Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

März 2026

Ach, Dorka, denk bloß nicht nach

30.03.2026. Die New York Times friert in Kiew. Le Grand Continent befürchtet islamistische Attentate in Europa. Der Philosoph Mihály Szilágyi-Gál meditiert in Elet es Irodalom über die Sprache der Politik in Ungarn. Der New Yorker beobachtet, wie Iran- und Gazakrieg auch in den USA die jüdische Gemeinde spalten. The Atlantic schildert die "höflichen Pogrome" gegen Juden in Kanada. Die London Review mischt sich unter die Studenten in Serbien. Harper's lernt bei einer Konferenz, wie konservativer Klimaschutz aussieht.

Die Unbeschreiblichkeit von Meeresrosa

24.03.2026. Der New Yorker fragt: Wird Kuba eine amerikanische Kolonie? Für Longreads lauscht die Lexikografin Kory Stamper den Stimmen von Bartnelke und Fiesta. In Elet es Irodalom beklagt der Schriftsteller György Dalos, dass es den Mächtigen in Ungarn nicht nur an Ideen, sondern auch an Witz mangelt. Die LRB lernt in einer neuen Biografie, dass Chaim Soutine den Tod malte, um die Energie des Lebens zu bannen. In Respekt erklärt der Schriftsteller Martin M. Šimečka, warum die Hauptstadt der Slowakei jetzt in Ungarn liegt. Und der Guardian tauscht einen US-Roboter gegen drei chinesische. 

Armee untoter Code-Gespenster

17.03.2026. Reuters ruft David Jones ein freundliches "Hallo Banksy" zu. Die New York Times beobachtet amüsiert, wie Coder plötzlich kommunizieren müssen. In Meduza erklärt der russische Lehrer Pavel Talankin, warum in einer Diktatur der offene Käfig das größte Gefängnis ist. HVG überlegt, wie man eine Einmischung Russlands in den ungarischen Wahlkampf neutralisiert. Der New Yorker erklärt, warum man ohne Geld einen Krieg verliert, ihn mit Geld aber nicht unbedingt gewinnt.

Was das Meer nicht will

10.03.2026. Der Guardian porträtiert den starken Mann und wahren Herrscher Libyens Khalifa Haftar. Kann die Trump-Regierung wirklich als Faschismus beschrieben werden? Im Merkur plädiert Patrick Eiden-Offe eher für "Faschisierung". Die New York Times erzählt die Geschichte der afghanischen Zero Units. In La Regle du Jeu lässt BHL noch einmal António Lobo Antunes zu Wort kommen. Die London Review fragt sich, wie Autismusdiagnosen innerhalb von 40 Jahren 5 pro 10.000 Menschen auf heute etwa 1 pro 100 steigen konnten. Und der New Yorker untersucht den Boom Klassischer Philologie in China.

Im Namen des Guten

03.03.2026. Die New York Times bringt eine erschütternde Recherche zu den Toten der iranischen Proteste vom Anfang des Jahres. Wie es im Iran nach dem Tod Ali Khameneis weitergeht, entscheiden die Revolutionsgarden, meint der New Statesman. Und Wired fragt sich, welche Folgen der Krieg für Trump haben wird. New Lines sammelt die Stimmen von glücklich Geschiedenen in Mauretanien. Der New Yorker fragt sich, warum Shere Hite heute fast vergessen ist, deren Report erstmals erklärte, wie amerikanische Frauen Sex mögen. In Atlantico erklärt der französische Intellektuelle Samuel Fitoussi, warum "Antifaschismus" ein kindischer Begriff ist.