Heute in den Feuilletons

Die süße Realität dieser Stunde

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
22.01.2009. Die Zeit bringt Grass' visionäres Tagebuch aus dem Jahr 1990: gegen die Einheit (Kohl), für die Einigung (Cool). In der FR erliegen Michael Rutschky und Durs Grünbein der Anmut beziehungsweise Erhabenheit Obamas. In der Welt meint David Grossman: Gegen die Hamas hilft nur eins: reden. Die SZ ist froh: Die Krise ist eine Chance für Architekten. In Spiked schreibt Frank Furedi über den neuen Antisemitismus in Europa.

FR, 22.01.2009

Michael Rutschky wurde bei der Amtseinführung Barack Obamas ganz weihevoll zumute: "Das wurde rasch bemerkt, als er die Vorwahlen, dann die Wahl zu gewinnen begann, seine außerordentliche körperliche Präsenz. Er besitzt 'grace', wie man auf Englisch sagt, Anmut - und seine Präsenz kommt schon gar heraus in seiner Stimme. 'Rich' nennt man das auf Englisch, wohltönend, tragend, voll, wobei etwas Metallisches verhindert, dass es bloß schöne Musik ist, Säuseln und Schmeicheln. (...) Stets hält er den Kopf ein wenig nach hinten geneigt - zur Anmut kommt zwanglos die Würde hinzu. Sie kommt ihm und allen, die ihm lauschen, zu von den Ahnen, jetzt, in diesem Augenblick. Für uns packten sie ihre Habseligkeiten zusammen und überquerten die Ozeane auf der Suche nach einem neuen Leben, für uns ließen sie sich ausbeuten und besiedelten den Westen, für uns ertrugen sie die Schläge der Peitsche und beackerten die harte Erde, für uns kämpften sie und starben, in Gettysburg wie in der Normandie."

Es war eine erhabene Stunde, schreibt Durs Grünbein. Schade aber, dass Elizabeth Alexanders "Inauguration Poem" nur ein "braves Stück Alltagslyrik" war. "Die poetischste Zeile der ganzen Veranstaltung stammte von der Moderatorin, der kalifornischen Senatorin Dianne Feinstein. 'The sweet reality of this hour', das ist schon beinah eine Verszeile. 'Die süße Realität dieser Stunde', und sie sprach sie mit einem feinen Lächeln, das etwas wahrhaft Bezauberndes hatte." Und noch was: "Hat man übrigens bemerkt, dass dieser Mensch Linkshänder ist? Man konnte ihn zum ersten Mal sehen, wie er Urkunden unterzeichnete. Ich habe die Hoffnung, dass mit ihm der erste Dialektiker der amerikanischen Geschichte ins Weiße Haus einzieht."

Weitere Artikel: Michael Kohler stellt das Kunstprojekt "2-3 Straßen" vor, mit dem Jochen Gerz das Ruhrgebiet für die Kulturhauptstadt 2010 verwandeln will. In Times Mager will Peter Michalzik Schüler lieber nicht bestimmen lassen, was sie im Deutschunterricht lesen sollen.

Besprochen werden Clint Eastwoods Film "Der fremde Sohn" mit Angelina Jolie und John Malkovich, eine Aufführung von Pfitzners "Palestrina" in München, die Ausstellung "E.W. Nay. Bilder der 1960er Jahre" in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt, Byron Howards Film "Bolt", Dror Zahavis Film "Alles für meinen Vater" und ein Konzert mit Julia Fischer und der Academy of St. Martin in der Alten Oper Frankfurt.

Aus den Blogs, 22.01.2009

Via Arts and Letters Daily. Der Soziologe Frank Furedi beschreibt in Spiked in einem langen Artikel den wachsenden Antisemitismus in Europa. Er zählt erschreckende Beispiele auf, in Frankreich, England, Italien, Spanien und Dänemark. "Historically, Denmark has been one of the most enlightened societies in Europe. During the Second World War, it stood out as a country were the Nazis could find virtually nobody willing to collaborate with their anti-Jewish policies. It is sad, therefore, to read reports today about Danish school administrators who recommend that Jewish children should not enrol in their schools. It began last week, when Olav Nielsen, headmaster of Humlehave School in Odense, publicly stated that he would 'refuse to accept the wishes of Jewish parents' who wanted to place children at his school, because it might create tension amongst the Muslim children. Other headmasters echoed his refusal to school the children of Jews, claiming that they were putting children?s safety first. Whatever their intentions, these pedagogues were sending the powerful message that, in the interests of 'health and safety', the ghettoisation of Jewish children can be an acceptable and even sensible idea."

Jörg Lau kommentiert die Meldung, dass die Berliner Bäder den "Burkini" erlauben, um ihre "Toleranz gegenüber Andersgläubigen? zu beweisen. "Also: Der Staat soll meinetwegen den Burkini akzeptieren, dann aber dazu das Maul halten und diesen prüden Irrsinn nicht auch noch adeln, indem man ihn für schariakonform erklärt. Oder er soll an der bisherigen Regelung festhalten und segregierte Bäder für Neomuslime in Kauf nehmen. Sollen sie doch ihre eigenen Bäder aufmachen. Was nicht geht, ist das jetzige Vorgehen, mit dem der Senat die Islamisierung des Alltags klammheimlich - und bizarrer Weise unter der Flagge 'Toleranz' - mit betreibt."

Hannes Stein schreibt in der Achse des Guten über Totalitarismus 3.0 und warum ihn die Al Qaida an die Bolschewiki erinnert. "Beides Organisationen von 'Berufsrevolutionären', die anstelle der allzu passiven 'Massen' (damals der Proletarier, heute der Muslime) agieren. Beide reklamierten das Recht, im Namen eben jener Massen zu töten, ohne jede Rücksicht auf 'kleinbürgerliche Moralvorstellungen'. Es hat sich-zumindest unter amerikanischen Konservativen-eingebürgert, von 'Islamofaschisten' zu sprechen. Bitte, der italienische Faschismus war eine Operettenveranstaltung. Warum nicht 'Islamobolschewismus'?"

Welt, 22.01.2009

Der Sieg gegen die Hamas ist nur ein Scheinsieg, meint der israelische Autor David Grossman, der nur einen Weg zum Frieden sieht - reden: "Mit den Palästinensern reden, das muss die wichtigste Folgerung aus dieser letzten blutigen Runde sein. Auch mit denen zu reden, die unser Existenzrecht hier bestreiten. Statt die Hamas jetzt zu ignorieren, sollte man besser die neu geschaffene Realität nutzen und sofort mit ihr in Dialog treten, nur so kann es zu einem Abkommen zwischen uns und dem gesamten palästinensischen Volk kommen."

Weitere Artikel: Holger Kreitling erinnert an Heath Ledger, der vor einem Jahr starb und heute wahrscheinlich für den Oscar nominiert wird. Manuel Brug lässt in der Leitglosse nochmal das musikalische Programm von Barack Obamas Amtseinführung Revue passieren. Hannes Stein hat das "Inauguration Poem" von Elizabeth Alexander übersetzt und erklärt, warum es ihm "nicht dicht genug gedichtet" ist. Hanns-Georg Rodek hat sich mit dem Schauspieler Christian Berkel unterhalten, aber angenehmerweise mehr über seine sehr frühe Arbeit mit Bergman (als 18-jähriger im "Schlangenei") als über seine Rolle in der "Operation Walküre".

Besprochen werden Filme, darunter Oskar Roehlers neues Werk "Lulu & Jim".
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FAZ, 22.01.2009

Der Schriftsteller Viktor Jerofejew hat sich für die russische Dschungelcamp-Version auf eine Insel verfrachten lassen, wenn auch nicht für lange. Die Erfahrung hat ihn das Fürchten gelehrt: "Ich war naiverweise auf die Insel gefahren, um mich selbst zu testen und um mich von bösen Gedanken abzulenken. Doch dann sah ich mein eigenes Land wie bizarr verkleinert, geschrumpft zu einer winzigen, von aller Welt abgeschnittenen tropischen Insel. Ich sah, dass auf dieser Insel wie in meinem Land alle Macht noch immer auf Gewalt beruht. Ich glaube durchaus nicht, dass die Leute vom Fernsehen ihrem Projekt bewusst faschistische Züge verleihen wollten. Es hat sich so ergeben."

Weitere Artikel: Jordan Mejias hat sich mit den US-Historikern Rodney Davis, John Stauffer, Douglas Wilson und William E. Leuchtenburg zusammengesetzt und sie zu ihren Eindrücken von Obamas Amtseinführungs-Rede befragt. John Stauffer sieht durchaus den Vergleich zum berühmten Vorgänger: "Lincoln war kraftvoll, er war streng, er war sehr klar, und genauso war Obama heute." Marcus Jauer kommt in seinem Kommentar zur Grünen Woche auf die etwas seltsame Idee, die Agrarwirtschaft gegen die Finanzwirtschaft auszupielen. In der Glosse staunt Edo Reents über Barack Obama als den jüngsten einer Vielzahl linkshändiger US-Präsidenten. Andreas Rossmann hat sich auf der Kölner Möbelmesse immcologne umgesehen. Karen Krüger porträtiert die Architektin Zeynep Fadillioglu, die als erste Frau der Türkei eine Moschee entwirft. Jan Brachmann erklärt, wie es zum neuen, von ihr nicht verschuldeten Etat-Defizit der Berliner "Deutschen Oper" kam. Zum Tod des Models und der späteren Kunsthändlerin Dina Vierny schreibt Peter Kropmanns. Auf der Filmseite gibt es einen kurzen Nachruf auf den Schauspieler Patrick McGoohan ("Nummer sechs") und einen Bericht über die Ausstellung "H.R. Giger - Kunst, Design, Film" im Frankfurter Filmmuseum.

Besprochen werden Stefan Puchers Münchner "Maß für Maß"-Inszenierung, ein Kölner Deichkind-Konzert, Dror Zahavis Film "Alles für meinen Vater" und Bücher, darunter Soren R. Fauth Wilhelm-Raabe-Studie "Der metaphysische Realist" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

TAZ, 22.01.2009

Späte Genugtuung erfahren iranische Künstler der Moderne, die nach der Islamischen Revolution zumeist unterdrückt wurden, berichtet Gisela Fock, etwa der Bildhauer Parviz Tanavoli, der heute hohe Preise in Auktionen erzielt: "Parviz Tanavoli ist einer der wichtigsten Vertreter der modernen iranischen Kunst, dessen Werk in den Jahren nach der islamischen Revolution 1979 nur noch wenig öffentliche Beachtung erfuhr. Nach mehreren Revolutionstribunalen wurde vom neuen Regime ein Ausstellungs- und Arbeitsverbot gegen ihn erlassen. Er verlor seine Tätigkeit als Professor für Bildhauerei an der Akademie der schönen Künste in Teheran und durfte seine Kunst auch nicht mehr in öffentlichen oder kommerziellen Galerien im Land anbieten. Zusammen mit seiner Familie musste er 1985 den Iran verlassen."

Weitere Artikel: Uwe Rada stellt die polnische Künstlerin Aleksandra Polisiewicz vor, die sich mit den städtebaulichen Plänen der Nazis für Warschau auseinandersetzt. Besprochen werden Oskar Roehlers Film "Lulu & Jim", Clint Eastwoods Film "Der fremde Sohn" und eiene DVD mit Romuald Karmakars Film "Warheads" von 1993.

In tazzwei erinnert Simone Schmollack an den Schauspieler Peter Köhncke, der 1964 in der DDR Stauffenberg spielte.

Und Tom.

NZZ, 22.01.2009

Aldo Keel berichtet vom Sturz der Krimikönigin Liza Marklund durch Schwedens Blogger. Marklund hatte in ihrem Bestseller "Mia" den Fall einer von ihrem libanesischen Mann verfolgten, geprügelten und vergewaltigten Frau als eine wahre Geschichte ausgegeben. Und dabei der Wahrheit ganz schön nachgeholfen, wie sich durch ein Buch der Journalistin Monica Antonsson herausstellte: "Zunächst hatten sich die Feuilletons überhaupt nicht für Antonssons Schrift interessiert. Dass das Buch dennoch zum Medienereignis wurde, ist einem Aufstand der Blogger zu verdanken. Nach geschlagener Schlacht erklärte Antonsson der Zeitung Aftonbladet, sie sei sich von Anfang an bewusst gewesen, dass sie in der Presse einen schweren Stand haben würde. Schließlich sei Marklund Kolumnistin bei Expressen, der Schriftsteller Jan Guillou, der mit Marklunds Verlegerin zusammenlebe, schreibe für Aftonbladet, und der Chefredaktor von Dagens Nyheter sitze im Verwaltungsrat von Marklunds Verlag."

Mächtig was los war bei Solothurner Filmtagen, wo der - mit öffentlichem Geld geförderte Film - "Räuberinnen" von Carla Lia Monti für Aufregung sorgte, wie Christoph Egger berichtet: "Worum geht's? Darum, einerseits, dass während anderthalb Stunden munter gehurt und vergewaltigt wird (erst Frauen, danach aber bevorzugt Männer, die das selbstverständlich genießen), gefoltert (mit Zungenabschneiden und Entmannung), unflätig geflucht und weißes, wabbliges Fleisch eines dicken Bischofs, der der größte Hurenbock von allen ist."

Besprochen werden die Ausstellung spätzaristischer Kunst "Russland 1900" im Institut Mathildenhöhe in Darmstadt, Erwin Wagenhofer Doku aus der Finanzwelt "Let's Make Money", Barbara Piattis Buch "Geografie der Literatur" und Qian Zhongshus Roman "Die umzingelte Festung".
Stichwörter: Christoph Egger, Geld

SZ, 22.01.2009

Gerhard Matzig sieht im Konjunkturprogramm der Bundesregierung auch eine Gelegenheit für den darbendsten der akademischen Stände: "Das Konjunkturprogramm ist deshalb auch eine einmalige Chance für die seit Jahren mit ihrer eigenen Krise befasste Architektenschaft. Zur Erinnerung: Während die Arbeitslosigkeit für Akademiker in den vergangenen Jahren stets zwischen drei und vier Prozent lag, waren schon vor neun Jahren 12,2 Prozent der Architekten arbeitslos, 2003 waren es 16,1 Prozent - und 2005 gar 16,6 Prozent. Hier liegt etwas brach, was die Gesellschaft für sich nutzen könnte. Zum Beispiel zur Beantwortung der Frage, wie sich aus einem Land der verödeten öffentlichen Räume ein Lebensraum gewinnen lässt, in dem es sich lohnt, gegen Krisen anzudenken und anzuarbeiten."

Weitere Artikel: Wie sich Barack Obama in die amerikanische Geschichte der großen Erneuerer einreihen könnte, erläutert in einem historischen Rückblick Andrian Kreye. Helmut Schödel berichtet vom - eher bigotten - Aufschrei, den der Wiener Theatermacher Hubsi Kramar mit seiner Absicht, den Fall Fritzl auf die Bühne zu bringen, ausgelöst hat. Von einer eher dubiosen Ranking-Liste der Gymnasien, die die Schweizer Öffentlichkeit einer von der Züricher Universität ETH veröffentlichten Statistik entnehmen zu können glaubt, weiß Alex Rühle. Stefan Koldehoff unterhält sich mit den Sammlern Klaus Maas und Dirk Krämer über das heute neu eröffnete Duisburger Museum DKM. Dieter Borchmeyer hat Martin Walser auf einer Lesereise in China beobachtet. Volker Breidecker gratuliert der Schriftstellerin Erika Runge zum Siebzigsten. Auf der Filmseite werden sämtliche vier rezensierten Filme - Bryan Singers "Operation Walküre", Oskar Roehlers  50er-Jahre-Melo-Pastiche "Lulu und Jimi", James Marshs WTC-Seiltänzer-Porträt "Man on Wire" und Mabrouk El-Mechris van-Damme-mit-V-Effekt-Reißer "JCVD" - sehr empfohlen. Auf der Medienseite erklärt Javier Caceres, warum "El Pais" in der Krise ist, obwohl es der Zeitung eigentlich nicht schlecht geht.

Besprochen werden Niklaus Helblings Frankfurter Uraufführung von Michael Lentz' Stück "Warum wir also hier sind", die Ausstellung "So weit kein Auge reicht. Berliner Panoramafotografien 1949-52" in der Berlinischen Galerie, Bruce Springsteens neues Album "Working on a Dream" und Bücher, darunter Edmundo Desnoes' Roman "Erinnerungen an die Unterentwicklung" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Zeit, 22.01.2009

Die Zeit druckt vorab einen Auszug aus Günter Grass' Tagebüchern aus dem Jahr 1990, die Ende des Monats erscheinen werden. Dazu gibt es ein Interview, in dem Grass nichts von dem Argument wissen will, die deutsche Teilung sei die Strafe für Auschwitz gewesen. "Das ist nie mein Argument gewesen. Ich bin immer gegen die Teilung, aber auch immer gegen die Form der Einheit gewesen. Die Einigung hat bis heute nicht stattgefunden."

Weiteres: Für den britischen Autor Terry Eagleton ist Barack Obama als erster schwarzer Präsident der USA der Beweis, "dass Geschichte, so tragisch sie sein mag, kein Schicksal ist". Peter Kümmel preist den Schauspieler Josef Bierbichler in seiner Rolle als Finanzverbrecher in Ibsens "John Gabriel Borkmann": "Dieser Borkmann macht auf die auffälligste, allerwuchtigste Weise kein Theater um sich. Er ist ein Baum, in dem die anderen nur nisten, die Weltschildkröte, die den ganzen Bau trägt - unansprechbar und unbeirrbar." Der an der American University of Paris lehrende Filmhistoriker Jerome Charyn schwärmt vom "Fremden Sohn" als Clint Eastwoods bisher dunkelsten Film. Hanno Rauterberg besichtigt das neue Porsche Museum in Stuttgart.

Besprochen werden Bruce Springsteens neues Album "Working On a Dream" (das Thomas groß wie der Soundtrack zu Obamas Wahlprogramm vorkommt), die CD "The Crying Light" von Antony and The Johnsons, eine Ausstellung zu Ernst Wilhelm Nay in der Frankfurter Schirn, Christian Stückls Inszenierung von Pfitzners Oper "Palestrina".

Auf der Meinungsseite beklagt Peter Jahn, Leiter des Deutsch- Russischen Museums in Karlshorst, den die osteuropäischen Opfer des Nationalsozialismus im Gedenken einnehmen. Das Dossier porträtiert Ruandas Präsidenten Paul Kagame.