Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
21.02.2004. In der Welt macht Elke Heidenreich der Sonntags-FAZ einen Heiratsantrag. Die SZ und die FAZ würdigen den stets noch ungesehenen Passionsfilm Mel Gibsons bereits als erhabene Angelegenheit. Die taz porträtiert die Schauspielerin mit dem mutigen Namen Anne Ratte-Polle. In der NZZ schreitet Richard Wagner durch die "unmittelbare Unwirklichkeit", in der wir alle leben. Die FR findet, dass in der Debatte um die NSDAP-Mitgliedschaften von Intellektuellen die Strukturen zu kurz gekommen sind.

Welt, 21.02.2004

Aufmacher der Literarischen Welt ist ein sehr langes Interview mit Elke Heidenreich, der es ganz unerklärlich ist, warum Feuilletonisten Angst vor ihr haben sollten:
"Neulich war in der Sonntags-FAZ eine Liste mit 'Frauen, die wir niemals heiraten möchten'. Ich war auch dabei. Wenn Ihr wüsstet!, hab ich da gedacht. Meine beiden Männer waren sehr glücklich mit mir. Der eine fünf, der andere 25 Jahre lang. Ich bin eine gute Ehefrau. Ich koche, und ich mach es sehr gemütlich. Es gibt immer Blumen, ich kann Pfannkuchen backen, und ich verweigere mich auch nicht!"
Stichwörter: Elke Heidenreich, Heirat

SZ, 21.02.2004

Als den Schöpfer eines der verrücktesten Filmprojekte der letzten Zeit porträtiert Fritz Göttler Mel Gibson, dessen vollständig in Latein und Aramäisch gedrehte Jesus-Geschichte "Passion of Christ" (mehr) demnächst in den USA anläuft - mit besten Erfolgsaussichten im übrigen: "Der Heilige Geist wirkte durch mich, hat Gibson mal bekundet zu seiner Arbeit an der 'Passion', und ich war nur der Verkehrspolizist dabei. Was eine charmante Definition seines künstlerischen Ingeniums ist, aber auch ein schönes Alibi für alle Angriffe gegen den Film. Mel Gibson ist auf seine Art so konsequent wie jene Verrückten, die ihre besonderen Plätze haben in der Filmgeschichte und denen die besondere Liebe der Cinephilen gilt, Rossellini und Nick Ray, Scorsese und Kenneth Anger - sie alle haben auch irgendwann ihre Passionsgeschichte abgeliefert."

Und noch ein Porträt: In der damit eröffneten Reihe "Die Bewegungsmelder" bringt uns Julia Encke den "Weltraumfahrer" und "Unsinnsunterbrechunsübungsleiter" Peter Sloterdijk (hier mehr) näher. Und noch mehr Gott: Der soll nämlich, gegen manchen Widerstand, in die Präambel der neuen österreichischen Verfassung: Michael Frank macht sich und uns in einem umfangreichen Artikel einen Reim darauf. Christopher Schmidt denkt aus aktuellem Anlass über das Verhältnis von Kunst und Pornografie nach. Voll daneben fand Thomas Steinfeld die Laudatio der Romanistin Ute Stempel auf Asfa-Wossen Asserate ("Manieren")bei der Verleihung des Adalbert-von-Chamisso-Preises: und das Publikum habe die "Unterwerfungsphantasien" auch noch beklatscht. Jürgen Busche berichtet von den weltgeschichtlichen Hintergründen der vor Montevideo gerade stattfindenden Bergung des Kreuzers "Admiral Graf Spee" (mehr hier und hier). Dem Informel-Künstler Karl Otto Götz gratuliert Gottfried Knapp zum Neunzigsten. Aus Zürich wird kurz berichtet, dass Christof Schlingensief sich als beleidigte Leberwurst krank gemeldet hat.

Besprochen werden eine kurzweilige Uraufführungs-Inszenierung von Rebekka Kricheldorfs "Kriegerfleisch" am Theater in Münster, das Eröffnungskonzert zur Berliner MoMa-Ausstellung mit Simon Rattle, ein Konzert des Cellisten Misha Maisky in München und Bücher, darunter eine Verteidigung der christlichen Dogmatik und Autobiografisches von Jose Saramago (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).

In der SZ am Wochenende bedauert Jina Khayyer, dass in Deutschland keine Privatparties mehr gefeiert werden: "Unlängst zog ein Freund von mir aus London wieder zurück nach München. Abgesehen von einigen Sehnsüchten war sein essentielles Problem das soziale Miteinander. Man muss offenbar in die Welt hinausziehen und wiederkehren, um zu erkennen: In Deutschland feiert kaum noch jemand eine rauschende Party. Firmen geben Parties, PR-Agenturen, Softdrinkhersteller, aber: Menschen?"

Weiteres: Kurt Kister macht sich beinahe schon heitere Gedanken über die Unfähigkeit deutscher Politiker im Angesicht der deutschen Sprache. Birk Meinhardt stellt Knut Beulich vor, den Betreiber eines neuen Kinos in Berlin, das ausschließlich Dokumentarfilme zeigt. Ein Ereignis ist Robert Wilsons Inszenierung der Fabeln Lafontaines an der Comedie Francaise, findet C. Bernd Sucher. Die Erzählung der Wochenendbeilage stammt diesmal von der Moskauer Autorin Anna Dankowtsewa, und sie trägt den Titel "Wie ich gemeinnützig wurde". Im Interview steht Olli Dittrich Juan Moreno Frage und Antwort, und zwar, wenngleich nicht ausschließlich, zum Thema Präzision: "Glauben Sie mir, ich rede nicht wie der Blinde von der Farbe. Ich bin über die Hälfe meines Lebens dem Falschen hinterher gerannt!"

TAZ, 21.02.2004

Eva Berendt porträtiert Anne Ratte-Polle, die gerade als Hauptdarstellerin von Romuald Karmakars "Die Nacht singt ihre Lieder" Furore macht: "Dabei spielt sie, wie sie jetzt mit ironischem Lächeln sagt, natürlich sehr wohl mit den voyeuristischen Blicken. Überhaupt, das Spielen! Anne Ratte-Polle wirkt eigentlich ziemlich normal, aber wenn sie von ihren Projekten erzählt, gleitet sie leicht ins Anekdotische, imitiert Stimmen. Mit leuchtenden Augen flüstert sie als Karmakar, der für den Fosse-Film doch noch die Gelder zusammengekratzt hat: 'Oh, es klappt, es klappt!' Das Spielen scheint zu ihrer Person zu gehören, als Ausdruck eines immer auch distanzierten Blicks auf die Welt und auf sich selbst."

Außerdem: Ein Loblied auf den "Anti-Folker" Adam Green (Website) und sein Konzert im Berliner Hebbel-Theater singt Jan Kedves. Michaela Schäuble schreibt den Nachruf auf den in Niger bei einem Autounfall ums Leben gekommenen ethnografischen Filmemacher Jean Rouch. Besprochen werden Reinhard Baumgarts Autobiografie "Damals" und - verblüffenderweise ausführlicher - Frank Schätzings Thriller "Der Schwarm". Dazu kommen im taz mag unter anderem ein Lexikon der NS-Zeit und Neues von der crime scene (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Für die tazzwei hat Ulrike Winkelmann einen Fünf-Punkte-Plan zum Umgang mit der Praxisgebühr ausgearbeitet. Unter Punkt 5: " Freuen Sie sich, dass sich überhaupt jemand noch für zehn Euro mit Ihnen befasst. '"Reframing' nennt man das in der Kunst des Stressmanagements: Sehen Sie die positive Seite an jedem Übel. Nehmen Sie von zu Hause einen besonders frischen Zehn-Euro-Schein mit."

Keinen Grund gibt es, meint Matthias Küntzel im taz mag, den palästinensischen und allgemein den islamischen Antisemitismus zu verharmlosen: "Die Zuspitzung des Nahostkonflikts hat nicht den Antisemitismus bewirkt, sondern der Antisemitismus jene Zuspitzung." Jan Feddersen porträtiert den Hamburger Musiker und Szene-Star Stefan Gwildis. Abgedruckt wird ein Auszug aus Gerhard Henschels in wenigen Tagen erscheinendem "Kindheitsroman". Bernward Janzig informiert über die Geschichte der Windenergienutzung.

Schließlich Tom.
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FR, 21.02.2004

Hans-Peter Herrmann, Germanist und selbst Verfasser zweier Beiträge im "Internationalen Germanisten-Lexikon", beklagt, dass in der personalisierten Diskussion um die Parteimitgliedschaften Peter Wapnewskis und Walter Jens' Strukturen wie Opfer zu kurz kommen: "Denn es war nun einmal die gleiche NSDAP, in der die einen als Mitglieder geführt wurden und die die anderen aus dem Beruf stieß und der Vernichtung preisgab. Das begründet keine individuelle Schuld der einen am Schicksal der anderen, aber es bezeichnet die historische Konstellation, um die es hier geht. Und es wäre von politischen Personen wie Walter Jens und Peter Wapnewski zu erwarten gewesen, dass sie diese historische Konstellation in ihren Stellungnahmen berücksichtigt hätten, anstatt sich um ihre eigene Erscheinung in der Öffentlichkeit zu sorgen."

Weitere Artikel: Daniel Kothenschulte schreibt im Nachruf auf Jean Rouch: "Die Frage nach der Bedeutung Jean Rouchs für den ethnographischen Film hat sich jahrzehntelang nie gestellt: Jean Rouch war der ethnographische Film." Renee Zucker, immer noch in Indien, berichtet von einem Hindu-Feiertag und dem Verzicht auf die linke Hand. Im Medien-Teil wird der Schweizer Roger Köppel vorgestellt, der der Schweizer Weltwoche einen erfolgreichen Rechtsruck verpasst hat und jetzt als Chefredakteur bei der Welt ran darf.

Besprochen werden die Wettbewerbsentwürfe zur neuen Europäischen Zentralbank im Deutschen Architektur Museum, eine Ausstellung über den Golf-Sport in der Kunst im Dortmunder Museum am Ostwall, die Ausstellung "pOes1s. Digitale Poesie" in Berlin und die Deutschland-Premiere von Alfred Schnittkes "Leben mit einem Idioten" in Magdeburg.

NZZ, 21.02.2004

In einem schönen Essay meditiert Richard Wagner über die mediale Wirklichkeit, beziehungsweise "unmittelbare Unwirklichkeit", in der wir heute leben. "Wir leben in einer visuellen Gesellschaft. Menschen gehen zu Empfängen, um dort, wie sie sagen, ihr Gesicht zu zeigen. Gleichzeitig wirkt ein Gesichtsverbot, das der Islam den Frauen auferlegt, um sie als Teilhaber der allgemeinen Belange auszuschalten. Es gibt das Verbergen des Gesichts im Fall der Zapatisten oder in der Vermummung des Schwarzen Blocks, auf den Demos. Die Zapatisten und die Autonomen entziehen sich damit nicht nur der Ordnung, sondern auch dem Gesetz. Wer nicht gesehen wird, der untersteht nicht den Normen, der Gerichtsbarkeit. Als Folge besteht ein Vermummungsverbot. Vermummt treten aber auch die Polizeikräfte auf, speziell die Sondereinheiten."

Marc Zitzmann berichtet von einem Aufruf französischer Forscher, die die Grundlagenforschung durch den Staat eingeschränkt sehen sowie eine weitere Petition Pariser Intellektueller, die sich ebenfalls von der Regierung missverstanden wähnen. Sabine Haupt meldet, dass auch in Genf ein Auftritt des Komikers Dieudonne M'Bala M'Bala wegen Antisemitismus abgesagt wurde

Besprochen werden eine Dramatisierung von Houellebecqs "Elementarteilchen" in Basel, der Film "Monster" mit der Oscar-reif entstellten Charlize Theron und einige Bücher, darunter Pat Barkers Roman "Der Eissplitter" und zwei unvollendete Romane von Brigitte Reimann.

In Literatur und Kunst finden wir gleich drei Schwerpunkte - einen antiken, einen nordischen und einen über den ehemaligen NZZ-Redakteur Hans Barth, der in diesen Tagen hundert Jahre alt geworden wäre.

Marie Theres Fögen liest die "Eumeniden", den dritten Teil der "Orestie" des Aischylos als eine "Tragödie des Entscheidens". Lukas Thommen hält Rückblick auf den früh entstandenen Mythos Sparta.

Aldo Keel schreibt über die "nordische Dimension der Kultur", das kulturelle und politische Zusammengehörigkeitsgefühl der skandinavischen Länder, das er durch die Globalisierung in Frage gestellt sieht: "Englisch erobert immer weitere Bereiche des Alltags und der Alltagskultur." Lukas Dettwiler würdigt den schwedische Lyriker Bengt Emil Johnson, von dem auch ein Gedicht abgedruckt ist. Besprochen wird auch ein Briefband Hans-Christian Andersens.

Uwe Justus Wenzel erinnert an den "Redaktor und Philosophen" Hans Barth, der in seinen NZZ-Essays im Zweiten Weltkrieg gegen die Nazis anschrieb (und nebenbei erfahren wir, dass die NZZ in Barths Todesjahr 1965 noch dreimal täglich erschien, morgens, mittags, abends!) Und Hanno Helbling befasst sich mit dem philosophisch-politischen Publizisten Barth. Abgedruckt wird auch ein Text von Barth über den "totalen Staat" von 1938.

Berliner Zeitung, 21.02.2004

Wunderbar, aber auch "einseitig" und "rührend beschränkt" findet Arno Widmann (mehr) die Ausstellung "Das MoMA in Berlin": "Das neue Imperium regiert noch immer, aber es ist ausgeschlossen, dass heute eine Ausstellung mit vergleichbarem Anspruch sich fast ausschließlich auf die Werke weißer Männer stützen könnte. New York mag noch immer das vierte Rom sein, aber heute wird auch die Kunst in New York von Mexikanern, Schwarzen, Indern, Chinesen und Japanern gemacht."
Stichwörter: Moma, New York, Arno Widmann

FAZ, 21.02.2004

Der Historiker Michael Borgolte plädiert in der ehemaligen Tiefdruckbeilage entgegen der konservativen Mehrheitsmeinung im FAZ-Feuilleton für eine Aufnahme der Türkei in die EU und erinnert daran, dass der Islam "zur Geschichte Europas seit dem Mittelalter (gehört), und zwar nicht nur durch die Konflikte, die sein Zusammenstoß mit den Christen provozierte, sondern ebenso durch die überragenden Beiträge, die er selbst zur Kultur Europas geleistet hat."

Weitere Artikel: Edo Reents schildert in der Leitglosse das für die Mautpleite hauptverantwortliche Paar Jürgen Schrempp von Daimler-Chrysler und Manfred Stolpe von der Bundesregierung als Beziehungskiste. Lorenz Jäger hat Mel Gibsons "Passion"-Film (offizielle Homepage), der demnächst in den USA startet, zwar immer noch nicht gesehen, findet ihn aber schon mal sublim (ganz anders als zum Beispiel "Unglauben und Blasphemie", denen es "von Natur aus eigen ist, in die Banalität zu münden"). Jürg Altwegg berichtet über den Fall des Komikers Dieudonne M'Bala M'Bala (der halb bretonischer, halb kamerunischer Herkunft ist), dessen Auftritte wegen Antisemitismus von Veranstaltern abgesagt werden. Heinz Berggruen erzählt zwei Schnurren aus seinem Leben als Kunsthändler im Paris der fünfziger Jahre. Patrick Bahners würdigt einen Auftritt des Karnevalskomikers "Fritz Litzmann" in Bonn.

Klaus Wagenbach nimmt Stellung zum Streit um den Faksimilenachdruck von Kafkas "Verwandlung". Joseph Hanimann gratuliert dem Historiker Karl Ferdinand Werner, dem ehemaligen Leiter des Deutschen Historischen Instituts in Paris, zum Achtzigsten. Eleonore Büning meldet, dass in Georg Vierthaler von der Berliner Staatsoper nun endlich ein Leiter der Berliner Opernstiftung gefunden worden sei (die Berliner Zeitung bringt heute bereits ein Interview mit Vierthaler). Gemeldet wird auch dass Christoph Schlingensief das Zürcher Schauspielhaus im Streit, aber auch mit ärztlichem Attest verlässt, so dass künftige Zuschauergenerationen auf die noch geplanten Vorstellungen seines "Attabambi-Pornoland" werden verzichten müssen.

Julia Spinola hat sich in Basel ein Konzert der Streichquartett-Meisterklasse Walter Levin, dem Ex-Primarius des LaSalle-Quartetts angehört. Ilona Lehnart hat sich eine Ausstellung mit Architekturmodellen angesehen, mit der die Staatlichen Museen an die Existenz der Museumsinsel erinnern, die bekanntlich nach einem aufwendigen Masterplan neu gestaltet werden soll, falls die Mittel mal kommen - ein vorzeitiger Umzug der jetzt noch Charlottenburger Ägyptischen Museums mit seiner Nofretete soll auch das Publikum für die Museumsinsel einnehmen. Michael Althen gratuliert dem Regisseur Jonathan Demme zum Sechzigsten. Joseph Croitoru liest osteuropäische Zeitschriften, die sich mit dem Islam auseinandersetzen.

In der ehemaligen Tiefdruckbeilage gratuliert Rolf-Gunter Dienst dem Maler Karl Otto Götz (Bilder)zum Neunzigsten.

Auf der Medienseite konstatiert Marcus Theurer, dass sich Länder und Sender in der Gebührenfrage näher kommen. Und Jürg Altwegg sieht nun auch die Schweiz dem Popstar-Fieber verfallen.

Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite erinnert Eleonore Büning anhand einer CD-Box an den zu früh verstorbenen Dirigenten Ferenc Fricsay, der das deutsche Musikleben nach dem Krieg mit prägte. Richard Kämmerlings stellt die durch ihren Namen Franz Ferdinand auffallende schottische Popband vor (aber sie gefällt Richard Kämmerlings auch musikalisch: "Jetzt ist sichtbar, dass die großen musikalischen Talente wieder in Bands und nicht hinter Bildschirmen zu finden sind.") Alfred Beaujean stellt eine Aufnahme mit Bruckners "Neunter" mitsamt rekonstruiertem Finale vor. Und Andreas Obst hört sich eine CD von Tenfold Loadstar an.

Auf der Literaturseite liefert Hubert Spiegel recht spät einen recht höflichen Verriss in lobender Verpackung von Christoph Heins allgemein so gefeiertem Roman "Landnahme". Und Richard Kämmerlings feiert Dorota Maslowskas Roman "Schneeweiß und Russenrot" als funkelndes Debüt.

In der Frankfurter Anthologie stellt Renate Schostak ein Gedicht von Johannes Bobrowski vor - "Wilna

Wilna, du reifer Holunder! Mit grünen Augen ist deine Wolfzeit versunken..."