Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

14.07.2003. Ungerecht, unklug und unamerikanisch findet der Economist die Behandlung der afghanischen Kriegsgefangenen. Im Nouvel Obs spricht Lucie Aubrac über den von Nazis ermordeten Philosophen Jean Cavailles. In der London Review of Books vergleicht John Lancaster Tony Blairs "Ich bin gut" mit Margaret Thatchers "Ich habe Recht". Die New York Times Book Review stellt das Buch eines Rolling Stone-Autors über die Militärakademie West Point vor. Im Spiegel sagt Peter Zadek, es gibt Schlimmeres als die Nazis, zum Beispiel die Amerikaner.

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07.07.2003. Im Merkur lobt Volker Gerhardt den Irakkrieg als Impuls zur Fortschreibung des VölkerrechtsUmberto Eco gibt im Espresso Nachhilfe in Sachen Populismus. Das TLS ärgert sich über den Verlag Gallimard, der Georges Simenon in seine Pleiade aufgenommen hat. Der Express zeigt verbotene Fotos von der chinesischen Kulturrevolution. In der New York Review of Books erklärt Norman Mailer, warum das weiße Amerika den Irakkrieg wollte. Juan Goytisolo verteidigt im Nouvel Obs Jean Genet gegen Antisemitismusvorwürfe.

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30.06.2003. Im New Yorker erklärt Julian Barnes die unverschämte Kunst von Michel Houellebecq. Die Literaturnaja Gazeta erklärt, warum Ausländer die russische Seele nie verstehen werden, wenn sie Dostojewski lesen. Atlantic Monthly porträtiert Alberto R. Gonzales, den Mann, der George W. Bush 150 Todesurteile hat unterschreiben lassen. L'Espresso präsentiert zwei unbekannte Erzählungen von Virginia Woolf. TLS bewundert Sidney Blumenthals Buch über die Clinton-Kriege. Der Economist erklärt, warum seine Texte so kurz sind. Im Nouvel Obs ruft Alain Touraine die finale Krise der Zivilgesellschaft aus.

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23.06.2003. In der Lettre genießt der Schriftsteller Peter Zilahy das Menü "Drei schrille Schreie". The New Republic fühlt sich von der Bush-Regierung hintergangen. In L'Espresso ärgert sich Andrej Stasiuk über die polnische Regierung und die EU. In Profil ärgert sich Verleger Alfred Goubran über die Literaturbetriebsschickeria in Klagenfurt. Im Spiegel ärgert sich Peter Schneider über ein besserwisserisch-geschwätziges Europa a la Habermas. In der London Review of Books ärgert sich Edward Said über die Road Map. Und im Nouvel Obs bescheinigt Jean Baudrillard den Autoren der Matrix, seine Theoreme des Virtuellen missverstanden zu haben.

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16.06.2003. In der New York Review of Books erinnert sich Max Rodenbeck an die sauberen, palmengesäumten Boulevards von Bagdad. Im Spiegel verteidigt Karl Otto Hondrich den Hegemon - und zwar mit Gewalt. Im TLS erklärt Susan Sontag, warum es für sie überhaupt keinen Sinn hat, eine Fremdsprache zu lernen. Outlook India will keine indischen Truppen im Irak stationiert sehen - Ghandis Geist wäre nicht mit ihnen. Die New York Times Book Review feiert Debüts. Der Economist sieht die türkischen Generäle vor einer Niederlage. Im Express erhebt Anna Politkovskaja schwere Vorwürfe gegen Wladimir Putins Tschetschenienpolitik.

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10.06.2003. In der Kommune rechnet der amerikanische Philosoph Dick Howard mit der moralisierenden Anti-Politik der Linken ab. In der London Review of Books erklärt der Journalist Sean Maguire, warum im Irak auf ein Minarett geschossen wurde. Im Espresso rühmt Umberto Eco die vagabundierenden Reflexionen von Charles Sanders Peirce. Der Economist ermutigt Schröder, seine geplanten Reformen durchzusetzen. Der Spiegel beobachtet deutsche Architekten in China. Das TLS weiß, wann der englische Löwe zum Strauß wird. Antonio Tabucchi schießt im Nouvel Obs eine Breitseite auf Berlusconi ab.

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02.06.2003. Im Merkur untersucht R.W.B. McCormack wie lülülü die Österreicher heute noch sind. In Folio erklärt der Biochemiker Luca Turin, wie Franzosen gerne riechen. Le Point fragt: War der Surrealismus ein Totalitarismus? Outlook India enthüllt: Der Mittelstand geht vietnamesisch essen. Der Nouvel Obs stellt ein "Dictionnaire des cultures Gays et Lesbiennes" vor. Die NYT Book Review feiert die Erinnerungen von Gene Kellys Ehefrau Betsy Blair.

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26.05.2003. In Prospect erklärt der Historiker Dominic Lieven, warum Demokratie keine Gleichheit schafft. Der Nouvel Obs will von einer Affäre Moliere nichts wissen. Die London Review of Books fragt sich, was William Gibson unter einem haircut of 'haute nerd intensity' versteht. Der Economist feuert britische Richter an, den Innenminister zu ärgern. Literaturen widmet sich Adorno. Outlook India weiß, warum indische Frauen ihre Bräutigame verhaften lassen. Die New York Review of Books beobachtet Messerstechereien in der amerikanischen Regierung. Das TLS feiert einen außergewöhnlichen Mann mit einem gewöhnlichen Geist. Der Express stellt einen Film über das kambodschanische Vernichtungslagers S 21 vor.

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19.05.2003. Atlantic Monthly hat recherchiert, wer den palästinensischen Jungen Mohammed al-Dura erschoss. Outlook India dokumentiert eine Rede von Arundathi Roy, die in New York die Amerikaner zur Revolution aufgerufen hat. In Profil erklärt Marlene Streeruwitz die Demütigungsmaschinerie der staatlichen Kulturförderung. Das TLS widmet sich einer Geschichte der Masturbation und einer der Trepanation (Schuld und Sühne?). Im Espresso erklärt Amos Oz, warum Juden die wahren Europäer sind. Der Economist hofft auf einen demokratischen Irak. Norman Mailer erklärt im Interview mit dem Nouvel Obs die komplizierte Männlichkeit des weißen Amerika. Der Express findet eine Pariser Polizeiakte über Picasso. Die NYT Book Review prophezeit uns mit Martin Rees das Ende.

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12.05.2003. In Le Point fordert Bernard-Henri Levy verdammt noch mal Unterstützungsmeetings für die inhaftierten kubanischen Dissidenten. Die NY Review of Books ärgert sich über die unkritische amerikanische und kanadische Kriegsberichterstattung. In L'Espresso verlangt Umberto Eco, die französische Freiheitsstatue durch Condoleezza Rice zu ersetzen. Anatol Lieven erklärt in der London Review of Books, warum die Amerikaner nicht imperialistisch, sondern nationalistisch sind. Der New Yorker verreißt die neuen Matrix-Folgen. Profil konstatiert eine Ausweitung der Kampfzone in Wien. Die NYT Book Review widmet sich einer Biografie des schönen Valentino.