Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

01.11.2005. DU streift durch Istanbul, die hippe Stadt am Horn. Die New York Review of Books bereist den Norden Alaskas, wo die Erde in Flammen steht. L'Espresso geht dem Mafia-Mord am Vizepräsidenten Kalabriens nach. Das New York Times Magazine beobachtet maoistische Rebellen in Flip-Flop-Springerstiefeln in Nepal. Im Merkur erklärt der Autor Bernhard Schlink, warum in Deutschland das Opfersein so viel gilt. In der Gazeta Wyborcza versucht Adam Krzeminski die deutsche Glaubenskrise zu verstehen. Nepszabadsag stellt den wichtigsten Vermittler ungarischer Literatur ins Arabische vor, ein Ingenieur. Prospect empfiehlt Oxbridge die Abspaltung von England. Und Foreign Affairs weist auf die amerikanische Herrschaft über das Internet hin.

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25.10.2005. Prospect beklagt den Niedergang der Theaterkritik. In Reportajes lobt Mario Vargas Llosa die Spendierhosen im bankrotten Berlin. Im Espresso erklärt Umberto Eco den Unterschied zwischen Bullshit und Stuss. Der New Yorker porträtiert den Architekten Santiago Calatrava. In Plus-Minus erzählt Adam Zagajewski, wie es sich als Dichter in Paris lebte. Im Guardian fürchtet der Dramatiker Dave Edgar die Folgen des Rufs "Feuer!" Al-Ahram hofft, dass der Nobelpreis für Harold Pinter ägyptischen Intellektuellen Mut macht. Der Spectator betrachtet die Todeszuckungen Russlands. Nichts als Psychosen und Perversionen im Theater, klagt Regis Debray in Le Point.

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18.10.2005. In der New York Review of Books bewundert Timothy Garton Ash die Bikinis der Iranerinnen. Le Monde diplomatique stellt fest, dass auch strenggläubige Iraner amerikanisches Fernsehen lieben. In Plus-Minus hofft der Philosoph Wojciech Sadurski unverdrossen auf die Vereinigten Staaten von Europa. Der Spectator hasst Blairpop von Coldplay, Franz Ferdinand und anderen Wimps. Die Weltwoche dekonstruiert Giorgio Agamben. Die London Review of Books liest bei Andrew Bacevich, dass die Amerikaner ihr Militär lieben, ihm aber nicht dienen wollen. In Le Point wünscht Mario Vargas Llosa den Franzosen einen eigenen Tony Blair.

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11.10.2005. Die Lettre veröffentlicht Auszüge aus den Reportagen der sieben Finalisten für den Lettre Ulysses Award. Der New Yorker porträtiert den Galeristen Leo König. Outlook India blickt in die Zukunft des Journalismus. In Radar erzählt die Dichterin Silvina Ocampo, warum Affen am schönsten singen. Die Gazeta Wyborcza denkt über Weißrussland und Europa nach. In Polityka erzählt Dorota Maslowska von einer Reise nach Moskau. Im du-Magazin beschreibt Sybille Lewitscharoff das Wirken Satans in der Moderne. Die Weltwoche porträtiert Abu Mussab al-Sarkawi. Das New York Times Magazine zitiert afghanische Landays.

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04.10.2005. Die New York Review of Books besucht die Leiterin der Abteilung für Ideologiefragen in Venezuela. Im Express erklärt Salman Rushdie, warum ihn indische linke Intellektuelle im Kaschmirkonflikt als islamistischen Sektierer beschimpfen. Holmi feiert Janos Tereys Drama "Wohnkomplex Nibelung". Der Dramatiker Tom Stoppard besuchte für den Guardian Kollegen in Weißrussland und es öffnete sich ein Abgrund zwischen Form und Inhalt. In Literaturen bekennt Michael Frayn seine Lesefaulheit. Der Economist hofft auf ein Plisch und Plum in der deutschen Politik. In Ästhetik und Kommunikation erscheint die Bonner Republik in erstaunlich mildem Licht.

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27.09.2005. Prospect stellt eine Liste der hundert wichtigsten Intellektuellen der Welt auf: 38 kommen aus den USA, 14 aus Großbritannien, vier aus Deutschland. Polityka verkündet das Ende der Dritten Republik Polen. In der Gazeta Wyborcza wünscht sich Timothy Garton Ash, dass Horst Köhler Neuwahlen anberaumt. Magyar Hirlap hofft, dass es den Deutschen bald noch schlechter geht - dann kommen sie wieder zu den Einsternecampings am Plattensee. Das New Criterion findet die britischen Intellektuellen dagegen eher medioker. Vanity Fair erzählt vom Prozess, den Roman Polanski in London gegen das Magazin angestrengt hat. Outlook India lernt einiges über die Rolle des KGB in Indien. Im Spiegel spricht Andre Glucksmann über Hass. Reportajes erklärt die Besonderheit der Armut in den USA. Der Figaro würdigt Hannah Arendt. Die New York Times fürchtet die Demokratie in der Türkei.

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20.09.2005. In der New York Review of Books erklärt Peter Galbraith die irakische Verfassung zur letzten Chance für Frieden. Im Espresso erzählt Andrzej Stasiuk von seinem Urlaub in Budva. Der Spectator erklärt die UNO für hoffnungslos korrupt. Für schwedische Reformen sind die Deutschen zu ungehorsam, glaubt die Gazeta Wyborcza. Nepszabadsag singt ein Loblied auf deutsche Politiker. Karl Schlögel reist für Le Monde diplomatique durch den Archipel Europa. In Le Point setzt sich Alain Finkielkraut mit Hannah Arendt auseinander. Der Figaro bespricht ein Schwarzbuch der Psychoanalyse. In der Weltwoche freut sich Martin Walser über ein Dutzend Professoren, die ihm bescheinigen, kein Antisemit zu sein. Das New York Times Magazine porträtiert die NGO Bono.

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13.09.2005. Das New York Times Magazine befürchtet, dass der Krieg gegen den Terror al-Qaida gestärkt hat. Der Spectator beklagt Drittwelt-Verhältnisse in den USA. L'Espresso berichtet von bloggenden US-Soldaten im Irak. Der Spiegel entlarvt linke Visionen als reaktionär. In der Gazeta Wyborcza stellt sich Adam Michnik den verblendeten Massen entgegen. Der Economist sucht Nobelpreisträger an deutschen Universitäten. Im Nouvel Obs trauert John Updike um die aussterbende Spezies der Schriftsteller. Der Guardian erklärt, was kontinentaleuropäische von britischer Literatur unterscheidet. Und Outlook India preist den Filmessayisten Adoor Gopalakrishnan.

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06.09.2005. Nach dem Untergang von New Orleans bescheinigt der New Yorker George W. Bush schwaches Stehvermögen. Im Nouvel Obs bescheinigt Gilles Kepel den Ideologen des Dschihad große geistige Armut. Die New York Review of Books hält Selbstmordattentäter dagegen für intelligente Waffen. Im Guardian erzählt Zadie Smith, warum sie als Teenager lieber allein zu Hause kiffte, als auf Parties Ecstasy zu schlucken. L'Espresso reist nach Gaza. Al-Ahram beklagt die schwindende Autorität der Al-Azhar-Universität. Outlook India ist der zwielichtige Salman Rushdie lieber als der machtnahe Erfolgsautor. Polityka spürt den Geist des sozialen Widerstands durch Warschau wehen. Und in Magyar Hirlap ruft György Konrad: "Freiheit macht schön!"

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30.08.2005. In der Weltwoche antwortet Abu Mussab al-Sarkawi seinem ehemaligen Mentor Abu Mohammed al-Makdisi, der die Enthauptungen und Entführungen der Terrorgruppe al-Sarkawis kritisiert hatte. Literaturen spricht mit Michel Houellebecq über den Tod. Der Nouvel Obs spricht mit Houellebecq über seine Sympathien für die Rael-Sekte. In Litera kommentiert György Szerbhorvath Andrzej Stasiuks Reportage über den Schriftstellerkongress in Belgrad. Der Espresso erklärt China zum neuen gelobten Land der New Economy. Der New Yorker lernt, wie man mit sechs Händen kocht. In der Gazeta Wyborcza begeht Adam Michnik den 25. Jahrestag der Solidarnosc verletzt und frustiert. Der Spectator erklärt al-Qaida zum militärischen Flügel des westlichen Liberalismus. Al-Ahram erliegt der Poesie Gerard de Nervals.