Heute in den Feuilletons

So etwas von Maulhalten

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
25.10.2008. Das Dokument, auf dem die Anschuldigungen gegen Milan Kundera beruhen, ist echt, berichtet l'Express. In Le Monde protestieren die Historiker Pierre Nora und Krzysztof Pomian gegen eine Vorverurteilung Kunderas. In der Berliner Zeitung beschreibt Hubertus Knabe die Massenvergewaltigungen durch sowjetische Soldaten nach dem Krieg als systematisch verübte Verbrechen. In der SZ erklärt Werner Herzog, warum das Feuilleton so elend ist. In der FAZ staunt Daniel Kehlmann über einen ungeliebt Gelesenen.

Weitere Medien, 25.10.2008

In Le Monde verteidigen die Historiker Pierre Nora und Krzysztof Pomian Milan Kundera: "Die tschechische Republik ist Mitglied der Europäischen Union. Wie ist es möglich, dass Dokumente der stalinistischen Sicherheitsdienste dazu dienen dürfen, Anschuldigungen öffentlich zu machen, ohne dass diese Dokumente zuvor einer einer minuziösen Kritik unterzogen, wie erklärt sich diese totale Verachtung rechtsstaatlicher Prinzipien wie der Unschuldsvermutung?"

Es handelt sich allerdings nicht um ein Stasidokument (mehr dazu in unseren Links des Tages), die von Nora und Pomian geforderte Prüfung hat stattgefunden, und an seiner Echtheit können kaum Zweifel bestehen, berichtet Jerome Dupuis in L'Express. Dupuis ist nach Prag gefahren und zitiert zu dieser Frage den Hitoriker Rudolf Vevoda vom Institut zur Erforschung totalitärer Regimes: "Wir haben das Dokument vom Archiv des tschechischen Geheimdienstes analysieren lassen. Dort hat man das Papier, die genannten Namen, die Identität und die Unterschrift des Beamten überprüft - und hat geschlossen, dass das Dokument echt ist."

Berliner Zeitung, 25.10.2008

Aus Anlass der "Anonyma"-Verfilmung schreibt Hubertus Knabe von der Stasigedenkstätte Hohenschönhausen über die Massenvergewaltigunen durch sowjetische Soldaten nach dem Krieg: "Dabei wird übersehen, dass es sich nicht um vereinzelte Exzesse traumatisierter Soldaten handelte. In Wirklichkeit handelte es sich um systematisch verübte Verbrechen, für die die damalige sowjetische Führung die Verantwortung trägt."

Welt, 25.10.2008

Wenig Freude hatte Matthias Heine in Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Dejan Dukovskis Balkanstück "Das Pulverfass", mit dem in Berlin das Festival "Spielzeit Europa" eröffnet wurde. Tolle Schauspieler, versichert Heine, aber das Stück! "Nach 30 Minuten hat man die Botschaft begriffen: 'Ja, so isser, der Balkanese!' Nach 31 Minuten hat man auch die dialektische Finte des Abends kapiert: 'So isser natürlich überhaupt nicht, der Balkanese! Sondern nur Ihr doofen Westler glaubt, er wäre so. Und statt Euch mehr Mühe zu geben, ihn zu verstehen, werft Ihr böse Nato-Bomben auf ihn und zerstört so mutwillig die paradiesische Einheit im schönen Vielvölker-Woodstock-Staat Jugoslawien!' Es ist so dumm, dass einem das Klappmesser in der Hose aufgeht."

Weitere Artikel: Jörn Lauterbach empfiehlt den neuen Tatort mit Mehmet Kurtulus als verdecktem Ermittler in Hamburg. Tilman Krause hat nichts gegen die "Aktionswoche" des Bibliothekenverbandes, wenn sichergestellt wird, dass die Bibliotheken "unabhängig von 'Aktionswochen' auch weiterhin ihr Kerngeschäft verrichten dürfen". Thomas Lindemann mag die Herrenwitze des Filmproduzenten Judd Apatow, weil sie so eine "schöne, menschlich warme Methode" haben. Für "überdurchschnittlich gebildete Teile des Publikums" ist die neue ZDF-Serie "Die Deutschen" eher nicht geeignet, meint Sven Felix Kellerhoff, für den Rest ist sie okay.

Besprochen werden die große Kandinsky-Ausstellung im Münchner Lenbachhaus, der dritte Teil von Christopher Paolinis Fantasy-Saga "Eragon" und Konzerte bei den Donaueschinger Musiktagen.

Die Literarische Welt druckt im Aufmacher einen Artikel ihres Gründers Willy Haas aus dem Krisenjahr 1930 nach. Der warnte damals vor der Anbiederung der Intellektuellen an die Mächtigen: "Von Stalin bis Hitler gibt es kaum ein Parteiprogramm, in dem nicht der oder jener Intellektuelle und sie alle zusammen restlos all das fänden, was nur ihr Herz begehrt. So etwas von Maulhalten ist noch nicht dagewesen; und auch so etwas von Großschnäuzigkeit noch nicht, wenn Einer mal glücklich untergekrochen ist und hinter sich eine Macht fühlt."

Weiteres: Tobias Gohlis besucht den Thrillerautor Deon Meyer in Kapstadt. Marko Martin macht eine Rundreise durch Bethlem und Umgebung mit dem britischen Journalisten und Romanautor Matt Beynon Rees. Der Soziologe Meinhard Miegel fordert die Politiker auf, endlich einmal zu sagen, dass Demokratie auch in materiell kargen Zeiten ein Wert ist. Peter Stephan Jungk sieht mit Valeria Bruni-Tedeschi im Pariser Odeon den neuen Woody-Allen-Film "Vicky Cristina Barcelona". Besprochen werden unter anderem Aravind Adigas Roman "Der weiße Tiger" (hier eine Leseprobe) und Dieter Kühns Biografie der Dichterin Gertrud Kolmar.
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TAZ, 25.10.2008

Der italienische Kriminalschriftsteller Massimo Carlotto schildert im Gespräch mit Ambros Waibel Kulturlosigkeit, Ideologie und Rassismus der Lega Nord: "Die Lega interessiert sich nicht für Kultur: Wenn sie irgendwo an der Macht ist, nimmt sie ihr als Erstes das Geld weg. Sie haben sich eine völlig irreale Ideologie zurechtgezimmert um eine Heimat und eine Geschichte, die es so nie gab. Es ist eine rein ökonomische Heimat. Denn es waren die Ausländer, die den Nordosten reich gemacht haben, vor allem durch die Schwarzarbeit. Doch jetzt, in der Krise, sollen sie gehen. Das ist das Grundmotiv des Rassismus der Lega."

Weitere Artikel: Der taz-Autor und Kleinverleger Jörg Sundermeier erklärt, warum er Elke Heidenreichs "Lesen!"-Sendung durchaus zu schätzen wusste: "Elke Heidenreich hat jedoch bewiesen, dass nicht immer Bestseller werden muss, was die Verlage vorab als 'Spitzentitel' deklarieren." Wolfgang Müller führt aus, warum es sich der Kunsthistoriker Beat Wyss mit seiner Entzauberung des Joseph Beuys als "ewiger Hitlerjunge" in der Kunstzeitschrift Monopol entschieden zu einfach macht. In der Berlin-Kultur stellt Bert Rebhandl den bedeutenden philippinischen Filmemacher Lav Diaz vor, dem das Berliner Arsenal eine komplette Werkschau widmet. Über spanische Proteste gegen den Abriss des von Franco errichteten Gefängnisses Carabanchel in Madrid informiert Reiner Wandler. Auf der Titel- und Tagesthemen-Seite geht es um die Moscheen in Deutschland - einen kleinen Bildführer inklusive.

In der zweiten taz unterhält sich Peter Unfried mit Rainer Höltschl und Klaus Theweleit über ihre neue Jimi-Hendrix-Biografie. Jan Feddersen widmet sich noch einmal dem Schmierenstück, das nach dem Tod Jörg Haiders gerade in Österreich läuft. Außerdem ein Pro und Kontra zur sündteuren Modeausstattung der Sarah Palin.

Besprochen werden Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Dejan Dukovskis Balkanstück "Das Pulverfass" beim Festival Spielzeit Europa, Fernando Meirelles' Saramago-Verfilmung "Die Stadt der Blinden" und Bücher, darunter Adrian Tomines neuer Comic "Halbe Wahrheiten" und Christoph Geisers Roman "Wenn der Mann im Mond erwacht" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Fürs Dossier des taz mag spricht (noch einmal) Peter Unfried in großer Ausführlichkeit mit dem Buch-Autor und Grünen-Politiker Robert Habeck über die prekäre Rolle des Vaters in der Gegenwart. Noch grundsätzlicher porträtiert Ines Kappert den "Mann in der Krise".

FR, 25.10.2008

Peter Michalzik macht sich Gedanken über das Durchknallen diverser Prominenter - Heidenreich, Frings, Ballack - in Deutschland. In einer Times Mager ist Bernhard Honnigfort der Meinung, dass das Wort "sodannisieren" dringend in den deutschen Wortschatz aufgenommen werden muss. Marcia Pally erklärt in ihrer US-Kolumne, dass Rassismus bei den Präsidentschaftswahlen tatsächlich keine Rolle zu spielen scheint.

Besprochen werden die Ausstellung "Diana und Actaeon" in Düsseldorf (die, so Elke Buhr, "nur mit der Mühe der Gefahr entkommt, ihrem anziehenden Material zu verfallen und im dunklen Gewühle zwischen den Schenkeln einer schönen Frau den Faden zu verlieren"), Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Dejan Dukovskis Drama "Das Pulverfass" in Berlin (die, bedauert Eva Behrendt, "nicht recht zündet"), die Ausstellung "Gainsbourg 2008" in Paris, ein HR-Sinfornieorchester-Konzert mit Bartok, Ligeti und Mozart in Frankfurt und ein von Bernd Greiner herausgegebener Sammelband über "Krisen im Kalten Krieg" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

NZZ, 25.10.2008

Europa ist das Motto der Samstagsbeilage.

Im Interview mit Angela Schader spricht Orhan Pamuk über Osten und Westen: "Es ist praktisch unmöglich, in einem Interview - oder sogar in einem ganzen Roman - einen fundamentalen Unterschied zwischen Osten und Westen auszumachen, und solche Versuche führen gewöhnlich auch in die Irre. Wir können über Armut reden, über Demokratie und Menschenrechte, über Philosophie, sinfonische Musik oder die Malerei nach der Renaissance; aber weiter zu gehen und zu generalisieren, ist gefährlich."

Weitere Artikel: Abgedruckt wird eine Rede über Europa von Adolf Muschg. Der Historiker Caspar Hirschi erinnert an den (älteren Zeitgenossen vom Hundertmarkschein bekannten) Kosmographen Sebastian Münster. Der Kulturwissenschaftler Silvio Vietta führt in die neue Disziplin der Europäistik ein. Christina Viragh meditiert über Max Ernsts Gemälde "Humboldtstrom". Einige Bücher werden besprochen, darunter Gabriela Zapolskas Roman "Sommerliebe".

Im Feuilleton liefert Olga Martynova die xte Antwort auf die komplizierte Frage: "Was ist schweizerisch?" Klaus Bartels erkundet die Etymologie des Wortes "Finanzen" und erfährt, dass das Ende immer schon drinsteckte. Samuel Herzog besucht die große van-Gogh-Ausstellung in der Albertina. Der für seine Geistesgegenwart und bildkräftigen Reportagen berühmte Kulturkorrespondent Marc Zitzmann putzt die Texte von Bernard-Henri Levy und Jonathan Littell zu Georgien herunter.

SZ, 25.10.2008

Im Interview zu seiner "Parsifal"-Inszenierung in Valencia liest der zornige Filmemacher Werner Herzog dem Regietheater und den angeschlossenen Feuilletons die Leviten: "Das war eine komplizierte Konspiration, ohne Absprache im Übrigen, zwischen unaufgearbeiteten Rückständen der 68er- (ich sag's jetzt in Anführungszeichen) 'Revolution' und Sehnsüchten des Bürgertums, sich etwas Radikales, das hoch subventioniert wird, im Theater und in Opernhäusern anzutun. In Konspiration damit ist das Feuilleton gegangen, zum Teil bis heute noch. Deshalb ist das Feuilleton in diesen Bereichen so elend. Ich überschlage das Feuilleton genauso, wie ich die Aktienkurse pauschal überschlage. Es ist unlesbar und unertragbar geworden. Das war es im Übrigen auch schon im Jahr 1971."

Gustav Seibt versucht zu erklären, warum Uwe Tellkamps epischer Roman, Buchpreis-Sieger und nun auch Spiegel-Bestsellerlisten-Spitzenreiter "Der Turm" alle Welt und auch ihn so restlos begeistert. "Aufs Unangestrengteste nutzt es das Formenrepertoire klassisch-moderner Romankunst, wechselt spielerisch die Genres. Minidramen in Dia- und Polylogform, Tagebücher, Briefe, erlebte Rede, innere Monologe, Reden auf Partei- und Betriebsversammlungen, Aufrufe, Zeitungsartikel, die Rede von Funk und Fernsehen, sogar ein Verhör und eine Gerichtsverhandlung - alle Sprachformen der Gesellschaft macht der Roman sich zunutze. Wann hat man zuletzt so meisterhaft aufgebaute Szenen und bedeutungsvoll ins Offene verlaufende Spannungsbögen gelesen?"

Weitere Artikel: Die SZ druckt die Essays aus der New York Review of Books zu den amerikanischen Wahlen nach. Den Anfang macht der bloggende Ökonom und diesjährige Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman, der erklärt (hier auf Englisch), wie der mutmaßliche Sieger Barack Obama es doch noch geschafft hat, seine den Ansichten des frühen Bill Clinton nahe Position zur Wirtschaft deutlich zu machen. Jörg Häntzschel berichtet vom Besuch im Atelier des Künstler-Superstars Jeff Koons, der da rund hundert Angestellte für sich an seiner Kunst arbeiten lässt. Wie skrupellos die italienische Regierung Gelder streicht, die Kultur und Wissenschaft dringend bräuchten, erzählt Henning Klüver. Volker Breidecker gratuliert dem Schriftsteller Michael Buselmeier zum Siebzigsten.

Besprochen werden Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Dejan Dukovskis Balkandrama "Das Pulverfass" beim Festival Spielzeit Europa in Berlin ("Nicht Bomberjacke und Blaskapelle machen den Balkan, sondern das heiße Herz", hat Christopher Schmidt gelernt) und die bisher nur in den USA erschienene Warren-Buffett-Biografie "The Snowball".

Im Aufmacher der SZ am Wochenende unternimmt es Tobias Kniebe, die beiden US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain in die Geschichte des Hollywood-Heldentums einzusortieren. Bernd Graff nähert sich dem Phänomen ebay mit Giorgio Agamben und Georg Simmel. Dem Künstler Erwin Wurm ist Rebecca Casati in Wien begegnet. Marisa Buovolo blickt zurück auf die Maßanzüge, die James Bond in seinem Filmleben trug. Abgedruckt wird die Erzählung "Dank den Frühverstorbenen" von Georg Ringsgwandl. Hilmar Klute unterhält sich mit dem Schweizer Autor Charles Lewinsky, der das Fernsehen von innen kennt und dazu feststellt: "Fernsehen ist kein elitäres Medium. Aber es gibt zwischen totaler Volksverarschung und elitärem Gesabbel noch mehrere Zwischenstufen."

FAZ, 25.10.2008

Als Aufmacher übernimmt die FAZ aus der New York Review of Books Colm Toibins essayistischen Vergleich zwischen James Baldwin und Barack Obama: "Während Baldwin auf Differenzen hinweist, betont Obama das Verbindende: Er will Kreise schließen, auch dort, wo das nicht unbedingt notwendig ist, und selbst, wenn daraus eine Harmonie entsteht, der man nicht ganz trauen mag. Während Baldwin danach strebte, den Frieden zu stören, unangenehme Wahrheiten zu sagen, entwickelte Obama sich zum Politiker."

Weitere Artikel: In der Leitglosse kritisiert Oliver Jungen, die Entscheidung der Nobelpreisjury, eine Solidaritätserklärung mit dem von der Mafia verfolgten Autor Roberto Svaiano nicht zu unterzeichnen. Jürgen Dollase besucht für seine Gastrokolumne den Koch Heiko Nieder im renovierten Zürcher Dolder-Hotel. Jürgen Kesting schreibt zum Tod des Tenors Gianni Raimondi. Besprochen wird Dejan Dukowskis  Stück "Das Pulverfass" am Deutschen Theater.

Auf der Schallplattenseite feiert Eleonore Büning eine Haydn-, Mozart-, Beethovenplatte des jungen polnischen Pianisten Rafal Blechacz (Ausschnitte). Außerdem geht's um Pianojazz mit Brad Mehldau und Bobo Stenson, und um Kammermusik von E.T.A. Hoffmann.

Auf der Medienseite wird der neue Tatortkommissar mit Migrationshintergrund Cenk Batu vorgestellt. Seltsam trocken, nach ihren stolz präsentierten Philippiken, wird vermerkt, dass das ZDF die Kündigung Elke Heidenreichs als endgültig ansieht. Auf der letzten Seite des Feuilletons porträtiert Sascha Lehnartz den Schäfer Frank Hahnel.

Bilder und Zeiten bringt einige ansprechende Essays. Daniel Kehlmann stellt eine Schriftstellerfrage an Thomas Mann: "Wie also erklärt man, dass einerseits die Verehrung für ihn nie völlig ungemischt ist und dass andererseits dieser 'Ungeliebte' Generation um Generation so viele Leser mehr findet als die meisten Autoren nicht nur seiner Zeit?" Tobias Rüther beobachtet eine gewisse Tendenz der neueren Popmusik zum Bombast, der sich allerdings an Computern kinderleicht synthetisieren lässt, und nennt als Verkörperungen dieser Tendenz die Bands Get Well Soon (Musik), MGMT (Musik), Passion Pit (Musik), Sufjan Stevens (Musik)und TV On The Radio (Videos). Aleksandra Zawislak schreibt ein kleines Porträt des polnischen Autors Miroslaw Nahacz, der als das größte Talent seiner Generation galt und sich im letzten Jahr im Alter von 23 Jahren erhängte. Auf der Literaturseite geht's unter anderem um Ketil Bjornstadts Roman "Oda".Auf der letzten Seite unterhält sich Jacob Rohwer mit dem bald hundertjährigen Komponisten Elliott Carter.

Für die Frankfurter Anthologie liest Ulla Hahn ein Gedicht von Friedrich von Hagedorn - "Die Alte:

Zu meiner Zeiten
Bestand noch Recht und Billigkeit.
Da wurden auch aus Kindern Leute..."