Magazinrundschau

Die Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag ab 10 Uhr.
12.08.2002. Der New Yorker plaudert aus der Küche. Der Express erinnert mit einer Reihe unveröffentlichter Briefe an das Lager von Drancy. In L'Espresso läutet Adriano Sofri die Apokalypse ein. Atlantic Monthly polemisiert gegen den "Bilbao-Effekt" in der Architektur. Die New York Times Book Review feiert den südafrikanischen Autor Zakes Mda.

New Yorker (USA), 12.08.2002

In dieser Woche geht es im New Yorker ums Essen, Kochen und Trinken. Adam Gopnik berichtet über ein Kochspiel, zu dem ihn sechs Küchenchefs eingeladen hatten. Eine Woche lang begleitete er sie auf den farmers' market am Union Square, wo sie - streng nach "the Doctrine of the seasonal, the organic, and the sincere" - für ihr abschließendes Menu einkauften. Über einen von ihnen berichtet er: "Peter could station himself in front of a fruit and give you twenty minutes on its pedigree and possibilities, like an Icelander telling you her family history."

Weiteres zur Küche: Calvin Trillin beschäftigt sich mit dem bemerkenswerten Phänomen, dass selbst Experten im Blindtest oftmals Weiß- und Rotwein nicht auseinander halten können. Er zitiert u.a. eine Geschmacks- und Geruchsspezialistin und deren Rat, lediglich am Glas zu riechen: "The minute you put it in your mouth, it's game over." Joan Accocella hat sich lustvoll durch eine neue Kulturgeschichte des Essens gekämpft, "A History of Food" des in Oxford lehrenden Hispano-Briten Felipe Fernandez-Armesto (Free Press): "The book belongs to that excellent British genre the 'brief history', in which a professor who nevertheless can write - the species survives in England - gives us a short, lively rundown on the subject without saying anything really new." Und schließlich berichten fünf Autorinnen und Schriftsteller über einschlägige Erfahrungen in Küche, Keller und Restaurants: Julian Barnes (hier), Chang-rae Lee (hier), Nora Ephron (hier), Janet Malcolm (hier) und Madhur Jaffrey (hier).

Außerdem zu lesen: die Erzählung "Summer of the Hot Tubs" von Annie Proulx, Peter Schjeldahl lobt die Ausstellung "Prelude to a Nightmare: Art, Politics, and Hitler's Early Years in Vienna 1906-1913", Hilton Als stellt George C. Wolfes neues Stück "Harlem Song" vor, und David Denby hat die Filme "XXX" von Rob Cohen und "Blood Work" von und mit Clint Eastwood gesehen.

Leider nur in der Printausgabe: ein Bericht von Jane Kramer aus der Schreibküche des Reporters ("To start writing, throw everything into the pot"), ein Loblied auf den "ultimativen Cocktail", den Dry Martini, das Porträt eines "Perfekte-Früchte-Jägers", eine Hymne an die Heringsart Alse, eine Reportage über einen Restaurantbesuch in Begleitung von Gesundheitsinspektoren sowie Berichte über einen Küchenchef und Käseliebhaber. Ob es auch in der Lyrik von Czeslaw Milosz, Rosanna Warren und Richard Howard um Kulinarisches geht, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
Archiv: New Yorker

Express (Frankreich), 08.08.2002

Eines der dunklen Kapitel der französischen Geschichte heißt Drancy. Das Durchgangslager auf dem Weg nach Auschwitz-Birkenau steht in Frankreich für die Endlösung. 130 Briefe aus dem Lager Drancy hat der Historiker Denis Peschanski in einem Band versammelt. Francois Busnel lobt die gelungene Sammlung von historischen Zeugnissen und kommt zu dem Schluss: "Die Kunst, die einen am meisten berührt, ersteht immer aus Ruinen."

Eine weitere lesenswerte Rezension aus der Bücherschau: Thierry Gandillot stellt Abenteuerromane vor, die in der Collections Bouquins erschienen sind. Die Werke des französischen Schriftstellers Gustave Aimard und des italienischen Autors Emili Salgari waren in Frankreich nach dem 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten. Salgari, der Kapitän bei der Marine war, forderte einen Journalisten, der seine Dichtungen nicht mochte, zum Duell . Dank des 30-jährigen Verlegers Matthieux Letourneux, der über die Poetik des Abenteuerromans promoviert hat, werden die erfolgreichen Bücher wieder auf den Markt gebracht.

Weitere Artikel: Olivier Le Naire ist bei seiner Reise durch die französische Verlagswelt bei Albin Michel angekommen. Die kulturgeschichtliche Reihe über die Liebe widmet sich den "Annees folles", den goldenen Zwanzigern. Anne-Marie Sohn, erklärt in einem langen Interview, warum die Mutter von Simonne de Beauvoir die Seiten von manchen Büchern zusammenklebte. Valerie Rochaix hat die erotischen Buchläden in Paris besucht, darunter die Librairie Galerie Pause Lecture, die Liberairie Curiosa und die Librairie La Musardine. Michele Leloup hat bei den Renovierungsarbeiten des Theatre de l?Europe zugeschaut. Im Januar 2003 soll es mit Racines "Phedre" in einer Inszenierung von Patrice Chereau eröffnet werden. Und Gilles Medioni weiß, warum man den französischen Chanson lieber zu zweit als alleine singt.
Archiv: Express

The Atlantic (USA), 01.09.2002

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Archiv: The Atlantic

Espresso (Italien), 15.08.2002

Im Espresso ruft mit dem in Pisa inhaftierten Adriano Sofri (mehr hier) eine Galionsfigur der italienischen Globalisierungsgegner das Ende der Welt aus. Nicht als Metapher jedoch, weder für die Bedrohung durch den Terrorismus noch durch das Chaos, oder gar als esoterische Vision begreift Sofri die Apokalypse, sondern als etwas, nun ja, Handfestes - als materielles Ende. Und erinnert sich an eine Begebenheit in Norwegen, als er keinen Kabeljau zum Abendessen bekam, weil der gerade "extrem bedroht" war. Dass das nichts mehr zu tun hat mit der Ambiguität politischer Endzeitvorstellungen, denen immer auch die Idee einer Wiedergeburt, einer neuen Welt innewohnt, ist klar. Entsprechend hoffnungslos lautet Sofris Ratschlag an die Menschheit: "Machen wir es wie die Frauen von Sarajevo, die in Erwartung ihres Todes ihre Häuser in reinlichem Zustand verließen."

Viel weniger apokalyptisch die Neuigkeit, die Margherita Acierno vermeldet: Die italienische Traditionsbrauerei Peroni bringt demnächst ein dunkles Bier auf den Markt und bewirbt das Getränk mit den beiden brünetten Models Alena Seredova und Moran Atias. Das ist auch schon alles
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Outlook India (Indien), 19.08.2002

55 Jahre indische Unabhängigkeit. Outlook bringt ein Sonderheft über die "Greatest Indians". Mutter Teresa (obgleich keine gebürtige Inderin) erreicht Platz eins der aus einer Umfrage hervorgegangenen Rangliste (hier und hier mehr dazu), und obwohl die Politik von Nehru bis Vajpayee vertreten ist, ist Mahatma Gandhi nicht dabei! "Outlook decided to keep the father of our nation above a voting process. A poll of the greatest Christians of all time would look rather ridiculous if it included Jesus Christ as one of the nominees, wouldn't it?"

Wie auch immer. Khushwant Singh hat anderes zu monieren. Warum, fragt er, sind keine Künstler und Wissenschaftler unter den Nominierten, nicht mal ein Bollywood-Star wie Amitabh Bachchan, der wahrscheinlich einzige lebende Inder, den Madam Tussaud in Wachs gießen ließ? "The people who make a country prosperous are not politicians who make all the noise and take the credit for all achievements but farmers, entrepreneurs and scientists, who produce wealth and open up new vistas for employment. They shun publicity and work quietly." Weswegen Singh auch zufrieden ist mit der stillen Nummer 1. "Among my most valued possessions is a letter from her which says, 'I am told you do not believe in God. I send you God's blessings.' I have it framed by my desk."

Zum Ausgleich druckt Outlook eine Reihe persönlicher Ehrbezeugungen u.a. für den aus Goa gebürtigen Maler Francis Newton Souza (hier), den Atomphysiker Homi Bhabha (hier) und den Schriftsteller Buddhadev Bose (Schöpfer des frühen post-independence-Romans "Tithidore"), über den Amit Chaudhuri schreibt: "Looking at Bose and his writings, we realise that both modern Indian literature and the modern Indian writer are discontinuous, complex entities that have multiple, often competing, registers: they both lack repose and fixity."

Eine Ahnung davon, warum indischen Autoren diese Gelassenheit fehlt, und nicht erst seit dem 11. September, gibt der Schriftsteller Amitav Ghosh ("Der Glaspalast") in einem Interview. "I've lived in the Middle East, I've been in Burma, I've been in places where the changes are occurring. So that awareness has been a part of my fiction for a very long time. My fiction has always been about places that are in the process of states coming unmade, or communities coming unmade or remaking themselves in many ways." Entgegen dem Trend zur Ironisierung aber scheue sich vor allem die indische Literatur nicht, die emotionalen und spirituellen Bedürfnisse der Menschen zu bedienen, "the ambition is there, of some sort of moralistic truth".

New York Times (USA), 11.08.2002

Tony Eprile stellt zwei Romane des südafrikanischen Autors Zakes Mda vor, in denen die seltene Verbindung von magischem Realismus und Sozialkritik glückt. Bewegt sich "The Heart of Redness" (Leseprobe) hin und her zwischen der südafrikanischen Gegenwart und dem 19. Jahrhundert und zeigt auf diese Weise den uralten Kampf zwischen den Kräften des Fortschritts und denjenigen der Tradition, folgt der im Stil des "oral storytelling" geschriebene pikareske Roman "Ways of Dying" (Auszug) dem "professional mourner" Toloki, einem Klagemann der besonderen Art: "Toloki has created his own special diet, 'a delicacy of Swiss cake relished with green onions', and this, along with his habit of dousing himself in perfume and rarely bathing, gains him plenty of room at crowded gravesites." Trotzdem wird nicht nur ein Buch über das Sterben im neuen Südafrika draus, sondern auch eine Liebesgeschichte: "Reflecting the startling contrasts in such a world, tender humor and brutal violence vie with each other in Mda's pages, as do vibrant life and sudden death. The struggle between them creates an energetic and refreshing literature for a country still coming to terms with both the new and the old."

Die Geschichte der Menschheit vom Unterleib aus betrachtet. Oder acht Kapitel über die großen Wendepunkte in unserer ewigen Suche nach einer guten Mahlzeit. "All this is condensed into 224 pages of text, the literary equivalent of turning a stockpot of broth into a bouillon cube." Und mundet Betty Fussell ganz ausgezeichnet: "Serving up Gaston Bachelard with Lewis Carroll, Confucius with Montezuma, Pythagoras with a London sandwich man," schreibt Fussell über den genialischen Autor von "Near A Thousand Table", den Oxford-Historiker Felipe Fernandez-Armesto, "he does more than dazzle by eclectic erudition: he undermines the cliches of our personal and cultural biases". Und er bringt Erstaunliches zusammen: "After proposing that fire-cooked food transformed solitary eaters into communal ones, he links the civilizing tool of cooking to current uncivilizing modes of anti-cooking, particularly 'the loneliness of the fast-food eater'. Das Fleisch des Ganzen aber, serviert mit "Anmut und Verstand", findet Fussell eingekocht in den drei letzten Kapiteln, "documenting the revolutions of global exchange that now determine what and how we all eat" (Stichwort: Cross-cultural eating und die "McDonaldization" des Globus). Hier bringe Fernandez-Armesto "a humanity, civility and excitement to serious food writing that may not have been seen since Brillat-Savarin."

Außerdem stellt Naomi Shihab Nye vier in Versen geschriebene neue Kinderbücher vor, die an die einfachen Freuden des Reimens erinnern. Und Jenny Turner ist baff angesichts der Klugheit, der Ausdrucksfähigkeit und des Witzes, die Terry Eagleton in seiner "Anti-Autobiografie" ("Instead of the usual bildungsroman sense of a life as a single arc, Eagleton does his as interlinked short hops") an den Tag legt. Hier ein entsprechend sprühender Auszug aus "The Gatekeeper".

Times Literary Supplement (UK), 10.08.2002

Ronald Brownstein feiert den dritten Teil von Robert A. Caros "The Years of Lyndon Johnson" als beste politische Biografie seit Arthur Schlesinger's Epos über Franklin D. Roosevelt. "Like the Pyramids, Robert A. Caro's monumental biography of Lyndon Johnson impresses first for its size, but is finally most memorable for its intricacy and precision. Caro has been researching and writing about Lyndon Baines Johnson, America's thirty-sixth President, for more than twenty-five years; he has spent the past twelve of them producing the latest volume, Master of the Senate. That is more time than it took Johnson to live the events the book covers ?After all that, Caro has still not reached Johnson's election as John F. Kennedy's Vice President, much less Johnson's own tumultuous Presidency."

Terry Eagleton bescheinigt James Kelman, der in seinen neuen Essays "And The Judges Said ..." das mangelnde politische Engagement der Kunst beklagt, eine leichte Form von Paranoia und findet im übrigen eben diese Form der Zurückhaltung gar nicht schlecht: "The political declarations of most artists, including left-wing ones, are usually as piously platitudinous as those of pop stars and UN Secretary-Generals."

Leider nur in Auszügen: Peter Kemp widmet sich dem literarischen Ereignis der Woche, der Uraufführung von Tom Stoppards revolutionärer Bühnen-Trilogie "The Coast of Utopia" im Olivier Theatre. Kemp findet das Stück allerdings reichlich textlastig. "Library-loads of books are toted around the stage as people pore over Pushkin, peruse Hegel, Kant and Schelling, enthuse about Fichte or Saint-Simon", beklagt Kemp, "as the main protagonists - Alexander Herzen, Michael Bakunin and Turgenev - are pushed or drift into exile and expatriation, letters and telegrams play increasingly major roles in the drama. Besides its superabundance of talk and texts, 'The Coast of Utopia' spills over with scenes and characters."

Allan Massie blickt auf die zweihundertjährige Geschichte der ehrwürdigen Edinburgh Review zurück. Und Peter Stothard schließlich diskutiert Aristophanes' Komödie "Die Vögel", die Sean O'Brien neu ins Englische übertragen hat.

Economist (UK), 10.08.2002

Die gesperrte Titelgeschichte dreht sich um Sinn und Unsinn des "Einbuchtens", ein Sport, in dem die USA mit derzeit etwa 2 Millionen Knastis Weltklasse sind, wie in so vielem. Ein den Leader ergänzender Artikel kümmert sich um die ca. 3 Millionen Entlassenen - und ihre düstere Zukunft.

Was geht vor in den Führungsetagen der Konzerne? Das Magazin konstatiert eine Wachablösung in Richtung Nummer Sicher: "Chief executives who 'got it', in the parlance of the late 1990s, are being replaced with folk who didn't get it, or who at least wear a tie but not a beard. An enthusiasm for good corporate governance has replaced vision as the most desirable characteristic for a new boss." Besser wäre es allerdings, raten die Economisten, das Kind nicht gleich mit dem Bade auszuschütten und auf "vision and flair" leichtfertig zu verzichten. Und für die grauen Schlipsträger und die Vorsichtigen gibt es schon auch ein passendes Wirkungsfeld. "It is called the finance department."

Ein anderer Beiträger beobachtet die sich weitende außenpolitische Kluft zwischen Europa und den USA und staunt über den Gesinnungswandel der Schröders und Chiracs binnen eines Jahres. Was ist passiert? "Disagreement about Iraq is linked to divergence over Palestine. Simplifying a little, conventional European opinion is that the Middle East will never be stable until the Palestinians have their state, and that to attack Iraq before then risks setting the region on fire. The hawks in Washington see things the other way around. They argue that Iraq destabilises the Middle East because it stokes Palestinian militancy. But talk in Washington of 'regime change' in Iraq, Iran or even Saudi Arabia causes huge anxiety in Europe, where people fear where American policy is going to lead them."

Den einsamen Bush-Kämpen Tony Blair hingegen dürfte ein Inlands-Beitrag beunruhigen, der auch einen Riss ausmacht zwischen der offenbar kriegsbereiten britischen Regierung und dem eher vorsichtigen königlichen Militär. Ferner erkundet ein Special, was der Integration von Muslimen in Westeuropa im Wege steht (nichts, was nicht umgangen werden könnte, jedenfalls). Und "Books and Arts" stellt Tom Stoppards neues Mammut-Stück vor, "his new trilogy under the umbrella title, 'The Coast of Utopia', premiered over 12 hours (including two meal breaks) at the National Theatre on August 3rd."
Archiv: Economist

Spiegel (Deutschland), 12.08.2002

Jung, erfolgreich und entlassen. Wie das geht, erklärt der Spiegel in seinem Titeldossier. Und Gerhard Schröder erläutert seinen Lösungsvorschlag: die Umsetzung der Hartz-Pläne.

In einem freigeschalteten Interview springt Franz Müntefering dem Kanzler zur Seite und verteidigt die Vokabel des "deutschen Wegs": "Sehen Sie sich doch mal die Wahlkämpfe von Willy Brandt und Helmut Schmidt an: 'Modell Deutschland' - 'Stolz auf unser Land'. Es gab große Debatten damals, in denen es um Schwarz-Rot-Gold ging. Nein, nein, die Sozialdemokraten waren immer ganz ordentliche Patrioten. Das ist nicht unser Problem und hat auch nichts mit Nationalismus zu tun ... Unser deutscher Weg ist ein sozialdemokratischer."

Annette Großbongardt begleitet die israelische Reporterin Amira Hass, die in Arafats Palästinensergebiet lebt und für die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet. Zwischen allen Fronten schreibt sie für das Ende der israelischen Besatzung Und ist so zu einer Galionsfigur der Pressefreiheit geworden. "Ihre Berichte aus dem Palästinenseralltag sollen den Israelis die Augen öffnen, was die israelische Politik auch im Kampf gegen den Terror bei den Menschen anrichtet. Journalismus heißt für sie, 'Macht zu überwachen' ... Die Nähe erlaubt es ihr, hinter die Kulissen zu blicken. So sieht sie verzweifelte Eltern von Selbstmordattentätern hinter verschlossenen Türen weinen, nachdem sie vor den Kameras erklärt haben, wie stolz sie auf ihren Märtyrersohn seien."

Weitere Artikel befassen sich mit Gerüchten, denzufolge die USA das gehätschelte Saudi-Arabien künftig weniger sanft zu behandeln gedenken (Öl tanken wir dann im Irak, sagt man sich), und blicken auf die große Wachablösung - ein trauriges Europa: "Wo immer die konservative Option gezogen wurde, ist kalte Realpolitik das Ergebnis - streichen, kappen, Zügel straffen." Bald auch in diesem Theater...
Archiv: Spiegel