Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Dieses spezifische Stück Fleisch

06.09.2016. Buzzfeed untersucht in einer Kontinente umspannenden Reportage die Rolle internationaler Schiedsgerichte. In Babelia hofft der baskische Fernando Aramburu auf eine Aufarbeitung der mörderischen Geschichte der ETA. Der New Yorker betreibt Vergangenheitsbewältigung in Berlin mittels "Familienaufstellung". Atlantic bereitet uns schon mal auf die kommende Kopftransplantation vor. The Nation findet bei Thomas Struth Post-Internet-Art. Die New York Times erzählt die Geschichte von Oliver Stones Film über Edward Snowden.

Der Stolz und die Angst, modern zu sein

30.08.2016. Im Guardian prangert Ian McEwan den Narzissmus der Identitätspolitik an. Im Merkur denkt Dirck Linck mit Didier Eribon über Aufstieg, Coming Out und die Scham der falschen Herkunft nach. Das TLS feiert den couragierten Europäer Klaus Mann. Buzzfeed erklärt die Angriffsparameter der neuen Killer-Roboter. Die New York Times erklärt, wer Nachrichten auf Facebook produziert. Auf Rue89 findet Antonio Caselli dennoch Gründe, das Internet zu lieben. In Nepsabadsag pocht Peter György auf sein Recht, mit der mit der Orban-Regierung zusammenzuarbeiten.

Groß, reich und langsam

23.08.2016. Das New York Magazine fragt, wer alles schuld ist an Gawkers Ende. Die New York Times beugt sich besorgt über die arthritischen Gelenke von Michelangelos David. Der Guardian beklagt die neue Frömmigkeit in Rio. In Libération enthüllt Eric Fiat die Dialektik des Schamgefühls. La Regle du Jeu fordert mehr Solidarität mit den Libyern. In Magyar Naracs ruft der ungarische Regisseur Szabolcs Hajdu: Es gibt ein Leben außerhalb des Systems. Aus Protest gegen den Produktivitätszwang hört Fact jetzt wieder New-Age-Musik.

Erkennungsmelodie

16.08.2016. Der New Yorker mischt sich in London unter die "super-recognizers". Liberation widmet sich der Eifersucht in der Literatur und im Leben. Boykottiert das Referendum über die Verteilung der Flüchtlinge, ruft in HVG Gáspár Miklós Tamás seinen Landsleuten zu. In Medium erklärt Nassim Nicholas Taleb, wie leicht die Minderheit sich die Mehrheit unterwerfen kann. Respekt erinnert an die große Milena Jesenská. The Quietus hört Library Music.

Ethische Eleganz

09.08.2016. In einem sind sich Amerikas Linke und Rechte einig, glaubt The Atlantic: In der Verachtung des weißen Arbeiters. Der New Yorker nimmt am Madre de Dios Kontakt zu den Mashco Piro auf. Wired hofft, dass die Nasa das Leben auf dem Mars entdeckt, bevor sie es vernichtet. Télérama warnt Journalisten vor Selbstüberschätzung. Reflex versucht noch einmal, den Tschechen Milan Kundera nahezubringen. Elet es Irodalom vermisst Peter Esterhazy. Und der Guardian erkundet mit C.G. und Emma Jung die labyrinthische Natur der Ehe.

Marx würde Amerika lieben

02.08.2016. Unfug, ruft Javier Cercas dem Kollegen Michel Houellebecq zu: Natürlich brauchen wir die EU. György Konrad und György Dragomán nehmen Abschied von Peter Esterhazy.Wired porträtiert den anarchistischen Hacker Moxie Marlinspike. In Novinky erinnert sich Filmregisseur Ivan Passer, wie er 1968 mit Milos Forman in den Westen rübermachte. John Gray lässt sich die inneren Belohnungen von Terrorismus erklären. Der New Yorker ist am Amazonas eine böse Person.

Vom Umschreiben der Regeln

26.07.2016. In der NYRB bescheinigt Zadie Smith der weißen Arbeiterklasse einen Hauch von Genie. In der London Review hält John Lanchester vergeblich Ausschau nach einem weißen Ritter. Peter Nadas erinnert sich in Elet es Irodalom an den eisigen Blick Peter Esterhazys. Im New Yorker porträtiert Pankaj Mishra Jean-Jacques Rousseau als den Vater aller Populismen.

Die Nase schrillblau

19.07.2016. Erfolg ist Mord, lernt das New York Magazine von Diane Arbus. Die ungarischen Magazine trauern um Peter Esterhazy. In Slate erzählt NYT-Reporterin Rukmini Callimachi von ihren Recherchen über Al Qaida und IS. Buzzfeed stellt die Perlentaucher der Musik-Streamingdienste vor. In MicroMega erklärt Michael Cimino, warum er niemals zweimal schneidet. Slate.fr stellt Graphic Novels über den Terrorismus vor. Die New York Times porträtiert den Porträtkünstler Chuck Close.

Bis zur Kinnkante

12.07.2016. Frauen, die allein leben, sind die besseren Maler, lernt die NYRB am Beispiel von Agnes Martin. In HVG erklärt der Filmregisseur Szabolcs Hajdu, warum Freiheit zum Fürchten ist. Der Guardian erinnert an die ermordeten Schüler Beethovens in China. In Pais Semanal erklärt die mexikanische Autorin Valeria Luiselli den Unterschied zwischen ihr und Karl Ove Knausgard. The Daily Beast warnt vor dem Opus Dei Japans.

Privilegierte Beziehungen

05.07.2016. EU ja, aber nur ohne Finanzdumping und Austeritätspolitik, fordert Thomas Piketty in Le Monde. Nichts mehr zu retten, die EU ist gescheitert, meint dagegen John Gray im New Statesman. In Letras Libras denkt Enrique Krauze über Populismus nach. The Nation trauert vor den Fotos der Bechers um den Vorkriegsoptimismus. Linkiesta und Espresso ziehen den Hut vor "Rousseau", Gianroberto Casaleggios Software für die direkte Demokratie. Die New York Times geißelt Geschlechts-Tests für Frauen im Sport.