Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
10.03.2007. In der NZZ vermisst der Graubündner Autor Leo Tuor eine Schneebrücke, die es ihm früher erlaubte, den Rhein zu überqueren. Im Tagesspiegel erzählt Jonathan Franzen, warum er das Gefühl hat, sich gegen die Erderwärmung engagieren zu sollen und warum er es dennoch nicht tut. Im Perlentaucher erklärt der polnische Publizist Adam Krzeminski, warum er die Parallele zwischen Islam und Kommunismus ablehnt. In der FR rechnet der Komponist Volker David Kirchner mit dem Musikbetrieb ab. Die SZ meint, dass die RAF-Terroristen auch nach jahrelangem Besuch von Therapiegruppen nicht zur Reue fähig sein werden.

NZZ, 10.03.2007

Der in den Graubündner Bergen lebende, surselvisch schreibende Autor Leo Tuor, beschreibt, wie ihm bei einem Gang durch die Berge eine Schneebrücke, über die er stets den Rhein überquerte, plötzlich abhanden gekommen war. So versuchte er, den Fluss gehend zu durchqueren: "Im eiskalten Rhein habe ich an jenem Jagdtag bis hinauf zum Bauchnabel die Folgen der Klimaerwärmung gespürt: das Verschwinden der einst für ewig gehaltenen Lawinenreste, der vadretgs, die den Hirten und Jägern als Brücken über Schluchten und Bäche dienten. Lawinenreste, Rutschschnee, verfestigte Schneemassen, Schneebrücken, erst jetzt, da sie fehlen, merkt der Bergler, welche Bedeutung sie hatten, um im Gebirge schneller voranzukommen, sei es, um Täler und Schluchten zu überqueren, oder sei es, um eine Runse hinunterzugleiten wie auf Skis und im Nu ein paar hundert Meter tiefer zu sein."

Besprochen werden Schnitzlers "Reigen" in Barbara Freys Zürcher Inszenierung und eine Werkschau zu Bernard Rudofsky in Wien.

In Literatur und Kunst schreibt Terezia Mora einen Essay über die Kärrnerarbeit des Romaneschreibens: "Wenn ich vier Jahre an einem Roman, nennen wir ihn: 'Alle Tage', arbeite, dann schreibe ich davon die ersten drei Jahre, und zwar sieben Tage die Woche, lauter Sachen, die man später zu nichts, aber wirklich zu gar nichts mehr gebrauchen kann. Unzählige Nichtsätze, die ich geschrieben haben muss, bevor ich den ersten Satz schreiben kann. Drei Viertel der Zeit, die mir für eine Arbeit zur Verfügung steht - maximal: meine Lebenszeit, drei Viertel also davon -, gehen für das Nichtwissen drauf:" (Leseprobe "Alle Tage")

Außerdem schreibt Albrecht Beutel zum 400. Geburtstag des Dichter-Pfarrers Paul Gerhardt. Und es werden viele Bücher besprochen, darunter Ulf Erdmann Zieglers laut Rezensent Roman Bucheli hinreißendes Romandebut "Hamburger Hochbahn" (Leseprobe).

Perlentaucher, 10.03.2007

In der von Perlentaucher und signandsight.com angestoßenen Multikulturalismus-Debatte geht der polnische Publizist Adam Krzeminski unter anderem auf die von Ayaan Hirsi Ali (hier) und Ulrike Ackermann (hier) gezogene Parallele zwischen Kommunismus und Islam ein: "Selbst wenn man im Kommunismus, zumal dem russisch-orthodox geprägten, das Instrumentarium einer politischen Theologie nachweisen kann, ihn - diese theoretische Totgeburt - mit einer über tausendjährigen monotheistischen Religion gleichzusetzen, ist eine grobe Vereinfachung. Die Differenzierung zwischen Stalinismus und Kommunismus hin oder her, er war - selbst in der Sowjetunion - nie eine tief verinnerlichte Religion, die von den Menschen getragen wurde, er war ein von oben mit Gewalt aufgezwungenes Glaubenssystem und eine soziale Verheißung. Und er implodierte wie eine Seifenblase von selbst bereits nach siebzig Jahren."

FR, 10.03.2007

Im Interview rechnet der Komponist Volker David Kirchner mit dem Musikbetrieb ab: "Wir sind eine reine Event-Gesellschaft geworden, auch in der kleinen Nische der Neuen Musik. Es fehlt völlig der Mut zum Risiko, vor allem im Opernbetrieb. Im Gegensatz zu den Intendanten früher möchte heute kaum mehr einer etwas wagen. Aufträge für Opern zu bekommen, ist nicht das Problem, aber es findet sich dann kein Haus, das diese Oper nachspielt. Der Musikbetrieb ist zum Wegwerfbetrieb geworden."

Weitere Artikel: Der Historiker Hans Mommsen erinnert an den führenden Kopf des Kreisauer Kreises Helmuth James Graf von Moltke, der morgen seinen 100. Geburtstag feiern würde.In ihrer "Plat du jour"-Kolumne berichtet Martina Meister von Frankreichs Entzücken über die Rückkehr des 34 Jahre lang von den Bühnen verschwundenen Popstars Michel Polnareff. Christoph Manus war dabei, als Ulf Erdmann Ziegler mit einer kurzen Lesung und im Gespräch mit Durs Grünbein seinen ersten Roman "Hamburger Hochbahn" (Leseprobe) vorstellte.

Besprochen werden eine Ausstellung, die Blicke auf Europa in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts vorstellt, in Brüssel, eine Ausstellung mit Schätzen der Ikonenkunst in Frankfurt, Folke Brabands Frankfurter Inszenierung von Neil LaButes Stück "Das Maß der Dinge" und ein Konzert des Quatuor Ebene mit dem Gast-Bratschisten Antoine Tamestit.
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Tagesspiegel, 10.03.2007

In einem hübschen Interview mit Sacha Verna erzählt Jonathan Franzen über seine Faszination für Vögel, sein Gefühl, sich gegen die Klimaerwärmung engagieren zu sollen und sein Problem mit der Familie: "Ich zweifle nicht daran, dass mein Vogelproblem auch damit zusammenhängt, dass ich die Gelegenheit, Kinder zu haben, in meiner langen, gescheiterten Ehe vermasselt habe. Nun übertrage ich meine Vaterinstinkte eben auf Vögel. Ein schlechter Ersatz, das gebe ich zu. Die engste familiäre Beziehung, die ich je hatte, war die zu meinen Eltern. Sie sind beide tot. Es ist merkwürdig, wenn die einzigen Familienbande jene zu Menschen sind, die gestorben sind. Natürlich habe ich Kathy (die Schriftstellerin Kathryn Chetkovich, Franzens Lebensgefährtin) und meine beiden Brüder. Trotzdem laufe ich Stunde um Stunde mit dem Gefühl herum, aufs Intimste mit dem Land der Toten verbunden zu sein."
Stichwörter: Jonathan Franzen

TAZ, 10.03.2007

Im Interview auf den Kulturseiten spricht der Schauspieler und Sänger Kris Kristofferson über sein neues Album "This Old Road", über Bärte, das Boxen und hartes Trinken: "Der Weg der Ausschweifung führt zum Palast der Weisheit ("The road of excess leads to the palace of wisdom"), gemäß William Blake. Ich denke, was man vom harten Trinken lernen kann, ist, dass es Vergessen verursacht. Wenn es das ist, was du haben willst, dann wirst du es auch bekommen. Unglücklicherweise führt es jedoch nicht zu einer langen Lebensdauer."

Weiteres: Es wird ein transkribierter Ausschnitt aus einer Audio-CD abgedruckt, auf der der jüngst verstorbene Philosoph Jean Baudrillard auf Deutsch über die Verführung nachdenkt. Henning Bleyl erzählt, wie der neue Bremer Generalintendant Hans-Joachim Frey ein "Modell für den Umbau des deutschen Stadttheaterwesens" schaffen will.

Besprochen werden Dalia Hagers und Vidi Bilus Film "Close to Home", Mark Lawrence' Komödie "Mitten ins Herz" und das Berliner Theaterfestival "Beyond Belonging" (pdf-Infos), bei dem auch Neco Celiks Inszenierung von Feridun Zaimoglus "Romeo und Julia"-Version zu sehen war.

In der zweiten taz findet Susanne Lang den Vorentscheid-Grand-Prix-Sieger "Frauen regiern die Welt" von Roger Cicero typisch deutsch: er hat die Themen "Geschlechtergerechtigkeit, Tradition, Multikulti", aber Swing hat er keinen. Auf der Meinungsseite sieht Daniel Bax in der Diskussion um Altachtundsechziger und Altlinke starke Kontinuitäten im Denkstil beim Wandel der Positionen.

Im Dossier des taz mag wünscht sich Dominic Johnson zum fünfzigsten Jahrestag des Beginns der Entkolonisierung Afrikas einen neuen Realismus: "Die alten monolithischen Afrikabilder hinter sich zu lassen und Afrika neu zu entdecken, so wie es ist - das wäre eine Herausforderung, die den großen Worthülsen und Erwartungen der vielen Feiern zu '50 Jahre Befreiung' in den nächsten Jahren angemessen wäre." Philipp Gessler erinnert zu seinem 400. Geburtstag an den Lieddichter Paul Gerhardt. Tobias Premper geht der Frage nach, ob der Serienmörder Fritz Haarmann möglicherweise einen Mitwisser hatte.

Rezensionen gibt es unter anderem zu Tanja Busse konsumkritischer Studie "Die Einkaufsrevolution", sowie zu DBC Pierres enttäuschendem Zweitling "Bunny und Blair" und neuen Kriminalromanen von Sara Paretsky und Fred Vargas (mehr dazu in der Bücherschau des Tages).

Und Tom.

Welt, 10.03.2007

Hanns-Georg Rodek meldet, dass ein Film mit 30 Regisseuren in Vorbereitung ist. Mit dabei seien zum Beispiel Gus Van Sant, Wong Kar-wai, Theo Angelopoulos, Ken Loach, Michael Cimino, Wim Wenders, Lars von Trier, Amos Gitai, Abbas Kiarostami, Chen Kaige. Der Film soll nur ein einziges Mal aufgeführt werden: zum 60. Geburtstag des Filmfestivals von Cannes. Volker Tarnow erinnnert an den Kirchenlied-Dichter Paul Gerhardt, der vor 400 Jahren geboren wurde. Wilhelm von Boddien erzählt, wie das Stadtschloss von Berlin zu seiner Kuppel kam. Art Garfunkel, der gerade eine neue CD herausgebracht hat, plaudert im Interview über seine Musik, seine Lektüre und seine Wandergewohnheiten. Uwe Schmitt meldet den Tod des Comic-Helden Captain America. Peter Dittmar berichtet, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages der Bonner Ausstellungshalle "Defizite kaufmännischen Handelns" vorgehalten hat. Cosima Lutz stellt den Astronauten und Dichter Story Musgrave vor.

Besprochen werden eine Brasssai-Retrospektive im Berliner Martin-Gropius-Bau, die Aufführung einer deutsch-türkischen "Romeo und Julia"-Geschichte im Berliner Hebbeltheater und die Ausstellung "Eros in der Kunst der Moderne" im Kunstforum Wien.

Die Literarische Welt bringt einen Vorabdruck aus Ralph Giordanos "Erinnerungen eines Davongekommenen". Besprochen werden unter anderem Jean Echenoz' neuer Roman "Ravel", Essays von Jonathan Franzen, Günter Brackelmanns Biografie Helmuth James von Moltkes, neue Bücher über den Kampf gegen den Terror und Christoph Neidharts Kulturgeschichte der Nudel.

SZ, 10.03.2007

Alex Rühle staunt über das Buch "Nach dem bewaffneten Kampf", in dem ehemalige RAF-Mitglieder wie Karl-Heinz Dellwo und Knut Folkerts über ihre Erlebnisse in einer Therapiegruppe berichten - es mache unter anderem klar, wie schwer es sei, Abstand von der eigenen Vergangenheit zu gewinnen: "So zeigt 'Nach dem bewaffneten Kampf' vor allem, wie absurd die Reueforderung an die noch inhaftieren RAF-Mitglieder ist. Reue setzt eine Distanzierung vom eigenen Tun voraus. Diejenigen, die hier zu Wort kommen, sind seit über zehn Jahren in Freiheit. Sie hatten die Kraft, bis zum Ende in dieser schwierigen Therapiegruppe zu bleiben, die ihnen überhaupt erst die Möglichkeit gab, 'unsere Geschichte anders als affirmativ anschauen zu können', wie Rollnik es ausdrückt. Und erst jetzt, nach so vielen Jahren zähen Zankens und Zusammenraufens, empfinden wohl einige von ihnen heimlich so etwas wie Reue."

Weitere Artikel: Thomas Steinfeld erkennt im Hamburger SPD-Bürgermeisterkandidaten Michael Naumann den "professionellen Amateur". Alexander Menden kommentiert die Polemiken des Evolutionsbiologen Richard Dawkins gegen alle, die Trost im Glauben finden.Carolin Pirich gratuliert dem Künstler Paul Wunderlich zum 80. Geburtstag. Johannes Waechter porträtiert den Sänger und Schauspieler Kris Kristofferson, der mit siebzig gerade ein Comeback feiert. Auf der Literatur-Seite erinnert Johan Schloemann zum 400. Geburtstag an den Kirchenlieddichter Paul Gerhardt. Eine Rezension gibt es zu Steven Carrolls Roman "Die Kunst des Lokomotivführens" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Besprochen werden Jeff Walls Fotoleuchtkästen im New Yorker Museum of Modern Art, ein Konzert mit Gustav Mahlers 7. Symphonie des br-Symphonieorchesters unter Mariss Jansson, Neco Celiks Inszenierung von Feridun Zaimoglus "Romeo und Julia"-Version am Berliner Hebbel-Theater, die Ausstellung mit den Stillleben Willem Kalfs in Aachen, ein Münchner Konzert des Pianisten Maurizio Pollini mit Musik von Stockhausen, Schumann und Chopin, Thomas Quasthoffs Jazz-CD "Watch What Happens", Alain Gsponers Film "Das wahre Leben" und die Ausstellung über frühe buddhistische Kunst aus Japan im erweiterten Museum Rietberg in Zürich.

In der SZ am Wochenende empfiehlt Hausmann Christian Nürnberger in jedem Fall weniger Mutter (oder Vater) und mehr Kinderkrippen. "Kinder brauchen vor allem: andere Kinder. Abgesehen davon, dass es, wie überall im Leben, auch unter Müttern glatte Versager gibt. Und was kann eine Hausfrau ihrem Kleinkind bieten, während sie putzt, wäscht, kocht und bügelt? Diese Zeit verbringt das Kind im Ein-Quadratmeter-Laufstall. In der Krippe könnte es unter der Aufsicht geschulten Personals vieles lernen, was es zu Hause nicht lernt. Ein kleiner Prinz, der zu Hause nur ein mütterlich-seufzendes 'du, du' hört, wenn er seine Mutter in den Arm beißt, bekommt in der Krippe von anderen Kindern gesagt: 'Böder Sack!' Oder es wird zurückgebissen. Das kann die weitere Entwicklung des kleinen Monarchen zum zivilisierten Mitteleuropäer enorm fördern. Wie man es anstellt, respektiert, gar gemocht zu werden, einen Freund zu gewinnen - das lernt man nicht zu Hause, sondern draußen, in der Welt der anderen Kinder."

Weiteres: Birgit Weidinger schreibt zum Sechzigsten des "Doc Martens". Dietrich Leube stellt den Zeremonienmeister am Münchner Königshof, Franz Graf Pocci vor. Vorabgedruckt ist eine Erzählung über den Nachruhm aus dem demnächst erscheinenden Band Robert Gernhardts "Denken wir uns". Steve Lake berichtet von wunderbaren, wenngleich eher illegalen Musikfunden auf YouTube. Im Interview spricht Wolfgang Joop unter anderem über "Hunger" und seinen Stoffwechsel: "Ich bin ziemlich verfressen, müssen Sie wissen. Mein Metabolismus ist so hoch, dass ich nie über eine Diät nachdenken müsste."

FAZ, 10.03.2007

Im Aufmacher berichtet Gina Thomas über eine in London versteigerte Korrespondenz Albert Speers mit einer Freundin aus der Nachkriegszeit, in der es um die Frage geht, ob Speer dabei war, als Himmler in einer Geheimrede ankündigte, dass alle Juden umgebracht werden würden. In seiner Gastrokolumne porträtiert Jürgen Dollase den deutschen Slow Food-Chef Otto Geisel, der die erste Slow-Food-Messe auf deutschem Boden vom 15. bis zum 17. Juni in Stuttgart vorbereitet. Timo Frasch berichtet von einem Prozess in Genf, in dem ein Leugner des Völkermords an den Armeniern belangt und dieser somit als solcher anerkannt wurde. Wolfgang Sandner bringt Igor Strawinsky eine Hommage dar - garniert mit Bildern aus einer Ausstellung über den Komponisten in Salzburg.

Besprochen werden Barbara Freys Inszenierung von Arthur Schnitzlers "Reigen" im Schauspielhaus Zürich, die Filmkomödie "Music and Lyrics" mit Hugh Grant, ein Auftritt der Rambert Dance Company mit einer Choreografie Merce Cunninghams in Dessau und eine Ausstellung zur Geschichte des Hamburger Elbufers im Hamburger Museum Altona.

Auf der Medienseite gratuliert Dieter Bartetzko Joachim Fuchsberger zum Achtzigsten. Geneldet wird, dass die Finanzgruppe Mecom des britischen Investors David Montgomery den Berliner Verlag nunmehr mehrheitlich übernimmt.

Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite geht's um Brian Ferrys Dylan-Platte, eine CD des Chansonniers Oren Lavie, zwei CDs mit spanischen Liedern eingesungen von Barbara Hendricks und von Joyce di Donato.

Bilder und Zeiten präsentiert eine Seite mit Tagebuchnotizen Martin Walsers von verschiedenen Geburtstagen am 24. März. Jochen Köhler erinnert an den Widerstandskämpfer James Graf von Moltke, der vor hundert Jahren geboren wurde. Jordan Mejias interviewt Joan Baez.. Zu den besprochenen Romanen gehört Marisha Pessls Roman "Die alltägliche Physik des Unglücks" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

In der Frankfurter Anthologie stellt Hans Christian Kosler ein Gedicht von Helmut Krausser vor: "über rom, im lichten hain".