Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Schokolade, Bier und Waffeln

22.03.2011. In OpenDemocracy ermuntert Shirin Ebadi die ägyptischen Frauen: Keine Demokratie ohne Frauenrechte. Prospect staunt über die rasante Nachkriegsentwicklung Georgiens unter dem schillerndenMicheil Saakaschwili.  In Salon.eu.sk grüßt Viktor Jerofejew Diktatoren - besonders in Weißrussland. Hat Hollywood eine Zukunft?, fragt der Economist . In Polityka lobt Jan Tomasz Gross die Polen, die anders als ihre osteuropäischen Nachbarn über ihre Vergangenheit streiten. Die Ungarn streiten weiter über das Ungarn-Bild im Ausland. Das New York Times Magazine schldert das Dilemma eines friedlichen Fundamentalisten

Bach war ein Arbeiter

15.03.2011. MicroMega bringt die ergreifende Rede des Historikers Angelo d'Orsi gegen den Niedergang Italiens. Das TLS behauptet, Englisch als lingua franca werde bald von Übersetzungsprogrammen abgelöst. Der New Yorker beschreibt zwei Möglichkeiten, eine Schreibblockade zu lösen. In Le Monde beschreibt Agnes Heller die Fronten des ungarischen Kulturkampfes. The Atlantic bringt eine Reportage über den digitalen Samisdat in Nordkorea. In Elet es Irodalom erklärt Bela Tarr: Ich bin kein Wichtigtuer!

Sprechen Sie, schreiben Sie

08.03.2011. Vanity Fair folgt dem Twitter-Gründer Jack Dorsey. In Elet es Irodalom verteidigt Laszlo Rajk Bela Tarr gegen den Tagesspiegel, der Tarr politische Äußerungen entlockte. In Le Point ruft BHL die Ägypter und Tunesier auf: Helft euren libyschen Brüdern. Die NYRB berichtet über das deprimierte New Orleans. Outlook India stellt den indischen Guttenberg vor - aus der Kaste der Yoga Gurus. Telerama berichtet von deutschen Zensurversuchen bei einem französischen Arte-Film über schwarze Kassen der CDU. Gentlemen's Quarterly blickt auf die kommenden Filmproduktionen und schaudert.

Ich will meinen Namen da oben sehen

01.03.2011. Outlook India erzählt, wie die Sentinelesen zur Volkszählung gelockt werden. Der Guardian druckt Ian McEwans Rede zum Jerusalem Prize. In Al Ahram warnt Alaa El-Aswani vor einer Konterrevolution Mubaraks mit Unterstützung Israels. In der LRB erklärt Judith Butler, warum Kafkas Nachlass weder nach Israel noch nach Deutschland sollte. HVG blickt wenig optimistisch auf die arabischen Länder. In Telerama zeigt Antoine Gallimard keine Angst vor dem E-Book. Die NYT lernt, wie im 19. Jahrhundert aus Schwarzen Weiße wurden.

Es ist nur eine Schramme

21.02.2011. In den französischen Magazinen sind sich Intellektuelle von rechts bis links einig: Westen, mach den Mund zu, der Maghreb spricht. In Nepszabadsag erklärt der Historiker Laszlo Karsai, warum er sich den Holocaustleugnern in seinem Landd stellt. In HVG fordert der amerikanische Designer Karim Rashid: Können wir bitte die Zukunft entwerfen? Tehelka fragt: Was ist die Zukunft ohne Subversion? Der New Yorker erzählt, wie General Hassan al-Roweny Demonstranten auf dem Tahrir-Platz küsste.

Meine Persönlichkeit gegen deine

15.02.2011. Könnte es auch hier passieren?, fragt Outlook India mit Blick auf Ägypten. Der Westen hat die arabische Welt zu lange als Klischee gesehen, meint Olivier Roy in Le Monde. Was tun eigentlich Lektoren?, fragt der Guardian. Gordon Lish in Babelia und Robert Gottlieb in der Paris Review haben dazu einiges zu sagen. In Ungarn soll jetzt gerichtlich überprüft werden, ob staatlich finanzierte Kunst ihr Geld wert ist, berichtet Elet es Irodalom. Wer ist schuld am Niedergang Italiens? Die Journalisten, meint Goffredo Fofi in Reset. The Atlantic und die NYT pfeifen tapfer gegen intelligente Computer.

Spezialisten fürs Denken

08.02.2011. Die LRB untersucht die Strukturen des Mubarak-Regimes. In World Affairs erklärt Vaclav Havel das Absurde. In ResetDoc überlegt Tariq Ramadan, welche Rolle die Muslimbrüder in einem demokratisch regierten Ägpten oder Tunesien spielen würden. Himal widmet sich der klassischen indischen Musik. Vanity Fair reist nach Irland und findet Hanoi, ungefähr 1950.

Das Baby ist geboren!

01.02.2011. In Newsweek begrüßt Gameela Ismail die Geburt des ägyptischen Selbstbewusstseins. Die chinesische Zensur jagt Kaninchen, berichtet Rue89. Die LRB erzählt, wie Potemkin Productions funktioniert. In Chapati Mystery erklärt der Verleger Rakesh Khanna die Tamilen zu Spezialisten des Camp. Quaterly Conversation erliegt dem äußerst riskanten Erzählen des Nikolai Leskow. In El Pais Semanal begrüßt der Schriftsteller Chico Buarque die neuen Reichen in Brasilien. In Salon schaudert Jacek Dehnel zwischen mörderischen Bommeln und tödlichen Polstern eines Triester Familienmuseums. 

Wie ein Frühling im Winter

25.01.2011. Im Blog von Farrar, Straus und Giroux denkt die Lyrikerin Gjertrud Schnackenberg über Pentameter, Bach und Carl Sagan nach. In der Literary Review liest Simon Sebag Montefiore fasziniert die Erinnerungen eines Gulagkommandanten. In Salon.eu.sk analysiert Laszlo Földenyi die antidemokratische Mentalität der Ungarn. In Eurozine diskutieren Kenan Malik und Fero Sebej über den Multikulturalismus. Al Ahram, Newsweek, Nation, Le Monde und der New Yorker denken über Tunesien nach. The New Republic liest eine Dietrich-Bonhoeffer-Biografie.

Der Mann zeigte mir seine Liebe

18.01.2011. In The Nation singt Roberto Bolano das Lied vom Leiden des Exils nicht mit. Czeslaw Milosz litt laut Polityka gerade an der Schönheit des Exils. Al Ahram verirrt sich in einen literarischen Workshop mit Ingenieuren. In The Morning News erinnert sich Tyler Stoddard Smith daran, wie er als Neunjähriger Allen Ginsberg erschoss. In Le Monde wirft Antonio Tabucchi BHL und Fred Vargas Verachtung der italienischen Justiz vor. Prospect erklärt den Architekten der chinesischen Firewall, Jiang Zemin, zu einem Mann der Zukunft. Newsweek feiert die tunesischen Blogger. Die NYT versucht eine fliegende Kuh vorauszusehen.