Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

24.02.2003. In Literaturen erklärt Antonio Negri, warum Revolution notwendig ist. Timothy Garton Ash geißelt in Prospect den "vulgären Kaganismus". Wolf Biermann wettert im Spiegel gegen das einig Volk von Hurra-Pazifisten. In der Kommune erklärt Gerd Koenen, warum die Nazis die Damenwahl fürchteten. Profil widmet sich der Frauenfrage bei den Wiener Philharmonikern. Die London Review of Books sieht Tony Blair im Abseits. Und Atlantic Monthly erzählt, wie Wynton Marsalis apathische Zuhörer einfängt.

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17.02.2003. Die New York Review of Books sucht die Moral in Steven Pinkers Genen. Outlook India führt uns durch die faszinierende Welt der Cricket-WM. Im Espresso überlegt Umberto Eco, ob der Duce bei seinen Quickies im Kartenraum wirklich Parfüm trug. Der Express schildert die traditionell guten Beziehungen zwischen Frankreich und dem Irak. Im Nouvel Obs warnt Carlos Fuentes die amerikanische Regierung vor der Arroganz Roms. Der Economist fürchtet den transatlantischen Abgrund. Die NYT Book Review schwärmt von einer neuen Clara-Schumann-Biografie.

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10.02.2003. Im New Yorker ordnet das Pentagon den Nahen Osten neu. Das TLS findet "Black Jacques" Derrida still crazy after all these years. L'Express sieht in Saddam den neuen JR Ewing. Im Nouvel Obs plädiert Volker Schlöndorff für das Kino als Kunst. Die London Review bewundert Thomas Manns stille Boshaftigkeit. Outlook India findet die Vorstellung, friedlicher Widerstand sei eine britische Erfindung, völlig verrückt. Der Economist prophezeit getrübte Flitterwochen für Frankreich und Deutschland. Die NT Book Review weiß, was Hipster wollen.

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02.02.2003. Der Merkur rechnet mit einem "geistig verwahrlosten" Slavoj Zizek ab. In der NYT Book Review schwärmt Jeffrey Eugenides von der Brillanz und dem Charme der Feuilletons, die Joseph Roth in Berlin geschrieben hat. Im NouvelObs wundert sich Brian Eno über die Arroganz der USA. Im Spiegel fordert Leon de Winter mehr Eigenverantwortlichkeit der Araber. Der Economist findet Frankreich schwierig. Das TLS empfiehlt dringend Kenneth Pollacks Buch zum Irak "The Threatening Storm". Outlook India meditiert über die Bedeutung des Cricket.

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27.01.2003. Die New York Review of Books schildert schlimme Anfälle von Anti-Europäismus in den USA. Outlook India wundert sich über die Prachtentfaltung einer Ministerin aus niederer Kaste. Prospect sieht sich schon in der ethnischen Minderheit. Für die London Review verkörpern die Windsors tatsächliche Familienwerte wie Entfremdung, Alkoholismus, Ehebruch. Das TLS bewundert die knochenharte Taktik Lorenzo de Medicis. Die NYT Book Review argumentiert mit Shakespeare gegen den Irakkrieg. Nouvel Obs und Express trauern um Francoise Giroud.

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20.01.2003. Atlantic Monthly untersucht in einem Dossier den Zustand der amerikanischen Nation. Die NYT Book Review feiert eine neue Biografie des pockennarbigen Herrn Beethoven. Im Nouvel Obs will Claudio Magris tanzende Mädchen mit Kant entschärfen. Outlook India stellt einen Star der New Economy vor: Infosys. Der New Yorker erklärt, warum George Orwell ein intellektuellen Held der Mittelklasse ist. The New Republic prangert die gefährliche Mode der Geländewagen an. Der Economist feiert Griechenland und die Türkei als Helden der EU.

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13.01.2003. Der Economist ist gegen Folter - ohne Ausnahme. Im Nouvel Obs streiten Robert Badinter und Stephen Breyer darüber, wer juristisch für Al-Qaida zuständig ist. Der Express stellt die Kollegen von Le Monde unter Anklage. Outlook India analysiert die größte Emigrationswelle in der Geschichte Indiens. Das TLS untersucht den Antiamerikanismus der Franzosen. Und die NYT Book Review erklärt am Beispiel des Dichters Tom Paulin den Unterschied zwischen einem Antisemiten und einem Schläger.

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06.01.2003. In der NY Review of Books ist Joan Didion entsetzt über die Idealisierung geschichtlicher Ignoranz im Zusammenhang mit den Attentaten vom 11. September. Der Economist sucht nach den gemeinsamen Werten von Amerika und Europa. Der Express fragt, wer Anne Frank verraten hat. Die NYT Book Review bewundert die Neuauflage von Alex Comforts Klassiker "The Joy of Sex". Der Nouvel Obs beschäftigt sich mit französischen Moslems. Die London Review of Books hat Star-Autobiografien gelesen: Alles Märtyrer!

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30.12.2002. Im New Yorker erklärt ein Anwalt, warum er zuerst gegen, dann für die Todesstrafe war und warum er nun wieder dagegen ist. Die New York Times Book Review feiert einen Gesprächsband mit Balthus. Im Spiegel schimpft Bernhard Schlink auf die 68er. Das Times Literary Supplement stellt eine neue Biografie über den Grafen Kessler vor.

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23.12.2002. In Literaturen träumt Philip Roth von Kafka. Der Economist schlägt das Erbe von Karl Marx aus. Der Merkur stöhnt über den Zwang zur permanenten Innovation. Der Spiegel portärtiert den Regierungsberater Heinrich August Winkler. In Outlook India teilt Richard Gere mit, dass er bisher noch keinen Grund zur Klage über George Bush hat. Prospect hat das Buch "Kicking Away the Ladder" von Ha-Joon Chang und nennt es das "wichtigste Buch der letzten Jahre zum Thema Weltwirtschaft".