Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

21.03.2006. Die Säkularen interessieren sich nicht für soziale Gerechtigkeit, darum sind die Islamisten so erfolgreich, glaubt Al-Ahram. Der New Yorker liest Francis Fukuyamas Abrechnung mit den Neocons. In Spiegel online glaubt Feridun Zaimoglu an die Europäisierung der Muslime. Outlook India überlegt, ob die indischen Muslime nicht als Volksgemeinschaft akzeptiert werden sollten. In der Gazeta Wyborcza empfiehlt Adam Michnik einen Roman über Opposition im kommunistischen Polen. Im Guardian lässt Seamus Heaney nichts auf W.B. Yeats kommen - trotz dessen Sympathie für die Faschisten. Die Weltwoche porträtiert Alain Finkielkraut. Die New York Times lauscht einer Debatte mit 400 Worten/min.

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14.03.2006. Der New Yorker betrachtet einen schlanken Alien: Hedi Slimane von Dior Homme. Für Muslime gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Wissenschaft und Glaube, fürchtet Tahar Ben Jelloun in Le Monde diplomatique. Muslime in Dänemark könnten das Schicksal der Tutsi erleiden, fürchtet Al Ahram. Im Express erinnert sich der israelische Dichter Haim Gouri an den Sechstagekrieg. In der EU hat Polen die Rolle der geplagten Tante, meint Bronislaw Geremek in der Gazeta Wyborcza. Foglio beschreibt das erotische Vergnügen beim Wählen der falschen Partei. Le Point feiert Berlin. Die Weltwoche erklärt, wie die Mafia staatliches Versagen auffängt. Foreign Policy prophezeit Chinas Verfall.

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07.03.2006. Fünf Jahre nach der Debatte über Jedwabne stellt die Gazeta Wyborcza fest: nur die Täter fühlen sich sicher. Die New York Review of Books stellt den gerissensten Pokerspieler der Welt vor. DU feiert Bach. In Polityka wünscht sich Andrzej Wajda mehr Film über das heutige Polen. Der Nouvel Obs gratuliert den Neuen Philosophen zum Dreißigsten. Das TLS kennt unseren Mann in Havanna. In der Weltwoche weiß Kurt Vonnegut welchen Fehler alle Präsidenten haben.     

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28.02.2006. In Literaturen denkt Friedrich Kittler über die Liebe der Griechen und ihrer Götter nach. Aatish Taseer hat für Prospect einige Monate an der Abu Nour Universität in Damaskus verbracht, wo ausländische junge Leute im Islam unterrichtet werden. Im Nouvel Obs grübelt Jacques Derrida, warum er sich nackt vor seiner Katze schämt. The New Statesman porträtiert den chinesischen Künstler Song Dong, der Städte aus Keksen baut. Im Merkur macht Jan Philipp Reemtsma kurzen Prozess mit der Diskussion um die Willensfreiheit. In Elet es Irodalom erzählt der Schriftsteller Krisztian Grecso von einem ungarischen Juden, der 1948 beinahe wegen eines angeblichen Ritualmords gelyncht worden wäre. Die New York Times hat den ehemaligen Sprecher der Taliban in Yale besucht.

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21.02.2006. In der New Republic warnt Amartya Sen davor, Multikulturalismus mit pluralem Monokulturalismus zu verwechseln. Im Espresso spricht Filmregisseur Luc Besson über blonde Engel und Paris. Die Gazeta Wyborcza berichtet von einer schwedischen Beleidigung der Ehre Polens. Bosheit, Offenheit und Sodomie fand die New York Review of Books in den Briefen von Lytton Strachey. Auf der Berlinale gab's zu viele deutsche Filme, findet Nepszabadsag. Im TLS empfiehlt Christopher Hitchens ein Buch über das Versagen der Intellektuellen. Al Ahram wirft einen Blick auf eine 3000 Jahre alte schöne Frau.

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14.02.2006. SpectatorWeltwoche, Il Foglio, Le point, Al Ahram, Nouvel Observateur, Outlook India, L'Espresso, Economist und Gazeta Wyborcza streiten über die Mohammed-Karikaturen. In The Nation fordert der Schriftsteller Walter Mosley die Afroamerikaner auf, eine eigene politische Partei zu gründen. Folio beobachtet Super-Nannys, Karriere-Coachs, Lifestyle-Experten - kurz: Berater. Elet es Irodalom berichtet vom inszenierten Sterben des Theatermachers Peter Halasz. Und die New York Times stellt einen Band mit den Reden Osama bin Ladens vor.

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07.02.2006. Das ungarische ES-Magazin nennt weitere Informanten des Geheimdienstes: Kardinal Laszlo Paskai und Filmemacher Zsolt Kezdi Kovacs. In Nepszabadsag wundert sich der Historiker Robert Braun über die Stille nach diesen Enthüllungen. Im Spiegel fordert Ayaan Hirsi Ali den Westen auf, die Mohammed-Karikaturen überall zu zeigen. Outlook India berichtet über den Kliniktourismus. In der Kommune schildert Sonja Margolina das Entstehen einer fremdenfeindlichen Ethnokratie in Russland. Im Guardian erinnert sich Pankaj Mishra schaudernd an seine Liebe zu Breschnew. In der Gazeta Wyborcza erklärt Andrzej Stasiuk seine Vorliebe für die "falschen" Länder.

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31.01.2006. Elet es Irodalom dokumentiert die Spitzelberichte, die Istvan Szabo als Student für die Staatssicherheit schrieb. In Nepszabadsag erklärt Szabo, er sei dankbar und nachträglich stolz auf seine Mitarbeit, weil er damit ein Leben gerettet habe. Der Spectator möchte Hitlers rotes Telefon lieber nicht anfassen. Das DU-Heft ist eine Hommage an Ang Lee und sein Kino. In Prospect fordert William Davies eine Ethik der Unbequemlichkeit. Für Przekroj kann allein Moskau den Iran am Bau einer Atombombe hindern. Im TLS erklärt der kanadische Komponist Stephen Brown, was Mozart und Sid Vicious gemeinsam haben. Die New York Times rechnet mit Bernard-Henri Levys Amerika-Buch ab.

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24.01.2006. In der New York Review of Books beschreibt Timothy Garton Ash die Kaczynski-Zwillinge als alte Besen. In New Republic versetzt sich der ägyptische Dramatiker Ali Salem in die Gedankenwelt eines Terroristen. Für den Espresso stapft Andrzej Stasiuk durch die verfluchten Berge in Albanien. Die London Review vergleicht Google mit der Eisenbahn. In der Revista de Libros fordert Juan Villoro Hilfe für Männer, die über Liebe reden wollen. In Magyar Narancs untersucht Eva Standeisky das Verhältnis der Schriftsteller zur Macht. Die Weltwoche gerät in eine Schlägerei. Die New York Times widmet sich Tieren, die Sex und Dinner nicht auseinanderhalten können.

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17.01.2006. Der Economist glaubt nicht an Alan Greenspan. Wer hat Angst vor W.A. Mozart, fragt Il Foglio. In Elet es Irodalom feiert Laszlo Földenyi die Kraft DADAs. In Polityka bekundet Andrej Konchalovsky seine Verachtung der Demokratie. Die Weltwoche berichtet über geraubte Kunst in der Schweiz. Im Express versucht Nicolas Baverez die westlichen Demokratien wachzurütteln. Die New York Times informiert uns über das japanische Phänomen Hikikomori.