Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Zeit ist ein Pfeil

23.01.2018. Der New Yorker sucht nach den Spuren des vergessenen Autors William Melvin Kelley. Das New York Magazine untersucht Glenn Greenwalds kuschliges Verhältnis zu Russland. In Magyar Narancs bekennt sich der Maler Ákos Birkás zu  seiner Unberechenbarkeit. In der New York Review of Books denkt Masha Gessen über Wahlmöglichkeiten nach. Intercept präsentiert die umfassenden Stimmerkennungstools der NSA.

Mehr Rot! Mehr Blau!

16.01.2018. Der New Yorker erkundet mit Alessandra Cerreti die wirksamste Waffe gegen die kalabrische Mafia. In HVG denk Agnes Heller über 1968 in Ungarn und dem Rest der Welt nach. In Clarin beobachtet der französische Philosoph François Soulages das Schauspiel der Demokratisierung der Fotografie. Der American Cinematographer gruselt sich mit den Farben des Kameramanns Luciano Tovoli. In Elet es Irodalom sucht Bela Tarr nach einer neuen Filmsprache der digitalen Cinematographie. Novinky begutachtet das Konzept des geplanten Sudetendeutschen Museums in München. Im Globe and Mail outet sich Margaret Atwood als Schlechte Feministin. Im Guardian ist Elif Shafak schockiert von der Frauenfeindlichkeit der Türkei unter Erdogan.

Versehrter Finger #5

09.01.2018. Die NYRB beobachtet die Tücken der Vorherrschaft einer ethnischen Mehrheit in Myanmar. Outside mischt sich auf Skiern unter finnische Soldaten in Lappland. Pro Publica untersucht die moderne Arbeitswelt bei der Müllabfuhr. In Hospodarske noviny fragt sich Tomáš Sedláček, ob wir bald nur noch durch ein Fenster aus unserer virtuellen in die reale Welt blicken. Bloomberg Businessweek erzählt die Geschichte Simbabwes. In The Intercept erinnert sich James Risen an Zeiten, als der Verrat von Regierungsgeheimnissen noch toleriert wurde. In Tablet erzählt Aharon Appelfeld, aus wie vielen Sprachen sich sein Hebräisch formte.

Frischfleisch!

02.01.2018. In 168 ora sucht Peter Nadas nach Gründen für die Brutalität Budapests. Für Literary Hub suchen Margaret Atwood und Andrew O'Hagan die Realität im Internet. Bloomberg recherchiert die Realität der Reinigungskräfte in amerikanischen Fleischfabriken vor Ort. Die New York Times recherchiert die Realität von Frauen in den Werkstraßen des Autobauers Ford. Jacobin outet die Gangster im ANC. Der New Yorker resümiert, wie sehr China die USA als Weltmacht bereits verdrängt hat.

Diese unglaubliche Unförmlichkeit

18.12.2017. Die Huffington Post rechnet vor, wie angeschmiert die Millenials sind. In Novinky erklärt der Soziologe Grzegorz Piotrowski, wie Solidarität in Polen zur Schwäche wurde. Wer Victor Orban ablösen will, muss sich mit Jobbik verbünden, meint Agnes Heller in Magyar Narancs. Die New York Review of Books nimmt das Patriarchat aufs Korn. Longreads erzählt, wie die einzige Chefredakteurin der Paris Review aus der Geschichte des Magazins gelöscht wurde. In der Vogue erzählt Salman Rushdie von den Weihnachtsfundamentalisten in seiner Familie.

Social-Media-Monster

12.12.2017. Bloomberg erzählt, wie Facebook Rodrigo Duterte half, die Wahlen auf den Philippinen zu gewinnen. Auf Lidove noviny erklärt der tschechische Autor Patrik Ouředník, warum Multikulturalismus in Europa so schlecht funktioniert. In der London Review of Books erzählt der Anwalt William Carter von seiner Suche nach Ölfässern in Libyen. In Magyar Narancs erklärt der Philosoph Gáspár Miklós Tamás, warum man die Systeme Orban und Kadar vergleichen, aber nicht gleichstellen kann. Der New Yorker bewundert die Vorwärtsgewandtheit der Esten.

Ihre Sünde in Gold

05.12.2017. In Polen spülen illegale Abtreibungen viel Geld in die Kassen der Ärzte, berichtet der Guardian. Tablet und Spiked staunen über die weiße Liebe zu Ta-Nehisi Coates. Der New Yorker wägt die Chancen von Nicolas Maduro ab, Venezuela durch die Krise zu führen. Die New York Times besucht Bandenkrieger in El Salvador.

Syntaktische Raffinessen

28.11.2017. Der New Yorker untersucht die Rolle französischer rechter Vordenker für den amerikanischen Nationalismus. Die LRB verteidigt Identitätspolitik in einer globalisierten Welt. Die Dublin Review of Books widerlegt den Mythos von den irischen Sklaven. Die NYRB porträtiert den Ku-Klux-Klan als lukratives Businessmodell einer Frau. HVG fragt, warum die unabhängigen Presse Ungarns Hilfe nur aus den USA bekommt, nicht aus Europa. Walrus und Fast Company denken über das Arbeitsleben in einer automatisierten Welt nach.

Freak der Freaks

21.11.2017. In der NYRB empfiehlt Timothy Garton Ash den Deutschen, mit ihren Rechten zu reden. Im New Yorker erklärt Peter Schjeldahl seine Frustration mit Leonardo da Vinci. Im New York Magazine überlegt Rebecca Traister, wo genau wir in der Missbrauchs-Debatte gerade stehen. In Eurozine zupft Maurice Earls den Briten schon die Mohnblume aus dem Knopfloch. Micromega beglückwünscht den Zentralrat der Ex-Muslime. Gentlemen's Quarterly erzählt, warum Putin William Browder hasst.

Das Rascheln des Rivalen

14.11.2017. In der New York Review of Books erkennt Charles Simic mit Czeslaw Milosz die Tragik des polnisches Dichters. In Eurozine folgt Sergei Lebedew dem unheimlichen Instinkt des Gulag-Forschers Yuri Dmitriew in den Norden. Tablet fragt, warum die muslimischen Opfer des Attentäters Mohamed Merah so allein dastehen. In 168 ora wünschen sich Lilla Sárosdi und Arpad Schilling ein Ungarn, in dem Taten Konsequenzen haben. Le Monde diplomatique beobachtet Geparden bei der Jagd auf Nilpferde. The Atlantic lernt von Liu Cixin die Ohren im dunklen Wald zu spitzen. Und der New Statesman weiß, wer sich Fötenzellen in die Pobacken spritzen ließ.