Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

22.09.2003. Atlantic Monthly stellt den Traumkandidaten der Demokraten für das Präsidentenamt vor: General Wesley Clark. Outlook India porträtiert die Stimme Indiens: Lata Mangeshkar. Reportajes bringt eine posthume Abrechnung Roberto Bolanos mit der lateinamerikanischen Literatur. Die NY Times ist entzückt von den "Grandes Horizontales". Das Times Literary Supplement stellt die meisterhaften Reportagen von Jan Morris vor. Die Literaturnaja Gazeta interviewt den Autor Pawel Krussanow, Mitglied der Petersburger Fundamentalisten.

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15.09.2003. Im Nouvel Obs schildert Isabel Allende den letzten Augenblick mit ihrem Vater. Die Literaturnaja Gazeta fürchtet die russische Demographie. Der New Yorker singt ein Loblied auf das Kaufhaus. Im Espresso plädiert Umberto Eco für ein Europa mit Göttern jeder Rasse. Der Economist untersucht das Verhältnis des Islams zum Westen. Die London Review of Books verfällt der Dichtkunst Robert Lowells. Die New York Times Book Review rehabilitiert Kapitän William Bligh.

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08.09.2003. Der Merkur feiert die revolutionäre Kraft des Kapitalismus. Der Economist erinnert George Bush daran, dass es die "bescheidenen Knechtarbeiten" sind, die einen im Amt halten. Im Nouvel Observateur wünscht sich Tzvetan Todorov ein Europa der "ruhigen Kraft". Outlook India sieht am Irak vorexerziert, wie aus einem "unglücklichen Land" ein "gescheiterter Staat" wird. Das TLS führt uns in die Geheimnisse des Kannibalismus ein. Und im Spiegel will Leander Haußmann nicht für die Ostalgie-Welle verantwortlich sein.

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01.09.2003. Outlook India erklärt, warum junge Muslime in Indien so wütend sind. Der Economist findet Polen ganz schön frech. Literaturen genießt den schönen Schrecken der russischen Literatur. Der New Yorker schwärmt von Galileos Jupiter-Mission. Von der New York Times Book Review erfahren wir, dass Patricia Highsmith Frauen nur in sexueller Hinsicht bevorzugte. Der Nouvel Obs erkennt in Andre Glucksmann einen manichäischen General in Kriegslaune. Und im L'Espresso singt Umberto Eco Dante auf Portugiesisch.

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25.08.2003. Die London Review weiß, wo Chruschtschow lernte "Buh!" zu sagen: in London. Im Nouvel Obs verteidigt der iranische Philosoph Dariush Shayegan die Vernunft. Outlook India bewundert den Mantel der Oppositionsführerin Sonia Ghandi. Jean Francois Revel beschämt George Washingtons Mutter, findet der New Yorker. Was macht das VW-Logo auf einem Hamlet-Bühnenbild, fragt die Literaturnaja Gazeta. Im Spiegel schildert Günter Grass eine segensreiche Wirkung der Literatur: Man onaniert viel fröhlicher.

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18.08.2003. Atlantic Monthly und L'Espresso untersuchen das Imperium des Rupert Murdoch. Der Spiegel porträtiert Adorno als zügellosen Erotiker. Die Literaturnaja Gazeta sieht die freie Presse in Russland auf den Hund gekommen. Outlook India besucht Pakistan. In der Kommune fürchtet Dunja Melcic das Kriegsverbrechertribunal für Jugoslawien in Den Haag. Das New York Times Magazine porträtiert den Waffenhändler Victor Bout. Im Nouvel Obs verteidigt Pascal Thomas die Streiks der intermittents.

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11.08.2003. L'Express nimmt Abschied von Marie Trintignant. Für L'Espresso reist Andrzej Stasiuk  durch Moldawien. Im Nouvel Observateur lanciert Patrice Chereau eine leidenschaftliche Attcke gegen die Streiks der Kulturschaffenden in Frankreich. In der ungarischen Zeitschrift ES sorgt Ernst Nolte für Debatte. Outlook India feiert das Überleben der Inder in Indien und in London. Die Literaturnaja Gazeta bringt konträre Standpunkte zu Tschetschenien.

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04.08.2003. Der Economist lanciert einen Großangriff auf Silvio Berlusconi. "Kein Vergeben, kein Vergessen für Pinochet!" ruft Luis Sepulveda im Nouvel Obs. Im Times Literary Supplement möchte Marina Warner den Papst schütteln. Outlook India verteidigt die BBC gegen Blair. Der Merkur hat ganz friedlich  Jonathan Franzen, David Foster Wallace, Jeffrey Eugenides und Richard Powers im Mittleren Westen besucht.

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28.07.2003. Die New York Review of Books lugt in die Köpfe von Scharon, Arafat und Abu Mazen. Outlook India feiert den Siegeszug chinesischer und indischer Kultur im Westen. Der New Yorker fragt, warum Osama bin Laden noch frei ist. Prospect porträtiert Frank Gehry. Espresso feiert Orgien in London. Die Literaturnaja Gazeta verteidigt den starken Staat. Im Nouvel Obs will Ahmed Zewail den Islam mit der Wissenschaft versöhnen. Die London Review sieht Syrien in einer gefährlichen Zwickmühle.

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21.07.2003. In The New Republic zeigt sich Cynthia Ozick erschüttert über die Memoiren der Iranerin Azar Nafisi, die einen Einblick in die Situation der Frauen im Iran geben. In L'Espresso  fordert Tahar ben Jelloun eine europäische Immigrationspolitik. Die Literaturnaja Gazeta findet, dass China in einem Vergleich mit Russland besser abschneidet - dort gibt es nämlich keinen "Werteverfall". Outlook India warnt: Könnte sein, dass eine Bombe tickt.