Magazinrundschau

Definitiv eine Pause

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag
28.07.2015. Computer und das Netz entwickeln sich kaum noch weiter. 2045, ja selbst 2060 wird nicht viel anders aussehen als 2015, behaupten John Markoff in Edge und Maciej Cegłowski in seinem Blog Idle Words. Dafür stellt die Gentechnologie gerade unser Leben auf dem Kopf, behauptet Wired und fordert Regeln für Biologen. In der New York Review of Books fragt ein sich als Anonymus tarnender Politiker angesichts von Isis: Was haben wir übersehen? Im Guardian entgegnet Pankaj Mishra: Dass Geld alle Ideale zerstört? Die New York Times schildert die bedrückende Lage der Christen im Nahen Osten. Außerdem gibt es zwei große Mathematikerporträts: von Terry Tao in der NYT und von John Horton Conway im Guardian.

Edge.org (USA), 16.07.2015

Ist die rasend schnelle, disruptive technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte zu Ende? John Markoff, Pulitzerpreisträger und Technikjournalist der New York Times, ist davon überzeugt. "Ich bin in Silicon Valley aufgewachsen. Seit 1977 berichte ich über die Beschleunigung der technischen Entwicklung nach Moores Gesetz. In den letzten fünf Jahren hat sich eine weitere Schicht über die Diskussion um Moores Gesetz gelegt: Ray Kurzweil und einige andere behaupten, dass wir an der Schwelle zu ich-bewussten Maschinen stehen. Kürzlich erst haben Gates, Musk und Hawking erklärt, dass dies eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit sei. Ich sehe das schlicht nicht. Wenn man ihre Hauptargumente auseinandernimmt, stellt man fest, dass es immer um die ungewöhnliche Beschleunigung geht, die die Halbleiterindustrie prägte. Aber damit ist es plötzlich vorbei. Vielleicht nicht für immer, aber es gibt definitiv eine Pause. All die Technologien, die die Welt verändert haben, basieren darauf, dass die Kosten für Rechenleistung nicht nur fallen, sondern rasend schnell fallen. Und was glauben Sie? In den letzten zwei Jahren sind die Preise für neue Transistoren nicht mehr gefallen. Das ist ein bedeutender Augenblick. ... 2045 wird 2015 ähnlicher sein, als wir glauben."
Archiv: Edge.org
Stichwörter: Silicon Valley

Idle Words (USA), 28.07.2015

"Das Internet im Jahr 2060 wird dem Internet heute sehr ähnlich sehen", behauptet auch der Programmierer und Maler Maciej Cegłowski in einer wunderbaren, sehr witzigen Rede, die er vor einem knappen Jahr bei der Interactive Design Conference in Washington hielt. Die exponentielle Entwicklung habe zu einem exponentiellen Kater geführt. "Der Kult um das Wachstum sieht nicht vor, dass man irgendetwas Sinnvolles aufbauen könnte, ohne es auf "Internetmaßstäbe" zu bringen. Danach ist es sinnlos, einen Limonadenstand zu eröffnen, wenn man es nicht anschließend mit PepsiCo aufnehmen will. Meiner Ansicht nach sollten die Dinge anders herum laufen. Wenn man erst mal die Grenzen des Raums überwunden hat, gibt es Platz für alle möglichen Nischenprodukte, die online ihren eigenen kleinen Markt finden können. Menschen können sich ein Einkommen verschaffen, dass sie so in der physikalischen Welt nicht erreichen können. Der Kult um das Wachstum hat uns ein steriles, zentralisiertes Web beschert. ... Wir sollten uns langsam die Frage stellen: "Wozu soll das Web gut sein?" Meiner Ansicht nach gibt es derzeit drei konkurrierende Visionen. Für welche wir uns entscheiden wird auch bestimmen, ob das idiosynkratische, lustige Internet von heute überleben kann."
Archiv: Idle Words

Wired (USA), 22.07.2015

Seit drei Jahren versetzt die neue Gentechnologie Crispr-Cas9 die Biologie in Aufregung, berichtet Amy Maxmen: Dank dieser wird es möglich, Gencodes präzise und mit wenig Aufwand aufzutrennen, einzelne Gene zu isolieren oder sie durch neue zu ersetzen. Den Möglichkeiten sind schier keine Grenzen gesetzt - genau wie den Gefahren: "Bio-Ingenieure haben Crispr bereits genutzt, um die Gene von Hefe so zu ändern, dass sie pflanzliche Stoffe aufnehmen und Ethanol ausscheiden, was ein Ende der Ölabhängigkeit in Aussicht stellt. ... Je nachdem wer du bist, lässt Crispr Dich eine glänzende Zukunftswelt sehen, eine Nobelpreisauszeichnung oder Dollarzeichen. Die Technik ist revolutionär und wie alle Revolutionen ist sie riskant. Crispr übersteigt alles, was 1975 auf der Asilomar-Konferenz unter Biologen diskutiert wurde. Sie könnte es Genforschern zumindest gestatten, all das in die Welt zu setzen, von dem irgendwer mal glaubte, dass sie es tun würden - Designer-Babys, angreifende Mutanten, spezies-spezifische Biowaffen und ein Dutzend weiterer Science-Fiction-Ideen. Damit gehen komplett neue Regeln für die Forschungspraxis in den Lebenswissenschaften einher. Doch keiner weiß, welche das im einzelnen sind..."

Man macht sich ja in Zeiten von GoogleMaps und Smartphones keinen Begriff mehr davon, mit welch kräftezehrenden Aufwand es insbesondere im Kalten Krieg verbunden war, detaillierte Karten von der Welt zu erstellen. Eine Ahnung davon vermittelt Greg Miller mit einer großen Reportage über das Phänomen der (verhältnismäßig) hochauflösenden Sowjet-Karten, mit denen die Sowjetunion einst ihr eigenes und ihr erhofftes zukünftiges Gebiet jenseits des Eisernen Vorhangs kartografiert hat: Mehrere Millionen durften erstellt worden sein, die, als einstiges Militärgeheimnis, beim Zusammenbruch der UdSSR von geschäftstüchtigen Offiziere kiloweise verscherbelt wurden und nun im Liebhaber-Handel kursieren. Sie sind erstaunlich kleinteilig, gerade auch, was amerikanische und europäische Städte betrifft. "Vermerkt sind auch Fakten wie die exakte Angabe von Straßenbreiten, die Belastbarkeit von Brücken und die verschiedenen Arten von Fabriken. Jene Sorte von Hinweisen also, die nützlich sind, wenn man eine Panzerinvasion plant..." Mehr zu sowjetischen Karten auf dieser Website.
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Archiv: Wired

Ceska pozice (Tschechien), 25.07.2015

Sie kam nach Tschechien, um über den Funktionalismus zu schreiben, dann faszinierten sie die Plattenbausiedlungen aus kommunistischer Zeit. Die amerikanische Architekturhistorikerin Kimberly Elman Zarecor von der Universität Iowa nimmt im Gespräch mit Marie Vejvodová die sogenannten "paneláky" in Schutz: "Die Menschen konnten in modernen Wohnungen mit Heizung und Heißwasser wohnen, umgeben von Grün. Ich will nicht sagen, dass der Kommunismus als System richtig war, aber manche Versprechen, wie das, den Menschen eine höhere Wohnqualität zu bieten, wurden doch gehalten. Ich habe den Eindruck, die Plattenbauen werden oft als Strafaktion der Kommunisten wahrgenommen oder als Beweis dafür, dass ein schlechtes System schlechte Architektur erschafft. Aber meiner Meinung nach muss man sehen, dass diese Art zu bauen aus der gegebenen wirtschaftlichen Situation resultierte und nicht nur aus dem kommunistischen Regime. (…) Bis heute wohnen fast 40 Prozent der tschechischen Bevölkerung in Plattenbauten, und das sagt doch etwas aus. (…) Ein Vorteil dieser Siedlungen ist, dass sie keine soziale Isolation bedeuten wie in westlichen Ländern, etwa in Frankreich oder Schweden. Hier leben völlig normale Menschen miteinander. Heute sieht man die Siedlungen auch nicht mehr so negativ, da hat sich die Stimmung gewandelt."
Archiv: Ceska pozice
Stichwörter: Plattenbau, Tschechien

New York Review of Books (USA), 13.08.2015

"Irgendetwas übersehen wir", insistiert als Anonymous der frühere Politiker eines Nato-Landes mit Blick auf den Islamischen Staat. In seinen Augen reichen alle bisherige Muster nicht aus, um den Aufstieg des Terrortruppe zu erklären: Zarkawi war kein Charismatiker, sondern ein halber Analphabet; seine Trainingscamps wurden zerstört; der IS hat nicht mehr Geld und Waffen bekommen als etwa die syrische Befreiungsarmee; die Videos sind nicht toll, sondern bescheuert; die Ideologie ist abstoßend, aber nicht einzigartig; die ausländischen Kämpfer kommen nicht nur aus Tunesien, Frankreich und Großbritannien, sondern auch aus Katar und Ägypten. Und so weiter: "Um ein Beispiel zu nennen: vor fünf Jahren forderten nicht einmal die härtesten salafistischen Theoretiker die Wiedereinführung der Sklaverei, der IS hat sie faktisch verhängt. Nichts seit dem Sieg der Vandalen über das römische Nordafrika erschien je so plötzlich, so unerklärlich und nahezu unumkehrbar wie der Aufstieg des IS. Keiner unserer Analysten, Soldaten, Diplomaten, Nachrichtendienstler, Politiker oder Journalisten hat eine hinreichende Erklärung, was auf diesen Aufstieg hätte hindeuten können."

Außerdem online: Amartya Sen erzählt von seinem Streit mit der indischen Regierung um die Neugründung der uralten Nalanda Universität im bitterarmen Bundesstaat Bihar.

Guardian (UK), 27.07.2015

Für Pankaj Mishra ist dagegen ganz klar der Westen verantwortlich für Isis. Der Westen und sein kapitalistisches System. Und die Sowjetunion mit ihrem fatalen Stalinismus. Und die arabische Welt mit ihren Despoten. Und China, empört er sich. Am besten hätte es die ganze verflixte Moderne nie gegeben: "Vormoderne politische Anführer - die vor langer Zeit von westlich erzogenen Männern und Frauen ersetzt wurden, die John Stuart Mill zitieren und individuelle Rechte fordern - gibt es nicht mehr und kann es nicht mehr geben, so "islamisch" ihre Ideologie auch erscheinen mag. Sie kommen heute als Parodie zurück - und es liegt viel purer Camp in einem selbsternannten Kalifen, der eine Rolex trägt, oder in Indiens Erweckungs-Hindu-Premierminister, der in einen 15.000 Dollar teuren Anzug aus der Savile Row gehüllt ist, mit personalisierten Nadelstreifen. Die Verbreitung der Lesefähigkeit, verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten, wachsende Einwohnerzahlen und Verstädterung haben die abgeschiedensten Ecken in Asien und Afrika verändert. Die Sehnsucht nach Selbstverwirklichung durch materiellen Erfolg dominiert vollkommen die Reste spiritueller Ideale traditioneller Religionen und Kulturen."

Außerdem porträtiert Siobhan Roberts John Horton Conway als den Magier unter den Mathematikern. Andrew Rice rekonstruiert die absurden Pläne zum Sturz von Gambias Diktator Yahya Jammeh. Und David Shariatmadari porträtiert den Psychologen Daniel Kahneman, der Selbstüberschätzung für den größten Fehler der Menschheit hält.
Archiv: Guardian

La vie des idees (Frankreich), 24.07.2015

Unter der Überschrift "Kunst, Blog und Dissidenz" porträtiert Séverine Arsène den chinesischen Künstler Ai Weiwei. Das Porträt konzentriert sich dabei auf die maßgebliche Rolle des Internets für Ai Weiwei als ein Ort der Durchlässigkeit zwischen den elitären künstlerischen und intellektuellen Milieus und der Popkultur der jungen chinesischen Internetnutzer. Das informelle und spielerische Format seines Blogs, schreibt Arsène, "ist bequem, um die Zensur zu umschiffen. Sein Humor, die chiffrierte Sprache und die subversiven Bilder verschaffen ihm einen beispiellosen Verbreitungsgrad. Auch da, wo die zahlreichen Internetnutzer sich der kreative Dimension des Blogs als Strategie bemächtigen, Forderungen und Proteste zu verbreiten, scheint es, als glitte Ai Weiwei seinerseits eher in Richtung einer mehr bejahenden Politisierung ... Er bringt sich inzwischen auch viel stärker als früher in die chinesische Öffentlichkeit ein, über ein Engagement für Themen lokalen und nationalen Interesses, die den Sörgen der Bevölkerung näher sind."
Stichwörter: Ai Weiwei, Popkultur

Open Democracy (UK), 20.07.2015

In Georgiens Hauptstadt Tblissi haben am vorletzten Wochenende tausende Menschen gegen ihre Regierung protestiert, die sich der schleichenden Invasion durch das von Russland unterstützte Südossetien nicht energisch genug widersetze, berichtet Maxim Edwards. "Am 10. Juli haben die de-facto-Obrigkeit von Südossetien die Grenze mehrere hundert Meter weit in georgisch kontrolliertes Gebiet hineinverschoben, in die Nachbarschaft zweier Dörfer - Orchosani und Tsitelubani - in Georgiens Region Shida Kartli. Damit hat sie ein 1,5 Kilometer langes Stück der Baku-Supsa-Ölpipeline unter südossetische Kontrolle gebracht, während die de-facto-Grenze jetzt fast einen halben Kilometer näher zu Georgiens Ost-West-Autobahn und der Kartli-2-Stromtrasse liegt. Wie bei ähnlichen Aktionen zuvor fanden lokale Bauern plötzlich einen Teil ihres Ackerlands auf der anderen Seite der Grenze, was im besten Fall heikel ist. Die graduelle Installation von Warnsignalen und elektrischen Zäunen ist bekannt als "borderisation", eine schleichende und irreguläre Verschiebung der de-facto-Staatsgrenze, die seit dem Krieg 2008 zwischen Russland und Georgien besteht. Die potentiellen Auswirkungen reichen viel weiter als die vergleichsweise schmalen Gebietsverluste."

Außerdem: Denys Gorbach beschreibt die völlig zersplitterte und zerstrittene linke Szene in der Ukraine.

Times Literary Supplement (UK), 27.07.2015

In "Very Different, but Much the Same" huldigt der Soziologe W.G. Runciman der englische Gesellschaft als Musterexemplar stabiler Verhältnisse seit 1688. Rezensent Krishan Kumar ist perplex: Ausgerechnet Runciman, der große Anhänger Darwinscher Theorie, feiert fehlenden Wandel? "Es gab die Industrialisierung und Urbanisierung, doch die grundlegende Teilung der Gesellschaft in Ober-, Mittel- und Unterschicht ist gleich geblieben, und die Chancen eines Kindes, von unten in die Mitte aufzusteigen - ganz zu schweigen nach oben - sind heute genauso gering wie im achtzehnten Jahrhundert. Diese Ergebnisse werden mit einer beeindruckenden Reihe historischer und soziologischer Daten belegt, mehr jedoch erstaunt, wie bekannt einem dieses Argumentation vorkommt. Runcimans Konservatismus ähnelt den oftmals vorgebrachten Behauptungen - und Klagen - der Autoren aus der New Left Review, wie etwa Perry Anderson und Toman Nairn: dass die englische Gesellschaft seit der gescheiterten Revolution des siebzehnten Jahrhunderts in einer Art aristokratischem Feudalismus verhaftet geblieben sei. Gefangen in der Umarmung des Landadels habe es England nicht einmal geschafft, eine ordentliche Bourgeoisie im kontinentalen Sinne hervorzubringen."

New York Times (USA), 26.07.2015

Im Magazin der New York Times erörtert Eliza Griswold die Lage der Christen im Nahen Osten und ihre Bedrohung durch Isis: "Das Schicksal der Christen im Nahen Osten ist nicht nur eine Sache der Religion, es beeinflusst auch die Entwicklung der Gesellschaften, die aus der geopolitischen Neuordnung entstehen. Im Libanon, wo Christen immer eine starke Rolle in der Regierung gespielt haben, wirken sie immer mehr als Puffer zwischen Sunniten und Schiiten. 70 Jahre lang war der Libanon ein Schlachtfeld des Konflikts zwischen Israel und Palästina. Heute tritt dieser Konflikt zurück hinter die sich weiter verschiebende Sunniten-Schiiten-Trennung mit ihrem schrecklichen Bluvergießen … Selbst wenn Isis untergeht, ist das Schicksal religiöser Minderheiten in Syrien und im Irak düster. Solange ihnen kein Schutz gewährt wird, werden ihre Vertreter flüchten. Nina Shea vom Hudson Institute schätzt die Situation bereits als so schlimm ein, dass den Christen entweder Aufenthalt und Arbeit in Kurdistan gewährt werden muss, oder eine sichere Ausreise. Exil bedeutet für diese Gemeinden das Todesurteil, heißt es unter Aktivisten … Die praktische Lösung nach Meinung vieler assyrischer Christen ist die Ermöglichung einer sicheren Zuflucht auf der Ebene von Ninive … So eine Lösung, heißt es, würde nicht einmal die von den USA und ihren Alliierten ungeliebten internationalen Einsätze oder Flugverbotszonen nötig machen."

In einem kleinen Essay denkt der pakistanische Autor Mohammed Hanif über das gewandelte Verhältnis des Islam zu Hunden nach: "Als Teenager in unserem Dorf in Zentralpunjab sah ich unseren lokalen Imam und Vorbeter mit seinem russischen Pudel spielen. Seine Enkel, die ihn im Sommer besuchten, hatten ihn mitgebracht und dagelassen. Ich sah den Imam mit dem Pudel auf der Straße, wie er ihn tätschelte und knuddelte. Sein langer, schneeweißer Bart und die glänzenden Locken des Pudels berührten sich manchmal. In fast zehn Jahren Frömmigkeit, in der ich hinter ihm betete, erlebte ich nie, dass ihn jemand wegen seines physischen Kontakts mit einem Hund kritisierte. Vielleicht war das die Autorität des Imam. Vielleicht sah der Hund sauberer aus als einige von uns ländlichen Gläubigen. Vieleicht dachten die Leute, ein Mann der so alt und fromm war, wisse, was er tue. Heute, wenn jemand in seiner Position versuchen würde, öffentlich einen Hund zu knuddeln, würde er ganz sicher seinen Status als Imam verlieren, wenn nicht sogar seinen Kopf."

Außerdem: Gareth Cook stellt den vielleicht bedeutendsten Mathematiker unserer Zeit vor, der, sehr zeitgemäß, auch ein begnadeter Networker ist: Terry Tao. Und Bruce Weber schreibt den Nachruf auf E. L. Doctorow; der große Zeitreisende starb vergangenen Dienstag 84-jährig in New York.