Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

16.11.2004. In der New York Review of Books wünscht sich Amartya Sen indische Demokratie für China und chinesische Wirtschaft für Indien. In der Gazeta Wyborcza kritisiert Stefan Chwin Hitlers Untergang im "Untergang". In Le Point schreitet Edgar Morin mit uns in die Katastrophe. Im ES-Magazin feiert Laszlo Földenyi den jungen Schriftsteller Janos Terey. In Al Ahram kritisiert ein Arafat-Berater Arafat. Radar präsentiert den argentinischen Weltmeister im Kickboxen: Jorge "Acero" Cali. In Plus-Minus fordert Tomasz Lubienski eine polnische Geschichte für Erwachsene. In der New York Times denkt Michael Ignatieff über islamistische Snuff-Videos nach.

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08.11.2004. Im Merkur erklärt Bernhard Schlink, warum Ungerechtigkeit sittlich sein kann. Im Espresso hofft Andrzej Stasiuk auf einen Wechsel in der Ukraine. Das polnische Plus-Minus fürchtet sich eher davor. Folio widmet sich den Marken, DU dem Blut (immer so schön konkret, die Schweizer). Outlook feiert den größten Bösewicht des indischen Films. Ferenc Fejtö nennt in ES das christliche Europa eine Utopie. In der NYT Book Review entdeckt David Foster Wallace Absurditäten in einer neuen Borges-Biografie.

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01.11.2004. In der New York Review of Books bespricht J. M. Coetzee den neuen Roman von Philip Roth. In Le Point geißelt Andre Glucksmann den zur Ideologie gewordenen Antiamerikanismus. Al Ahram wünscht sich eine rationale Analyse der arabischen Welt. Im ungarischen Magazin ES erklärt Istvan Eörsi, warum er sich nicht von den Islamisten "befreiten" lassen möchte. In der London Review trauert Judith Butler um Jacques Derrida. Die polnischen Magazine Plus-Minus und Gazeta Wyborcza widmen sich den ukrainischen Wahlen. Die katalanische Culturas feiert den Müßiggang. Das TLS feiert Luthers Medienmogul. Die New York Times besucht Tom Wolfe.

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25.10.2004. Der New Yorker gibt eine feurige Wahlempfehlung ab. Literaturen bewundert einen erotisch leuchtenden jungen Mann. Prospect feiert die schiere Anmut des asiatischen Kinos. Das weiße Haus hat ein Termitenproblem, warnt der Espresso. Al Ahram porträtiert den Schweizer Philosophen Tariq Ramadan. Le Point würdigt den Schwindler Celine. ES erklärt, warum Elfriede Jelinek in Ungarn nicht so populär ist wie Thomas Bernhard. Der Spiegel ruft "Bye-bye made in Germany!" In der Gazeta Wyborcza outet sich Jurij Andruchowytsch als polonophiler Ukrainer. In der New York Times ringt Woody Allen nach Luft: "Ich schätze George S. Kaufman".

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18.10.2004. Die London Review beklagt den kulturellen Niedergang der Arbeiterklasse. Der Spiegel findet mit Blick auf Opel, dass es auf der Arbeitgeberseite auch nicht besser aussieht. Das Times Literary Supplement setzt dagegen auf die Gewerkschaften. Im Espresso prangert Naomi Klein die wirtschaftlichen Interessen amerikanischer Irak-Diplomaten an. In der New York Review of Books geben Ian Buruma, Michael Ignatieff, Norman Mailer u.a. eine Wahlempfehlung für Kerry. In ES erklärt Peter Esterhazy, warum er auf Ungarisch schreibt. Le Point veröffentlicht ein letztes Interview mit Jacques Derrida. Der Economist bewundert Anmut und Schärfe der französischen Islamismusforschung. Die Gazeta Wyborcza prophezeit den Untergang Lukaschenkos.

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11.10.2004. In der Kommune dekonstruiert Gerd Koenen den Antisemitismus von Globalisierungskritikern und Islamisten als Totalitarismus neuer Art. In L'Espresso spricht Pedro Almodovar über die spanische Kirche. Der New Yorker setzt seine Hoffnungen auf John Kerrys Rhetorik. Plus Minus feiert den Maler Nikifor Krynicki. In Clarin erklärt Carlos Fuentes, warum er wie Balzac sein will. Le Point enthüllt Jean Genets pronazistische Ursprünge. Im Nouvel Obs gibt Jonathan Franzen Auskunft über den Mittleren Westen. In Elet es Irodalom analysiert György Dalos die Erfolge ungarischer Literatur in Deutschland. Das New York Times Magazine findet ein Herzmittel problematisch, weil es bei Schwarzen besser wirkt.

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04.10.2004. In der New York Review of Books rechnet Joan Didion mit der "Neuen Normalität" in den USA ab. In der Lettre erzählen Chen Guidi und Wu Chuntao wie ein Dorfbuchhalter vier Bauern tötete. Im Espresso fordert James Noyes, Vizeverteidigungsminister unter Nixon, den Rückzug der Amerikaner aus dem Irak. Folio wittert das intellektuelle Fluidum im Namen einer Katze. Die kolumbianische Semana fragt, ob die rechten Paramilitärs im Lande nicht einfach stinknormale Drogenhändler sind. Al Ahram begeistert sich für das europäische Kino. In der Gazeta Swiateczna untersucht Maria Janion die nationalen Stereotypen in Polen. Die New York Times bereitet uns auf das umgebaute MoMA vor.

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27.09.2004. Der New Yorker sagt den nächsten Irakkrieg an. In Literaturen erklärt Toni Morrison, warum das Leben für die Afroamerikaner nach dem 11. September leichter wurde. Die New York Review of Books erklärt, warum Arafat mit dem Friedensprozess leben kann, aber nicht mit einem Friedensschluss. In Prospect erklärt der Biologe Richard Dawkins, wen man an einer roten Krawatte erkennt. Der Espresso sucht Abu Mussab Al Zarqawi. Le Point bringt ein unveröffentlichtes Interview mit dem Feuerwerker Michel Foucault. Al Ahram wundert sich über Otto Schily. Das New York Times Magazine ortet die Zukunft des politischen Journalismus.

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20.09.2004. Al-Ahram wünscht sich für Frankfurt auch politische Diskussionen - auch wenn das einen Verstoß gegen die arabische Etikette bedeutet. Die London Review streitet mit einer amerikanischen Republikanerin über Kultur. Der New Yorker porträtiert das Naturkind Teresa Heinz Kerry. Outlook India verreißt den neuen Naipaul. Das ungarische ES-Magazin besucht das Museum für Tragbare Intelligenz zum Quadrat. Der Economist forderte eine Fatwa gegen Osama Bin Laden. Im polnischen Plus-Minus diagnostiziert der Philosoph Zdzislaw Krasnodebski eine Ungleichzeitigkeit in Polen und Deutschland. In der New York Times schreibt Philip Roth über den Antisemitismus und Arthur Miller schweigt über Marilyn.

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13.09.2004. Im ungarischen Elet es Irodalom ärgert sich Istvan Eörsi über die Heuchelei des abgedankten Premiers Peter Medgyessy. Reportajes annonciert Gabriel Garcia Marquez' ersten literarischen Text seit zehn Jahren. Al-Ahram beschreibt die unerwarteten Folgen der Diskriminierung arabischer Amerikaner. Der New Yorker befürchtet eine Umdefinierung des Wahlrechts. In der Gazeta Wyborcza erklärt die Historikerin Anna Wolff-Poweska, warum uns die Polen so gern anbrüllen. Im Espresso erzählt der Regisseur Michael Radford, wen Marlon Brando als Shylock sehen wollte. Der Merkur widmet sich dem Ressentiment, Folio dem Erdöl.