Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
24.11.2005. In der Zeit schämt sich Navid Kermani für Machmud Achmadineschad. In der SZ zieht Jean Baudrillard Bilanz: Es gibt keine französischen Intellektuellen, keine französische Literatur und eigentlich auch kein Frankreich mehr. Die NZZ macht sich Sorgen um die Popmusik, der irgendwie alles Subversive abhanden kam. In der FR erklärt Camille de Toledo die französischen Jugendunruhen. Die Berliner Zeitung liebt es, wie Cecilia Bartoli die Finger knetet, wenn sie singt. In der Welt wird Bernd Neumann nicht konkret.

Zeit, 24.11.2005

"Ich schäme mich für den neuen iranischen Präsidenten, dessen Namen die Nachrichtensprecher hoffentlich nie werden richtig aussprechen können", bricht der Abscheu vor Machmud Achmadineschad aus dem Schriftsteller Navid Kermani hervor. "Ich schäme mich für seinen Aufruf, Israel zu vernichten. Ich schäme mich für die Verachtung, die er der säkularen iranischen Kultur entgegenbringt. Ich schäme mich für seine Anzüge, die grotesk schlecht geschnitten sind. Ich schäme mich für seine ungeputzten Schuhe. Angeblich wäscht er sich auch nicht... Kein Telefongespräch mit Iran, in dem nicht mindestens ein Witz über den neuen Präsidenten gerissen wird. Ein Beispiel? Bitte: Warum trägt der neue Präsident seit Neuestem einen Mittelscheitel? Um die männlichen von den weiblichen Flöhen zu trennen. Ja, ja, Sie lachen. Ich finde das nicht witzig. Der Mann ist mein Präsident."

Außerdem nutzt die Zeit die Synergieeffekte innerhalb des Holtzbrinck-Imperiums und druckt vorab einen Essay des irischen Autors Colum McCann aus dem neuen Kursbuch: "Die Lage in Nordirland ist keineswegs stabil, sondern eher in Aspik gegossen. Das Friedensabkommen hat sich als weitgehend tragfähig erwiesen. Es gibt noch immer tiefe Gräben zwischen katholischen und protestantischen Bevölkerungsgruppen, aber es explodieren keine Bomben mehr... Wenn es zu Schießereien kommt, dann meist zwischen rivalisierenden Drogenhändlern."

Weiteres: "Glanz wird das Ganze nicht erhalten", sagt Thomas E. Schmidt der Amtszeit des neuen Kulturstaatsministers Bernd Neumann voraus. Hanno Rauterberg empört sich über die Selbstherrlichkeit der Bahn, die sich ihm im Prozess um den Berliner Hauptbahnhof offenbarte. Jörg Lau hat sich mit einigen der türkischen Musiker ins Istanbuler Nachtleben gestürzt, die auf dem Stuttgarter Simdi-Festival auftreten sollen. Renate Klett trifft den sibirischen Komödianten Jewgenij Grischkowez, der beweist, dass Humor auch unter Extrembedingungen möglich ist. Joachim Riedl schlägt Alarm, da der österreichische Verein Orpheus Trust in seiner Existenz bedroht ist.

Besprochen werden Hermann Nitschs Passionsspektakel "Orgien Mysterien Theater" in der Wiener Burg, die Ausstellung "Flashback" in Basel mit Kunst aus den achtziger Jahren, Sasha Waltz' Tanzstück "Gezeiten" (mit dem sie sich von der Berliner Schaubühne verabschiedet), Peter Konwitschnys Witzversion von Cosi fan tutte" an der Komischen Oper in Berlin, zwei Dokumentarfilme über den Tschetschenien-Krieg, eine Hörspiel-Edition mit den Romanen von Patricia Highsmith, Helene Grimauds Liebespotpourri "Reflection" und die Ausstellung "Slavery in New York" in der Historical Society ebenda.

Im Aufmacher des Literaturteils feiert Georg Diez den wiederentdeckten ersten Roman von Truman Capote "Summer Crossing". Für das Dossier hat sich Ralf Kalscheur im Duisburger Bezirk Marxloh umgesehen, in dem Deutschlands größte Moschee entsteht.

NZZ, 24.11.2005

Anlässlich des bevorstehenden Auftritts von "Tokio Hotel" in Zürich macht sich Mercedes Bunz Gedanken über Kritik und Subversion, die der Popmusik irgendwie abhanden gekommen sind. Nur abseits der Medien und der Konzerne geht noch was. "Die neue Independent-Kultur ist hier von einer kühnen Ethik getragen, es heißt: 'Get up and go and do it yourself.' Man erwartet nicht mehr, von einer Plattenfirma entdeckt zu werden, sondern spielt auf sogenannten Guerilla-Gigs in Wohnungen von Freunden und vermarktet sein Album über seine Website: 'Hört auf, Alben in den Supermärkten zu kaufen, schaut uns an - wir haben eine Band gegründet', proklamiert sinngemäß Art Brut. Pop und Politik gehen heute eine neue Beziehung ein. Die laute Rebellion ist von einer leiseren Form des Aufbegehrens abgelöst worden. An die Stelle der Gegenkultur tritt die Gegen-Ökonomie der eigenen Nische."

Weitere Artikel: Jan Sternberg erzählt von der Multikultur in Temeswar, der "einzigen Stadt Europas, wo auf Rumänisch, Ungarisch und Deutsch auf jeweils eigenen Bühnen Theater gespielt wird". Markus Bickel beschreibt, wie die Medien in den westlichen UND den arabischen Ländern dafür sorgen, dass "vorgefasste Meinungen und bestehende Stereotype immer wieder reproduziert werden".

Besprochen werden neue Alben von Richard Hawley, Bitty McLean, Flanger, Jean-Philippe Verdin und Coco Rosie und Bücher, darunter Reinhard Jirgls Roman "Abtrünnig" und eine Monographie zur Heimatstil-Architektur in der Schweiz (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

FR, 24.11.2005

"Es geht mir um den Gegensatz zwischen der ökonomischen Rationalität und einem gewissen Romantizismus", sagt der französische Kultautor Camille de Toledo in einem Gespräch mit Cornelius Wüllenkemper über sein kapitalismuskritisches Buch "Goodbye Tristesse" und die Aufstände in den Banlieues. "Ein Mensch, der angesichts eines allein der Wirtschaftslogik gehorchenden Daseins sagt 'das reicht mir nicht, die Welt ist mehr als das', verhält sich wie Albert Camus' 'Mensch in der Revolte'. Er betreibt eine Art poetische Revolte. In den aktuellen Aufständen in Paris geht es dagegen um eine einfache Wirklichkeit: nämlich die soziale Misere der Menschen."

Weiteres: Guido Fischer schickt Notizen vom genreüberschreitenden nordrhein-westfälischen Vier-Städte-Festival "open systems". Besprochen werden die Ausstellung "Pasolini und der Tod" in der Münchner Pinakothek der Moderne, Patrice Lecontes Film "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier" und ein Gastspiel des Mariinskij-Theaters in der Bastille-Oper mit Dimitri Schostakowitschs Gogol-Oper "Die Nase".
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TAZ, 24.11.2005

"Wie wäre es, wenn der Mehr-Wert der Produktion nicht das Geld wäre", fragt die deutsch-französische Soziologin Genevieve Hesse (mehr hier) auf der Meinungsseite. "Eine Utopie - richtig. Die zu erzielenden neuen Werte könnten Ästhetik, emotionaler Ausgleich, Spiritualität, Glück, Freude sein - kurzum das Wohlbefinden eines größtmöglichen Teils der Menschen. Wie wäre es mit der Steigerung eines gesunden Selbst-Wert-Gefühls oder der Liebesfähigkeit als neues Ziel der Produktion? Zurzeit können sich Erwerbslose nämlich glücklich schätzen, wenn sie es schaffen, trotz der steigenden Verachtung gegenüber ihrem Status sich Inseln der inneren Produktivität zu bewahren."

Auch im Kulturteil geht es um den Mehr-Wert der Produktion! Dietmar Kammerer berichtet sehr detailliert über die Maßnahmen, mit denen die Filmindustrie unerwünschte Folgen der Digitalisierung des Kinos - wie Raubkopien - zu verhindern sucht. Was oft genug im Betrug am Kunden endet. "Technik setzt Recht. Was immer Gerätehersteller oder Rechte-Industrie an Standards festlegen, wird nachträglich vom Gesetzgeber legalisiert. DVD-Regionalcodes sind ein solcher Fall. Die 'Regional Playback Control' ist Teil der Verschlüsselung der Videodaten durch das 'Content Scrambling System' (CSS) und soll verhindern, dass eine DVD, die zum Beispiel in den USA gekauft wurde, in einem anderen Teil der Welt abgespielt werden kann. So, als ob die Seiten eines Buchs plötzlich schwarz würden, sobald es über eine Landesgrenze getragen wird."

Besprochen werden die Überblicksschau "Lichtkunst aus Kunstlicht" im Karlsruher ZKM, Patrice Lecontes Filmfantasie "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier", Lasse Hallströms Film "Ein ungezähmtes Leben", zwei Dokumentarfilme über den Krieg in Tschetschenien: "Weiße Raben" von Tamara Trampe und Johann Feindt und Eric Bergkrauts Porträt der Aktivistin Sainap Gaschajewa "Coca - Die Taube aus Tschetschenien".

Schließlich Tom.

FAZ, 24.11.2005

China lebt in Zeitkapseln von der Tradition bis zu Punk und Hightech, stellt Mark Siemons, der neue Kulturkorrespondent der FAZ im Lande fest, und illustriert es unter anderem am Fernsehprogramm: "Da werden die täglichen Dokumentationen über die Helden der Revolution und des Kriegs gegen Japan von Werbespots für Seifen und Gesichtscremes unterbrochen, in denen sich schöne Frauen in gigantischen, strahlend weißen Badezimmern räkeln; eine Serie nach dem Roman des China-Enthusiasten Lin Yutang über eine traditionelle Familie in den zwanziger Jahren zeigt im Abspann das Bild eines chinesischen Raketenstarts; die zahlreichen Galashows voll süßlicher Popmusik finden unter starker Beteiligung von Offizieren der Volksbefreiungsarmee statt, und zum Frühlingsfest rezitieren die beliebtesten Moderatoren Gedichte aus der Tang-Dynastie."

Weitere Artikel: Alexandra Kemmerer verfolgte eine Diskussion über die Nürnberger Prozesse im Justizminsterium in Berlin. Dietmar Dath gratuliert dem Autor und Fernsehmann William F. Buckley zum Achtzigsten. Jennifer Wilton berichtet über die neueste Protestbewegung in Paris - diesmal demonstrieren Praktikanten gegen ihren völlig rechtlosen Zustand. Dieter Bartetzko annonciert Umbaupläne für das Historische Museum in Frankfurt.

Auf der Kinoseite resümiert Andreas Rosenfelder 54. Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg. Judith Leister resümiert das 25. Internationale Festival der Filmhochschulen in München. Dietmar Dath unterhält sich mit dem Regisseur Joss Wheldon ("Serenity"). Und Michael Althen schreibt eine Glosse über die katastrophalen Kinozahlen in Deutschland.

Auf der Medienseite berichtet Jordan Mejias, dass auch der Starjournalist Bob Woodward in die unschönen Affären um die Enttarnung einer CIA-Agentin verwickelt ist. Werner D'Inka beobachtet die Entwicklungen in den Medien Georgiens nach der "Rosenrevolution". Jürg Altwegg meldet, dass bei Liberation (auch auf der Homepage) gegen Entlassungspläne gestreikt wird. Und Michael Hanfeld weist auf eine Dokumentation zur Lage der Mädchen in den französischen Banlieues hin, die zur publikumsfreundlichen Zeit von 0 Uhr in der ARD läuft.

Auf der letzten Seite unternimmt Jonathan Fischer einen Streifzug durch die französische HipHop-Szene, wo man sich mit der Stilisierung seiner Ausgrenzung in die Mitte der Gesellschaft rappt: "Heimische Rapper verkaufen, nicht zuletzt dank der 1994 gesetzlich verankerten Radioquote von mindestens vierzig Prozent französischer Musik, regelmäßig Hunderttausende von Alben und verfügen mittlerweile über ein Netzwerk von Radiostationen, Magazinen und ein eigenes Festival." Hannes Hintermeier berichtet über die fortwährenden Konflikte zwischen Verlegern und Übersetzern um eine angemessene Entlohnung. Und Wolfgang Sandner porträtiert den designierten Chefdirigenten der Frankfurter Oper Sebastian Weigle.

Besprochen werden ein Auftritt Marius Müller-Westernhagens in Frankfurt, Mozarts "Figaro" und Luciano di Berios "Passaggio" in Mannheim und der Film "Merry Christmas".

Berliner Zeitung, 24.11.2005

Ganz berückt berichtet Wolfgang Fuhrmann von Cecilia Bartolis Auftritt in der Berliner Philharmonie, den er ziemlich caesarisch fand: "Sie ist DA und macht sich alles untertan, Musiker und Publikum. Ob sie nun lacht oder leidet, zürnt oder fleht oder einfach nur sich freut über eine wieder einmal perfekt durchlaufene Koloratur - immer vereinen sich bei ihr naive Intensität der Existenz und künstlich-kunstvolle Theatralik, wie das eben nur bei Italienern möglich ist. Wenn sie singt, begleitet sie sich selbst mit ausdrucksvollen Gesten der linken Hand, während sie rechts die Finger knetet, wie um den nächsten Ton zu formen. Und wenn sie gerade nichts zu singen hat, dann scheint sie auch noch das begleitende Instrumentalensemble zu leiten, schwingt den linken Arm im Takt, wirft den Kopf hin und her und zeigt ihr römisches Profil."

Welt, 24.11.2005

Im Gespräch mit Stefan Kirschner bemüht sich der neue Kulturbeauftragte der Bundesregierung, Bernd Neumann, möglichst nicht konkret zu werden: "Allen Erwartungen der Kulturschaffenden gerecht zu werden, das würde an ein Wunder grenzen. Ich sehe mich als jemanden, der den Kulturschaffenden nicht hineinredet, sondern in sie hineinhört. Ich sehe mich als Vermittler und als Transporteur der Anliegen der Kultur in der Bundesregierung. Das Ziel ist, an den Rahmenbedingungen mitzuwirken, diese in enger Kooperation mit den Ländern so zu gestalten, dass Kunst und Kultur möglichst viel Luft zum Atmen haben."

Weitere Artikel: Paul Badde kommentiert eine neue Richtlinie des Vatikans, wonach Priester nicht nur keine Sexualität, sondern auch keine Homosexualität haben dürfen. Manuel Brug freut sich über die Ernennung neuer Chefdirigenten in Stuttgart und Frankfurt. Eckhard Fuhr verfolgte eine Diskussion über "Literatur und Politik" mit Klaus Harpprecht in Berlin. Hannes Stein liest den Thriller "The Scorpion's Gate" des ehemaligen Bush-Beraters Richard A. Clarke. Auf der Magazin-Seite unterhält sich Andin Tegen mit dem Schauspieler Benno Fürmann und seine Rolle "Merry Christmas".

Besprochen werden die große Johann-Heinrich-Füssli-Ausstellung in Zürich, Ulrich Hubs Stück "Remind me to forget" in Wiesbaden und viele Filme, darunter der Film "Das zweite Leben des Monsieur Manesquier" (mehr hier) von Patrice Leconte mit dem französischen Nationalheiligtum Johnny Hallyday, Scott Derricksons Film "Der Exorzismus der Emily Rose" (mehr hier), Till Franzens Film "Die blaue Grenze" (mehr hier), der Science-Fiction-Film "Serenity" und Lasse Hallströms Film "Ein ungezähmtes Leben" (mehr hier) mit Robert Redford.

SZ, 24.11.2005

"Frankreich ist ein Nebenprodukt der amerikanischen Kultur", sagt der französische Philosoph Jean Baudrillard, der für ein Gespräch mit der New Yorker Journalistin Deborah Solomon (hier der Originalartikel aus der New York Times) seine schon leicht angerostete Diskursmaschine noch einmal angeworfen hat. "Wir alle sind ein Teil davon; wir sind globalisiert. Wenn Jacques Chirac zum Irak-Krieg Nein sagt, ist das eine Täuschung. Es soll suggerieren, dass die Franzosen eine Ausnahme darstellen, aber es gibt keine französische Ausnahmestellung." Und als Solomon Baudrillards Reprisen seiner einst berühmten Theorien für "die Sorte von Sophistik" hält, derentwegen französische Intellektuelle so ermüdend wirkten, antwortet er. "Es gibt keine französischen Intellektuellen mehr. Was Sie französische Intellektuelle nennen, wurde von der Mediengesellschaft verschlungen." Und die französische Literatur? "Unglücklicherweise hat es die französische Literatur auch ohne Hilfe der Theorie geschafft, zu Tode zu kommen." Armes Frankreich!

Weitere Artikel: Christian Jostmann war auf einer von Jiri Grusa (mehr hier) ausgerichteten Tagung in der Diplomatischen Akademie Wien zu der Frage, wie die österreichische Literatur des 19. Jahrhunderts zur Entstehung des Nationalismus und dadurch zum Zerfall des Habsburgerreiches beigetragen hat, in dem Grusa einen gescheiterten Vorläufer der Europäischen Union erkennt. Alexander Kissler berichtet von einer denkwürdigen Begegnung zwischen dem "Anwalt des Rentablen" Heinrich von Pierer (mehr hier), und dem "Sprecher der Ausgegrenzten" Friedhelm Hengsbach (mehr hier) in der Katholischen Akademie in München. Sybil Gräfin Schönfeldt bewirbt redaktionell Band 12 der SZ-Kinderbuchklassiker-Reihe, Pamela Travers "Mary Poppins".

Besprochen werden die Michel Majerus-Schau "demand the best, don't accept excuses" in den Hamburger Deichtorhallen, ein Konzert der Münchner Philharmoniker unter Dirigent Jonathan Nott mit der Geigerin Veronika Eberle in Münchens Gasteig, Peter Prachls Inszenierung von Siegfried Wagners Oper "Der Kobold" am Theater Fürth, die Ausstellung "Imperium Romanum - Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau" im Kunstgebäude Stuttgart, Lasse Hallströms Film "An unfished Life" (für Rainer Gansera "ein subtiles Drama der Vergangenheitsbewältigung"), Christian Carions melodramatischer Kriegsweihnachtsfilm "Merry Christmas", Craig Brewers "fabelhafter Erstling" "Hustle & Flow" (dazu gibt es ein Interview mit dem Produzenten John Singleton), Johann Feindts und Tamara Trampes Dokumentarfilm über Täter und Opfer im Tschetschenienkrieg "Weiße Raben" (aus Sicht von Martina Knoben in der Beobachtung einer lost generation Michael Ciminos "The Deer Hunter" ähnlich, "einem der besten Antikriegsfilme, die je gedreht wurden") und Bücher, darunter Herta Müllers lyrische Collagen "Die blassen Herren mit den Mokkatassen" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).