Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

05.05.2003. Im Merkur macht Herfried Münkler das europäisch-amerikanische Verhältnis an Hasen und Löwen deutlich. Der New Yorker trauert um Bernard Loiseau und seine Poularde Alexandre DumaineOutlook India feiert Glyzerin und Geigen im Bollywood-Kino. Der Economist findet BBC-Chef Greg Dyke blauäugig. Im NouvelObs denkt Vincent Cespedes über die Liebe nach. Die NYT Book Review widmet sich hingebungsvoll dem Essen. NZZ-Folio macht sich Gedanken um unsere Altersvorsorge.

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28.04.2003. Der Spiegel findet im Irak Elektroschocker made in Germany. Ein Ohrenarzt erklärt dem New Yorker, warum er Saddam nie widersprochen hat. Outlook India meldet, dass Ehebruch jetzt auch von der Mittelschicht praktiziert wird. Literaturen widmet sich der Bücherverbrennung. Das TLS ärgert sich über Jörg Friedrichs "Der Brand". Im Nouvel Obs erklärt Bernard-Henri Levy, warum ihn der Mörder des Journalisten Daniel Pearl so interessiert. In der NY Review of Books warnt Ronald Dworkin vor einem Ende der affirmative action.

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22.04.2003. Atlantic Monthly stöbert in Hitlers vergessener Bibliothek. Wenn Großbritannien nicht länger ein Pudel sein will, dann sollte es das Bett nicht länger mit einem Elefanten teilen, meint Rodric Braithwaite in Prospect. Outlook India begutachtet Schulen mit Swimmingpools. Die NYT Book Review schwärmt von den poetischen Einsichten einer neuen Chopin-Biografie. In der London Review of Books beschwert sich Edward Said über die Arroganz der USA.

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14.04.2003. Der New Yorker beobachtet die Plünderungen in Bagdad. Im Spiegel feiert Tom Tykwer den neuen Film von Paul Thomas Anderson: "Punch-Drunk Love". Die NYT Book Review staunt über einen Reporter, der im Dienst pokerte und dabei reich wurde. Das TLS feiert die Ankunft eines dostojewskihaften Helden in der englischen Literatur. Umberto Eco fragt sich im Espresso, warum Amerika seine teuerbezahlten Eierköpfe missachtet. Im Express nennt Taslima Nasrin den Islam eine Folter für Frauen. In der NY Review of Books erklärt Jason Epstein, warum George W. Bush nicht Käpt'n Ahab ist.

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07.04.2003. Der New Yorker schickt einen Brief aus Bagdad. In der London Review of Books beklagt David Runciman, Robert Kagan tue Hobbes Unrecht. Im Nouvel Obs analysiert Paul Virilio die Herrschaft von König Ubush. Das TLS feiert Adolphe Menzel als den Flaubert der deutschen Malerei. Die NYT Book Review bewundert einen Roman über den vietnamesischen Koch von Gertrude Stein. Der Economist diagnostiziert einen Bluterguss in den arabischen Sensibilitäten. Und Folio stellt moderne Seelenräuber vor: Fotografen.

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31.03.2003. Der Merkur bewundert den Sturzkampfbomber Karajan. Im Nouvel Obs versichert der Schriftsteller Jonathan Coe, die Engländer seien nicht "completement stupides". Der Economist vergleicht Donald Rumsfeld mit Robert McNamara. Der Spiegel erklärt der US-Armee, was eine Scud ist. Das TLS wundert sich nach der Lektüre zweier Bücher über Nietzsche, dass diese Kuh immer noch Milch gibt. Die NYT Book Review freut sich über eine W.C. Fields-Biografie. Der New Yorker liefert Hintergrund zu Auseinandersetzungen im Pentagon und zum amerikanischen Bildungssystem. Im Profil meditieren Boris Groys und Isolde Charim über den Krieg der Bilder.

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24.03.2003. Die Lettre schildert die Wiederkehr der Zauberer in Afrika. In der NY Review of Books erzählt Tim Judah, warum die Kurden keine Angst vor den Irakern haben. In Atlantic Monthly stellt Robert D. Kaplan die nächsten beiden Ziele im Krieg gegen den Terror vor: Eritrea und Jemen. Literaturen erklärt, wie man nicht über Sex schreiben sollte. Prospect diskutiert die Demokratiefähigkeit arabischer Staaten. Der New Yorker erklärt, wie Washington und London einen gefälschten Bericht über das irakische Atomwaffenprogramm lanciert haben. Der Economist sieht mit dem Irakkrieg Nuclear-Möchtegerne gewarnt. In der London Review of Books empfiehlt Edward Said eine Studie über britischen Kolonialismus.

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17.03.2003. Der New Yorker erinnert an die Ermordung des britischen Colonels Gerard Leachman, der im Ersten Weltkrieg für die Iraker kämpfte. Laut Outlook India verfallen nun auch die Inderinnen dem Cricket. Im Espresso wünscht sich Umberto Eco eine Ruth Benedikt für den Irak. Die New York Times Review of Books fragt, ob es in den USA überhaupt noch liberale Medien gibt. Das TLS bewundert die unversöhnliche Maggie.

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10.03.2003. Die NYT Book Review freut sich über ein Meisterstück der Gothic Novel: Steven Millhausers "The King and the Tree". Das TLS sucht nach russischen Beiträgen zur britischen Kultur. Ansonsten sind alle gegen den Krieg: Norman Mailer und Tony Judt in der NY Review of Books, Vinod Mehta und Edward W. Said in Outlook India, Giorgio Boca und Dario Fo im Espresso, Perry Anderson in der London Review of Books. Zwei Ausnahmen gibt es: Jose Maria Aznar im Spiegel und Robert Kagan im Express stimmen dafür.

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03.03.2003. Der Merkur geißelt Europas Mangel an Ehrgeiz. Das TLS schildert, wie Marina Zwetajewa vor der Roten Armee ein Hurra auf den Zaren rief. Im Spiegel erklärt Susan Sontag, warum ein Krieg gegen den Irak schlecht für die irakischen Frauen wäre. In der NY Review of Books erklärt Avishai Margalit, warum der Krieg nur den Fundamentalisten nützen würde. Die NYT Book Review rühmt die Erinnerungen des Golfkriegsveteranen Anthony Swofford. Der Economist denkt immer noch über Frankreich nach. Outlook India sieht Indien im Rinderwahn. In Profil weigert sich Klaus Theweleit, die Kritik der Künstlerblase an Bush ernst zu nehmen.