Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Sphäre elektromagnetischer Bosheit

26.11.2024. In Granta erzählt der chinesische Dichter Xiao Hai von seinem Leben als Fabrikarbeiter. Die Kunst ist tot und Harper's weint ihr keine Träne nach. Die London Review guckt der Geschichte auf Busen und Hintern. New Lines erzählt von der 1000-jährigen Freundschaft zwischen Türken und Kurden. Die New York Times besucht den iranischen Filmemacher Mohammad Rasoulof, Istories die Deserteure der 20. Garde motorisierte Schützendivision.

Jeweils eine Augenklappe

19.11.2024. Der New Yorker trifft den Literaturwissenschaftler Ganesh Devy, der für das Überleben indischer Sprachen kämpft und lernt: Die Worte für Farben sterben immer zuletzt. The Insider begleitet den Clown Igor Narovski, der Kindern in ukrainischen Krankenhäusern die Angst nimmt. New Lines freut sich über das kulturelle Aufblühen der ugandischen Hauptstadt Kampala. Die London Review of Books blickt auf die trostlosen Ruinen von Charkiw.

Hartnäckige Neugier auf die Welt

12.11.2024. In Le Grand Continent analysiert der Historiker Lorenzo Castellani die "beschleunigte Reaktion", die für die Wahl Donald Trumps verantwortlich sei. Die New York Times erzählt eine Geschichte vom Leiden der Uiguren und der Gleichgültigkeit der Welt. The Insider interviewt einen zum russischen Militärdienst gepressten Sierra-Leoner. La Regle du Jeu lernt im Centre Pompidou die britische Surrealistin Helen Phillips kennen. Der Filmdienst feiert das Kino als Ort des illegitimen Begehrens. Der New Yorker denkt über den Roman des zwanzigsten Jahrhunderts nach.

Unterschätzte Schwärmerei

05.11.2024. Die London Review erinnert an misshandelte Palästinenser und vertriebene Juden im Irak. New Lines sucht die Dschinns in Tunesien. The Insider gibt einen Einblick in russsische Methoden der Zwangsrekrutierung. In Magyar Narancs feiert die Choreografin Adrienn Hod Tänzerkörper in jeder Form. Der New Yorker erforscht die Rolle der Assad-Familie im internationalen Drogenhandel mit Captagon.

Gehirne voller Eisen

29.10.2024. Der Guardian fragt sich nach einer Abstimmung in Moldau, ob die EU ihre Beliebtheit nicht überschätzt. Der ungarische Lyriker Marton Simon denkt in Elet es Irodalom über die Metamoderne der Literatur nach. New Lines sucht die nach Russland verschleppten Kinder des Oleshky-Internats. In der New York Times erklärt der Historiker Robert Paxton, warum der Faschismus nicht von oben kommt, sondern von unten. Hakai erzählt, wie Schwarzbeeren die Galapagos-Schildkröten töten.

Ein träumerischer Ton

22.10.2024. Harper's besucht den Schwindler Noah Musingku, der sich zum König von Bougainville ernannt hat. Die polnische Essayistin Małgorzata Gorczyńska denkt mit einem Gedicht von Tomasz Różycki über Zentraleuropa nach. Himal empfiehlt Payal Kapadias Film "All We Imagine as Light": Schön wie ein kubistisches Gemälde. Die New York Times erzählt von den Tech-Milliardären, die unbedingt Trump wieder ins Präsidentenamt hieven wollen. In Revue Prostor erzählt die tschechische Lyrikerin Anna Štičková, was es heute bedeutet, queer und jüdisch zu sein. Der New Yorker sucht mit Atossa Araxia Abrahamian die unsichtbaren Staaten der Reichen.

Gefängnis aus Zahnschmelz

15.10.2024. Die London Review bewundert die künstlerische Moderne der Ukraine. HVG staunt über ungarische Banken, die rechtsextreme Parteien in ganz Europa finanzieren. New Lines schildert grässliche Szenen in den von der EU finanzierten Abschiebezentren in der Türkei. GQ stellt die "Zimmerleute ohne Grenzen" vor. La Regle du Jeu tanzt Samba mit der brasilianischen Malerin Tarsila do Amaral. Der Guardian schreibt: Lasst Zähne sprechen.

Alle zu ekstatisch

08.10.2024. Africa is a Country erzählt von den verschwundenen Bildern der südafrikanischen Malerin Mmakgabo Helen Sebidi. HVG und Elet es Irodalom wüssten gern von Victor Orban, seit wann 1956 kein Vorbild mehr ist für seine Partei. New Lines sucht ethisch einwandfreie Diamanten in Botsuana. Im New Statesman denkt Sally Rooney über die Leerstelle Religion nach. The Insider besucht karaitische Gemeinden in der Ukraine. Der New Yorker bewundert die Kunst der Shaker und stellt das neue Lobbymonster Silicon Valleys vor.

Das Licht sitzt nicht still

01.10.2024. New Lines überlegt, warum Syrien so still hält im Nahostkonflikt. Vot Tak staunt über russische Urlauber in Mariupol. Der New Yorker stellt einen Pionier der Rattenforschung vor,  John B. Calhoun, sowie eine Malerin des Lichts, Suzanne Jackson. In Elet es Irodalom skizziert der Historiker György Jakab die Versäumnisse der ungarischen Erinnerungspolitik. Harper's fürchtet eine Monopolkommission unter Donald Trump. Le Grand Continent unterhält sich mit dem ehemaligen Kulturminister des Libanons Ghassam Salamé über Israels Schlag gegen die Hisbollah.

Die Mutter der Schönheit

24.09.2024. 2045 - dann verschmelzen unsere neuronalen Netzwerke mit denen der Maschinen und wir werden unsterblich, lernt New Republic von KI-Pionier Ray Kurzweil. Inzwischen streben China und Russland eine Feudalisierung der Welt an, warnt Desk Russie. Der Guardian berichtet über die illegalen Geschäfte des französischen Baukonzerns Lafarge mit dem IS. Der New Yorker blickt mit dem italienischen Priester Luigi Ciotti und der Mafia in ein Glas Säure.