Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

23.08.2005. Die Franzosen verreißen den neuen Houellebecq, die Deutschen feiern ihn - bis jetzt zumindest. Der Economist ertastet die Muckis der deutschen Wirtschaft. Outlook India fragt, ob koloniale Demütigung der Grund für Selbstmordattentate sei. Al-Ahram hält das für Unsinn. Der Spectator geißelt ein Bündnis zwischen islamischen Fundamentalisten und westlichen Marxisten. In Tygodnik Powszechny erzählt Andrzej Stasiuk von einer Reise ins schwarze Loch Europas. Im ES-Magazin denkt der Schriftsteller Yann Martel über Identitäten nach. Die New York Times stellt einen jüdischen Sammler antisemitischer Kunst vor.

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16.08.2005. In Outlook India will Sunil Khilnani die Geschichte der Teilung Indiens neu schreiben. In Reason erklärt Salman Rushdie, was er am Islam überhaupt nicht liebenswert findet. Im ungarischen Magazin 2000 erzählt Laszlo Krasznahorkai, wie ihn beim Ball der Bergarbeiter das Glück verließ. Der Guardian sucht englischschreibende indische Schriftsteller der Oberliga. In Le Monde diplomatique erklärt Jan Philipp Reemtsma, was die Islamisten mit Johannes Paul II. gemeinsam haben. Sollen die Iraner doch ihre Bombe bauen, meint der Spectator. In der Weltwoche behauptet MRR: Deutschsprachige Frauen können keine Dramen schreiben. Der Nouvel Obs feiert die Köche der Generation C.

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09.08.2005. Im Espresso berichtet Andrzej Stasiuk von einem leicht gruseligen Schriftstellertreffen in Belgrad. Al-Ahram erklärt die politische Stagnation Saudi-Arabiens. Die Weltwoche findet Filme und Bilder vom Irakkrieg auf einer Amateur-Pornoseite. In der Gazeta Wyborcza diagnostiziert Ryszard Kapuscinski die Entthronung Europas. Im Guardian feiert der Schriftsteller Blake Morrison einen aussterbenden Berufsstand: den Lektor. Magyar Narancs stellt uns hunnenstämmige Ungarn vor. In Polityka erinnert Adam Krzeminski an die Potsdamer Konferenz. NZZ Folio erforscht die neuen Kerle. Die New York Times besucht einen jähzornigen V.S. Naipaul.

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02.08.2005. Im Merkur beschreibt Walter Laqueur das vergreiste Europa 2050. In der London Review of Books klärt uns Eric Hobsbawm über die sexuell aktivsten Abendländer auf. Das ES-Magazin erinnert an die Väter der Atombombe - fast alles Ungarn. Prospect und die Gazeta Wyborcza bilanzieren Rot-Grün. Im Nouvel Obs wehrt sich der Afrika-Historiker Elikia M'Bokolo gegen jede Form von Ethnizismus. In Polityka kündigt Jeremy Rifkins die Ära des Wasserstoffs an. Der Spectator verteidigt den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima. New Republic fürchtet den Konservatismus der Republikaner.

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26.07.2005. In der New York Review of Books fürchtet Peter W. Galbraith, die Schiiten könnten den Irak übernehmen - ganz demokratisch. Der Spectator feiert die Größe Britanniens. Polityka fürchtet, der Antiislamismus könnte der neue Antisemitismus werden. Al-Ahram stellt zwei Bücher über Al Dschasira vor. Magyar Narancs feiert den ethischen Kapitalismus eines Budapester Fahrradkuriers. In Nepszabadsag erklärt Peter Bartok, warum Herzog Blaubart nicht mehr als drei Ehefrauen haben sollte. Im Guardian schildert Jane Stevenson ihre Erfahrungen im größten Männerclub der Welt. Die New York Times besucht ein Altersheim für Labor-Schimpansen.

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19.07.2005. Im Espresso erklärt Umberto Eco, wie Priester die Katholiken vom Fundamentalismus abhalten. Outlook India erklärt den Briten, warum es keine britischen Asiaten gibt. Ozon grübelt über Tony Blair. Im Spiegel ärgert sich Ian McEwan über die Selbstgefälligkeit der Gegner des Irakkriegs. Der Spectator zeichnet die kommunistische Karriere des albanischen Schriftstellers Ismail Kadare nach. Im Nouvel Obs erklärt der Ethnologe Philippe Descola, was wir von den Jivaro lernen können. Das TLS stellt den Wittgenstein der Musikgeschichte vor. Das ES-Magazin feiert den Siebenbürger Schriftsteller Jehan Calvus. Im New York Times Magazine muss sich Michael Ignatieff von iranischen Studentinnen über die Universalität der Menschenrechte aufklären lassen.

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12.07.2005. Foreign Affairs warnt vor islamischen Attentätern mit europäischem Pass. In der Gazeta Wyborcza zieht Timothy Garton Ash eine Lehre aus den Anschlägen in London: Es gibt keine Außenpolitik mehr. Pascal Bruckner fragt sich im Figaro, ob die Europäer den Geschmack an der Freiheit verloren haben. In Plus-Minus charakterisiert Agnes Heller die Terroristen als frustrierte Intellektuelle mit wenig Talent. Im Espresso wundert sich Andrzej Stasiuk über die symbolische Erhöhung des polnischen Klempners. Im ES-Magazin feiert György Konrad den Hedonismus des europäischen Gehirns. Und Al Ahram skizziert die transglobale HipHop-Umma.

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05.07.2005. Folio widmet sich den besten Keulen der Welt. Foreign Policy stellt den typischen Pro-Amerikaner vor. Plus-Minus ärgert sich über die Feiern in Kaliningrad. In Outlook India analysiert der Schriftsteller Pankaj Mishra das Indienbild von Amartya Sen. Die London Review schwärmt von einem Roman über den Physiker Erwin Schrödinger. In spiked vermisst die Sängerin Barb Jungr den Sex im Pop. Im Nouvel Obs erklärt Patrice Chereau, warum Komiker ihn lähmen. Die New York Times beneidet die Franzosen ums Atmen.

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28.06.2005. Für die Briten ist Europa nur eine Frage des Geldes, glaubt Nepszabadsag. Für die New York Review of Books dürfen die Europäer auch Nationalisten sein. Für Prospect ist die EU-Verfassung vor allem ein stilistischer Irrtum. Für Le Point war das Non ein Angriff auf Kant. Die Gazeta Wyborcza wünscht sich etwas mehr Respekt für die Gründer der EU. Der Spectator stellt uns die WaBenzis in Afrika vor. Im Guardian schreibt Annie Proulx über eine Cowboy-Ausstellung im britischen Warwickshire. Im Nouvel Obs verfolgt der Sozialphilosoph Jean-Pierre Dupuy die Frage des Bösen. Im New York Times Magazine führt Michael Ignatieff einen platonischen Ein-Mann-Dialog über den Demokratieexport der Amerikaner.

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21.06.2005. In Literaturen erklärt Peter Handke, warum er nicht als Zeuge der Verteidigung in Den Haag auftreten will, obwohl Milosevic nicht schuldig im Sinne der Anklage sei. In der Lettre erzählt Isabel Hilton, wie sie die Fabriken in Chinas Hinterland gesäubert hat. In New Yorker erklärt eine junge Christin, worunter ihr Liebesleben leidet. Im Espresso amüsiert sich Umberto Eco über die Versöhnung zwischen der Linken und der Polizei. In der London Review of Books porträtiert Eliot Weinberger den chinesischen Dichter Gu Cheng. In Magyar Narancs ärgert sich Balint Szlanko über die faulen Franzosen.