Heute in den Feuilletons

Tack, und der Ton ist weg

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
27.02.2010. In der NZZ erklärt der Pianist Krystian Zimerman den Unterschied zwischen Lautstärke und Dynamik. Die taz war dabei als Frank Schirrmacher Martin Walser pathologisch nannte und Walser Schirrmacher quotensüchtig. In der Welt polemisiert Sonja Margolina gegen die Gesinnungskontrolle der liberalen Mainstream-Medien. Sascha Anderson (im ND) und Josef Haslinger (im Standard) nehmen Stellung zu Helene Hegeman. Die FR beobachtet, wie She She Pop auf der Bühne mit ihren Väter diskutieren. In der FAZ erklärt die "Human-Resources-Managerin" Anke Maruschka, wie man seinen Mitarbeitern kündigt. Die SZ weiß auch nicht, warum sie gerade beim Computerspiel "Heavy Rain" Probleme hat, jemanden zu erschießen.

NZZ, 27.02.2010

Warum hat Chopin so leise gespielt? Weil er mit seinen kleinen Händen nicht donnern konnte? Und wie spielt man heute eine chopinsche Attacke? Dazu erklärt der Pianist Krystian Zimerman in der NZZ-Beilage Literatur und Kunst im Interview: "Wir müssen ganz klar voneinander unterscheiden: Lautstärke und Dynamik. Die beiden Termini werden ständig miteinander verwechselt. Und wir haben mittlerweile Dynamik der Lautstärke gleichgesetzt, das ist kriminell. Chopin hat leise gespielt, ja, aber er hat unglaublich dynamisch gespielt. Da waren Spannungen in der Luft, dass die Leute vom Hocker gefallen sind. Heute vermisse ich die Dynamik, ich habe nur noch Lautstärke. Die Instrumente Chopins waren da ganz anders. Es fängt mit dem Dämpfer an. Wenn Sie heute auf einem Flügel den Finger von der Taste nehmen, macht der Dämpfer 'tack', und der Ton ist weg."

In Berlin leben 78 Prozent der Berufskünstler unter der Armutsgrenze, berichtet der Kunsthistoriker Christian Saehrendt. Zeit für eine Revision? Der Künstler und Kunstpädagogen Willi Kemper, den er zitiert, scheint das zu empfehlen: "Es fällt auf, dass die Mehrheit dieser 'armen Künstler' ihr Schicksal annehmen und es als gegeben ansehen. Mir fehlt bei ihnen fast völlig die Fähigkeit zur Analyse, zur rigorosen Bestandsaufnahme bezüglich der eigenen Situation. Im Grunde leben sie in der sich rasant verändernden Welt immer noch das Künstlerideal des 19. Jahrhunderts. Und peinlich und unwürdig sind die Träume von Künstlern, wenn sie dann mit 50 oder sogar 60 Jahren immer noch an ihren Durchbruch zum Star glauben."

Weitere Artikel: Patrick Straumann untersucht Symbolik und Funktion des Vorhangs bei Filmregisseuren wie Charles Chaplin, Alfred Hitchcock und David Lynch Laurent Stalder untersucht den Theoriehintergrund der gerade sehr erfolgreichen Deutschschweizer Architekten. Unter der Überschrift "Ai du scheene Schnitzelbangg" werden Gedichte präsentiert, über deren Hintergrund die NZZ ihre deutschen Leser leider im Dunkeln lässt.

Im Feuilleton wirft Otfried Höffe einen philosophischen Blick auf geplante Rechtsänderungen zur Strafbarkeit von organisierter Sterbehilfe. Peter Hagmann gratuliert dem Dirigenten Michael Gielen zum Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Maria Becker schreibt zum Tod des Kunsthändlers und Museumsgründers Ernst Beyeler. Besprochen wird die große Caravaggio-Ausstellung in den Scuderie del Quirinale in Rom.

Weitere Medien, 27.02.2010

Im Neuen Deutschland widerspricht Sascha Anderson den Kritikern, die Helene Hegemann vorwerfen, sie habe ja nicht selbst erlebt, was sie beschrieben habe: "Das Nicht-Erleben kreiden ihr nur jene an, die von Literatur nichts begriffen haben. Von Literatur nichts begriffen zu haben, ist allerdings kein Maßstab dafür, ob jemand das Wort ergreifen oder das Maul aufreißen oder die Stimme oder Einspruch erheben darf oder nicht. Das tragende Argument gegen 'Axolotl Roadkill' ist, dass Helene Hegemann, so gut oder schlecht sie es eben vermag, ihr Erfahrungs-'Defizit' durch Abschreiben kompensiert hat. Die Autorin hat ja keineswegs kopiert, sondern wohlweißlich umformuliert. Die Leistung des Umformulierens entspricht nicht dem, was die Kunstwelt als Leistung der Montage von Zitaten anerkennt."

Im Standard abgedruckt ist die Antrittsrede des neuen Mainzer Stadtschreiber Josef Haslinger, der sich mit Helene Hegemann, dem Internet und Intertextualität, wie Julia Kristeva sie versteht, auseinandersetzt: "Jeder Text, so schreibt Kristeva in ihrem Bachtin-Aufsatz, baut sich als Mosaik von Zitaten auf, jeder Text ist Absorption und Transformation eines anderen Textes. Die Erkenntnis, dass die Literaturgeschichte und das den Autor umgebende Sprachverhalten an seinem Text mitschreiben, ist jedoch keine Aufforderung, von nun an die Texte der Kollegen gezielt als Baumaterial für die eigenen Kathedralen zu verwenden. Julia Kristeva spricht nicht von 'copy and paste', sondern von Absorption und Transformation fremder Texte in eigene."

Der Literaturwissenschaftler Thomas Weitin erinnert, ebenfalls im Standard, daran, "dass noch für Goethe die Vorstellung eines 'geistigen' Eigentums des Autors so ungewohnt war, dass er sich darüber lustig machte".

Die dänische Zeitung Politiken bringt einen englischen Artikel für ihren Kniefall in Sachen Mohammed-Karikaturen: "The settlement was reached between Politiken and eight organisations representing 94,923 of the Prophet Mohammed's descendants in a move Politiken's Editor-in-Chief Toger Seidenfaden says shows that dialogue is the way forward."

Google und die Zeitungsverleger streiten sich weiter um ein künftiges Leistungsschutzrecht. Aber nicht alle CDU-Politiker eilen den Verlegern so eilfertig zur Hilfe wie Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Siegfried Kauder, Vorsitzender des Rechtsausschuss des Bundestags, bremst laut Heise eher: "Die von beiden Seiten vorgetragenen Argumente sind laut dem CDU-Politiker zumindest genauso bemerkenswert wie die Tatsache, dass sich 'zwei wirtschaftlich Starke gegenseitig die Zahlen um die Ohren hauen'. Er empfahl den Streithähnen zunächst, die Gegensätze ohne Eingreifen des Gesetzgebers auszugleichen."

TAZ, 27.02.2010

Der aktuelle Literaturbetriebsskandal ist noch immer nicht ganz abgefrühstückt, da erhebt ein fast vergessener anderer Skandal wieder sein Haupt. Es trafen sich, wie Jörg Magenau berichtet, Frank Schirrmacher und Martin Walser fürs Radio zum Gespräch, bei dem es jedoch nicht zur Versöhnung nach der 2002 ereigneten Entzweiung um Walsers Reich-Ranicki-Verunglimpfung "Tod eines Kritikers" kam. Magenau reportiert: "Schirrmacher deutete in seiner Mimik eine Stimmungslage an, die zwischen Gequältheit, Überdruss, Ekel, Erstaunen, Trauer, Milde, angenehmer und unangenehmer Berührtheit schwankte. Er äußerte sein Unverständnis darüber, dass Walser so exzessiv an dieser Kränkung festgehalten habe. 'Pathologisch' fand er das." Walser schießt zurück: "'Sie sind quotensüchtig und quotenabhängig', schrie Martin Walser und nannte Schirrmacher einen 'Machthaber'".

Weiterer Artikel: Katja Huber erzählt die Geschichte der 74-jährigen Naturwasser-Nacktbaderin Maria, die man hier auch in einer Radioversion anhören kann. Rudolf Balmer hat Elisabeth Badinters in Deutschland erst Ende März erscheinende feministische Abrechnung mit dem Fetisch einer "natürlichen" Mutterrolle "Le conflit" schon gelesen.

Besprochen werden die Performance "Testament", in der die Gruppe She She Pop das Verhältnis zur Elterngeneration mit den eigenen Vätern auf der Bühne aushandelt und Bücher, darunter Andreas Schäfers Roman "Wir vier" und Dietmar Daths "Rosa-Luxemburg"-Biografie (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Und Tom.
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Welt, 27.02.2010

In der Literarischen Welt polemisiert die Publizistin Sonja Margolina gegen das "Kartell von Forschern und Journalisten", das jede Kritik an der Klimaerwärmung abwehrt und dabei Skandale wie Climategate oder die einträglichen Nebengeschäfte des obersten Weltklimaratsherren Rajendra Pachauri unterm Deckel hält: "Das Problem besteht nicht in der wissenschaftlichen Ignoranz, sondern in der Gesinnungskontrolle, die der liberale Mainstream an allen gesellschaftlich brisanten Debatten routiniert ausübt. Indem die Medien die Skeptiker vom Fach ebenso wie die Klimagegner als Exoten in die Blogs abdrängten oder sie als Lobbyisten der Ölindustrie denunzierten, haben sie das oberste Gebot der Meinungsfreiheit verletzt. Manch ein Klimazelot entblödete sich nicht, IPCC-Kritiker als Trotzkisten zu verunglimpfen. Fast wundert man sich, dass noch niemand ein Strafdelikt 'Klimalüge' analog der Holocaustleugnung vorgeschlagen hat."

Außerdem ist ein Vorabdruck aus dem neuen Buch "Exit" von Meinhard Miegel zu lesen, der nach der großen Krise eine Abkehr vom Fetisch Wachstum propagiert. Im Editorial hält Tilman Krause im Fall Helene Hegemann fest, dass "das wahre Leben" keine literarische Kategorie sei, und fragt etwas lästerlich, ob die Hegemann-Bewunderer einfach nicht genug ihr eigenes "Jugendirresein" ausgelebt haben.

Weiteres auf der Feuilletonseite: Als "öffentlich-rechtliches Fiasko" bezeichnet Sven Felix Kellerhoff den französischen Geschichtsdreiteiler "Der Krieg", den die ARD ab folgender Woche zeigt und in dem offenbar vor allem Wochenschaubilder zusammengeschnipselt und nachträglich koloriert wurden. Keine Zertrümmerung des österreichischen Säulenheiligen Hans Moser hat Ulrich Weinzierl mit Franzobels Farce "Moser oder Die Passion des Wochenend-Wohnzimmergottes" in Wien erlebt, sondern ein beinahe "liebenswürdiges Trash-Drama". Stefan Grund bespricht Rene Polleschs Stück "Mädchen in Uniform" im Hamburger Schauspielhaus.

FR, 27.02.2010

Etwas Seltenes gelingt dem Performer-Kollektiv She She Pop in seiner "Testament"-Inszenierung, findet Tobi Müller. Die Performer holen ihre Väter auf die Bühne und verhandeln, zwischen eigenem Leben, "King Lear", Distanz und Direktheit Generationenfragen. Das Ergebnis ist, so Müller, nie sentimental und falsch versöhnlich ebenfalls nicht: "Auch die Alten ziehen vom Leder und fordern Respekt. Theo sagt: Im Griechischen heiße Respekt sowas wie Nachsicht. Das ist ein passendes Wort für diesen Abend, weil er, wie Lear ja auch, viel mit dem Sehen zu tun hat. Mit einer unsentimentalen Sicht auf Differenzen, Ängste, Schmerzen, und der geradezu Schillerschen Einsicht, dass ein vorläufiger Frieden nur im Schein zu haben ist."

Weitere Artikel: Ausführlich und an prominenten Beispielen belegt Moises Naim die folgende These: "Im Zuge der Finanzkrise sind viele erwartete Schreckensszenarien nicht eingetreten." (Der Artikel ist ein übersetzter Nachdruck aus der Zeitschrift Foreign Policy, deren Chefredakteur Naim ist - hier das englische Original.) Eine eher skeptische "Times Mager" widmet Harry Nutt der Sprachverschickungskampagne "Deutsch - Sprache der Ideen". Marcia Pally schreibt in ihrer Kolumne diesmal über pädophile Katholiken und eine trunkene Protestantin und die im Vergleich damit sehr unbescholtenen deutschen Muslime. Peter Iden schreibt zum Tod des Kunstsammlers Ernst Beyeler.

Besprochen werden die große Ed-Ruscha-Retrospektive im Münchner Haus der Kunst, das Blood-Red-Shoes-Album "Fire Like This" und Richard Wilkinson und Kate Picketts mit Gesundheitsstatistiken untermauertes Sachbuch mit dem Titel "Gleichheit. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

FAZ, 27.02.2010

Die "Human-Resources-Managerin" Anke Maruschka, in ihrer Firma zuständig für "Outplacement", erzählt, wie man einem Mitarbeiter kündigt. Auf keinen Fall sollte man andeuten, dass man mit ihm eh nie zufrieden war. "Wir empfehlen den Führungskräften, Ich-Aussagen zu treffen, also nicht zu sagen, das Unternehmen habe sich für eine Trennung entschieden, sondern: Ich habe mich entschieden, mich von dem Mitarbeiter zu trennen. Natürlich wird er fragen, warum er und nicht jemand anders. Dann legt die Führungskraft die Gründe dar, die sie aus ihrer Vorbereitung gewonnen hat, und zeigt ihm auf, warum es in der künftigen Struktur des Unternehmens keine Aufgabe mehr für ihn gibt."

Weitere Artikel: Edo Reents mokiert sich über Martin Walsers Wunsch nach einer mütterlichen Literaturkritik. Joachim Müller-Jung ärgert sich über einen Auftritt des Gesundheitsministers Philipp Rösler vor deutschen Krebsmedizinern in Berlin: Die Mediziner wollten über die Probleme sprechen, die mit immer mehr Patienten und immer teureren Behandlungsmethoden auf uns zukommen, Rösler aber setzte sich "auf das höchste ethische Ross, das in der virtuellen Realität einer völlig weltfremden Versorgungsutopie zu finden war". Jürgen Dollase isst bei einem "flämischen Primitiven", Gert De Mangeleer. Andreas Platthaus war bei einen Frankfurter Kolloquium über Roberto Bolano. Tilo Richter schreibt zum Tod des Galeristen Ernst Beyeler.

Besprochen werden Carsten Höllers Ausstellung "Divided Divided" im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, Frank Castorfs Inszenierung von Jakob Michael Reinhold Lenz' "Soldaten" an der Berliner Volksbühne, die Uraufführung von Michael Laubs Choreografie "Death, Dance und Some Talk" in Berlin und Bücher, darunter Javier Marias Roman "Dein Gesicht morgen" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Auf der Schallplatten- und Phono-Seite geht's um Aufnahmen, mit denen sich das Münchner Jazzlabel ECM in die Jazzgeschichte schrieb, eine CD von Johnny Cash, Konzertantes fürs Cello von Dutilleux und Lutoslawski mit dem Cellisten Christian Poltera und die Serie "Living Country Blues".

Für Bilder und Zeiten besucht Andreas Platthaus den Zeichner Ronald Searle und seine Frau Monica in der Provence. Jörg Becker erzählt, wie die Usbeken eine nachsowjetische Identität suchen. Matthias Hannemann hat einen Ortstermin mit dem norwegischen Widerstandsveteranen Gunnar Sönsteby in Berlin. Der Arzt Günter Gunia erklärt im Interview die Vorzüge der Akupunktur.

In der Frankfurter Anthologie stellt Sandra Kerschbaumer ein Gedicht Detlev von Liliencrons vor:

"Schwalbensiciliane
Zwei Mutterarme, die das Kindchen wiegen,
Es jagt die Schwalbe weglang auf und nieder
..."

SZ, 27.02.2010

Tobias Moorstedt feiert das neue Computerspiel "Heavy Rain" (hier die Website, hier ein Trailer), das anders ist als alle Spiele, die man so kennt. Schon deshalb, weil eigentlich gar nicht klar ist, worin das Ziel des Spiels überhaupt besteht: "Der Sog, den das Spiel nun zuweilen entwickelt, verdankt sich weniger der Animation oder dem 2000-seitigen Skript, sondern der Tatsache, dass Spielszenen regelmäßig Gefühle wie Unsicherheit, Scham, Sorge oder Stolz aktivieren, die man aus der Realität nur zu gut kennt. In Internet-Foren finden sich bereits Kommentare von erfahrenen Spielern, die 'sonst keine Probleme haben, im Spiel ein paar Kopfschüsse zu verteilen', nun aber aufrichtig über den Tod einer Figur betrübt sind, oder verwundert schreiben: 'Ich konnte ihn nicht erschießen.'"

Weitere Artikel: Auch bei der Eröffung der "Deutsch - Sprache der Ideen"-Kampagne präsentierte Deutschlands Außenminister einmal wieder, klagt Jens Bisky, "seinen mal verkrampften, mal aggressiven Schnee-Schipp-Liberalismus". Wolfgang Schreiber porträtiert den Dirigenten Michael Gielen, Träger des diesjährigen Ernst von Siemens Musikpreises. Christoph Neidhart beschreibt das Schicksal des in Tokio arbeitenden Polizeireporters Jake Adelstein, der nach einem Buch über die Yakuza in den Untergrund fliehen musste. Im Gespräch mit Tobias Kniebe erinnert sich Martin Scorsese an vier wichtige Momente seiner Regisseurskarriere. Eine dreifache Geburtstagscour: Christine Dössel gratuliert der Schauspielerin Margit Carstensen zum Siebzigsten, Susan Vahabzadeh Joanne Woodward zum Achtzigsten und Fritz Göttler Michele Morgan zum Neunzigsten. Holger Liebs schreibt zum Tod des Kunstammlers Ernst Beyeler.

Im Aufmacher der SZ am Wochenende plädiert Nikolaus Piper, für die Abschaffung aller Boni und Anreizsysteme, weil sie kapitalismuswidrig seien. Nicht nur aus Anlass des Freitods von Abmahnanwalt Günter von Gravenreuth beschreibt Johannes Boie, wie und von wem mit der Verfolgung von Raubkopierern durchaus nicht wenig Geld verdient wird. Harald Hordych besucht den Musiker Jean-Michel Jarre in seinem Studio. In der Reihe "Das war die Gegenwart" widmet sich Schorsch Kamerun dem Euro. Auf der Historienseite geht es um Deserteure der Wehrmacht. Eva Karcher unterhält sich mit dem Über-Kurator Hans-Ulrich Obrist über, na klar, die "Kunst".

Besprochen werden Frank Castorfs Inszenierung von Jakob Michael Reinhold Lenz' "Soldaten" (Peter Laudenbach kam das allerdings vor "wie die von einem Bauerntheater aufgeführte Imitation einer Castorf-Inszenierung"), Martin Scorseses neuer Film "Shutter Island" und Bücher, darunter Anne Webers Roman "Luft und Liebe" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).