Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

08.08.2006. Für Walrus reist Lisa Moore von Neufundland nach Tasmanien. In Outlook India skizziert Asiya Andrabi mit Wonne die kommende islamische Weltherrschaft. Der Spectator gibt Russland die Schuld an der Existenz Israels. Die Gazeta Wyborcza stellt den neuesten polnischen Exportschlager vor: Priester. Die Weltwoche experimentiert mit Meerschweinchenhoden. In Prospect seziert Jorge Castaneda die lateinamerikanische Linke. In Le Point fragt Bernard-Henri Levy, warum sich kein Demonstrant für ermordete Muslime interessiert, die nicht von Israelis getötet wurden. Im Believer denkt Steven Soderbergh über die Wechselwirkung von Porno und Politik nach. In Elet es Irodalom erklärt Laszlo Vegel die Missverständnisse zwischen Ost- und Westintellektuellen in der Handke-Debatte.

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01.08.2006. In Elet es Irodalom erklärt Imre Kertesz, warum Kritik an Israel oft nur ein Vorwand für den neuen Euro-Antisemitismus ist. Der New Yorker spricht mit der Hisbollah. In der London Review of Books glaubt Elias Khoury, die Israelis wollten den Libanon aus Rache zerstören. Die New York Review of Books staunt über die neue, Koka kauende Graswurzelregierung Boliviens. Der Spectator erinnert daran, wie die britische Regierung dem General Franco in den Sattel half. Der Merkur würdigt die zwei Dissidenten der deutschen Geschichtsschreibung: Götz Aly und Gerd Koenen. Outlook India beklagt die Unwissenheit der neuen Journalistengeneration. In der Weltwoche erinnert sich Jürg Ramspeck an Zeiten, als Journalisten noch keine Edelfedern, sondern Persönlichkeiten waren. In Al Ahram ärgert sich der Chef des Washingtoner Al-Dschasira-Büros über westliche "Nahostexperten". Esprit trauert um die "totale Zeitung" des Serge July.

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25.07.2006. Der New Yorker nimmt die Wikipedianer aufs Korn. In Al Ahram ruft der Chefredakteur des Palestine Chronicle zum Bürgerjournalismus auf. Le Point entdeckt ein Netzwerk schwarzer Franzosen. Das TLS stellt sich George Bernard Shaw im Libanon vor. In der Gazeta Wyborcza macht der Schriftsteller Michal Witkowski weibliche Männer und männliche Frauen dafür verantwortlich, dass westliche Literatur so langweilig sei. In Nepszabadsag beschreibt die Schriftstellerin Eszter Babarczy die Ernüchterung junger Ungarn nach der Wende. Der Spectator prophezeit, dass die Libanesen die Hisbollah bald satt haben werden. Der Nouvel Obs feiert die jungen französischen Köche. Harper's geht auf die Große Ukrainische Brautjagd. Die New York Times liest Jan T. Gross' Buch über Antisemitismus in Polen.

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18.07.2006. Outlook India fürchtet, der Bombenanschlag sollte die Weltoffenheit Bombays zerstören. Ähnlich sieht das der Spectator, der die Stadt als lebende Herausforderung für fundamentalistische Ideen beschreibt. Il Foglio porträtiert den mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags, Ibrahim Dawood. Im Guardian erkennt Doris Lessing die Vorzüge warmherzigen Vögelns. Im De Groene Amsterdammer klagt ein Lektor über 6,40 Euro Stundenlohn. Nepszabadsag ärgert sich über den Neid, mit dem gut verdienende Wissenschaftler verfolgt werden. Die London Review of Books nennt den Preis der Redefreiheit. In Le Point feiert Bernard-Henri Levy Zinedine Zidanes ultimative Revolte. In der Gazeta Wyborcza erklärt Bildungsminister Roman Giertych von der Liga der polnischen Familien: Ich mag Juden. In The Nation ist Michael Hardt baff, dass sich die Welt seinen Thesen fügt. Die New York Times feuert Alliterationen auf Josef Joffe.

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11.07.2006. Im Spectator warnt Anne Applebaum davor, die Zerstörung des Rechtsstaats in Russland zu belohnen. Szombat stellt das ungarische jüdische Weblog Judapest vor. Il Foglio verteidigt den Juventus-Manager Luciano Moggi. Der Economist warnt George W. Bush, die politische Akrobatin Angela Merkel zu fest zu umarmen. Die Weltwoche porträtiert Larry Brilliant, den neuen Leiter der Google-Foundation.

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04.07.2006. The Nation erklärt, wie man einen linken Bestseller macht. Im Espresso rechnet Andrzej Stasiuk mit katholischen Kommunisten und kommunistischen Faschisten in Polen ab. Der Economist sieht das Paradies. Folio erforscht die Schotten. Polityka sieht tausend kleine Spielbergs. Il Foglio stellt den indischen Giovanni Agnelli vor. Wired besucht Rupert Murdoch. Das du-Magazin begibt sich nach Sankt Moritz. Im Merkur erkennt Volker Gerhardt das wahre Glück in der Säkularisierung. In Liberation sorgt sich Serge July um die Zukunft der Zeitungen. Für den Spectator haben die Bomben der Islamisten vor allem ein Ziel: die Demokratie. Im New Yorker erklärt Seymour Hersh, warum die amerikanischen Militärs den Iran nicht angreifen möchten.

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27.06.2006. In der Lettre erzählt Mike Davis die Geschichte der Autobombe. Prospect sucht islamische Reformer. Wo stehen die USA, fragt Literaturen. Wo steht Europa, fragt Magyar Hirlap. Keine Angst vor Eurabien hat der Economist. Al Ahram protestiert gegen das Verbot von Dan Browns "Da Vinci Code" in Ägypten. Der Kalte Krieg fängt gerade erst an, warnt Stephen F. Cohen in The Nation. Die Erderwärmung bewegt sich schneller als die Insekten, warnt Jim Hansen in der New York Review of Books. Großbritannien wird zu einem Überwachungsstaat, warnt Vanity Fair.

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20.06.2006. The New Republic beobachtet um sich kreisende Blogger, Journalisten und Politiker in Las Vegas. Outlook India erklärt die sexuelle Metaphorik eines Duetts vor Tulpenkulissen. In Le Point fordert Bernard-Henri Levy die sofortige Schließung von Guantanamo. Im Spiegel kommen Springer-Vorstand Mathias Döpfner und Günter Grass zu einem Konsens über ihren Dissens. Der Spectator fordert mehr Unterstützung für Georgien. In Reportajes fordert Mario Vargas Llosa den neuen Präsidenten Perus auf, das Land zu modernisieren. Die Weltwoche besucht Martin Suter auf Ibiza. Nepszabadsag wünscht sich, die Ungarn würden mehr György Ligeti hören. Der New Yorker bewundert die ersten europäischen Vertreter des Cool.

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13.06.2006. Das Wikipedia-Prinzip ist digitaler Maoismus, behauptet Jaron Lanier in Edge. Im Express feiern Eric Hobsbawm und Jacques Attali Karl Marx als Denker der Globalisierung. Segolene Royal sieht das wohl etwas anders, entnehmen wir der Weltwoche. Der Economist traut keinem Roboter. Die New York Review of Books sieht die Opiumindustrie in Afghanistan wachsen und gedeihen. Der Spectator berichtet aus Darfur. DU widmet sich dem Volk der Kritischen Wälder. In Le Point feiert Bernard-Henri Levy Angela Merkel als lebenden Beweis für die Aktualität von Simone de Beauvoirs Werk.

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06.06.2006. Edward Said rotiert im Grabe - und die internationale Geisteswelt drumherum. Die London Review of Books findet Robert Irwins Buch gegen Said interessant, aber leicht daneben. Al Ahram rettet Said vor den Angriffen prowestlicher muslimischer Exilanten. In Il Foglio proklamiert Pierre Nora die Überlegenheit der Erinnerungskultur über die Moderne. Der Economist betrachtet Wolkenkratzer in Dubai. Im Figaro erinnert Maurice Druon an die universale Mission des Französischen. Der Spectator geht essen mit einem König. Elet es Irodalom erklärt die juristischen Tücken der Klage Bosnien-Herzegowinas gegen Serbien vor dem UN-Gerichtshof. Im Guardian verteidigt Orhan Pamuk eine verfolgte türkische Journalistin, die die Wehrdienstverweigerung als Menschenrecht proklamierte. Die New York Times feiert eine Geschichte der Faulenzer.