Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
26.11.2005. Die NZZ bringt einen Schwerpunkt über die Türkei und Europa. Unter anderem erinnert sich Feridun Zaimoglu an eine gewisse Petra. In der Welt nennt die Kinderbuchautorin Kirsten Boie erschreckende Zahlen über das Lesevermögen von Kindern. Und Niall Ferguson empfiehlt das amerikanische Modell der Integration. In der FAZ porträtiert Werner Spies den amerikanischen Künstler Robert Longo. Die SZ findet Deutschland interessant - sofern man seine Individuen in den Blick nimmt.

NZZ, 26.11.2005

Sehr lesenswert! Die Beilage Literatur und Kunst beleuchtet das Verhältnis zwischen der Türkei und Europa aus verschiedenen Perspektiven.

Die Soziologin Nilufer Göle beschreibt, wie sich im Laufe der Jahre die Argumente für oder wider den EU-Beitritt der Türkei änderten. "In der Türkei, wo das 'Europäertum' kein selbstverständlicher Teil des historischen Erbes ist, hat man es freiwillig angenommen - als politisches Projekt, als Perspektive, die einen demokratischen Rahmen für eine neue Definition von Gemeinsamkeit und Differenz schaffen könnte. Für die europäischen Länder scheint keine Differenz zu bestehen zwischen der europäischen Identität und dem europäischen Projekt: Die Europäische Union ist quasi die letztgültige Ausprägung europäischer Identität, einschließlich des christlichen Glaubens. Unter solchen Prämissen wirkt die Kandidatur der Türkei als Bedrohung und verschärft die Sorge um die Wahrung von Identität und Grenzen. Doch die zunehmende Fixierung auf die eigene Identität steht einem 'gemeinsamen Traum' im Wege; und damit wendet sich der Reichtum des europäischen Erbes sozusagen gegen sich selbst - und gegen die europäischen Ideen und Werten zugeschriebene Universalität."

Die Philosophin Seyla Benhabib beschreibt die Türkei als ein Land, das sich "seiner Multikulturalität allmählich bewusst wird", während die Europäer plötzlich über "Kerneuropa" nachdenken. "Doch wir leben in einer Epoche der wesenhaften Instabilität aller Kategorien der Identität. Die türkische Nation vermag genauso wenig ihre multikulturellen und multireligiösen Ursprünge zu verleugnen, wie die Europäische Union ihre Grenzen ziehen kann, indem sie sich auf Religion und Kultur versteift."

Feridun Zaimoglu (mehr) erzählt seine kleine Geschichte der Einwanderung, in der auch eine gewisse Petra eine Rolle spielte: "Petra kam aus der Mittelschicht, ihr Vater war ein kunstsinniger Zwei-Meter-Mann mit Nickelbrille. In mir sah sie den Schwärmer aus der Unterschicht, sie wollte wissen, wie mein Leben aussah. Auch ich hatte eine Menge Fragen zu Kultur und Niveau. Wir wurden handelseinig: Sie sollte meine Räuberleiter sein und mich auf eine hohe Ebene heben helfen. Ich erzählte ihr im Gegenzug Geschichten über die eingewanderten Barbaren. 'Was', fragte sie mich, 'macht dich und deinesgleichen aus?' Ich musste nicht lange überlegen - 'Kampfsport und Herzblut', sagte ich, 'Pathos und Disziplin, Kitsch und Romantik, und dann natürlich die deutsche Regel'. 'Wir sind nicht beim Militär', sprach sie daraufhin, 'du musst dich selbst hinterfragen, nur so gelingt dir der Aufstieg.' Was meinte sie nur damit?"

Weitere Artikel: Die Dichterin Zehra rak stellt ihr Europa vor: Es heißt Üsküdar-Schöneberg. Der Islamwissenschafter Claus-Peter Haase beschreibt ästhetische Begegnungen zwischen der Türkei und Europa. Günter Seufert schreibt über das Verhältnis von Staat und Religion in der Türkei. Klaus Kreiser zeichnet die innertürkische Debatte über Fluch und Segen der "Verwestlichung" nach. Amelia von Gent schreibt über den heiklen Umgang mit den Menschenrechten in der Türkei.

Im Feuilleton mokiert sich Uwe Justus Wenzel über die grassierende Manifestitis, die jetzt auch die Geisteswissenschaftler angesteckt hat. Das von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften präsentierte Manifest kann ihn schon deshalb nicht beeindrucken, weil die wesentlichen Passagen aus einem 1999 publizierten Aufsatz von Jürgen Mittelstrass abgeschrieben seien, "der, wie es einleitend und schon damals zutreffend heisst, 'zugestandenermaßen nicht mehr ganz taufrische Thesen' feilbietet." Monika Carbe stellt die vom Unionsverlag herausgegebene Türkische Bibliothek vor. Peter Stadler erinnert an den vor 50 Jahren gestorbenen Komponisten Arthur Honegger. Besprochen werden eine Ausstellung mit Werken von Degas, Sickert und Toulouse-Lautrec in der Londoner Tate Britain und Bücher, darunter Jiri Kratochvils Roman "Der traurige Gott" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Welt, 26.11.2005

Die Literarische Welt beschäftigt sich heute mit Kinderbüchern.

Die Kinderbuchautorin Kirsten Boie nennt in einem flammenden Plädoyer fürs Kinder- und Bilderbuch erschreckende Zahlen - nur 0,3 Bücher pro Kind und Jahr werden noch gekauft: "Immer häufiger berichten mir bei Lesungen Grundschullehrer von Kindern, die nicht wissen, wie herum man ein Buch in die Hand nimmt, wie man darin blättert: Sie kennen keine Bücher. Lassen Sie uns raten, wie die schulische Prognose, anschließend die berufliche, für diese Kinder aussieht. Denn zum Zeitpunkt der Einschulung ist vieles schon entschieden; wir wissen heute, dass sich viele Entwicklungsfenster der Hirnreifung relativ früh schließen, sensible Entwicklungsphasen zeitlich begrenzt sind. Das Fenster für die Entwicklung des Sprachzentrums steht zum Zeitpunkt der Einschulung nur noch einen Spalt weit offen. Das ist grausam für die betroffenen Kinder und gefährlich für die Gesellschaft."

Außerdem erzählt Wieland Freund eine sehr kurze Geschichte der Kinderzimmer-Fantastik. Tilman Krause spricht Klartext über sein liebstes Kinderbuch. Besprochen werden in der Beilage unter anderem ein Band mit bisher unveröffentlichten Geschichten vom Kleinen Nick von Sempe und Dietrich Grönemeyers "Der kleine Medicus".

Im Kulturteil zitiert Berthold Seewald Zahlen des "8. Kulturbarometers", die das Zentrum für Kulturforschung, erhoben hat. Die Leute wollen nur noch leichte Unterhaltung, klagt er: "Wie dramatisch die Lage ist, erfuhr die Deutsche Orchestervereinigung durch den Vergleich der aktuellen Zahlen mit älteren Erhebungen. Danach hat sich die Zahl der bis zu 40-Jährigen, die wenigstens einmal pro Jahr die Oper besuchen, seit 1965 mehr als halbiert."

Weiteres: Gerhard Gnauck schreibt zum 150. Todestag des polnischen Nationaldichters Adam Mickiewicz. Kai Luehrs-Kaiser gratuliert Helmut Lachenmann zum Siebzigsten. Uta Baier geht noch mal dem Schicksal des "Nachmittag im Tuileriengarten" von Adolph Menzel nach, der nun nicht mehr in Dresden, sondern in London hängt. Einige Artikel widmen sich zudem Versteigerungen und Tendenzen auf dem Kunstmarkt.

Der Historiker Niall Ferguson kommentiert im Forum die Ereignisse in den Pariser Banlieues und singt ein Loblied auf das amerikanische Modell der Integration: "Im Amerika des freien Marktes gibt es leichter Arbeit für Einwanderer, und sie stehen auch, was Arbeitslosigkeit angeht, nicht schlechter da als Einheimische. Das Hauptproblem Europas ist, dass es sich nicht genug um die kulturelle Integration der Einwanderer kümmert. Im Gegenteil: Im Namen von 'Multikulturalismus' ermutigt man sie geradezu, ihre sprachlichen und kulturellen Eigenarten und Fremdbindungen zu behalten."

Und Eckhard Fuhr spekuliert über Wolf Jobst Siedlers Bücherbürste.

FAZ, 26.11.2005

In der ehemaligen Tiefdruckbeilage stellt Werner Spies den New Yorker Künstler Robert Longo vor. "Eine nächtliche Romantik steckt hinter diesen Bildern. Sonnenfinsternis legt sich über die Dinge. Man denkt an Auslöschung, an die verkohlte Welt der Wälder Max Ernsts, an die melancholischen Stimmungen in den abgeernteten Feldern Anselm Kiefers oder an das Endspiel von Gregory Peck und Ava Gardner in Stanley Kramers 'On the beach', ein Film, in dem sich unsichtbar eine tödliche radioaktive Wolke über die Überlebenden des nuklearen Krieges legt. 'Niemand hat jemals den romantischen Charakter meiner Arbeiten erkannt', erklärt Longo. 'In der Tat sind sie auf tragische Weise romantisch.'"

Weitere Artikel: Angela Merkel war nicht auf dem Bundespresseball, für Christian Schwägerl ein Beispiel ihrer "erfrischenden Souveränität". Italiens Institute für historische Forschungen sollen ihre Unabhängigkeit verlieren, die Leiter von der Regierung ernannt werden, berichtet Dirk Schümer. Neben italienischen Instituten protestieren nun auch deutsche gegen diesen Angriff auf die Unabhängigkeit der Geschichtsforschung. Jürgen Dollase hat sich von Ferran Adria bekochen lassen, der sich gerade "mitten in einer Phase der Neuausrichtung" befindet. Reiner Burger ist überzeugt, dass die geplante Waldschlösschenbrücke das Weltkulturerbe Dresdner Elbtal nicht beschädigen wird. In der Comic-Reihe stellt Andreas Platthaus Will Eisner vor. Martin Lhotzky unternimmt einen Rundgang durch die Wiener Theater. Wolfgang Burgdorf beschreibt die Folgen von Napoleons Sieg in Austerlitz. Eleonore Büning gratuliert Helmut Lachenmann zum Siebzigsten, Jürg Altweg gratuliert Claude Lanzmann zum Achtzigsten.

Besprochen werden eine Ausstellung des flämischen Genremalers David Teniers d. J. in der Kunsthalle Karlsruhe, ein Konzert von Robert Plant in Frankfurt, zwei Dokumentarfilme über Tschetschenien und Bücher, darunter Till Rammstedts Roman "Wir bleiben in der Nähe" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Auf der Schallplatten- und Phono-Seite geht's um neue CDs von Martha Wainwright, Marah und Big Star, eine Aufnahme der Alpensymphonie von Richard Strauss und Violinsonaten von Francesco Maria Veracini. Ulrich Schreiber schreibt über Formate - von der CD zu SACD und DVD.

In der Frankfurter Anthologie stellt Peter Wapnewski ein Gedicht von Walther von der Vogelweide vor:

"Die Magdeburger Weihnacht

Ez gienc eins tages als unser herre wart geborn
von einer maget dier im ze muoter hat erkorn,
ze Megdeburc der künec Philippes schone.
..."
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TAZ, 26.11.2005

Der Drehbuchautor Joss Whedon ("Buffy", "Angel", "Toy Story") spricht im Interview über seinen ersten Spielfilm "Serenity", der als Fortsetzung der rasch abgesetzten Fernsehserie "Firefly" entstand - und über Geeks: "Es passieren zwei Dinge gleichzeitig: Einerseits löst sich das Konzept des Geek auf. Einige von ihnen sind ziemlich reich geworden, so dass die Leute stutzen: Moment mal - wenn der Typ, den wir früher verprügelt haben, uns heute kaufen und verkaufen kann, ist das seltsam. Dann gibt es eine Art Retro-Geek-Chic. Ich meine Bands wie Weezer oder Elvis Costello. Im Internet findest du Broker, die über die 16. Episode der 5. Staffel chatten."

Weitere Artikel: Maik Söhler erklärt dass man am heute stattfindenden "Buy Nothing Day" am besten auch den Konsum konsumkritischer Güter vermeidet. Dirk Knipphals glossiert die Nazi-Vergangenheit des "Du bist Deutschland"-Spruchs. Eine einsame Besprechung ist dem türkischen Film "Kopf oder Zahl - Yazi Tura" gewidmet.

Im taz mag begibt sich Kolja Mensing auf Spurensuche nach seinem Großvater: "In seinem kurzen Leben war Jozef Kozlik zum Deserteur und zum Trinker geworden, zum Kriegshelden und zum Vaterlandsverräter, er hatte seine große Liebe gefunden und wieder verloren, und er war Vater gewesen, ohne einen Sohn gehabt zu haben. Er hatte mehr als sieben Jahre im Gefängnis verbracht und sich mit seiner Familie herumgestritten. Und er hatte bis zum Schluss der Vergangenheit hinterhergeweint. So etwas war alles gewesen." Jan-Frederik Bandel, Autor mehrerer Bücher über Hubert Fichte, versucht sich an einer Einschätzung des eigenwilligen Autors.

In der zweiten taz darf der Autor Joachim Lottmann ein weiteres Mal die deutschen Politiker loben und preisen. Die Pauschalkritiker der Politiker erinnern ihn dagegen an den "Stürmer". Im Interview spricht der Kölner Trainer Uwe Rapolder über Konzeptfußball und Lukas Podolski.

Bsprochen werden außerdem Bücher (mehr dazu in unserer Bücherschau ab 14 Uhr. Und es gibt eine kleine Literaturbeilage, die der Perlentaucher innerhalb der nächsten Tage auswertet.

Schließlich Tom.

FR, 26.11.2005

Jörn Klare berichtet aus Syrien, dem durch den Mehlis-Report unter Druck geratenen Geheimdienst- und Folterstaat. Aber es gibt mehr, etwa in der Hauptstadt Damaskus: "Hinter den Billighotels mit den Huren aus der ehemaligen Sowjetunion beginnen die Suqs der Altstadt. Ein Gewirr von Gassen, schräg und schief gebaut. Internetcafes und Teppichhändler. Wasserpfeifen und chinesische Billigtextilien. Die Markenfälscher lieben Puma und geben Nike und Adidas keine Chance. Der letzte Hakawati, ein Geschichtenerzähler, der jeden Abend in einem Cafe seinem Publikum vorliest, will für ein 30-minütiges Interview 40 Dollar, ein Fünftel des durchschnittlichen syrischen Monatslohns. Komplett schwarz verschleierte Frauen treffen auf perfekt geschminkte Teens in sehr engen Jeans und sehr engen T-Shirts."

Weitere Artikel: Silke Hohmann feiert das von der Star-Architektin Zaha Hadid erbaute Wissenschaftsmuseum "Phaeno" in Wolfsburg. Karin Ceballos Betancur empfiehlt in ihrer "Bonanza"-Kolumne, von den Erdhörnchen zu lernen.

Besprochen werden eine Inszenierung der "Liebe von Danae" bei den Richard-Strauss-Festspielen in der Dresdner Semperoper und dazu, in der Rheinmain-Kultur, unter anderem ein Auftritt von Nena und ein Konzert des King's Consort in Frankfurt.

SZ, 26.11.2005

Anlässlich von 100 Jahren Deutscher Städtetag (Website) fragt die SZ auf einer ganzen Seite : "Erleben wir eine Renaissance der Stadt?" Die Antwort fällt positiv aus. Gerhard Matzig schreibt: "Zu beobachten ist ein Reurbanisierungsprozess, der - wenngleich in einem bedeutend kleineren Maßstab - auch der globalen Entwicklung entspricht. Heute leben auf der Erde mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieser Trend wird sich nicht umkehren." In Deutschland freilich, beklagt Joachim Käppner, bildet sich die Bedeutung der Städte nicht im Einfluss des Städtetags auf die Politik ab: "Aber zu sagen hat er nichts. De facto, aber eben nicht de iure sind die Städte und Landkreise die dritte Ebene des Staatsaufbaus." Petra Steinberger verkündet "das Ende der Vororte".

Weitere Artikel: Reinhard J. Brembeck glossiert - wenn auch eher mit Galgenhumor - eine Statistik, die die beträchtliche Vergreisung des Klassik-Publikums belegt. Jürgen Berger porträtiert den jungen Musik- und Sprechtheater-Regisseur Sebastian Baumgarten. Stefan Kraft erzählt von Fällen, in denen "Behörden Antifa-Zeichen missverstehen". Die Weblogs haben die Peinlichkeit zuerst entdeckt, Anne Meyer-Gatermann reicht sie weiter: den "Den Du bist Deutschland"-Spruch der jüngsten Kampagne gab's schon bei den Nazis. Zum 70. Geburtstag wird dem Komponisten Helmut Lachenmann, zum 80. dem "Shoah"-Regisseur Claude Lanzmann gratuliert. Frankreich, meldet ein kurzer Bericht, debattiert über Musik aus den Banlieues.

Besprochen werden die große Ausstellung "Füssli - The Wild Swiss", die im zu alter Pracht restaurierten Zürcher Kunsthaus zu sehen ist, Patrice Lecontes mit drei Jahren Verspätung doch noch in Deutschland zu sehender Film "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier" und Bücher, darunter Guy Helmingers Erzählband "Etwas fehlt immer" und ein Porträt der Regisseurin Ruth Berghaus. (Mehr in der Bücherschau ab 14 Uhr.)

Im Aufmacher der SZ am Wochenende findet Gustav Seibt Deutschland gut, jedenfalls interessant: "Wenn man aber einen Schritt zurücktritt, die materiellen Sorgen für einen Moment beiseite setzt und das patriotische Gebarme bleiben lässt, darf man vielleicht in aller Ruhe (...) feststellen: Deutschland ist ein bemerkenswert interessantes Land. (...) Allerdings muss man, um das zu begreifen, die deutsche Gesellschaft nicht in ihrem Stil, sondern in ihren Individuen beschreiben - wie eigentlich immer in der deutschen Geschichte."

Vorabgedruckt wird ein Auszug aus Sibylle Lewitscharoffs im nächsten Frühjahr erscheinenden neuen Roman "Consummatus". Im Interview spricht der Schauspieler Matt Dillon über das Lesen und über Charles Bukowski, dessen Alter Ego er in seinem jüngsten Film "Factotum" spielt. Die schönste Bukowski-Anekdote erzählt aber die Interviewerin Rebecca Casati, nämlich von einer Hamburger Lesung des Autors: "Die Markthalle war gerammelt voll, Bukowski saß auf der Bühne und neben ihm war ein großer Kühlschrank mit Schnaps aufgebaut. Am Ende der Lesung hatte er alle Flaschen ausgetrunken, aber keinen Buchstaben vorgelesen. Woraufhin ein Tumult entstand."