämpfen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

15.06.2004. In der FR versucht der Philologe Helmut Müller-Sievers zu erklären, warum wir die Amerikaner lieben müssen. In der NZZ warnt Sonja Margolina vor Kulturtheoretikern, die sich über den Sozialismus und seine sterblichen Überreste hermachen. Die taz erklärt, warum Scheitern sinnvoll und das Schrumpfen der Stadt Dessau schön ist. In der FAZ enthüllt Amir Hassan Cheheltan: Das ganze iranische Volk ist gefälscht. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

14.06.2004. Die NZZ erklärt den Anti-Europäismus der Amerikaner - als Folge narzisstischer Kränkung. In der Welt bietet Richard Falk die Menschenrechte in mehreren Geschmacksrichtungen an. Die taz beschwört das Wunder des Gitarrenhalses. Die SZ findet Kardinal Ratzinger etwas luftig. Die FAZ schlendert über die Book Expo in Chicago. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

12.06.2004. In der Welt schimpft der Stardirigent Daniel Harding auf den Starfußballer David Beckham, denn beide kommen aus Manchester. Die SZ betrachtet die Patientenverfügung als literarisches Genre. Die taz philosophiert mit Klaus Theweleit über den Fußball. Die NZZ (und übrigens auch die Welt) begeht den hundertsten Bloomsday. In der FAZ schreibt Hans-Ulrich Treichel über Truman Capote. In der Berliner Zeitung erklärt der Thatcher-Biograf John Campbell den Sinn des Wortes "to handbag". Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

11.06.2004. In der FAZ dekonstruiert der Kardinal die Koryphäe, der Ratzinger den Derrida.  In der SZ drückt Wilhem Genazino das Richtige im Falschen aus. In der taz beklagt Frank Castorf die "Dekadenz, in der wir im Theater wohl versorgt leben". Die NZZ stellt israelische Autoren vor, die die einst blühende irakisch-jüdische Kultur besingen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

10.06.2004. Die NZZ stellt das israelische Comic-Kollektiv Actus tragicus vor. In der Welt fordet Martin Mosebach ein Loch im Luftballon der europäischen Verfassung. Und in der taz bekennt Klaus Theweleit seine Fähigkeit, ein Frühstücksbrötchen zu verdauen. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

09.06.2004. Die SZ plädiert gegen Elite-Universitäten in Deutschland. Die FR empfiehlt den Perlentaucher. In der taz meint Richard Clarke: Bin Laden lebt symbolisch. Die FAZ fragt: Wird der Stierkampf in Spanien verboten. In der Welt erklärt Wibke Buhns, dass und warum sie Deutschland liebt. Die Zeit zieht eine vernichtende Bilanz des Irak-Kriegs. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

08.06.2004. Die taz stellt eine aberwitzige Wiener Nachkriegsinstitution vor, die kommunistischen Wien-Film Studios am Rosenhügel, die das Publikum mit Arbeitersynchronschwimmen beglückten. Die SZ fordert mehr Freiheit und weniger Lehrpläne an deutschen Schulen. Die FR regt eine String-Debatte an. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

07.06.2004. Die NZZ begeistert sich für den australischen Autor Tim Winton. In der FAZ macht sich der Ökonom Joachim Starbatty Sorgen: Unsere Bevölkerungspyramide wird zur Urne. In der FR beklagt der israelische Historiker Reuven Moskovitz, dass die israelische Regierung den Holocaust für gegenwärtige Zwecke missbrauche. Die taz will keinen Intellektuellen fürs große Ganze mehr. Die SZ druckt Jorge Sempruns Preisrede auf Daniela Dahn, die auch eine auf Ludwig Börne war. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

05.06.2004. Morgen vor sechzig Jahren war D-Day, und die Zeitungen fahren große Geschütze auf. Die SZ zieht Parallelen zur Gegenwart. In der Welt erinnert sich der Journalist Ernst Cramer, der aus Deutschland emigrierte und als amerikanischer Soldat zurückkehrte. Die FR beschreibt das Fernsehspektakel in Frankreich. In der taz spricht Ryszard Kapuscinski über aktuellere Probleme: den Limes zwischen reichen und armen Ländern.

Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

04.06.2004. In der FR erinnert der chinesische Arzt Jiang Yanyong an das Massaker vom Platz des Himmlischen Friedens und warnt: Zu viel Stabilität führt ins Chaos. Auch die taz erinnert an das Jahr 1989 in China. In der SZ prophezeit Mario Vargas Llosa die Niederlage George Bushs im November. Die NZZ kennt Marlene Dietrichs Rezept für einen idealen Eintopf: Verzichten Sie auf weiße Rüben! Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

03.06.2004. Warum soll man sich über die Flick-Sammlung aufregen, wenn ganz Deutschland in erschütternder Kontinuität zum Dritten Reich steht, fragt die Zeit. Die NZZ hört das Musikleben in Bagdad erwachen. In der taz polemisiert Adam Michnik sehr scharf gegen ein "Zentrum gegen Vertreibungen". In der FAZ meint Susan Neiman: Deutschland sollte stolz auf Schröder sein. Die SZ findet die heutige Avantgarde von einem panisch anmutenden Drang zum vermeintlichen Kanon angetrieben. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

02.06.2004. Die Franzosen fürchten wegen deutscher Gifte um ihr Überleben, setzen sich dann aber doch wieder an die Spitze der Zivilisation, meldet die FAZ. Die Welt ist erleichtert: über Horst Köhlers Satz "Ich liebe dieses Land". Endlich traut sich einer! Die NZZ fragt sich, wie man neun Jahre brauchen kann um festzustellen, dass ein Gebäude nicht realisierbar ist. Die FR bekämpft einen kulturellen Neoliberalismus, der zu Wochenendarbeit führt. Die taz ist böse: Guido Knopp relativiert die Schuldfrage. Mehr lesen

Heute in den Feuilletons

01.06.2004. In der Welt erinnert Wolfgang Sofsky daran, dass in Deutschland vor zwanzig Jahren auch noch gefoltert wurde. Die Berliner Zeitung sah, wie Haydn den Pianisten Lang Lang aufs Äußerste verblüffte. In der taz erklärt Schwester Johanna, wie man den Schleier bindet. Die FAZ schlägt ein Gebetsfrühstück mit Islamisten im Weißen Haus vor. Die NZZ und die SZ stellen neue Bauten von Rem Kohlhaas und der Architekten Schmidt, Hammer und Lassen vor. Mehr lesen

Archiv: Bücherschauen

Heute in den Feuilletons

Dekorativ-degoutante Dekadenz

20.01.2014. Widersprüchliche Auskunft geben die Zeitungen über Karin Beiers siebenstündiges Atridenfluchspektakel "Die Rasenden" nach Euripides, Sartre, Aischylos und Hofmannsthal. Die NZZ hält den Erkenntnisgewinn für so mittel, die FAZ für null, und für die Welt steht fest: Das Hamburger Schauspielhaus ist zurück. In der Berliner Zeitung befasst sich Anetta Kahane mit der Diskrepanz zwischen dem Äußeren Beate Zschäpes und ihren Taten. Springteufel Morozov ploppt heute in der SZ auf. Mehr lesen

Sie sind schon denkend

18.01.2014. Die ersten Reaktionen auf Barack Obamas Rede sind zwiespältig bis kritisch. The Verge und die Electronic Frontier Foundation vergleichen Obamas Maßnahmen Punkt für Punkt mit Forderungen von Bürgerrechtsgruppen. Wir binden Julian Assanges CNN-Interview ein: Der Wikileaks-Gründer kritisiert vor allem, dass die Geheimgerichte nicht abgeschafft werden. Auch Deutsche Politiker reagieren laut FAZ bis hin zur CDU recht skeptisch auf Obamas Rede. Außerdem: Arno Schmidt in der taz. Und Luc Bondys Pariser Marivaux-Inszenierung mit Isabelle Huppert allüberall. Mehr lesen

Bei der Kante hat man nur eine Chance

17.01.2014. In der Berliner Zeitung erzählt Marina Hoermanseder, warum sie so gerne Korsette aus Leder macht. In der FAZ bangt die Ökonomin Shoshana Zuboff um Barack Obama, der in seiner heutigen NSA-Rede gewaltig versagen könnte. Die NSA bringt sowieso nix, hat die SZ herausgefunden. Man kann Schriftsteller nicht züchten, ruft die Welt der Zeit zu. Die NZZ hält dem lauernd anmutenden Blick eines Papstes namens Innozenz stand. Mehr lesen

Der Heintje-Effekt

16.01.2014. In der taz fordert Steve McQueen, dass sich Briten und Amerikaner in punkto Vergangenheit an die eigene Nasen fassen. Die NZZ fordert ungewöhnliche Lehrer. Im Freitag erinnert Wolfgang Müller die reaktionären Aspekte am Werk Arno Schmidts. Kenan Malik plädiert in seinem Blog gegen das Verbot der Dieudonné-Shows. Die Zeit arbeitet den Fall Beltracchi auf und bringt selbstkritische Anmerkungen zum Literaturbetrieb. Außerdem im Freitag: ein Interview mit Karl Ove Knausgård und Armond Whites Kritik an Steve McQueens Film "12 Years a Slave". Mehr lesen

Es toben Bassläufe wie Harpyien herauf

15.01.2014. In der FAZ antwortet Evgeny Morozov auf Sascha Lobo und rät jenen Staaten, die uns NSA und Co. bescherten, uns von Google und Co. zu befreien. Die New York Times erklärt, wie die NSA Computer infiltriert, die nicht im Netz sind. Verlage jammern zwar rum, aber laut kress.de verdienen sie prächtig: dank überlasteten Redakteuren und unterbezahlten Freien. Die SZ geriet bei Mahler unter Kirill Petrenko in Ekstase. Und wenn Russland und die USA auf Franziska Augstein hören, ist demnächst auch Friede in Syrien. Mehr lesen

Gar kein Platz mehr für Gezicke

14.01.2014. Die NZZ verfolgt mit Entsetzen den Erfolg des Films "Fack ju Göhte". Die SZ traut sich nach Sankt Pauli. Für die FAZ reist Andrzej Stasiuk nach Belzec. In der Welt entpuppt sich Rolando Villazón als Rolando-Villazón-Bewunderer. Die taz fordert mit Thomas Mießgang eine neue Kultur der Unhöflichkeit. Mehr lesen

Seltsam sacht, schwebend fast

13.01.2014. Die NZZ ging nach Halberstadt, John Cage hören. In der taz freut sich Jochen Schimmang über die Wiederentdeckung des Autors Christian Geissler. Die französischen Medien fragen: Wie privat oder wie öffentlich ist François Hollandes Affäre mit einer Schauspielerin? Nicht das Internet ist kaputt, meint Martin Weigert in Netzwertig in einer Replik auf Sascha Lobo in der Sonntags-FAZ, sondern der Mensch in seinem Sicherheitswahn. Die SZ sucht nach glasklaren Tatbeständen, um einst von den Nazis requirierte Kunstwerke zu restitutieren. Mehr lesen

Mit offensiver Offenheit

11.01.2014. Mit Übertreibung ist der Dekadenz der Banker und Broker nicht beizukommen, stellt die taz zu Martin Scorseses Film "The Wolf on Wall Street" fest. Die Welt erinnert an eine Zeit, als die Öffentlich-Rechtlichen ihr Publikum noch überforderten. Die NZZ plädiert dafür, die Werke türkischstämmiger Künstler in Deutschland nicht länger bloß als Zeugnisse von Migration und Hybridität zu begreifen. Die SZ würdigt die Verdienste des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Und die FAZ verneigt sich vor Arno Schmidt. Mehr lesen

Jeder Passant ein Mörder

10.01.2014. Das TLS erzählt, wie französische und tschechische Surrealisten 1935 über Kunst und Revolution diskutierten. Die NZZ bewundert die Blumensamen-Designs von Paul Smith. Ein Untersuchungsausschuss der EU erklärt die Massenüberwachung durch NSA und GCHQ für illegal, berichtet der Guardian. Die Welt bewundert Martha Argerich beim Nägel lackieren. Als E-Book ist "Mein Kampf" ein Besteller, meldet Gawker. Die SZ schleicht mit dem legendären Superverbrecher Fantomas durch Paris. Mehr lesen

Absolute Theatermanie

09.01.2014. Im Tagesspiegel erklärt die schwarze Autorin Zadie Smith, warum alle weißen Figuren in ihrem Roman "London NW" als solche ausgewiesen werden, während die Hautfarbe der anderen Personen nicht benannt wird. Die taz erklärt, warum das digitale Filmerbe zurück auf Zelluloid soll. In der NZZ schreibt die russische Schriftstellerin Elena Chizhova über das traurige Leben der Architekten in Petersburg. In der Zeit feiern Haruki Murakami und Thomas Hitzlsperger ihr Coming Out - der eine von beiden als Superman. Mehr lesen

Zeit für eine Rasur

08.01.2014. In der taz spricht Ilija Trojanow über die Wirkungen des Schriftstelleraufrufs gegen den digitalen Überwachungsstaat und wettert über "Defätisten, die es sich auf dem Hochsitz der pessimistischen Weltanschauung" bequem machen. Die NZZ stellt die Seite Alfredflechtheim.com vor, die von mehreren Museen erstellt wurde. Die Welt bewundert den alten Mann Robert Redford und das Meer. Die FAZ veröffentlicht einen Aufruf für Liu Xia. Und die SZ überlegt, wer sich Dissident nennen darf. Mehr lesen

Solange man es nicht schwul nennt

07.01.2014. In der FAZ beklagt der Philosoph Marco Wehr die fatale Wissenschaftsgläubigkeit der Politik - und der Wissenschaft selbst. In der NZZ erklärt Shlomo Sand, was er meint, wenn er von der "Erfindung des jüdischen Volkes" spricht. Die Welt erkundet die "Macht der Machtlosen". Die SZ möchte die Achse Paris-Berlin-Warschau stärken. Und die taz staunt über den Kurator Kaspar König, der behauptet, in Russland alles zu dürfen. Mehr lesen

Wir dynamisieren das Hamsterrad

06.01.2014. In der NZZ erinnert Bora Cosic an den jugoslawischen Architekten und Freund Bogdan Bogdanovich. Der Guardian bringt einen Auszug aus Claudia Roth Pierponts neuer Philip Roth-Biografie. In der FAZ wendet sich Kunsthistoriker Jeffrey Hamburger entschieden gegen die Ökonomisierung der Wissenschaft. In der Welt legt der Historiker Thomas Weber ein Wort für die deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs ein. Und Necla Kelek fordert, dass die Kinder der Roma und Sinti von der Politik nicht im Stich gelassen werden. Mehr lesen

Wie die Krallen einer Katze auf Glas

04.01.2014. In der Welt verlieren Andrzej Stasiuks Augen die Bodenhaftung. In der FR erzählt Steve McCurry, was die Zeit mit dem Fotografen und dieser mit der Zeit macht. In der NZZ spricht Junot Díaz über das Schreiben und die Zeit. Spiegel Online zitiert eine Studie über das immer religiösere Weltbild der Amerikaner: Ein Drittel nimmt die Bibel wörtlich. Die taz fordert analogen Protest gegen digitale Überwachung. Mehr lesen

Die Melodie der Macht

03.01.2014. Die Washington Post erklärt mithilfe von Snowden-Papieren, wie die NSA das Netz in Besitz nehmen will. Die Welt porträtiert den rechtsextremen und postkolonialen Komiker Dieudonné, dem durch ein mögliches Tourneeverbot in Frankreich unverdiente Aufmerksamkeit zuteil wird. Schriftsteller Alberto Nessi erinnert in der NZZ an Stalins Staatsdichter Maxim Gorki, der einst Ossip Mandelstam einen Pullover, aber keine Hosen genehmigte. David Chipperfield und Okwui Enwezor erklären in der SZ, wie sie das Haus der Kunst in München sanieren wollen. Die FAZ eröfffnet eine Reihe zum Ersten Weltkrieg. Mehr lesen

Einfach nur weiter twittern?

02.01.2014. Die taz erzählt ein weiteres Kapitel über die kulturelle Gleichschaltung in Ungarn. Die FAZ will die Förderung für Dokumentarfilme erhalten wissen. Die SZ kapiert beim besten Willen die Texttafeln im Deutschen Museum nicht. In der SZ erklärt der Historiker Achim Landwehr, warum Akademiker bloggen sollten.Der Tagesspiegel begibt sich nach Umeå, eine der beiden europischen Kulturhauptstadte des Jahres, und staunt über die Modernität der Stadt. Und mit Jerry Lewis sagen wir, was zum frohen neuen Jahr nicht verschwiegen werden darf. Mehr lesen

Die am wenigsten schreckliche Welt

31.12.2013. Im Spiegel enthüllen Jacob Applebaum und andere Neues über die NSA und ihre Art und Weise, Computer und Iphones anzuzapfen. Währenddessen spotten Netzautoren bei Twitter über ein CBS-Video, in dem ein EX-NSA-Chef Edward Snowden als Verräter bezeichnet - und das sich CBS von Microsoft sponsorn lässt. In der taz fragt Stephan Wackwitz: gibt es eine Coolness des Alterns? Die NZZ erzählt, wie die Kultur nach Perm kam. Die Welt sucht nach einem gemeinsamen Nenner für die Jugendunruhen in der ganzen Welt. Im kolumbianischen Magazin El Espectador traut sich Héctor Abad, ein Intellektueller und zugleich ein Optimist zu sein. Zu den wenigen Gründen, 2013 gute Laune zu haben, zählte unserer Meinung nach Pharell Williams. Guten Rutsch, also! Mehr lesen

Mit Freunden zu einem Hunde-Essen

30.12.2013. Tobias Schwarz erinnert in den Netzpiloten an eine Niederlage der Öffentlichkeit im Jahr 2013 - die Verabschiedung des Leistungsschutzrechts. Für die taz porträtiert Gabriele Goettle Berlins berühmte Obdachlosenärztin Jenny De la Torre. Die Welt empfiehlt dringend einen Besuch bei Eva Hesse und Gertrud Goldschmidt in der Hamburger Kunsthalle. Die SZ ist empört über Europas schmutzige Flüchtlingspolitik. Und eine Insiderin wirft Martin Scorsese vor, dass er den Wolf der Wall Street glorifiziert. Mehr lesen

Abend bei Grass. Nieren.

28.12.2013. In der FAZ beschreibt Hülya Özkan, wie Tayyip Erdogan seine frommen Anhänger gegen die Mächte der Finsternis in Stellung bringt, womit er aber nicht seine korrupten Minister meint. Nur zur Hälfte positiv bilanziert die SZ die Erfolge des investigativen Journalismus in diesem Jahr. Die taz findet in den Tiefen des Darknet Mittel und Wege zur digitalen Mündigkeit. Die Welt bricht eine Lanze für die Twitteratur. Die NZZ bringt Auszüge aus Max Frischs "Berliner Journal". Mehr lesen

Die entscheidenden Diskursstellungen

27.12.2013. Der Economist erklärt, warum westliche Akademiker sich nicht trauen, den Namen Liu Xiaobo auszusprechen. Die NZZ weist uns in die Szene der ethnografischen Mp3-Blogger ein. Die taz guckt sakte-TV. Die SZ hat Lars von Triers Porno gesehen. Für die Welt ist Jonas Kaufmanns Tenor ein Instrument der Wahrheitsfindung. Nun ist es raus: Heidegger war Antisemit, meint die Zeit. Und der Tagesspiegel lernt im Iran, wie man gleichzeitig fromm sein und gut Geld verdienen kann.  Mehr lesen