Heute in den Feuilletons

Raumgreifender Schritt in juristisches Sumpfland

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.06.2010. Der Freitag porträtiert Pierre Assouline, den ersten Literaturkritiker, der durch ein Blog zu Macht gelangte: 1000 Kommentare für einen Eintrag zu Georges-Arthur Goldschmidt. Außerdem steht der Freitag in seiner Abneigung gegen Gauck fest an der Seite der PDS. Die taz plädiert für ein Berichts-Moratorium zu Apple. Lawblogger Udo Vetter staunt über die neue Rundfunkszwangsgebühr: "Kann man wirklich für etwas zur Kasse gebeten werden, was man gar nicht nutzt?" Die NZZ berichtet über neue Dokumente zur Ermordung von Sudetendeutschen. In der Zeit erklärt Florian Illies, warum er damals für das Schloss war und heute dagegen und dabei immer Recht hat. Es hat mit Marx zu tun.

Freitag, 10.06.2010

Frank Fischer beschreibt Pierre Assouline als französischen Reich-Ranicki, aber eigentlich ist er etwas anderes: der erste Literaturkritiker weltweit, der durch ein Blog (das allerdings zu Le Monde gehört) mächtig geworden ist. Fischer zeigt, wie das aussieht: "Er vergleicht die literarischen Talente Churchills mit denen von de Gaulle. Seinem Text folgen mehr als 1.200 Leserkommentare. Er schreibt über Georges-Arthur Goldschmidt und dessen Arbeit als Übersetzer. Wieder kommentieren mehr als 1.000 Menschen. Er polemisiert über den letzten Roman von Alain Robbe-Grillet, ein auf Skandal gebürstetes Buch - und wieder provoziert er knapp 900 Reaktionen."

Außerdem wird aus dem Guardian ein interessanter Artikel Sean O'Hagans über Straßenfotografie "in den Zeiten von Terror und Überwachung" übernommen.

Im politischen Teil steht der Freitag tapfer an der Seite der PDS und plädiert für Luc Jochimsen und gegen Gauck: "Dass sich die DDR-Führung in ihrem Sicherheitswahn selbst und den Sozialismus gleich mit demontierte, ist nicht zu bestreiten", schreibt Lutz Herden, der Gaucks Leitung der Stasi-Unterlagen-Behörde kritisiert, "wohl aber, dass die Stasi und ihre unseligen Papier-Container zum DDR-Alleinstellungsmerkmal erhoben werden, um der Geschichte das Rückgrat der Wahrheit zu nehmen und der Gegenwart ein oratorienhaftes Hosianna zu singen."

FR, 10.06.2010

Als "fein, komisch und unaufdringlich cool" feiert Tobi Müller Mathew Herberts Neuvertonung von Gustav Mahlers Zehnter: "Er grätscht nicht so sehr als Remixer in die Komposition, vielmehr wandert er als Tonmann in den Raum. Eine Viola spielt das Adagio am Grab Mahlers in Wien, das Mikrofon lag am Kopfende der Grabplatte. Dasselbe hören wir aus dem Innern eines Sarges."

Weiteres: Christian Schlüter kommt in seinem Kommentar zu Sparpaket und Regierungszustand zu dem Schluss, dass sich unter Angela Merkel die bürgerliche Mitte als Leerverkauf erweist. Auf der Medienseite kann Daniel Bouhs an der neuen Zwangsgebühr für die Öffentlich-rechtlichen nichts Schlechtes finden.

Besprochen werden Lukas Moodyssons Globalisierungsdrama "Mammut", der Bollywood-Film "My Name is Khan" mit Shah Rukh Khan, Nicolas Stemanns Inszenierung von Offenbachs "La Perichole" an der Komischen Oper in Berlin und Joachim Geils Roman "Heimaturlaub" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

TAZ, 10.06.2010

Arno Frank plädiert für ein Berichts-Moratorium gegenüber Apple, weil noch jede Nachricht rund ums iPad - in diesem Fall ein von Apple geblocktes Programm mit Pornobildern - zu Textlawinen führt. "Journalisten kreisen um Apple wie die Fliegen um die Biotonne. Sie hocken in der Falle, weil der Konzern ganz anders kommuniziert als seine Konkurrenten... Es ist, wie dieser Text zeigt, ein echtes Dilemma. Ein Ausweg könnte sein, Apple einfach mal Apple sein zu lassen, vielleicht für sechs Monate oder so."

Anlässlich der Einweihung eines Kracauerplatzes in Berlin empfiehlt Arno Frank außerdem die Wiederlektüre von Siegfried Kracauer, vor allem den 2009 erschienenen vierten Band der Gesamtausgabe "Geschichte - Vor den letzten Dingen".

Besprochen wird "Mammut", der jüngste Film des schwedischen Regisseurs Lukas Moodysson.

Und Tom.
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Welt, 10.06.2010

Marko Martin schildert in der Leitglosse, wie die in Bolivien wieder eingeführte traditionelle Justiz der Indios aussieht: Vier vermeintliche Mörder wurden rituell erschlagen und dann mit dem Gesicht nach unten in heiliger Erde begraben. Im Aufmacher-Interview spricht Wynton Marsalis über seine Arbeit mit den Berliner Philharmonikern, über Rassismus und den diskriminierenden Begriff "schwarze Musik". Übernommen wird Bernard-Henri Levys Haaretz-Artikel gegen die Dämonisierung Israels (hier das Original). Tim Ackermann wirft einen Blick auf die beginnende Berlin-Biennale. Besprochen werden Filme, darunter Lukas Moodysons Globalisierungsmelodram "Mammut".

Auf der Forumsseite übernimmt die Welt zwei Artikel aus Project Syndicate. Der Politologe Dominique Moisi fordert dringend eine Reform des politischen Systems in Israel, die klare Mehrheiten ermöglicht: "Das politische System in Israel verurteilt das Land durch seine komplexen Mechanismen der zurechtgebastelten Parteienauswahl zu schwachen Koalitionsregierungen und steigender Korruption... Die Regierungsspitze Israels kann es sich nicht leisten, 90 Prozent ihrer Zeit damit zu verbringen, über ihr politisches Überleben nachzudenken, während das Existenzrecht des Staates angefochten wird." Die Schriftstellerin Fania Oz-Salzberger fordert, dass sich Israel bei seinen Feinden für die Enterung der Mavi Marmara entschuldigt.

Aus den Blogs, 10.06.2010

Auch Udo Vetter vom lawblog ist total sauer über die neue Rundfunkzwangsgebühr, die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen haben. Zahlen soll jetzt jeder Haushalt, egal ob er einen Fernseher hat oder nicht. "Kann man wirklich für etwas zur Kasse gebeten werden, was man gar nicht nutzt? Schon die frühere Logik, ein zum Empfang bereitgehaltenes Gerät verpflichte dazu, für ARD und ZDF zu zahlen, war ja seit Zulassung des Privatfunks eine Zumutung für jeden mit einem IQ über dem eines Kirschkerns. Nun aber Menschen für TV und Radio zur Kasse zu bitten, die auf TV und Radio verzichten, ist in meinen Augen eine Attacke auf die Freiheit, vom Staat in Ruhe gelassen zu werden - und ein raumgreifender Schritt in juristisches Sumpfland."

Der Urheberrechtler Oliver Castendyk wendet sich in Carta gegen die "Gratiskultur" im Internet und findet die Forderung der Verleger nach Leistungsschutzrechten eigentlich noch bescheiden: "Vorab sollte man sich außerdem von der Illusion lösen, Urheberrecht dürfe nicht den Zweck haben, Geschäftsmodelle von Verlagshäusern oder anderen Teilen der Medienwirtschaft zu sichern. Im Gegenteil, das Urheberrecht ist in Europa überhaupt nur entstanden, um genau das zu tun: das Geschäftsmodell der Buchverleger gegen die damals sehr verbreitete (Un-)Kultur der Nachdrucke zu schützen." (Und die Französische Revolution wäre ohne illegale Nachdrucke aus Holland auch nie passiert!)

NZZ, 10.06.2010

Stephan Templ berichtet von einem im tschechischen Fernsehen gezeigten Dokumentarfilm, der sich 65 Jahre nach Kriegsende erstmals mit der Ermordung von 760 Sudetendeutschen (zwischen Naziopfern und -tätern wurde dabei nicht unterschieden) auseinandersetzt. Das zur besten Sendezeit ausgestrahlte Material erzeugte erstaunlich wenig Reaktionen, müsste man sich doch andernfalls mit ungeklärten Schuld- und Enteignungsfragen beschäftigen: "Unzählige Tschechen schlafen noch heute in den Betten der ermordeten Juden, unzählige ausländische Botschaften befinden sich in einst 'arisierten', aber nie restituierten Villen, die der Staat als keineswegs gutgläubiger Erwerber vermietet. Der weitverbreitete tschechische Komplex, alles befinde sich in fremder Hand und Tschechen seien nur Gäste im eigenen Land, verstellt den Blick auf das eigene Handeln, auf das eigene Geschichtsbild. Nur so ist es erklärbar, dass eine Pilsener Fabrik nach der Wende an die tschechischen Enteigner restituiert wurde und nicht an die in Australien lebenden Nachkommen des ermordeten jüdischen Besitzers."

Außerdem: Sieglinde Geisel erfährt sich umgeben von dichtem Nebel in der im Martin Gropius-Bau gezeigten Olafur Eliasson Ausstellung "Innen Stadt Außen" selbst. Besprochen werden Filme, darunter Lutz Konermanns und Rob Applebys Dokumentarfilm "Dharavi, Slum for Sale", der die radikale Sanierungspläne aufzeigt, die für einen der größten Slums in der indischen Millionenmetropole Mumbai vorgesehen sind. Und Bücher, darunter Warlam Schalamows Erzählung "Künstler der Schaufel" (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

SZ, 10.06.2010

Auf der Medienseite nimmt Hans Leyendecker Wikileaks gegen jüngste Vorwürfe in Schutz: "Nichts deutet darauf hin, dass die Internet-Plattform Wikileaks, die seit einigen Jahren im Internet vertrauliche Dokumente zugänglich macht, fahrlässig mit der Quelle Manning umgegangen ist. Im Gegenteil: Die Sicherheitsstandards der Administratoren scheinen hochprofessionell zu sein."

(Leyendecker ist 2. Vorsitzender des Netzwerks Recherche. Thomas Leif, der 1. Vorsitzende, sah dagegen gestern - recht genüsslich - Wikileaks am Boden, berichtete Wolf Schmidt in der taz: "Doch auch wenn die Macher von Wikileaks nichts für das Auffliegen M.s können, wird das Outing negativ auf sie zurückfallen. 'Das ist mehr als eine Katastrophe für Wikileaks, das ist der Super-GAU', sagt Thomas Leif... Denn was öffentlich hängen bleibe, sei: 'Wikileaks ist nicht sicher.' Das schrecke potenzielle Informanten ab. 'Die Auswirkungen sind verheerend', sagte Leif.")

Im Feuilleton erklärt Dirk von Gehlen, dass der "digitale Graben" nicht mehr zwischen den Generationen, sondern zwischen echten Nutzern und bloßen Konsumenten verläuft. Auf der einen Seite jene, für die Twitter "ein kostenloser und schneller Nachrichtenfilter, das Publizieren im Netz Teil eines unablässigen sehr spannenden Gesprächs" ist. "Auf der anderen Seite befinden sich jene, die im Internet vor allem einen neuen Weg zur Informationsverbreitung sehen. Sie drucken die Texte aus, die dort publiziert werden und konsumieren sie genauso linear wie eine gedruckte Zeitschrift oder ein Buch."

Weitere Artikel: Zum Deutschlandstart von Karan Johars Bollywood-Film "My Name is Khan" (den Susan Vahabzadeh auch bespricht) unterhält sich Constanze von Bullion mit dessen Star Shah Rukh Khan. Auch über die Fatwa, die gegen ihn ausgesprochen wurde, als er - selbst Muslim - für die Aufnahme pakistanischer Spieler ins indische Cricket-Team plädierte: "Ich nehme solche Auseinandersetzungen schon ernst. Aber Angst muss man sich nicht machen lassen." Burkhard Müller nähert sich der Europäischen Union auf dem Weg über die Geschichte von Staatenbünden in nahen und fernen Räumen und Zeiten. Laura Weissmüller wundert sich, dass die Berliner mit ihrer Abneigung gegen die Stadtschlosspläne erst jetzt nach erfolgtem Bauaufschub herausrücken.

Von den Frankfurter Poetikvorlesungen Navid Kermanis berichtet Volker Breidecker. Fritz Göttler erklärt kurz, wie sich der seit Jahren in der Bredouille befindliche Zweitausendeins-Versand seine Zukunft vorstellt. Anke Sterneborg berichtet vom ersten Documentary Forum (Website) im Berliner Haus der Kulturen der Welt. Das Wolfsburger Tanzfestival "Movimentos" (Website) hat Dorion Weickmann besucht. Zu dessen 100. Geburtstag erinnert Jonathan Fischer an den 1976 verstorbenen Bluesmusiker Howlin' Wolf.

Besprochen werden die Ausstellung "Arnulf Rainer. Der Übermaler" in der Münchner Alten Pinakothek, Robert Glinskis Film "Ich, Tomek" (mehr) und Bücher, darunter Andreas Maiers Kolumnenband "Onkel J. Heimatkunde" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

FAZ, 10.06.2010

Der irische Schriftsteller John Banville war nach langer Abwesenheit wieder einmal in Griechenland und es war ihm, als bewege er sich auf schwankendem Grunde. Ziemlich irritiert zeigt sich Swantje Karich bei der Berlin Biennale (Website) von einem in die Gegenwartskunst eingemeindeten Adolph Menzel, von allzuviel dokumentarischer Videokunst sowie von den nostalgischen Anwandlungen vieler Werke. Vor der Verleihung der Tonys unternimmt Jordan Mejias einen Rundgang durch Erstaufführungen und Wiederaufnahmen am Broadway. In der Glosse fragt sich Hannes Hintermeier wie das Andenken aufs Angedachte herunterkam. Patrick Bahners berichtet über eine Lesung Katharina Hackers aus ihrer neuen Novelle "Die Erdbeeren von Antons Mutter". Bei einer vom deutschen Generalkonsulat ausgerichteten Podiumsdiskussion deutscher und russischer Architekten und Denkmalschützer in Sankt Petersburg war Kerstin Holm zugegen. Von den Festspielen im norwegischen Bergen berichtet Jan Brachmann. Er schreibt auch den Nachruf auf den Musikologen Diether de la Motte.

Auf der Medienseite greift Anne-Christine Sievers den kleinen Skandal um die manipulierten Reuters-Fotos auf (mehr hier).

Besprochen werden David Mouchtar-Samorais Bonner Inszenierung von Tankred Dorsts "Merlin oder Das wüste Land, die Ausstellung "Zelluloid" in der Frankfurter Schirn, Eli "Paperboy" Reeds neues Album "Come And Get It", Karan Johars Film "My Name is Khan" (mehr) mit Bollywood-Superstar Shah Rukh Khan, und Bücher, darunter Barbara Bongartz' dem wahren Fernsehleben abgewonnene Erzählung "Topmodel" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Zeit, 10.06.2010

Existenzrecht hin oder her, Israel trägt den größten Teil der Verantwortung für den Frieden im Nahen Osten, erklärt Daniel Barenboim im Interview. Weil es stärker ist als die Palästinenser: "Wenn ich Jude bin im Warschauer Ghetto und ich habe ein uraltes Stück Brot, das man nicht mehr essen kann, und vor mir läuft ein Offizier der SS, und ich werfe dieses Stück Brot vor seine Füße und sage: 'Das ist gut genug für dich, aber nicht für mich' - dann ist das ein fantastischer Akt des Widerstands. Aber jetzt bin ich israelischer Soldat im besetzten Westjordanland, ich habe auch so ein Stück Brot, und da läuft ein verhungerter pälastinensischer Flüchtling vorbei - und ich werfe es auch? Und sage das Gleiche? Das geht eben nicht."

Florian Illies erklärt im Aufmacher, warum er erst für den Aufbau der Schlossattrappe war und jetzt dagegen ist, und beides richtig war und ist. In einem bizarren letzten Absatz liest er die Debatte im Zusammenhang mit einem "Weltbürgerkrieg", den Marx gestartet habe, indem er einen Keil in Deutschland trieb, "der so tief war, dass der Konflikt sich ausweitete und es darüber zum internationalen Klassenkrieg kam, bis sich schließlich 1939 Deutschland und Russland gegenüberstanden." Pisa-Katastrophe.

Weiteres: Die 27-jährige Nina Pauer erklärt, dass ihre Generation eigentlich nur eine Angst kennt: über ihre Angst zu reden. Der Philosoph und Alleserklärer Richard David Precht hat herausgefunden, dass die Bundesrepublik ihre beste Zeit hinter sich hat: "Demokratien, auch die bundesdeutsche, altern eher schlecht." (Wir vermissen auch sehr diese Lässigkeit der Fünfziger.) Ijoma Mangold unterhält sich mit der Orientalistin Claudia Ott, die in Tübingen eine Handschrift von "Tausendundeiner Nacht" aus der Zeit um 1600 entdeckt hat. Christine Lemke-Matwey stellt den Bariton Christian Gerhaher vor.

Besprochen werden Berliner Ausstellungen zu Bruce Nauman im Hamburger Bahnhof und Olafur Eliasson im Martin-Gropius-Bau (Hanno Rauterberg gibt letzterem den Vorzug), Lukas Moodyssons Filmparabel "Mammut", und Bücher, darunter E.M Ciorans aus dem Nachlass veröffentlichter Essay "Über Frankreich" und Magdalena Tullis Roman "Dieses Mal" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

Im Dossier geht Jana Simon einem Vorfall in der sachsen-anhaltinischen Kleinstadt Laucha nach, wo der Überfall auf einen jüdischen Jungen kaum jemanden im Ort interessiert.

Ansonsten wird eifrig für Joachim Gauck als Bundespräsident getrommelt: Josef Joffe findet, "der junge Wulff kann auch in fünf Jahren noch Präsident werden". Matthias Krupa und Bernd Ulrich erklären ihrem Interviewpartner Christian Wulff, "wir glauben ..., dass Sie jedes Amt ausfüllen können, außer vielleicht das des Bundespräsidenten". Ein dritter Artikel beschreibt die Gründe Merkels für Wulff: "Gauck bringt Merkel an ihre Grenzen." Christoph Dieckmann erinnert sich an seine Begegnungen mit Gauck. Susanne Gaschke ermutigt die Linke, ihn zu wählen. Und im Feuilleton unterzieht Moritz von Uslar Christian Wulff einer vernichtenden Stilkritik: "Ein Foto zeigt ihn mit einer Hautrötung am Hals, wohl einer Verletzung vom Rasieren. Schon denkt man: da ist er doch, der Charakterzug."