Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

05.04.2005. Halb-kriminelle Exoten oder kreative Unternehmer? Das ungarische Magazin 2000 widmet sich dem Bild der chinesischen Einwanderer in den ungarischen Medien. Im Nouvel Obs empfiehlt Jorge Semprun anlässlich des Referendums zur europäischen Verfassung die Lektüre von Leon Blum. Im Espresso beschreibt Andrzej Stasiuk den Zusammenhang zwischen slawischer Hysterie und zentraleuropäischem Wetter. Im Merkur reitet John Rosenthal eine Attacke gegen Daniel Libeskind. Im chilenischen Reportajes kritisiert Sebastian Edwards die Ernennung von Paul Wolfowitz zum Präsidenten der Weltbank. Die polnischen Magazine trauern um den Papst. Al Ahram trauert um den Tod des populären ägyptischen Schauspielers Ahmed Zaki. Die New York Times porträtiert die niederländische Politikerin Ayaan Hirsi Ali.

Die Magazinrundschau

29.03.2005. In der Lettre erzählt der Historiker Philippe Videlier die Geschichte des Völkermords an den Armeniern. In Outlook India hat die Schauspielerin Seema Rahmani ihre eigenen Ansichten über die Besetzungscouch. Im New Yorker erschauert Adam Gopnik vor der Größe der Herausforderung, einen Blumenkohl zu karamelisieren. In Literaturen diskutieren vier Autoren über den Fremden-Hype in der deutschen Literaturszene. In Polityka denkt Adam Krzeminski darüber nach, warum es keine gemeinsame europäische Erzählung vom Zweiten Weltkrieg gibt. Im Espresso regt sich Umberto Eco über das Medienparlament Berlusconis auf. Die London Review of Books verzweifelt an Labour. Al Ahram begeistert sich für eine Aufführung von Biljana Srbljanovics "Family Stories". Der Nouvel Obs entdeckt das neue Klassenbewusstsein. In Magyar Hirlap wundert sich der Publizist Tibor Varkonyi über die Nettigkeit, mit der Wladimir Putin in Paris empfangen wurde.

Die Magazinrundschau

22.03.2005. In der New York Review of Books bewundert J. M. Coetzee die verrückte Loyalität William Faulkners zu Weib, Verwandtschaft und Studioverträgen. Die Gazeta Wyborcza diskutiert über ein polnisches Museum für moderne Kunst. Prospect staunt über die absurden Kriterien der britischen Asylbehörde im Lunar House. Im Nouvel Obs erwägt la-Repubblica-Gründer Eugeno Scalfari, sich bei Bush für den Irakkrieg zu bedanken. Das TLS verteidigt Bernard-Henri Levy als willkommenen Störenfried. Elet es Irodalom weiß, warum die Lissabon-Strategie scheitern muss. Der New Yorker widmet sich der Krise in der Werbebranche.

Die Magazinrundschau

15.03.2005. Im Guardian beschreibt der Dichter Henry Schukman äußerst anschaulich, welche Folgen das Verspeisen einer kräftigen Portion Ayahuasca für den Verstand hat. Al Ahram porträtiert den ägyptischen Schriftsteller Gamal al-Ghitani. Die Gazeta Wyborcza beschreibt, wie der Geheimdienst in Polen Schriftsteller bespitzeln ließ. Das TLS lobt eine Studie, die den spanischen Bürgerkrieg neu bewertet. In Le Monde diplomatique beschreibt der Reporter Stephen Grey, wie der CIA ausländische Staatsbürger entführt und in Folterstaaten bringen lässt. Im Nouvel Obs fordert der Dichter Adonis den sofortigen Abzug der Syrer aus dem Libanon. Nepszabadsag erinnert daran, dass der Schlacht um Budapest vor 60 Jahren keine Befreiung folgte. In der New York Times überprüft Francis Fukuyama die "Protestantische Ethik" von Max Weber.

Die Magazinrundschau

08.03.2005. Die New York Review of Books feiert die Wiederentdeckung des Pianisten William Kapell. Im Spiegel erklärt Salman Rushdie den Unterschied zwischen westlicher und östlicher Pornografie. Radar erzählt die Geschichte der Matrosen nach ihrem Aufstand auf der Potemkin. Der New Yorker feiert Fatih Akins "Gegen die Wand". Das ungarische Elet es Irodalom fürchtet, dass die Aufklärung über die kommunistische Vergangenheit ein Hobby feiger Internetchampions wird. Die New York Times stellt ein Buch über Al-Jazeera vor und porträtiert den ehrenwerten Leung Kwok-hung, den Joschka Fischer von Hongkong.

Die Magazinrundschau

01.03.2005. Im Merkur geißelt Arnulf Barning die rot-grüne Außenpolitik, die Geist und Macht verwechselt. Outlook India erklärt uns, warum man im Cricket besser nicht gegen Pakistan verliert. Die London Review of Books ist schockiert über die Brutalität, mit der die Briten den Mau-Mau-Aufstand niederschlugen. In Literaturen feiert Urs Widmer die Schriftstellerin Terezia Mora. Im polnischen Plus-Minus erklärt Zygmunt Bauman Europas Wesen. In Le Monde erklärt Claude Lanzmann, wie er auf den Filmtitel "Shoah" kam. Das ungarische Elet es Irodalom stellt das Internetprojekt Babelmatrix vor. Al Ahram fragt, welches Geschlecht hat der Islam. Die New York Times Book Review stellt den neuen Helden der Neocons vor.

Die Magazinrundschau

22.02.2005. In Afghanistan geht es aufwärts, meint die New York Review of Books - mit dem Drogenhandel. Prospect beschreibt eine schleichende Revolution in Asien, die China zur Hauptmacht der Region werden lässt. Im argentinischen Clarin erklärt Ariel Dorfman, wie es sich mit zwei Ehefrauen und zwei Geliebten lebt. In Al Ahram erklärt der Filmproduzent Wahid Hamed, warum es so schwierig ist, im ägyptischen Film einen sympathischen Homosexuellen zu zeigen. Der New Yorker erzählt, wie im südirakischen Basra Islamisten und Säkulare miteinander ringen. Im ungarischen ES-Magazin freut sich Istvan Eörsi, dass er endlich wieder in der Opposition ist. Im New York Times Magazine diskutiert Ian Buruma mit Schwerverbrechern über die Meiji-Periode. Im Guardian wünscht sich Tim Parks mehr Gewalt in der Literatur.

Die Magazinrundschau

15.02.2005. In Le Monde diplomatique denkt Aharon Appelfeld darüber nach, warum sich damalige Kinder ganz anders an den Holocaust erinnern als Erwachsene. Outlook India feiert einen Mainstreamfilm über ein körperbehindertes Liebespaar. Im Espresso sagt Amartya Senn Italien die Verarmung voraus, wenn es nicht mehr Einwanderer aufnimmt. In Le Point erklärt Michel Onfray, warum Religionen Lebensvernichter sind. Im Nouvel Obs verteidigt Fouad Laroui die multikulturelle Gesellschaft der Niederlande gegen den französischen Zentralismus. Im ägyptischen Al-Ahram klärt uns der Orientalist Henri Laurens über la chose franco-arabe auf. Die New York Times Book Review rühmt Christopher de Bellaigues differenzierte Betrachtungen des Iran.

Die Magazinrundschau

08.02.2005. Adam Michniks Gazeta Wyborcza will nichts wissen von der Wildstein-Liste. Die New York Review of Books bezweifelt, dass der Iran seine Atompolitik ändern wird. DU besucht die Seidenstraße. In Le Point glaubt Malek Chebel an die Ankunft eines islamischen Luther. Der New Yorker sorgt sich um die Glaubwürdigkeit der Presse. Franzosen und Deutsche wollen nur die Russen glücklich machen, meint das polnische Plus-Minus. Ist Demokratie westlich? Im Nouvel Obs erinnert Amartya Sen daran, dass die japanische Verfassung 600 Jahre älter ist als die britische. Im ägpytischen Al-Ahram plaudern Nadine Gordimer und Nagib Machfus über das erste Mal

Die Magazinrundschau

01.02.2005. Die Gazeta Wyborcza sucht den Intellekt im antisemitischen Gesicht der Linken. Outlook India feiert die Nachrufe des Schriftstellers Khushwant Singh. Das TLS hat durch Christopher Bellaigue den klerikalen Machiavellismus der iranischen Machthaber kennengelernt. Im ungarischen ES-Magazin feiert Gabor Csordas die Literaten aus der Vojvodina. Der New Yorker amüsiert sich über Pleiten und Erfolge Hollywoods. Im Nouvel Obs dekonstruiert Regis Debray Michel Foucault. Der Economist begutachtet Bill Gates' Monopsony. Im New York Times Magazine fordert Michael Ignatieff mehr Unterstützung für die irakische Demokratie.