Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
15.05.2003. In der FAZ sagt der amerikanische Autor Ralph Peters den Deutschen seine Meinung: "Ihr widert uns an." Die Zeit weist nach: Die Huris sind höchstwahrscheinlich Weintrauben. In der FR klagt der Schriftsteller Carlos A. Aguilera die Unterdrückung der Intellektuellen in Kuba an. Die SZ fürchtet nach dem grauenvollen Eröffnungsfilm um das Festival von Cannes

FAZ, 15.05.2003

Zu einer gepfefferten Polemik gegen die Deutschen und Europa holt der amerikanische Ex-Offizier und Bestseller-Autor Ralph Peters ("Beyond Terror") unter dem Titel "Ihr widert uns an" aus: "Die Streiche, die man in Paris und Berlin ausgeheckt hat, haben Washington in die Lage versetzt, sich dem Bann einer langen Hörigkeit zu entziehen und aus einem tiefen Schlaf zu erwachen, in dem Amerika sich in seinen Entscheidungen von den Geistern Europas heimsuchen ließ. Nun habt ihr uns aufgeweckt, und wir sehen, dass Europas Einfluss nur ein Erbe von Albträumen war. Wir werden eure blutbeschmierten, verrotteten Regeln für das internationale System nicht länger hinnehmen, sondern unsere eigenen Regeln schaffen", schreibt er etwa. Oder auch: "Ist es ein Wunder, dass wir eure Rhetorik abstoßend finden? Hitler war wenigstens aufrichtig in seiner Bigotterie. Heute müssen wir die lächerliche Schizophrenie in eurer gegenwärtigen Gesellschaft ertragen, in der ihr abwechselnd erklärt, die deutsche Schuld müsse ein Ende haben, und ein revisionistisches Geschichtsbild pflegt, das die Bombardierung eurer Städte durch die Alliierten mit den Greueltaten der Nazis gleichsetzt. Eure Versuche, das Unentschuldbare zu entschuldigen, erinnert uns eher daran, dass Deutschland jede Bombe verdiente, die auf seinen Boden niederging."

Michael Krüger, Chef des Hanser-Verlages, warnt einmal mehr vor einem "National-Verlag Bertelsmann" unter Liz Mohns gütiger Ägide, sollte das Kartellamt dem Kauf des Springer-Pakets Ullstein-Heyne-List zustimmen: "Das Argument, das stets von Bertelsmann angeführt wird, um die eigenen Absichten ins rechte Licht zu rücken, ist der Verweis auf die ungeheure Menge der jährlich produzierten Bücher und den geringen Anteil, den Bertelsmann am Gesamtvolumen hat. Bei diesem Argument kommen einem die Tränen. Man sieht den hochverschuldeten Konzern in dem kleinen Gütersloh vor sich, der mit Neid auf Suhrkamp und Wagenbach und Kunstmann und Klostermann schaut, die alle zusammen immer noch mehr Bücher produzieren als er selbst. Ist denn da nichts zu machen?"

Weitere Artikel: Michael Althen berichtet von den Filmfestspielen in Cannes, die mit dem Mantel- und Degen-Film "Fanfan la tulipe" eröffneten. Den dortigen Tag des europäischen Kino kommentieren Wim Wenders und Andrzej Wajda: Wenders plädiert für mehr gegenseitigen Respekt und Wajda bedankt sich bei den französischen Kritikern für die freundliche Aufnahme der polnischen Filmschule. Karol Sauerland berichtet, dass Polen sich erstmals mit der Kollaboration beschäftigt. Jürgen Kaube stärkt den Berliner Universitäten im Kampf gegen die Ökonomie des Finansenators den Rücken. In Anlehnung an das Buch "L'equation de Kolmogoroff" des Germanisten Marc Petit zeichnet Joseph Hanimann ein Doppelporträt von Alfred Döblin und seinem Sohn Wolfgang. Freddy Langer gratuliert dem Porträt- und Modefotografen Richard Avedon zum achtzigsten Geburtstag. Patrick Bahners porträtiert den Kabarettisten Dieter Hildebrandt, der heute zum letzten Mal mit seinem "Scheibenwischer" auf Sendung geht.

Auf der Medienseite beschreibt Stefan Niggemeier, wie MTV und Viva mit jeder neuen Show Zuschauer gewinnen und Bedeutung verlieren.

Besprochen werden Spike Lees Liebeserklärung an New York "25 Stunden", die Schau von Architekturzeichnungen aus dem New Yorker Moma in der Frankfurter Schirn, eine Installation von Hans-Jürgen Syberberg im Pariser Centre Pompidou, das Festival zeitgenössischer Musik am Moskauer Konservatorium, Peter Verburgts Stück "Wittgenstein incorporated" und Bücher, darunter Christoph Meckels Gedichtband "Ungefähr ohne Tod im Schatten der Bäume" und Dimco Debeljanovs Gedichte "Ich vergehe und werde geboren" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Zeit, 15.05.2003

Die Zeit bringt uns heute einen Strauß interessanter Artikel. Nicht neu, aber recht faszinierend zum Beispiel die Geschichte eines Buchs mit dem unspektakulären Titel "Die syro-aramäische Lesart des Korans - Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache", die schon ein wenig durch die Weltpresse geisterte und nun von Jörg Lau aufgegriffen wird. Verfasst wurde das Buch von einem deutschen Spezialisten für altorientalische Sprachen, der es unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg vor zwei Jahren veröffentlichte. Er unterzieht die berühmten "dunklen Stellen" des Korans klassischer Textkritik und kommt zu teilweise explosiven Ergebnissen: "Einige Neudeutungen Luxenbergs haben auch für den Laien sofort erkennbar ungeheure Brisanz. So klärt er zum Beispiel das Rätsel der Paradiesjunfrauen auf, der 'großäugigen Huris', die vermeintlich auf die Gottesfürchtigen im Paradis warten... Luxenberg zeigt, dass die Huris in Wirklichkeit nichts anderes sind als 'weiße, kristallklare Trauben', Früchte die in den Paradiesvorstellungen des Orients von alters her als Sinnbild von Wohlleben und Behaglichkeit galten. Das ist eine schlechte Nachricht für jene, die den Koran politisch missbrauchen..." Bekanntere deutsche Verlage lehnten Luxenbergs Buch seinerzeit mit Hinweis auf die Rushdie-Affäre ab. Es erschien dann in dem Verlag Das arabische Buch, der inzwischen pleite gegangen ist, und wird heute bei seinem Nachfolger, dem Schiler Verlag, vertrieben.

Wir finden im Netz einige weiterführende Links zu dem Buch, zum Beispiel ein Interview mit dem Forscher aus dem Deutschlandradio, eine lange und gelehrte Besprechung in Hugoye, dem "Journal of Syriac Studies", einen Artikel aus dem Guardian, eine Besprechung auf der Seite secularislam.org, eine Besprechung aus der NZZ, die lange vor den deutschen Feuilletons reagierte, und eine Besprechung aus der FAZ..

Im Aufmacher des Feuilletons porträtiert Thomas Groß den Popstar Marilyn Manson und eröffnet seinen Artikel mit dem denkwürdigen Seufzer: "Hätte Amerika nur ein ähnlich souveränes Verhältnis zum Bösen wie Antje Vollmer!" Sie nannte Mansons Werke, die in den USA als böse gelten, bei der Berliner Vorstellung seiner neuen Platte einfach "exzellente Kunst". Und "da blieb dem Satan bloß, gute Miene zu machen und ohne Skandal von dannen zu ziehen."

Weitere Artikel: Katja Nicodemus stimmt uns in der Leitglosse auf das Festival von Cannes ein. Thomas E. Schmidt meditiert über die Wiederkehr der Straße (in Form von Friedensdemos und Gewerkschaftsprotesten) in die Politik. Hanno Rauterberg interviewt den Architekten Ieoh Ming Pei, dessen Anbau ans Deutsche Historische Museum in Berlin gerade eröffnet wird. Christian Kortmann stellt der Zeit-Leserschaft das angeblich lesbische Mädchenduo Tatu vor ("ihre lesbische Performance schließt den männlichen Betrachter ein: ein Dreier liegt in der Luft", tröstet Kortmann). Claus Spahn porträtiert die Australierin Simone Young, die in zwei Jahren die Hamburger Staatsoper übernehmen soll.

Besprochen werden Spike Lees neuer Film "25 Stunden" (mehr hier) und Klaus Michael Grübers Inszenierung des "Ödipus von Kolonnos" in Wien ("während die herkömmlichen Sophokles-Übersetzer Vermittler sein wollen, Kuriere, die hinter ihrem Auftrag dezent verschwinden, ist Handke vielmehr Eigenschöpfer, unterschwelliger Nachgestalter, auch Verdunkler", schreibt Peter Kümmel zur Übersetzung).

Aufmacher des Literaturteils ist Dietrich Geyers Streifzug durch einige wichtige Neuerscheinungen zur Geschichte Sankt Petersburgs. Dieser Stadt sind zum 300. Geburtstag in der Zeit mehrere Artikel gewidmet, unter anderem das Dossier von Johannes Voswinkel: "Des Jammers goldene Kulisse".

Schließlich erzählen Christoph Drösser und Götz Hamann im Aufmacher des Wirtschaftsteils, jene Geschichte, die die Musikindustrie verblüfft: Steve Jobs schafft es in seinem Internetdienst iTunes, mit Musik Geld zu verdienen.

FR, 15.05.2003

Der kubanische Schriftsteller Carlos A. Aguilera beschreibt die Wirkung der Unterdrückungsmechanismen auf Intellektuelle seines Landes: "Die kubanische Kultur ... hat ... Momente der Zwangspolitisierung erlitten. Nicht nur wegen der unaufhörlichen Exile, zu welchen die hommes de lettres gedrängt worden sind, sondern auch in Folge der deutlichen Einmischung der mal kolonialen, dann wieder republikanischen oder schließlich sozialistischen Gewalt des Staats in den öffentlich-intimen Raum der Literatur (...) Vor diesem Hintergrund lässt sich das fast schon schizophrene Spielchen der Schriftsteller mit der Macht erklären. Obwohl viele ihre repressiven Mechanismen insgeheim verabscheuen, verherrlichen sie gleichwohl die Macht, um sich ein bestimmtes Kapital zu sichern (...) Oder sie ignorieren die Macht, um ihre liebgewonnenen Lebensgewohnheiten nicht zu gefährden; sie entwerfen den Stereotyp des reinen - aseptischen - Intellektuellen, der einen gewissen Horror empfindet, öffentlich über Politik zu reden. Oder sie folgen umstandslos der vorgegebenen Ideologie..."

Weiter Artikel: Klaus Bachmann beschreibt, wie seit ein paar Jahren in Belgien die kolonialistische Vergangenheit wieder aufgerollt wird. Stephan Hilphold präsentiert Wiener Verschwörungstheorien über den Raub des auf 50 Millionen Euro geschätzten Cellini-Salzfässchens, ein "Meisterstücks des Manierismus". Kerstin Grether porträtiert neugegründete Berliner Independent-Labels. Die Kolumne Times Mager befasst sich mit der frisch fertiggestellten Doublette des Bernsteinzimmers. Und auf der Medienseite beleuchten mehrere Artikel anläßlich der gestern ausgefertigten Landesbürgschaft für die FR aktuelle Zeitungsprobleme.

Besprochen werden Spike Lees neuer Film "25 Stunden", eine Inszenierung der frühen Verdi-Oper "Idue Foscari" am Brüsseler Opernhaus La Monnaie, die Ausstellung "nation", mit der sich der Frankfurter Kunstverein der komplexen Frage des Nationalgefühls widmet, und Javier Marias neuer Roman "Der Gefühlsmensch" (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr).
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NZZ, 15.05.2003

Andreas Gross (homepage), Politikwissenschaftler im Nationalrat und Europarat, räsonniert über Europa, seine Werte und seine Zukunft und kommt dabei auf folgenden Gedanken: "Die '1989er Europäer', von Herrn Rumsfeld als die 'neuen Europäer' verkannt (als ob Prag, Krakau, Budapest oder Breslau nicht zu den ältesten Städten Europas gehörten), die nun oder baldmöglichst heimkehren können ins politische Europa, von dem sie 1945 getrennt worden waren: Diese 1989 befreiten Europäer scheinen ein anderes Verhältnis zum Staat, zum Recht und zur Demokratie zu haben als die 1945er. Sie scheinen die nationale Souveränität, die ihnen jahrzehntelang verwehrt war, trotz dieser Erfahrung - und trotz der gegenwärtigen Relativierung der Eigenständigkeit des Staates durch die Globalisierung - unkritischer zu schätzen als die Europäer von 1945. Und so empfinden sie auch die Gefahren unkritischer, die aufkommen, wenn ein neues Imperium, verführt von der eigenen militärischen Machtvollkommenheit, jene globalen zivilisatorischen Errungenschaften untergräbt, die es selber nach 1945 entschieden mit aufgebaut hat."

Besprochen werden gleich drei Retrospektiven zu Nicolas de Stael, Rene Magritte oder Marc Chagall in Paris, die CD "Pressure" von Kevin Martins Projekt The Bug (mehr hier), Sean Pauls neues Album "Dutty Rock", die neue Ausgabe der Zeitschrift "Der Baumeister", die sich dem Hamburger Architektursommer widmet.

Und jede Menge Bücher, darunter Ralf Dahrendorfs Vorlesungen "Auf der Suche nach einer neuen Ordnung", Joyce Carol Oates' Roman "Hudson River", Adrian Naefs Krankheitsjournal "Nachtgängers Logik", Ziauddin Sardar Geschichte eines Vorurteils "Der fremde Orient", Luis Sepulvedas Erzählungen "Wie man das Meer sehen kann" sowie Pascale Kramers Roman "Die Lebenden" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

TAZ, 15.05.2003

Donnerstags geht die taz ins Kino: Für Andreas Busche rührt die "Matrix"-Trilogie an ein altes Versprechen des Kinos, dem es seit dem Zauber früher Lumiere-Filme (Lokomotiven, die scheinbar direkt von der Kinoleinwand in den Zuschauraum rollen) nie mehr so nahe gekommen ist wie jetzt: nämlich "der Magie der reinen Bewegung, entbunden endlich von aller Gravitation und Logik. Eine vollkommene Einheit von Zeit und Raum bei gleichzeitiger Aufhebung der natürlichen Kontinuität von Bewegungsabläufen. Die Arbeit an dieser gewaltigen Illusion wird an der Schwelle zweier Welten vollbracht, die mit künstlerischer Meisterschaft zusammengeführt wurden: der Tradition eines fast fünfzig Jahre alten chinesischen Filmhandwerks und der neuen amerikanischen Digitaltechnik namens CGI (Computer Generated Images)."

Weitere Artikel: Tobias Rapp hat mit New Yorker Rentnern eine Bustour ins Spielerparadies Atlantic City unternommen. Christina Nord erzählt in der zweiten "Cannes Cannes"-Kolumne, was kann man einem Festival erwarten kann, wo sich unter anderem Nicole Kidman in einem Film von Lars von Trier opfert. Auf der Internetseite erklärt der Experte Rishab Ayer Gosh, warum sich mit der Entwicklung Freier Software sehr wohl auch Geld verdienen lässt.

Besprochen werden Carlos Carreras Film "Die Versuchung des Padre Amaro", der die mexikanische Kirche geißelt, und Spike Lees Film "25th Hour".

Schließlich TOM.

SZ, 15.05.2003

Im Aufmacher des SZ-Feuilletons, den man wohl vergessen hat online zu stellen, sieht Ijoma Mangold in Europa "die politische Phantasie aus dem Geist des Ressentiments" erwachen. Ressentiments gegen die USA, versteht sich. "Dabei ist auffällig, dass mit der Abwehr gegen den amerikanischen Unilateralismus nur ein Ventil gefunden wurde, durch das deutlich grundsätzlicherer Dampf abgelassen wird." Mangold erinnert an die klammheimliche Freude europäischer Intellektueller wie Zizek, Theweleit, Baudrillard nach dem Anschlag vom 11. September. "Seither verbinden sich die drei Ströme Globalisierungskritik, Antiamerikanismus und europäische Sicherheitspolitik schleichend."

Nach dem "grauenvollen" Eröffnungsfilm "Fanfan la Tulipe" und einem noch schlechteren Kurzfilm von Gilles Jacob, fürchtet Tobias Kniebe um das Filmfestival von Cannes. "Harvey Weinstein jedenfalls, der Miramax-Chef, steter Lieferant von Palmenanwärtern und ohne Zweifel der wichtigste Amerikaner an der Croisette, geht inzwischen offen auf Konfrontationskurs. 'Mein Verhältnis zu Gilles Jacob', erklärt er in einem Variety-Interview, 'gleicht exakt den französisch-amerikanischen Beziehungen.' Es stimmt also doch, obwohl die Franzosen es eifrig leugnen: Im Augenblick herrscht Eiszeit. 'Venedig und Berlin haben Cannes schon viel Wind aus den Segeln genommen', sagt Weinstein und geht sogar so weit, die 'derzeitige Administration' für das Fernbleiben früherer Palmengewinner verantwortlich zu machen. Quentin Tarantinos 'Kill Bill' galt lange als absolut sicherer Kandidat für den diesjährigen Wettbewerb - jetzt fehlt er, angeblich ist er nicht fertig geworden. Auch Jane Campion und die Coen-Brüder seien nicht rechtzeitig aus dem Schneideraum gekommen, heißt es immer wieder - aber Weinstein, der es wissen muss, suggeriert eine andere Wahrheit. 'Sie fehlen einfach, weil sie nicht fertig werden wollten', erklärt er."

Weitere Artikel: Alexander Menden stellt die Schauspieler Erwin Steinhauer und Stefan Hunstein vor, die seit Jahren zu Erziehungszwecken nationalsozialistische Texte vorlesen. Helmut Schödel sieht den Leiter der Ruhr Triennale, Gerard Mortier, nach zehn Jahren Salzburg regelrecht aufatmen. Holger Liebs gratuliert dem Fotografen Richard Avedon zum achtzigsten Geburtstag. Edward Norton spricht im Interview über seine Rolle in Spike Lees Film "25 Hour". Reinhard J. Brembeck freut sich über die Verleihung des Paul-Hindemith-Preises an die Komponistin Rebecca Saunders. Gemeldet wird schließlich, dass Jürgen Habermas den Prinz-von-Asturien-Preis erhält.

Besprochen werden die Ausstellung zum 400. Geburtstag Elisabeths I. im National Maritime Museum in Greenwich ("Als 'Vatertochter', die dem jungen Heinrich VIII. wie aus dem Gesicht geschnitten war, ist sie in die Geschichte eingegangen. Aber das vom Vater abgeschaute Machtbewusstsein und ihr kalkulierter Umgang mit Herzensdingen haben ihr nicht nur zur Bewunderung gereicht", schreibt Franziska Augstein), Carlos Carreras Film "Die Versuchung des Padre Amaro", ein Bach-Konzert mit Arvo Pärt (mehr hier) im Schloss Neuhardenberg, die Retrospektive "Expanded Cinema" im Münchner Filmmuseum, Samirs Film "Forget Baghdad" sowie Judith Kuckards neuer Erzählband "Die Autorenwitwe" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).