Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

06.09.2004. Im Schweizer Magazin DU beweisen Amerikaner, dass sie immer noch die besten und schärfsten Kritiker ihres Landes sind. Die New York Review of Books erklärt die Demokratisierung des Iraks für beendet. Im Nouvel Obs erläutert Gilles Kepel den Unterschied zwischen Dschihad und Fitna und was das alles mit Andalusien zu tun hat. In Plus-Minus erinnert sich Jadwiga Staniszki an die Gründung der Solidarnosc. In der Gazeta Wyborcza erklärt uns Jurij Lewada die Regeln von Putinistan. Al-Ahram stellt ein jüdisches Kochbuch vor. Im New Yorker lernen wir von Philip Gourevitch, warum George W. Bushs Körper die Wahlen gewinnen könnte. In L'Express konstatiert Alain Finkielkraut die Niederlage des antitotalitären Denkens.

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30.08.2004. Im Espresso träumt Andrzej Stasiuk von Kalabrien. In der London Review hat Slavoj Zizek eine Frage an Timothy Garton Ash: Wie stehen wir zum globalen Kapitalismus? Der New Yorker denkt ans Essen. Prospect präsentiert das Ergebnis der urinnersten Gedanken einiger Präsidentschaftskandidaten. Literaturen folgt deutscher Literatur nach Russland. Der Spiegel beschreibt ein Wunder in Haiti. In Le Point stellt Art Spiegelman seinen Comic über den 11. September vor. In Plus-Minus erinnert sich Adam Zagajewski an die Zeit, als er ein kleiner Revisionist war. In Logos unterscheidet Jürgen Habermas Kritik an Amerika von Antiamerikanismus.

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23.08.2004. In der Gazeta Swiateczna erzählt Czeslaw Milosz in einem Interview aus dem Jahr 2003, wie er das Wesen des kommunistischen Systems erblickte. Outlook India feiert den großen indischen Regisseur Satyajit Ray, der alle ergreift und sich nicht küssen lässt. In Reportajes erklärt Eric Hobsbawm, warum er für Hugo Chavez gestimmt hätte. Der Economist fürchtet das Ende der Relativitätstheorie. Das TLS amüsiert sich über Glenn Goulds Kanadischkeit. Im Spiegel erklärt uns Peter Sloterdijk, was es heißt, ein deutscher Kritiker zu sein.

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16.08.2004. In Le Monde diplomatique singt Edward Said ein Loblied auf die Eloquenz des Arabischen. Outlook India ändert die Geschichte. Im Spiegel erzählt Jim Jarmusch, wie er Iggy Pop und Tom Waits wieder zum Rauchen verführte. Der Economist fordert von den Amerikanern mehr Phlegma - nur dann können sie mit Al Qaida leben. In Moskowskije Novosti geißelt der Chefredakteur einer neuen Zeitschrift seine Generation als "Schädlinge, die nicht aufbauen, sondern zerstören". Al Ahram porträtiert Sudans King of Jazz: Sharhabeel Ahmed. Die New York Times Book Review feiert Margaret Atwood den neuen Roman von Orhan Pamuk.

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09.08.2004. Kunst ist harmlos, verkündet Fernando Botero in Culturas. Folio liefert eine Livereportage von den Olympischen Spielen 416 v. Chr.. Der Nouvel Obs erklärt, was wir von den alten Ägyptern gelernt haben: Mode. Cees Nooteboom schlürft Kava auf Tonga. Wie's schmeckt, erzählt er in Le Monde des livres. Im polnischen Plus-Minus erklärt Jacek Kuron, warum wir in Europa "Demokratie nicht mehr können". Die New York Times Book Review ärgert sich mächtig über Nicholson Bakers Roman "Checkpoint". Der Spiegel warnt vor Patenten auf Software - die nützen nur Microsoft! Al Ahram stellt den ersten Strand in Ägypten nur für Frauen vor. Atlantic Monthly weiß, wieviel Hollywood an die Demokraten spendet.

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02.08.2004. In Al-Ahram zeichnet Ibrahim El-Muallim das positive Gesicht der Globalisierung: die Frankfurter Buchmesse.Im Spiegel diskutieren Günter Grass, Markus Lüpertz und Peter Glotz über die Nation. Outlook India stellt eine Moschee nur für Frauen vor. In der Kommune applaudiert Helmut Wiesenthal der Abschaffung des Rechts auf Dauerarbeitslosigkeit. Der Merkur porträtiert den liberalen Falken Paul Berman. Im polnischen Plus-Minus schlägt Norman Davies eine Konferenz zu den Verbrechen der Roten Armee vor. Im Economist sorgt sich Ex-Mossad-Chef Efraim Halevy um die Zukunft der CIA. Das TLS feiert ein Meisterwerk der Ameisenforschung! Das New York Times Magazine porträtiert den mächtigsten Oligarchen Russlands: Vagit Alekperow.

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26.07.2004. In der Boston Review analysiert Martha Nussbaum die Massaker in Gujarat. Der New Yorker findet im Internet einen terroristischen Stadtplan für die Anschläge in Madrid. Umberto Eco freut sich im Espresso über die Irrtümer der Wissenschaftler. Der Spiegel stellt Karlheinz Brandenburgers neue Erfindung vor. Prospect fordert respektvollere Journalisten. Der Express erklärt, dass sich die Farbe Grün erst seit dem 18. Jahrhundert aus Gelb und Blau zusammensetzt. Outlook India lanciert eine Tongefäßdebatte.

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19.07.2004. In Outlook India klagt Arundhati Roy die Erbauer des Narmada-Sagar-Staudamms an. Al Ahram erklärt, wo für ägyptische Kopten die Freiheit endet. Der Espresso hat Ken Warwick, den ersten Cyborg interviewt. Radar porträtiert den Filmschurken Timothy Agoglia Carey. Der Economist hat ein deja vu, wenn er Nicolas Sarkozy sieht. Im New York Times Magazine will sich Walter Kirn keinesfalls medikamentös von Untreue kurieren lassen.

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12.07.2004. Outlook India singt Bombays Chhatrapati Shivaji Terminus und seinem Erbauer Frederick William Stevens ein Ständchen. Die lateinamrikansichen Magazine streiten über Pablo Neruda. Der Spiegel erklärt, warum Wladimir Kaminers Kinder keine deutschen Staatsbürger sein dürfen. Die London Review wirft sich für ältere Sibirier in die Bresche. Im Nouvel Obs findet Alexandre Adler den "kulturellen Imperialismus" der Amerikaner schwächlich. Im Economist verteidigt Jack Straw die Europäische Verfassung. Das New York Times Magazine feiert die graphic novel als Literatur der Zukunft.

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05.07.2004. Folio bewundert Gottes Robbenbaby. Yasmina Khadra erzählt in Le Monde des livres, wie Algier ihn zum Alchimisten machte. Im Nouvel Obs klärt Jean Baudrillard die Amerikaner auf: rückwirkende Verhütung gibt's nicht. Im Spiegel sucht Peter Schneider die Wahrheit - und sei sie in schlechter Gesellschaft. Im Merkur fordert Gustav Seibt: Gerechtigkeit für's Sofabild. Der New Yorker sucht den freien Geist in Ägypten und findet ihn nur im Gefängnis. Outlook India stellt Amitav Ghoshs neuen quintessenziellen Roman "The Hungry Tide" vor. In der New York Times Book Review rät Gary Shteyngart allen Immigranten: smell'n'smile.