Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Adam Michnik: Macht die Stasi-Akten öffentlich

15.05.2007. In der Gazeta Wyborcza fordert Adam Michnik: Macht alle Stasi-Akten öffentlich. In Nepszabadsag erzählt Bela Tarr von seinem neuen Film "Homme de Londres". In der New York Review of Books freut sich Timothy Garton Ash anlässlich des "Lebens der anderen" über die brillanten Vergangenheitsbewältigungsstrategien der Deutschen. Al-Hayat beobachtet einen Linksruck bei islamistischen Gruppen. In Letras Libres verspricht uns Dariush Shayegan bald eine erstaunlich neue Welt im Iran. In Elet es Irodalom beklagt der japanische Unternehmer Morita Tsuneo die postsozialistische Mentalität der ungarischen Konservativen. Der New Statesmen porträtiert die Bewegung "militante Kunden", die New York Times den Künstler 2.0.

Andrzej Szahaj: Soll der Liberalismus doch welken

08.05.2007. The Nation wünscht sich etwas mehr Debattenkultur bei amerikanischen Politikern. Im Nouvel Obs streiten Bernard-Henri Levy und Andre Glucksmann über Royal und Sarkozy. Outlook India untersucht die Lage der Frauen in Pakistan. In der London Review setzt sich Judith Butler mit Hannah Arendt auseinander. Elet es Irodalom fragt sich, warum die EU für Mausefallen, nicht aber Raketenabwehrsysteme zuständig sein soll. Die Gazeta Wyborcza denkt über den größten Unterschied zwischen Europäern und Amerikanern nach. In der Weltwoche möchte Lawrence Wright von Al Qaida wissen, was sie eigentlich politisch anzubieten hat. Der New Statesman betrachtet deprimiert das Erbe Tony Blairs.

Andrzej Stasiuk: Sollen wir lernen uns zu waschen?

01.05.2007. Al Hayat will nichts wissen von einem Kopftuchzwang. Die Probleme im Nahen Osten werden einfach überbewertet, meint Edward Luttwak in Prospect. Tygodnik Powszechny predigt angesichts der Fußball-EM 2012 in Polen den technologischen Messianismus. Der Economist begutachtet die Folgen des Klimawandels am Murray-Darling-Fluss. Andrzej Stasiuk gibt dem Nouvel Obs Saures. Artnet listet die Künstler auf, die voraussichtlich an der documenta teilnehmen werden. Outlook India fragt sich, ob sexuelle Verweigerung wirklich ein Scheidungsgrund sein sollte. Die New York Times zeigt uns, wohin zu viel Andrea-Dworkin-Lektüre führt.

Die Magazinrundschau

24.04.2007. Im Espresso beschreibt Andrzej Stasiuk den nationalen Stammeskult der Kaczynski-Brüder. In der London Review of Books entwickelt Colm Toibin angesichts des neuen Romans von Ian McEwan eine steile These. In der New York Review of Books erklärt Vaclav Havel, warum man sich als Präsident besser nicht an der Queen orientieren sollte. In der Revista de Libros überlegt der mexikanische Schriftsteller Juan Villoro, was McLuhan wohl von einem Cybercafe halten würde. Das TLS feiert Rainer Werner Fassbinder. De Groene Amsterdammer meldet erste Studentenproteste in Russland. In edge.org stellt Larry Sanger die Alternative zu Wikipedia vor: Citizendium.

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17.04.2007. In Al-Sharq al-Awsat erinnert Amir Taheri westliche Kritiker des Westens daran, dass arabische Kritiker der arabischen Welt tot, im Gefängnis oder im Exil sind. In de Volkskrant kritisiert der Schriftsteller Maarten t'Hart seine Parteifreundin Marianne Thieme, die Fleischverzehr zur Sünde erklärte. Nepszabadsag wünscht sich ein gemeinsames Geschichtsbuch der Mitteleuropäer. BHL erliegt in Le point der Verführungskunst Barack Obamas. Outlook India fordert mehr Realismus in der indischen Literatur. Das TLS hofft, dass Kasparow den russischen Wahlkampf überlebt. New Yorker, Economist und New York Times haben sich in den französischen Wahlkampf gestürzt.

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10.04.2007. Vanity Fair präsentiert Annie Leibovitz' Starfotos von Knut. Outlook India porträtiert den populärsten Autor Indiens: Khushwant Singh. Die New York Review of Books bewundert den Pinselstrich Tintorettos. Im Nouvel Obs charakterisiert Vladimir Sorokin den Homo Putinus. Letras Libras prophezeit, dass "Das Leben der Anderen" auf Kuba nicht gezeigt wird. Das du-Magazin untersucht den Vitalitätsterror gegen die Alten. In Le Point beschreibt die Historikerin Madeleine Ferrieres die Nourriture canailles. Die New York Times beschreibt Papst Benedikt XVI. als intellektuelle Circe.

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03.04.2007. Der Merkur fragt sich, warum die Europäer vor Teheran katzbuckeln. Der Believer besucht das Haus von Thomas Bernhard in Oberösterreich. Prospect überlegt, ob der britische Sklavenhandel Reparationen nach sich ziehen sollte. Folio denkt nur ans Heiraten. In Le Monde fürchtet Claude Lanzmann die Verkehrspolitik eines Pariser Öko-Pausbacks. In der Gazeta Wyborcza erklärt Norman Davies, wie ein europäisches Geschichtsbuch aussehen könnte. Das NRC Handelsblad beschreibt die unmoralischen Folgen zu vieler Verbote. In Literaturen sieht Gerd Koenen die alten Probleme der Sowjetunion in Putins Russland heraufziehen. In der Weltwoche findet Roger Köppel, dass Putin sich eigentlich ganz wacker schlägt. In den Blättern stellt Robert Kagan klar: Die USA waren nie isolationistisch. Der New Yorker hält einen Paradigmenwechsel in der Literatur fest: Essen statt Sex.

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27.03.2007. In der Lettre erkundet der Anthropologe Filip de Boeck die Körper, die sich durch Kinshasa bewegen. Die New York Review of Books fragt sich, ob die übervollen Gefängnisse in den USA vielleicht doch sinnvoll sind. In Outlook India bespricht Taslima Nasrin die Autobiografie von Ayaan Hirsi Ali. In Reset.doc fragt Martha Nussbaum, warum Hirsi Ali nicht nach Indien statt in die USA gegangen ist. Im Espresso stellt Umberto Eco die Detektive unter den Philosophen vor. Tygodnik Powszechny sieht Großbritannien schon regiert von zwei Königen. In Elsevier fordert Afshin Ellian mehr Aufklärung über die Absichten der EU. Und der Spectator liefert einen Bericht aus der Größe-Null-Hölle an einer Mädchenschule.

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20.03.2007. Vanity Fair porträtiert den König der Söldner. Die Gazeta Wyborcza wendet sich gegen die Forderung nach partieller Nicht-Existenz von Schwulen in Polen. Im Spectator erklärt der Historiker Martin Gilbert: Churchill war kein Antisemit. Im du-Magazin erklärt Suad Amiry, warum man in Ramallah besser nicht ins Fitness-Studio geht. Der New Yorker porträtiert irakische Dolmetscher. Foglio besucht einen Swinger-Club, in dem fast alles, was Spaß macht, verboten ist. In Le Monde erklärt Pierre Nora die französische Identitätskrise. Al-Ahram ermutigt zur Wiederbelebung des Idschtihad. Die Weltwoche begleitet einen arabischen Scheich beim Kunst kaufen.

Die Magazinrundschau

13.03.2007. In der New York Review of Books analysiert Julian Barnes die leichte Übelkeit der Franzosen. In ResetDoc ärgert sich die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi über Fundamentalisten der Aufklärung. Der American Scholar findet Peter Handke nicht genial genug, um ihm seine Bewunderung Milosevics zu verzeihen. Im Nouvel Obs verkündet Alain Minc, er werde Sarkozy wählen, auch wenn das Cafe de Flore ihn auslacht. Im Espresso plädiert Umberto Eco für ein Uffizyland. Elet es Irodalom fragt sich, warum in Ungarn die Piresen so gehasst werden. Der Economist fürchtet den neuen Nationalismus in der Türkei. In Al Ahram protestiert der israelische Filmemacher Haim Besheeth gegen jüdische Zirkel, die Kritik an Israel antisemitisch finden. Die New York Times liest Brigitte Hamanns Winifred-Wagner-Biografie.