Magazinrundschau
Mandat des Himmels
Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
03.02.2026. Der Trumpismus ist ein Fall von Neo-Royalismus, behaupten in Le Grand Continent die Politologen Stacie Goddard und Abraham Newman. Hari Kunzru wandert für Harper's durch London und versucht sich in praktischer Psychogeografie. Novinky erklärt, warum Petr Pavel immer mehr zum neuen Vaclav Havel wird. Die London Review rechnet die Kosten von KI ab und erinnert an Barnett Newman. Im Merkur entsorgt Heinz Bude seine Boomer-Bibliothek.
Le Grand Continent (Frankreich), 02.02.2026
Prospect (UK), 31.01.2026
Relativierung des Holocaust ist auf beiden Extremen des politischen Spektrums schwer in Mode, beobachtet Dave Rich, ein Repräsentant der britischen jüdischen Organisation "Community Security Trust". Er zitiert Herolde der Maga-Rechten wie Nick Fuentes oder Daryl Cooper, denen es gar nicht mehr darauf ankomme, den Holocaust zu leugnen, sie bestreiten einfach seine Relevanz. Aber Relativierung des Holocaust mit mehr "wissenschaftlichem" Anspruch gibt es auch bei der postkolonialen Linken - Rich zitiert etwa Pankaj Mishra. Dabei ist es "frappierend, wie viel die Argumente der Linken und der Rechten gemein haben, obwohl sie sich in vielerlei Hinsicht diametral gegenüberstehen. Mishra scheint beispielsweise zu suggerieren, dass die Erinnerung an den Holocaust dazu benutzt werde, die Türen der westlichen Macht für Außenstehende fest verschlossen zu halten. Cooper hingegen glaubt, dass das Gedenken an den Holocaust diese Türen weit geöffnet und damit die Masseneinwanderung und die Verwässerung der weißen, westlichen Gesellschaften ermöglicht hat. Trotz dieser tiefgreifenden Unterschiede scheinen aber beide die Überzeugung zu teilen, dass der Stellenwert des Holocaust bei dem, was nach dem Zerfall der bisher prägenden internationalen Ordnung kommt, von entscheidender Bedeutung sein wird."HVG (Ungarn), 29.01.2026
Der Kameramann Gergely Pálos führte beim letzten Film der Regisseurin Ildikó Enyedi ("Silent friend") Kamera und erzählt im Gespräch mit Zsuzsa Mátraházi von der die Zusammenarbeit: "Das Fotografieren der Pflanzen war am schwierigsten, weil man der Natur sehr ausgeliefert ist. Im Marburger Teil war gerade Frühling, und nicht nur das Licht änderte sich von Stunde zu Stunde, sondern auch die Umgebung und die Aussicht. Mehrmals kam es vor, dass wir so weitermachen wollten, wie wir es uns am Vortag vorgestellt hatten, und dachten, wie schön das aussehen würde, aber als wir dann dort ankamen, war alles anders, die Blumen hatten sich geöffnet, die Blätter waren größer geworden. Wir mussten uns schnell etwas anderes einfallen lassen. (…) Es war an sich eine Belohnung, mit Ildikó Enyedi arbeiten zu dürfen. Natürlich bemüht man sich während der Dreharbeiten, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, und hofft, dass viele Menschen den Film sehen werden, aber man denkt nicht an Anerkennung. In Venedig habe ich mich auch darüber gefreut, dass 'Der stille Freund' für das Festival ausgewählt wurde, und insgeheim habe ich mir gedacht, wie schön es wäre, einen Preis zu gewinnen, aber da so viele große Namen dabei waren, habe ich diesen Gedanken schnell verdrängt. Dann war ich einfach nur erstaunt.Harper's Magazine (USA), 28.02.2026
An einer Übung in praktischer Psychogeographie versucht sich Hari Kunzru. Unter Verweis auf die Situationistische Internationale sowie andere, ältere Autoren wie William Blake, die den Mysterien der britischen Metropole auf der Spur waren und vor okkulten Praktiken nicht zurückschreckten, sucht er nach einem anderen London. Herausgekommen ist ein dichter, assoziationsreicher literarischer Text: "Nur wenige Minuten von St. Mary Woolnoth entfernt liegt der Leadenhall Market, eine malerische überdachte Passage mit kleinen Imbissen und Pubs, die vor allem von Angestellten der City besucht werden. Eine hochviktorianische Zuckergussarchitektur aus Glas und Eisen, beliebt bei Filmemachern, die ein wenig historisches Kolorit suchen. Geht man hindurch, erlebt man einen plötzlichen und extremen Übergang - ein lehrbuchhaftes Beispiel für die situationistische 'Aufteilung einer Stadt in Zonen unterschiedlicher psychischer Atmosphäre'. Das benachbarte Lloyd's-Gebäude ist das Zentrum einer ganz anderen Art von Markt: des globalen Versicherungsgeschäfts. Der gewaltige Turm wirkt wie einem Prog-Rock-Albumcover entsprungen, ein postmoderner Stahlgott, mit außen anliegenden Rohren und Leitungen. Vom Leadenhall Market zu Lloyd's zu gehen fühlt sich an wie eine besonders brutale Form der Zeitreise, als wäre man eine Figur aus einem Roman von H. G. Wells, die in die Zukunft geschleudert wird - nur dass es sich um eine glattpolierte Science-Fiction-Fantasie der Siebzigerjahre handelt. Das Lloyd's-Gebäude ist ein starkes Argument für Alan Moores Behauptung, dass das Imaginäre die Grundlage der physischen Welt sei. Die Ingenieure der City of London scheinen sich in einer kollektiven Halluzination befunden und aus dem Nichts die kapitalistische Zukunft erschaffen zu haben. Gegenwärtig widmen sie sich der Finanzierung (und Versicherung und Risikoberechnung) gigantischer Rechenzentren und Marsraketen - Schnittstellen von zerlesenen Science-Fiction-Taschenbüchern und der realen Welt."Novinky.cz (Tschechien), 02.02.2026
New Lines Magazine (USA), 02.02.2026
Am 28. Januar 2026 wurde Sarah Mullally, 63, in der St. Paul's Cathedral in London zur Erzbischöfin von Canterbury gewählt: Sie ist damit nicht nur die erste Frau in diesem Amt, berichtet Kwangu Liwewe Agyei, sondern symbolisiert auch einen entscheidenden Richtungswechsel in der anglikanischen Kirche. Indem sie die gleichgeschlechtliche Ehe befürwortet, "stellt sie die traditionellen christlichen Lehren zur Sexualethik" in Frage. Liwewe Agyei blickt nach Afrika, wo rund 63 Millionen getaufte Anglikaner leben. Die Botschaft von Mullallys Ernennung wurde je nach Land ganz unterschiedlich aufgenommen und spaltet die afrikanisch-anglikanische Gemeinschaft: In konservativen Ländern wie Nigeria, Uganda und Sambia wird die Wahl größtenteils abgelehnt, sowohl von wichtigen Kirchenoberhäuptern als auch von der jungen Bevölkerung, berichtet die Autorin. Es ist weniger der Umstand, dass eine Frau ins Amt gewählt wurde, als deren Offenheit für gleichgeschlechtliche Ehen, die in der Community Widerstand hervorrufen (es geht übrigens nicht um die Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen in einer anglikanischen Kirche, sondern um die Möglichkeit zur Segnung einer solchen Ehe). In Südafrika sieht die Sache anders aus: "Dort begrüßte die Kirche Mullallys Ernennung als längst überfällige Gerechtigkeit und als Zeichen ihrer Weiterentwicklungsfähigkeit. Da die gleichgeschlechtliche Ehe im Land legalisiert und weitgehend akzeptiert ist, stammt ihre Perspektive aus einer ganz anderen moralischen Welt." Aber der hier zu Grunde liegende Konflikt reicht viel weiter, meint Agyei: "Im Kern geht es hier nicht um Geschlechterfragen; das kratzt nur an der Oberfläche. Die tiefere Frage dreht sich um Macht: Wer entscheidet, wer führt und wer definiert, was der Anglikanismus heute ist? Es geht um das Verhältnis von Imperium zu Nachimperium, von Zahlen zu Symbolen, von der Heiligen Schrift zu neuen Interpretationen und von Einheit zu Unabhängigkeit. Die anglikanische Kirche, in der ich aufgewachsen bin, folgte der englischen Autorität. Die Kirche, die ich heute in Afrika sehe, tut dies nicht."London Review of Books (UK), 05.02.2026
Mehr hilft mehr - nach diesem Prinzip funktioniert der KI-Hype nach wie vor. Donald MacKenzie zeichnet nach, wie Skalierbarkeit zum Zauberwort der IT-Branche wurde. Als besonders vielversprechend gelten Technologien inzwischen dann, wenn sie es ermöglichen, durch bloße Wiederholung beziehungsweise Vervielfältigung bestimmter Operationen bessere Ergebnisse zu erzielen. Besonders ausgeprägt ist der Glaube an Skalierbarkeit bei den ChatGPT-Schöpfern von Open AI: "Sam Altman formulierte es in einem Blogbeitrag im Februar vergangenen Jahres folgendermaßen: 'Die Intelligenz eines KI-Modells entspricht in etwa dem Logarithmus der Ressourcen, die für sein Training und seinen Betrieb eingesetzt werden … Es scheint, dass man beliebig viel Geld ausgeben kann und dabei kontinuierliche und vorhersehbare Fortschritte erzielt; die Skalierungsgesetze, die dies vorhersagen, sind über viele Größenordnungen hinweg erstaunlich präzise.' Diese 'Gesetze' können natürlich kollabieren - es handelt sich um empirische Verallgemeinerungen, nicht um Naturgesetze -, doch sie verdienen es, ernst genommen zu werden, denn tatsächlich wird 'beliebig viel Geld' in die KI-Infrastruktur investiert. Im August schätzten Forscher von Morgan Stanley, dass weltweit zwischen 2025 und 2028 rund 2,9 Billionen Dollar für Rechenzentren ausgegeben werden. Citigroup wiederum beziffert die weltweiten Gesamtinvestitionen in KI zwischen 2025 und 2030 auf 7,8 Billionen Dollar. (Zum Vergleich: Der US-Verteidigungshaushalt liegt derzeit bei etwa 1 Billion Dollar pro Jahr.)" MacKenzie freilich ist skeptisch, ob die Rechnung auf die Dauer aufgeht: "Ein Wort in Altmans Blogbeitrag sollte uns jedoch innehalten lassen: 'Logarithmus'. Eine logarithmische Funktion - zumindest des hier relevanten Typs - ist durch abnehmende Grenzerträge gekennzeichnet. Je mehr Ressourcen man einsetzt, desto besser werden die Ergebnisse, doch das Tempo der Verbesserung nimmt stetig ab."
Persuasion - Substack, Yascha Mounk (USA), 02.02.2026
Der Text ist immer noch König, ruft Adam Mastroianni, da kommt kein Reel, kein Youtube-Short und auch kein Podcast gegen an. Er hält jenen, die der Literatur seit Jahren ihren baldigen Tod prophezeien, Fakten unter die Nase. Die sind nämlich gar nicht so apokalyptisch: Gallup-Umfragen vermelden zwar Rückgänge beim Lesen, tragisch sind die Zahlen aber nicht, beruhigt der Autor. Sie legen nahe, "dass einige Vielleser (11 oder mehr Bücher pro Jahr) zu moderaten Lesern (1-5 Bücher pro Jahr) geworden sind, aber sie finden keine weiteren großen Trends in den letzten drei Jahrzehnten. Daten des National Endowment for the Arts zeigen einen leichten Rückgang des Anteils der US-Erwachsenen, die 2022 ein Buch gelesen haben (49 Prozent), im Vergleich zu 2012 (55 Prozent)." Nähert man sich dem Thema auf psychologische Weise, meint Mastroianni, dann wird sichtbar, dass Menschen schlechte Entwicklungen generell immer viel gravierender einschätzen als positive. Wir sollten uns also zunächst einmal fragen: "Wie würden wir die Stärke des Effekts beschreiben, wenn wir einen erfreulichen statt eines besorgniserregenden Trends messen würden?" Und auch wenn es dauernd suggeriert wird: Es hat sich als schwierig erwiesen, menschliche Bedürfnisse durch Künstliches zu ersetzen, erinnert der Autor: "Wer zieht ein Solarium einem sonnigen Tag vor? Wer sieht schon gern Bots beim Schachspielen zu? Man kann jederzeit hochauflösende Bilder der Mona Lisa betrachten, und dennoch zahlen Menschen immer noch Geld, um nach Paris zu fliegen." Ein "großartiges Sachbuch zu beenden, fühlt sich an, als würde man eine Hantel von der Brust stemmen. Einen großartigen Roman zu beenden, fühlt sich an, als würde man ein ganzes Land hinter sich lassen. Diese Gefühle sind durch nichts zu ersetzen. Videos können fesseln, Podcasts informieren, aber es gibt nur einen Weg zu erleben, wie sich der Horizont erweitert und die Seele sich öffnet - indem man Blick auf einen Text lenkt."Merkur (Deutschland), 01.02.2026
Der bekannte Soziologe Heinz Bude, Jahrgang 1954, liefert eine Art Nachruf auf die idealtypische Bibliothek, die sich westdeutsche Boomer mit ein bisschen Grips im Laufe ihres Lebens so zusammengestellt haben - sozusagen bevor sie ganz im Papiermüll landet. Die Ironisierung der eigenen Provinzialität erinnert in seinem Essay allerdings eher an die Generation Golf, während die Titel aus der Boomer-Bibliothek, die Bude so nennt, eher an die Verfallszeit der 68er-Bewegung denken lassen. Die Boomer-Generation verortet Bude in den Jahrgängen 1958 bis 68. Wer angesichts der ersten Titel, die beim WG-Umzug laut Bude idealtypischerweise rausgeschmissen wurden, nicht laut lachen muss, hat die Zeit nicht miterlebt: "'Kapital und Arbeit in der Bundesrepublik' von Urs Jaeggi musste dran glauben, auch das 'Schwarzbuch: Franz Josef Strauß' von Bernt Engelmann. Günter Wallraffs 'Ganz unten' wurde dagegen wieder einsortiert. Die Taschenbücher mit sozialwissenschaftlichem Anstrich über die gesellschaftlichen Verhältnisse und die sozialen Fragen hatten irgendwann am Ausgang des Jahrhunderts ihr Bleiberecht in der Bibliothek verspielt. Der Band 'Die SPD nach Hitler' von Theo Pirker von 1977 oder 'Die Arbeit der Zuspitzung - Über die Organisation einer regierungsfähigen Linken' von Peter Glotz aus dem Jahr 1984 blieben jedoch noch im Regal." Wie trocken war dies Brot! Sehr melancholisch die abschließenden Bemerkungen Budes: "Den Boomern, die eine Schicht aus Bildungsaufsteigern geworden sind, schwant allerdings, dass ihre Kinder und Enkel kein Interesse an ihren Bibliotheken haben. Sie verzichten darauf, anhand der Bücher, die ihre Omas und Opas hinterlassen haben, nachzuvollziehen, wie diese zu dem geworden sind, was sie am Ende waren."Elet es Irodalom (Ungarn), 30.01.2026
Im Interview mit Péter Demény spricht der Theaterregisseur und Schauspieler Rémusz Szikszai u.a. über die Entstehung einer Gemeinschaft auf und durch die Bühne: "Bis heute ist es mir besonders wichtig, dass die Schauspieler in Sicherheit sind und sich nicht ausgeliefert fühlen. Schauspieler sind äußerst sensible Wesen mit einer feinen Mechanik, die meiner Meinung nach nur dann gute Leistungen erbringen können, wenn sie mit einem "Sicherheitsnetz" arbeiten können. Wie Artisten im Zirkus. Irgendwann braucht man das Netz für die Darbietung nicht mehr, aber im Bewusstsein ist es immer noch präsent. Außerdem habe ich gelernt, dass die Präsenz auf der Bühne dann authentisch ist, wenn sie 'richtig' ist. Sie hat ihre eigene Wahrheit. So hat jeder, der auf der Bühne steht, gleichzeitig Recht. Das ist der Konflikt an sich. Und der Konflikt ist der ewige Motor der Bühne. Das Aufeinandertreffen von Argumenten, Interessen, Gedanken, das Aufeinandertreffen von Seelen, das ist der Motor des Theaters. Und die andere wichtige Lehre der Bühne ist, dass jeder wichtig ist, der dafür arbeitet: der Schauspieler, der Bühnenbildner, der Beleuchter, der Requisiteur und die Liste ist endlos. Wenn der Abend allen wichtig ist. So entsteht ein Ensemble. Das ist Theater. Das zu erleben, ist etwas Gutes. Eine Gemeinschaft zu schaffen, auch wenn sie nur vorübergehend existiert, ist ein großartiges Gefühl."New Yorker (USA), 09.02.2026
Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges sind im Westen immer wieder Aktionen aufgeflogen, die von sogenannten Single-Use-Agents verübt wurden - das sind Menschen, die vom russischen Geheimdienst über Mittelsmänner angeworben werden und oft nicht einmal wissen, für wen und warum sie beispielsweise ein Paket zu einem bestimmten Ort bringen sollen, bis es dann explodiert, erklärt Joshua Yaffa im New Yorker. So wurden Einkaufszentren und Möbelhäuser in Brand gesetzt, keine militärischen Ziele, aber den Russen nutzt es trotzdem: "Russland weiß, dass die Sabotagekampagne, eine Art hybride Bedrohung - wie im Grunde genommen jede staatlich geleitete Attacke, die sich unterhalb militärischer Aktion befindet - für die europäischen Rechtssysteme ein besonders Rätsel darstellt. 'Sie lassen eine Operation laufen, die ein paar Tausend Euro kostet, ausgeführt von Leuten, für deren möglichen Verlust sie sich nicht interessieren', so Bart Schuurman, der Leiter einer Forschungsgruppe für Terrorismus und politische Gewalt an der Uni Leiden. 'Und wir in Europa antworten mit einer Investigation, die Monate dauert und endliche Ressourcen über mehrere Länder hinweg beansprucht. Die Russen sind derweil längst am nächsten Ziel dran.' Die Intention ist nicht notwendigerweise, die Fähigkeit des Westens zu unterminieren, der Ukraine zu helfen, sondern eher, die Kosten für größere Kriegsanstrengungen in die Höhe zu treiben und so die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Ein europäischer Außenpolitik-Beamter hat die von Russland intendierte Message an die Öffentlichkeit so zusammengefasst: 'Es wird gefährlich mit diesen Kriegshetzern im Amt. Ihr riskiert euch selbst. Also wählt besser Marine Le Pens Partei in Frankreich oder die AfD' - rechtspopulistische Parteien, die ihre Gegnerschaft bezüglich der Ukraineunterstützung des Westens offen ausdrücken. Paulina Piasecka, eine bekannte polnische Forscherin und Expertin für hybride Bedrohungen, sagt: 'Zusammengenommen sollen solche Vorfälle Unsicherheit, Angst, Misstrauen säen. Der Staat sieht unfähig aus. Und die Menschen fangen an darüber nachzudenken - Was passiert um uns herum, weil wir an diesem Krieg beteiligt sind, der tatsächlich vielleicht nicht unser Krieg ist oder sein sollte?'"Außerdem: Nathan Heller porträtiert Gavin Newsom, den derzeit vielleicht erfolgversprechendsten demokratischen Politiker, der jedoch von den Linken in seiner Partei abgelehnt wird. Andrew O'Hagan liest Gabriel Shermans "Bonfire of the Murdochs" über das Murdoch-Imperium. Thomas Meaney liest Jason Burkes "The Revolutionists" über die gute Zusammenarbeit westdeutscher mit palästinensischen Terroristen in den 1970ern. Justin Chang sah im Kino Harry Lightons "Pillion".
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