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Lars von Trier

Insgesamt 233 Einträge in 3 Kategorien

3 Bücher

Oksana Sabuschko: Planet Wermut. Essays

Cover
Droschl Verlag, Graz 2012
ISBN 9783854207955, Gebunden, 164 Seiten, 19.00 EUR
[…] Geschichte, Fragen des Geschlechterverhältnisses, Sexualität, Kolonialismus und der moralischen Verantwortung jedes Einzelnen. "Planet Wermut" enthält Aufsätze über Fußball und Tschernobyl…

Antje Flemming: Lars von Trier. Goldene Herzen, geschundene Körper. Dissertation

Cover
Bertz und Fischer Verlag, Berlin 2010
ISBN 9783865053107, Gebunden, 254 Seiten, 25.00 EUR
[…] Wollen Frauen leiden? Wollen Frauen Opfer sein? Demut und Demütigung sind im Werk Lars von Triers eng verknüpft. Die Frauen mit den goldenen Herzen gehen duldsam in den Tod…

Jana Hallberg / Alexander Wewerka (Hg.): Dogma 95. Zwischen Kontrolle und Chaos

Cover
Alexander Verlag, Berlin 2001
ISBN 9783895810473, Broschiert, 453 Seiten, 24.54 EUR
[…] Als Lars von Trier im Mai 1995 auf einer Konferenz zum hundertsten Geburtstag des Films im Pariser Odéon-Theater ein feuerrotes Flugblatt mit dem "Dogma"-Manifest präsentierte,…


3 Presseschau-Absätze von insgesamt 205

Efeu 30.11.2018 […] Disney ist schuld: "The House that Jack Built" von Lars von Trier Im Standard-Interview klagt Lars von Trier über sein Leid darüber, dass ihm sein neuer Film, die Serienkiller-Farce "The House that Jack Built" (unsere Kritik hier), in mancher Hinsicht zu populär geraten sei: "Es wird immer schwieriger, Dinge einfließen zu lassen, die nicht schon benutzt sind. Ich gebe Disney dafür die Schuld. Ich […] Grundsubstanz hinweggehen und sich auf das Klein-Klein der Verweise und delikaten Bedeutungsspuren konzentrieren, die der Regisseur stets reichlich auslegt. Oder, um es großzügiger zu formulieren: Lars von Trier hat eine Neigung zur metaphysischen Überhöhung der Gewalt, und zweifellos wird es ihm auch mit 'The House That Jack Built' wieder gelingen, viele zu überzeugen, dass seinen Blutorgien beachtlicher […]
Efeu 29.11.2018 […] eigenen Genialität, und er lässt das Publikum an seinen inneren Zerwürfnissen teilhaben." Für taz-Kritikerin Barbara Schweizerhof ist Lars von Trier im Grunde genommen nur noch ein Troll. Und im Perlentaucher findet es Janis El-Bira "wirklich verstörend, dass Lars von Trier mit diesem Film vorerst seinen Platz unter jenen jammerlappigen männlichen Künstlerbiografien einnimmt, die ihr Verhältnis zur un […] enten" Mörder als Künstler hinterherschreiben: "Überzeugt von der eigenen Grandiosität, nennt er sich 'Mr. Raffinesse'. Doch Jacks Anspruch und das Ergebnis seiner Taten stehen, anders als bei Lars von Trier, so kreischend im Widerspruch, dass 'The House That Jack Built' der vielleicht lustigste Film des Regisseurs geworden ist, eine bis zum expressiven Ende große Meditation über das Lächerliche, an […]
Efeu 28.11.2018 […] Männermonstermythologie: Lars von Triers "The House that Jack Built" Bass erstaunt ist SZ-Kritiker Tobias Kniebe über Lars von Triers neuesten Film "The House that Jack Built", in dem der dänische Auteur einen Serienmörder als Künstler darstellt: Während der um Grenzüberschreitungen in früheren Jahren nicht verlegene Filmemacher sich in letzter Zeit in der Öffentlichkeit zunehmend als sensibel und […] vielleicht doch herstellbar sei, wenn schon nicht real, dann beim Inszenieren ausgedachter Grausamkeiten" - doch zu welchem Ende? Der Film "ist gedanklich weitgehend leer." Dietmar Dath seziert Lars von Triers Film in der FAZ als Genre: "Referenzkäse und Fußnotenspeck, mit denen er wirtschaftet, werden die Kunstfilm-Gemeinde in manche Falle locken. ... Der maskulin morose Gestus macht 'House' sozusagen […]
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3 Artikel von insgesamt 25

Herrenwitz des Narzissten

Im Kino 29.11.2018 […] Morden zur Geltung kommen, doch alles Mühen verstehen sie als Vergeudung an einer Welt im Niedergang. So potenzieren Selbst- und Weltekel einander wie in einem Spiegel. In einer Schlüsselszene in Lars von Triers neuem Film "The House That Jack Built" sitzt Jack (Matt Dillon) mit seinem bald 61. Opfer, einer jungen Frau (Riley Keough), die er verächtlich Simple nennt, auf dem Sofa. Als er ihre nackten Brüste […] öffnet sich. So bestätigt, greift Jack zum Küchenmesser und schneidet Simple die Brüste ab. Mit den ersten Blut- und Fettspritzern springt der Film gnädig zur nächsten Szene. Vieles von dem, was Lars von Triers Filme und seinen persönlichen Markenwert als Global Player des Autorenkinos ausmacht, kommt in diesen Minuten zusammen: Der schier endlose "build-up", bis die Gewalt sich endlich entlädt, das […] wird, wie Jack als Junge ein Entenküken misshandelt - auch wenn das Aufstöhnen im Kinosaal nicht zu überhören war. All das ist wohlkalkulierte Provokation. Wirklich verstörend ist hingegen, dass Lars von Trier mit diesem Film vorerst seinen Platz unter jenen jammerlappigen männlichen Künstlerbiografien einnimmt, die ihr Verhältnis zur untergangsgeweihten Welt nur noch im Sinne einer hyperästhetisierten […] Von Janis El-Bira, Lukas Foerster

Selbstportrait als Serienmörder

Im Kino 16.05.2018 […] ahnen wir schon, dass was hier anfängt nicht einfach nur ein neuer Killerfilm wird. Sondern das großangelegte Selbstportrait des Künstlers Lars von Trier, eine lange kreisende Poetik des Mordens. Foto: © Zentropa-Christian Geisnaes Ein neuer Lars-von-Trier-Film im Festival von Cannes, das ist dieses Jahr mehr denn je ein Politikum. Es ist erst sieben Jahre her, da wurde der dänische Regisseur […] die schön schrägen Streifen in der Nebenreihe "Un Certain Regard" versteckt werden: Dieser Eindruck will immer noch nicht weichen. Jedenfalls hat die nervige Frau aus der Eingangssequenz von Lars von Triers Film recht, Matt Dillon sieht verdammt nach Serienmörder aus. Gleichzeitig sieht er verdammt aus wie das alter Ego seines Regisseurs - nicht von der Physiognomie, aber von seiner Unbeirrtheit, […] Von Lutz Meier
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