Magazinrundschau
Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
Austern, Weintrauben und Amphetamine
Das ist so unfassbar 17. Jahrhundert
11.04.2017. Nicht Brüssel muss die ungarische Demokratie verteidigen, sondern die Ungarn, meint Peter Nadas in HVG. Frauenrechte gelten wohl nur provisorisch, fürchtet Margaret Atwood im New Yorker. La Croix porträtiert den Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon. Die London Review sucht britische Jobs in Polen. Die LA Review untersucht den Raum in den Filmen von Straub Huillet. Die New York Times beleuchtet das symbiotische Verhältnis von CNN-Chef Jeff Zucker und Donald Trump.Ein Experiment in modernem Stil
04.04.2017. In Brooklyn Rail entpuppt sich Agnès Varda als minimalistische Anhängerin digitaler Verbreitungswege. New Yorker und Spectator debattieren über Dana Schutz' Gemälde "Open Casket". Was wird nach dem Brexit aus Nordirland, fragt der Merkur. Outlook India porträtiert die indische Feudalgesellschaft. Die New York Times erzählt von den Schuldgefühlen ultraorthodoxer Juden.Feuer in der Wildnis
28.03.2017. Niemand will mehr Revolution, wundert sich die LRB. Der Guardian feiert die feministische Science-Fiction. El Pais Semanal schildert die komplizierten Wege der Kuria-Frauen, sich ein Erbe zu sichern. Slate.fr untersucht das Wunder des Populismus am Beispiel Narendra Modis. Wozu brauchen die Ungarn eigentlich Janos Ader, fragt HVG. In Respekt prangert Claire Denis den neuen Kolonialismus an. Leute, wollt ihr ewig leben? Darauf erhält der New Yorker eine überraschende Antwort. Bandbreiten des kriechenden Schreckens
21.03.2017. Vanity Fair betrachtet die Spaltung der USA in Kolonie und Nation. The Nation porträtiert die algerischen Verleger Sofiane Hadjadj und Selma Hellal. Buzzfeed schildert die Methoden russischer Regierungshacker. En attendant Nadeau erzählt, wie die Soziologie die Philosophie erledigt und weiterführt. Die New York Times begleitet einige Aktivisten des arabischen Frühlings ins Gefängnis.Im Selbstbedienungsladen der Phänomene
14.03.2017. Warum klingen linke Studenten plötzlich wie Trump, fragt Andrew Sullivan im New York Magazine. Paul Berman hört in Tablet die Glocken der Konterrevolution läuten. Der Rolling Stone sieht das Zeitalter der psychedelischen Drogen nahen. Magyar Narancs sucht Nachwuchskuratoren in Ungarn. In Novinky denkt der Philosoph Stanislav Komárek über unsere Naturwahrnehmung nach.Nicht ganz richtig im Kopf
07.03.2017. Der New Yorker recherchiert die sinistren Hintergründe des Trump Towers in Baku. The Nation sucht Rat bei rechtspopulistischen Medien. Das New York Magazine untersucht die Apathie Coetzees. Linkiesta feiert die neue globale Frauenbewegung. In El Universal trauert Autor Horacio Castellanos Moya um die Heimat. Der Rolling Stone stellt den ägyptischen Autor Ahmed Naji vor, der für einen Roman ins Gefängnis musste. In der Mitte der Nahrungskette
28.02.2017. Der Merkur erklärt, warum es gut es, dass wir jetzt im Anthropozän leben. Die LRB fragt allerdings, ob wir nicht eher im Kapitalozän leben. Der New Yorker untersucht Putins Rolle in Trumps Amerika. Magyar Narancs beklagt, dass Budapests Stadtobere nicht einmal Georg Lukács stehen lassen können. Die New York Times blickt in eine Zukunft, in der uns Roboter die Arbeit nicht wegnehmen, sondern erleichtern. Und der Guardian besucht eine Klonfabrik.Dort leben die Unsichtbaren
21.02.2017. Harper's berichtet vom Treffen des World Congress of Families, auf dem sich westliche Schwulenfeinde von östlichen trösten ließen. In El Pais Semanal träumt Valeria Luiselli von maßgeschneiderten Landkarten. Die LARB trauert dem metaphysischen Abgrund der osteuropäischen Literatur hinterher. In Ceska pozice sieht der israelische Historiker Yuval Noah Harari schon die nächste große Ungleichheit voraus - die bioglogische. Wired sucht Wege aus der Krise des Journalismus.
