Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
12.10.2006. Im Tagesspiegel erklärt der Philosoph Michail Ryklin die Botschaft des Mordes an Anna Politkowskaja. In der FAZ fordert die tschetschenische Journalistin Mainat Abdullajewa den Westen auf, nicht jedes Mal verschämt wegzuschauen, wenn in Russland Journalisten ermordet werden. In der Zeit sieht Mike Davis nach dem Fall der Berliner Mauer viele neue Mauern wachsen. NZZ und taz porträtieren Booker-Preisträgerin Kiran Desai. Die FR beobachtet, wie Intellektuelle den Zerfall des Intellektuellen beobachten. Für die SZ hat Günter Grass mit seiner Einstweiligen Verfügung gegen die FAZ nur einen Pyrrhussieg errungen.

Tagesspiegel, 12.10.2006

Der Moskauer Philosoph Michail Ryklin spricht im Interview über das System Putin und den Mord an Anna Politkowskaja: "Bisher glaubten wir kritischen Geister wenigstens an ein zivilisatorisches Minimum, einen einigermaßen begehbaren Boden der Gesellschaft. Jetzt lautet die Botschaft: Niemand von euch ist mehr sicher. Auch Prominenz, westliche Freunde, Ansehen, Auszeichnungen sind kein Schutzschild mehr gegen die gewalttätige Repression der Meinungsfreiheit. Wenn jemand wie Politkowskaja auf derart offene, freche Weise ermordet werden kann, so bestialisch und am helllichten Tag, dann kann jeder von uns dran sein. Das ist ein Schock. Zumal wir wissen, dass die meisten politischen Morde im heutigen Russland nie aufgeklärt werden."

Auf der Meinungsseite verteidigt Alfred Grosser die Forderung von Jacques Chirac, die Türkei müsse vor einem EU-Beitritt eine zentrale Bedingung erfüllen: "Die Anerkennung des Genozids an den Armeniern 1915/16": "Der kritische Blick auf die Vergangenheit einer Gemeinschaft erhebt sie moralisch. Die Türkei lehnt nicht als Einzige diese Feststellung ab, doch sie ist das einzige große Land, das um Aufnahme in die Europäische Union bittet."

Zeit, 12.10.2006

Welch Ironie! Der Fall der Berliner Mauer und damit der "globale Triumph des Kapitalismus" haben tatsächlich die "größte Welle von Grenzbefestigungen in unserer Geschichte ausgelöst", schreibt der amerikanische Autor Mike Davis im Aufmacher. Und das nicht nur in den USA und Europa: "Saudi-Arabien beispielsweise hat sein internationales Grenzabkommen mit Jemen aufgekündigt, um entlang der gemeinsamen Grenze eine massive Mauer aus Beton zu errichten, die angeblich Terroristen, illegale Einwanderer und Qat-Schmuggler abschrecken soll. Außerdem planen die Saudis eine 900 Kilometer lange Mauer zum Irak. Indien, obwohl viel ärmer als Saudi-Arabien, zog einen drei Meter hohen Erdwall durch Kaschmir - Teil eines zur Hälfte umgesetzten Plans, die gesamte 1800 Kilometer lange Grenze zu Pakistan zu befestigen. Zwischen Indien und Bangladesch verläuft bereits ein Zaun. Und das kleine Königreich Bhutan riegelt sich in Richtung Indien mit einer Mauer ab, um das Einsickern von Kämpfern der National Democratic Front of Boroland zu verhindern."

Hanno Rauterberg freut sich, dass vierzig Jahre nach dem Tod von Le Corbusier die von ihm entworfene Kirche St. Pierre im französischen Firminy doch noch gebaut worden ist. Ein Traum aus Beton! "Unfertig sieht sie allerdings immer noch aus und verschroben sowieso. Ein wenig wie ein Kühlraum oder doch wie ein Vulkan? Ein Gottessilo?"

Weiteres: Dirigent Christian Thielemann schreibt in der Diskussion um das Regietheater, dass das Theater nicht allein moralische Anstalt sein kann: "Viele scheinen vergessen zu haben, dass diese Bildungs- und Erziehungsarbeit die Menschen auch erreichen muss. Sonst befriedigt das Theater einzig und allein sich selbst." In der Randspalte sinniert Peter Kümmel über das Lachen und das Theater. Jens Jessen huldigt dem Bodemuseum, in dem ab nächster Woche wieder die Berliner Skulpturensammlung zu sehen sein wird. Christoph Dieckmann empfiehlt den Dokumentarfilm "Die nationale Front" über die Geschichte der Neonazis in der DDR. Claudia Herstatt berichtet über eine Demokratisierung des Kunstmarkts durch Editionen, also Kleinserien von Kunstwerken.

Besprochen werden David Frankels Filmsatire "Der Teufel trägt Prada" (die Katja Nicodemus ganz schön "Wischiwaschi" findet und spießig obendrein), die Stücke "Die Perser" und "Die Orestie" am Deutschen Theater Berlin, David Pountneys "grandiose" Inszenierung von Bernd Alois Zimmermanns Oper "Die Soldaten", der ARD-Film "Die Kissinger-Saga", Sofia Coppolas Drama "Virgin Suicides" auf DVD, eine dem seltsamen Instrument namens Theremin gewidmete Kompositionssammlung und John Chownings Klassiker-Album "Turenas, Stria, Phone, Sabelithe".

Im Aufmacher des Literaturteils schreibt zum hundertsten Geburtstag von Hannah Arendt ihre Biografin Seyla Benhabib. Das Dossier widmet sich der Situation der Russlanddeutschen.

Im Politikteil sind zwei Seiten Anna Politkowskaja gewidmet. Die Journalistin Elena Tregubowa schreibt in einem Offenen Brief an Angela Merkel: "Schweigen bedeutet in dieser Situation Mittäterschaft." J. Voswinkel und Jan Ross untersuchen kritisch die "strategische Partnerschaft" mit Russland.

Abgedruckt ist außerdem die gekürzte Fassung einer Reportage, in der Politkowskaja ihre Begegnung mit Ramsan Kadyrow im August 2004 schildert: "Der Ton der Unterhaltung wird plötzlich angespannt. Mein Gast beginnt, mich aller möglichen Schandtaten zu beschuldigen. 'Du willst, dass wir die Banditen verschonen? Du bist eine Feindin des tschetschenischen Volkes? Du wirst dich für alles verantworten müssen, was du getan hast.' Ramsan macht seltsame Handbewegungen, er schreit immer lauter und springt plötzlich von seinem Stuhl auf. Er benimmt sich wie ein verwöhntes Kind: Immer wieder bricht er in Lachen aus, kratzt sich und fordert dann seine Leibwächter auf, ihm den Rücken zu kratzen, was diese sich zu tun beeilen."

NZZ, 12.10.2006

Anlässlich der Vergabe des Booker-Preises an die 35-jährige Autorin Kiran Desai zweifelt Georges Waser an den Kriterien der Jury. "Im Sextett der 'Shortlist'-Autoren waren Sarah Waters und Kate Grenville die einzigen etablierten Namen - Kiran Desai, M. J. Hyland, Hisham Matar und Edward St Aubyn sind die neuen Stimmen, und mit Matars 'In the Country of Men' war sogar ein Erstlingsroman in der Endrunde. Und doch beschlich einen dann, las man die vom Booker-Konzern und von den Verlegern vor der Preisvergabe verfasste Pressemeldung, ein ungutes Gefühl. So wird dort Edward St Aubyn mit den Worten angepriesen, der Autor sei von seinem Vater vergewaltigt worden, bis er sich - im Alter von acht Jahren - gegen diesen aufgelehnt habe... Was für ein peinliches Werbegeschwätz - hat es gute Literatur nötig, sich derart zu verkaufen? Unwillkürlich denkt man daran, dass Graham Greene sich geweigert hatte, für den Booker Prize nominiert zu werden."

Bedrückend fand Samuel Herzog bei seinem Gang durch die Ausstellung von Pablo Picassos Spätwerk in der Wiener Albertina dessen von "Hyperaktivität und Sarkasmus" gezeichneten Kampf gegen das Altern: "Sicher hat Picasso da Bedeutsames zur weiteren Geschichte der Malerei beigetragen - trotzdem mag man es beim Gang durch die Ausstellung dann und wann bedauern, dass er die Unmöglichkeit, ein weiteres Meisterwerk zu schaffen, durch diese schiere Bildermasse ersetzt hat."

Plattenbesprechungen werden dem jüngsten Album der amerikanischen Band Sparklehorse sowie neuen Elektrojazzprojekten gewidmet. Außerdem gibt es Buchrezensionen zu einer neuen Ausgabe samt CD von Charles Ferdinand Ramuz' und Igor Strawinskis "Histoire du Soldat" sowie Kiran Nagarkars Roman "Gottes kleiner Krieger" (mehr dazu in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).
Anzeige

FR, 12.10.2006

Harry Nutt wertet Akademikermeinungen zu Stand und Zustand der Intellekuellen der Bundesrepublik aus und konstatiert: "Der Typus des Intellektuellen wird immer häufiger zum Gegenstand einer Kasuistik seines eigenen Zerfalls."

Weiteres: Wolfram Schütte verabschiedet in einer sehr persönlichen Hommage die französische Filmemacherin Daniele Huillet. In der Kolumne Times Mager protokolliert Daniel Kothenschulte sein Unbehagen gegenüber Russlands Präsidenten Wladimir Putin, in dessen Augen er manchmal etwas Irres aufblitzen sieht.

Besprochen werden die Ausstellung "Tödliche Medizin" über Nazi-Medizin im Deutschen Hygienemuseum in Dresden, Peter Kastemüllers Uraufführung von Maxim Billers Stück "Menschen in falschen Zusammenhängen" am Berliner Maxim-Gorki-Theater, Jorinde Dröses Inszenierung von Franz-Xaver Kroetz' "Furcht und Hoffnung in Deutschland" am Thalia Theater in Hamburg, David Frankels Film "Der Teufel trägt Prada", Katharina Otto-Bernsteins Dokumentarfilm "Absolute Wilson" und Adam McKays Film "Ricky Bobby - König der Rennfahrer".

TAZ, 12.10.2006

Susanne Messmer porträtiert die diesjährige Booker-Preisträgerin Kiran Desai als wirklich "lässigen Menschen": "Anders als viele ihrer kosmopolitischen Kollegen betont die 35-Jährige, sie fühle sich nicht entfremdet. Kiran Desai hat keine Lust, die Gebrochene zu geben. Stattdessen lehnt sie sich zurück, beobachtet mitleidlos und legt allen Pessimismus in ihre Bücher - in Figuren, die weniger privilegiert sind als sie."

Detlef Kuhlbrodt erzählt von dem Marcel-Proust-Blog, das der Schriftsteller Jochen Schmidt nach täglich zwanzigseitiger Proust-Lektüre verfasst - aus absolut überzeugenden Gründen: "'Der wahre Grund für mich, Proust zu lesen, ist, dass ich dann vielleicht endlich Becketts Proust-Essay verstehe, an dem ich immer gescheitert bin', schreibt er anfangs, und dass er auf das Prestige spekuliere, das es einem verschaffe, Proust zu lesen." Im Kulturteil bringt uns Ines Kapert in Sachen Baden-Württemberg vs. Haus Baden auf Stand.

Auf der Medienseite berichtet Dorothea Hahn, dass die französische Tageszeitung Liberation für sechs Monate vor dem Konkurs geschützt sein wird; der Streit mit ihrem Hauptaktionär um die publizistische Ausrichtung jedoch weiter geht.

Besprochen werden die Felix-Gonzalez-Torres-Retrospektive im Hamburger Bahnhof in Berlin, David Frankels Filmkomödie "Der Teufel trägt Prada" sowie Ralph Eues und Linda Söffkers Textsammlung zu "Aki Kaurismäki" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

Und Tom.

Welt, 12.10.2006

Der Verkauf der Baden-Württemberger Handschriften ist vom Tisch, meldet Berthold Seewald, die Landesstiftung und private Förderer sollen nun die 30 Millionen Euro für die Sanierung des Schlosses Salem aufbringen. Gerhard Gnauck schreibt vom Hamburger Filmfest, wo es unter anderem eine Dokumentation über den Auschwitz-Lagerfotografen Wilhelm Brasse zu sehen gab. Kiran Desai ist für ihren Roman "Erbin des verlorenen Landes" vorgestern der Booker Prize zugesprochen worden, meldet Wieland Freund. Uwe Schmitt stellt David Leafs und John Scheinfelds auf dem vergangenen Toronto-Filmfestival gezeigten Dokumentarfilm "The U.S. vs John Lennon" vor, der sich mit der Rolle des Musikers in der Friedensbewegung beschäftigt. Und Reich-Ranicki-Biograf Uwe Wittstock empfiehlt das morgen im ZDF laufende Filmporträt von Marcel-Reich-Ranicki.

Besprochen werden die Gastausstellung des Washingtoner Holocaust-Museums "Rassenwahn im Nationalsozialismus" im Dresdner Hygiene-Museum, David Frankels Film "Der Teufel trägt Prada" mit einer "absolut fabulösen" Meryl Streep, die Uraufführung von Maxim Billers Zweipersonenstück "Menschen in falschen Zusammenhängen" im Berliner Maxim-Gorki-Theater (in der Reinhard Wengierek "Langeweile" und "eiserne Peinlichkeit" walten sieht), und schließlich die von Gustavo Dudamel dirigierte und von Peter Mussbach inszenierte "Don Giovanni"-Aufführung an der Mailänder Scala.

SZ, 12.10.2006

"Nur einen Pyrrhussieg" nennt Andreas Zielcke die einstweilige Verfügung, die Günter Grass wegen seiner ohne sein Wissen veröffentlichten Briefe an Ex-Wirtschaftsminister Karl Schiller gegen die FAZ erwirkte. In den Briefen hatte Grass Schiller gedrängt, seine Mitgliedschaft in der SA zu beichten. Das Gericht nun, so Zielcke, unterscheide "zwischen den irrelevanten Anteilen der Briefe und jenen Stellen, die die Ratschläge von Grass an Schiller enthalten - und diese Stellen, deutet das Gericht an, hätte man trotz des Schutzbedürfnisses von Grass in vollem Wortlaut zitieren dürfen."

Andere Themen: Tobias Moorstedt stellt das Online-Universum "Second Life" vor. Fritz Göttler schreibt zum Tod der Regisseurin Daniele Huillet, die am Montag siebzigjährig verstarb - kurz bevor ihr letzter, mit Jean-Marie Straub gedrehter Film "Quei loro incontri" in Frankreich in die Kinos kommen sollte. Auch schickt er Eindrücke von der Viennale 2006. Christiane Kohl stellt eine, ihr nicht ganz geheure Gruppe vor, die sich für ein Deutsches Holocaust Museum in Leipzig stark macht: Guido Knopp gehöre dazu, Günter Grass und Senta Berger, "nur ernsthafte Holocaust-Forscher fehlen". Dokumentiert wird ein sülziger Brief, den Hannah Arendts alter Königsberger Geschichtslehrer, der bekennender Nazi wurde, 1956 an Frau Blücher alias Hannah Arendt schrieb, und den Jürgen Busche etwas missmutig kommentiert. Alexander Menden bewertet die Vergabe des Booker-Preises an die Autorin Kiran Desai, und Holger Liebs sieht mit leichter Skepsis der Eröffnung des Berliner Bodemuseums in der kommenden Woche entgegen.

Besprochen werden Peter Kastenmüllers Uraufführung von Maxim Billers Stück "Menschen in falschen Zusammenhängen" am Berliner Maxim-Gorki-Theater, Davis Guggenheims "faszinierend-bewegender" Al-Gore-Film "An Inconvenient Truth" (der Rainer Gansera als "informatives Lehrstück, schönes Al-Gore-Porträt, Homemovie und Katastrophenfilm" beeindruckte und in den USA schon 24 Millionen Dollar eingespielt hat), die Ausstellung "The Secret Public" über britische Subkultur der Post-Punk-Ära im Müncher Kunstverein, Peter Mussbachs und Gustavo Dudamels Version der Mozart-Oper "Don Giovanni" an der Mailänder Scala und Friedrich Christian Delius' Erzählung "Bildnis der Mutter als junge Frau" (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).

FAZ, 12.10.2006

Die tschetschenische Journalistin Mainat Abdullajewa erklärt, was den Tschetschenen die Arbeit der ermordeten Journalistin Anna Politkowskaja bedeutet hat, und schließt: "Der Mord an Politkowskaja zeigt deutlich, dass sich in Putins Russland niemand sicher fühlen kann. Auch nicht mitten in Moskau am hellichten Tag, auch nicht als international angesehener Journalist. Möglicherweise lag das Ziel dieses Mordes gerade darin, den Rest der Ungehorsamen zu warnen, dass der Killer mit der dunklen Baseball-Kappe, der sich so sicher fühlt, dass er nicht einmal sein Gesicht vor Videokameras versteckt, eines Tages zu jedem kommt, der sich anmaßt, die Macht des reinkarnierten KGB zu kritisieren. Wie viele Ritualopfer müssen noch dargebracht werden, damit der Westen, der jedes Mal verschämt wegschaut, wenn das gegenwärtige russische Regime sein wahres Gesicht zeigt, endlich den Mut findet, sich diese blutige Fratze genauer anzuschauen?"
(Ein Linkdossier zum Mord an Politkowskaja finden Sie hier. Außerdem haben wir eine ihrer letzten Reportagen aus Tschetschenien übersetzt.)

Weitere Artikel: Reiner Burger berichtet über die Bemühungen der Stiftung "Deutsches Holocaust-Museum", ein solches nationales Museum in Leipzig zu errichten. Im Augenblick fehlt es allerdings noch an Geld und "einem detaillierten Konzept". Hubert Spiegel kündigt ein Filmporträt Marcel Reich-Ranickis an, das morgen abend im ZDF gezeigt wird. Es werden zehn Klassiker von YouTube vorgestellt (die anderhalb Jahre alte Firma wurde gerade für 1,65 Milliarden Dollar von Google gekauft). Oliver Jungen mokiert sich über eine Werbeaktion von Yahoo. Eberhard Straub besuchte eine Gedenkfeier im Berliner Dom für den Prinzen Louis Ferdinand, der am 10. Oktober 1806 bei Saalfeld in einem Gefecht mit französischen Truppen gefallen war. Ulrich Olshausen resümiert die Leipziger Jazztage. Wolfgang Schuller schreibt zum Siebzigsten des Rechtshistorikers Detlef Liebs.

Auf der Filmseite schreibt Rüdiger Suchsland über die Barbet-Schroeder-Retrospektive in San Sebastian. Robert von Lucius stellt Hannover als Filmstadt vor. Apl. berichtet, dass die Stadt Neubrandenburg dem Filmfestival "documentArt" den Geldhahn zugedreht hat. Auf der letzten Seite porträtiert Gina Thomas die Booker-Preisträgerin Kiran Desai. Abgedruckt ist ein Auszug aus der Biografie des Schriftstellers Jorgen Knudsen, in der er die Geschichte des Literatur-Nobelpreises erzählt (der heute vergeben wird!).

Besprochen werden Peter Mussbachs "Don Giovanni"-Inszenierung an der Mailänder Scala, eine Carsten-Höller-Ausstellung in der Tate Modern, Eduardo Mignongnas Film "Der Wind" und Bücher, darunter ein Buch von Volker Noth über Kinos in Berlin (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).