Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

19.04.2004. In Atlantic Monthly grübelt Robert D. Kaplan über die Farbe seiner neuen schusssicheren Weste. Die Literaturnaja Gazeta feiert Peter Stein. Max Rodenbeck sucht in der New York Review of Books den islamischen Luther. Im Nouvel Obs stellt Jacques Derrida die neue Konvulsion-Konversion-Konfession vor. Haaretz genießt palästinensisches Essen. Die London Review beobachtet niedliche Japaner. Outlook India amüsiert sich über die Furcht vor den Ghandi-Nehrus. Im New York Times Magazin fragt Hillary Rodham Clinton ihre amerikanischen Mitbürger: "Now Can We Talk About Health Care?" 

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13.04.2004. Lecturas Dominicales erzählt die Geschichte der Leidy Tabares, deren Leben aus dem Ghetto von Medellin nach Cannes und zurück in den Knast führte. Der Spiegel besucht New London in einer 5,8 Quadratmeter großen Wohnung. Die Kommune wünscht sich "eine Landung der neuen Welt-Geschichte am Omaha Beach". Der Economist analysiert den spirituellen Zustand des gebrochenen Herzens. Outlook India fragt, wo die indischen Grenzen der Vernunft liegen. Im Espresso beschwört Bruce Sterling die Cyber-Rebellen der Zukunft. Der New Yorker präsentiert einen Gelehrten für schmutzige Witze.

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05.04.2004. In der Lettre besingt Karl Schlögel die Helden des neuen Europas. Im New Yorker schildert Seymour M. Hersh die dramatischen Konsequenzen einer falschen Afghanistanpolitik. Im Espresso feiert Umberto Eco die Spanier als neue semiologische Guerilla. Folio rühmt die slowakischen Helden der Maßarbeit. Reportajes widmet sich der Libido Pablo Nerudas. Die London Review of Books stellt eine Godard-Biografie vor. In Le Monde packt Pascal Bruckner die Europäer bei ihren postkolonialen Schuldgefühlen. Im New York Times Magazine hat Niall Ferguson eine Vision von Eurabia.

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29.03.2004. Outlook India hat einen seltenen Klassiker in Farbe gesehen. L'Espresso stellt Riadh Jelassi vor, den ersten Pentito der Al Qaida in Italien. Die New York Times Book Review bewundert Amerikas kreative Korruption. In Reportajes weist Alvaro Vargas Llosa den argentinischen Präsidenten zurecht. In Prospect erzählt ein Autist, wie er begriff, was eine Unterhaltung ist. Der New Yorker fragt in Holland nach, warum die Europäer immer größer werden. Im Merkur erinnert sich Christoph Plate an den Völkermord in Ruanda. Und alle denken über die Folgen nach, die Richard Clarkes Auftritt vor dem Nationalen Sicherheitsrat für die Zukunft George W. Bushs hat.

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22.03.2004. Die Revista de la Vanguardia analysiert die Hintergründe des Regierungswechsels in Spanien. Literaturen sucht die Literatur in Ostdeutschland und grollt der Kritik in Westdeutschland. Im Figaro fordert der Graf von Paris die Rettung seiner Seele. In Atlantic Monthly feiert Christopher Hitchens den Reaktionär Edmund Burke. Die Literaturnaja Gazeta hat ausgerechnet, was eine Demokratie kostet: 6.000 Dollar. Outlook India erklärt, warum indische Säkularisten nie populär wurden - sie waren Marxisten. Masturbation ist ein Geschöpf der Aufklärung, weiß die New York Review of Books von Thomas Laqueur.

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15.03.2004. Im New York Times Magazine begründet Michael Ignatieff, warum er immer noch für den Irakkrieg ist. Im Espresso wundert sich Adriano Sofri über die Reichen, die glauben, sie seien unsterblich. In Le Monde verteidigt Barbara Spinelli Italiens Justiz gegen die französischen Intellektuellen. Outlook India fragt sich, warum die Chinesen keine indischen Filme gucken. Der New Yorker beschreibt die Gefahren auf der Straße von Kabul nach Kandahar. Keine Angst vor Putin, fordert Viktor Jerofejew im Spiegel. Die New York Review of Books geißelt das Zurechtschneidern von Geheimdienstinformationen.

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08.03.2004. Für die London Review of Books lernt Neal Ascherson in Georgien, wie man manierlich Khinkali-Klößchen isst. Der New Yorker bewundert den Glamour afroamerikanischer Frisuren. Umberto Eco erklärt im Espresso den Unterschied zwischen Faschisten und Populisten. Radar porträtiert lateinamerikanische Comic-Helden. Der Economist forscht in den Hirnen von sieben Karmelitischen Nonnen. Das New York Times Magazine porträtiert den Saudi Mansour al-Nogaidan, Ex-Islamist, heute ein Liberaler.

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01.03.2004. In der New York Review of Books suchen Ian Buruma und Avishai Margalit nach den westlichen Ursprüngen des Islamismus. In Outlook India erfahren wir, warum Witwen kein Knoblauch essen dürfen. Die Rettung des Hiphop ist Eminem, glaubt Nick Crowe in Prospect. Im Nouvel Obs demonstriert Paul Virilio, dass er reif ist für die Insel. Der Economist hält ein flammendes Plädoyer für die Homosexuellen-Ehe. In Foreign Policy fürchtet Samuel Huntington, dass die Latinos die anglo-protestantische Herzkultur der USA verdrängen. Im TLS stellt George Steiner eine bahnbrechende Studie von Pierre Bouretz über die deutsch-jüdischen Beziehungen vor. Das NYT Magazine beschreibt den wachsenden Antisemitismus in Frankreich.

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23.02.2004. Atlantic Monthly porträtiert einen amerikanischen Soldaten: Colonel Tom Wilhelm sorgt in Ulan Bator dafür, dass die Amerikaner beliebter sind als Russen und Chinesen. In Radar erklärt der Regisseur Miguel Rodriguez Arias den Sinn von Begräbnisritualen. Outlook India porträtiert den indischen Macbeth, Irrfan Khan. In der Moskowskije Nowosti erklärt die Präsidentschaftskandidatin Irina Chakameda, die Tschetschenen seien keine Terroristen. Das TLS freut sich über Gore Vidals boshafte Porträts der amerikanischen Gründerväter. Der Spiegel hat sich von McKinsey beraten lassen.

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16.02.2004. "Haiti wird explodieren", prophezeit Lyonel Trouillot im Nouvel Obs. Im Espresso erklärt Moises Naim, warum Saudi Arabien unsere Zukunft bestimmen wird. Im Spiegel ärgert sich Elke Schmitter über schlechte Übersetzungen amerikanischer Romane. Moskowskije Novosti hat einen U-Bootfilm mit literaturbeflissenen tollen Hechten gesehen. Bernard-Henri Levy fürchtet sich in Le Point vor Atombomben aus Pakistan. In der NYRB schildert Paul Krugman die profitablen Geschäfte der Bush-Dynastie.