Heute in den Feuilletons

Der Kostümfilm zum Schloss

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
20.12.2008. In der FAZ meint Richard Ford: Egal ob Obama Erfolg hat oder nicht: die Rassisten werden es ihm nicht verzeihen. Die NZZ bringt eine vertrackte Statistik zur Tugend des Schlankseins in Japan. Im Spiegel spricht Christoph Schlingensief über seine Krankheit. In der Welt erklärt der Rechtsanwalt und Publizist Klaus Faber, warum er den Begriff der "Islamophobie" absurd findet. Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung findet wenig Anklang.

NZZ, 20.12.2008

Literatur und Kunst bringt eine Beilage über Tugenden (Editorial). Am meisten interessiert uns Florian Coulmas' Artikel über die regierungsamtlich überwachte Tugend des Schlankseins in Japan. Darin eine interessante Statistik: Wer viel isst, muss auch viel zahlen. Am schlimmsten dran sind die Amerikaner: "Mit 3691 Kilokalorien pro Tag essen sie am meisten und zahlen pro Kopf am meisten für ihre Gesundheit: 6400 Dollar (2006). Die Japaner nehmen nur 2838 Kilokalorien zu sich und brauchen im Schnitt nur 2350 Dollar für ihre Gesundheit aufzuwenden." Und hier ein Hinweis für die Schweizer: "Natürlich lässt diese Korrelation keine Extrapolation nach unten zu. Dass, wer nichts isst, auch für seine Gesundheit nichts auszugeben braucht, stimmt zwar, aber nicht im Sinne der Förderung der Volksgesundheit."

Weitere Artikel in der Beilage: Andrea Köhler schreibt über Dankbarkeit. Roman Bucheli feiert das "Glück des Verlierens". Wilhelm Genazino schreibt eine hübsche vignette über das Warten auf einen verspäteten Zug. Uwe Justus Wenzel mahnt: Unfrei wäre der Mensch, "wenn ihm die Tugend zur bloßen Gewohnheit würde." Angela Schader verfertigt ein Nachtstück über die Gerechtigkeit. Birger P. Priddat fragt, "ob die Finanzkrise eine Tugendkrise sei". Der Musikwissenschaftler Anselm Gerhard fragt: "Braucht herausragende Musik Fleiß?" Und David Albahari erzählt eine kleine Weihnachtsgeschichte.

Im Feuilleton berichtet Beat Stauffer über eine Versöhnungskommission in Marokko, die einige Folterzentren des Königs Hassan II. zu Gedenkstätten umwidmen will und damit erregte Diskussionen im Land auslöst: "Dass aber eine solche Debatte überhaupt öffentlich geführt werden kann, muss positiv gewürdigt werden; Marokko nimmt in dieser Hinsicht einmal mehr eine Vorreiterrolle in der arabischen Welt ein." Andrea Köhler zitiert amerikanische Reaktionen auf die Verfilmung von Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser". Und Marc Zitzmann hat einen Scoop: "Trotz oder gerade wegen der Krise weihnachtet es in Paris sehr."

Besprochen werden eine Ausstellung mit holländischen Stadtansichten von Vermeer bis Jan Steen im Mauritshuis Den Haag.

Aus den Blogs, 20.12.2008

(via BoingBoing) Falls Sie noch ein Weihnachtsgeschenk suchen, hat Rhyme in Tyme einen wirklich originellen Vorschlag für Leute, die in jeder Situation arbeiten.

(via turi2) Golem meldet, dass Xing das amerikanische Nachrichtenportal Socialmedian gekauft hat, das ähnlich wie Google News Medieninhalte aggregiert, aber die Nutzer entscheiden lässt, welche Nachrichten sie wichtig finden: "Socialmedian sortiert die Nachrichten aus 19.000 Quellen, darunter Dienste wie Digg, Delicious, Twitter, Flickr, Facebook, Youtube, Google Reader und FriendFeed sowie Blogs und Medien. Dabei können individuelle Newsfilter auch mit anderen Nutzern im Netz von Socialmedian geteilt werden, wodurch Feeds zu speziellen Themen effizienter ausgetauscht werden sollen. Xing will diesen Dienst künftig integrieren und seinen Nutzern individuell gefilterte Nachrichten aus allen Internetquellen automatisch zur Verfügung stellen."

Stichwörter: Blogs, Google, Google News, Youtube

Spiegel Online, 20.12.2008

Im Gespräch mit Anke Dürr und Wolfgang Höbel redet Christoph Schlingensief bestürzend offen über den Stand seiner Krankheit: "Der Stand ist, dass ich circa zehn neue erbsengroße Metastasen habe in dem einen Lungenflügel, der mir nach meiner Operation geblieben ist. Das sieht nicht gut aus."
Anzeige

Welt, 20.12.2008

"Puccini ist einer der am schlechtesten edierten Komponisten. Und das bei seiner Popularität!", ärgert sich der Dirigent Riccardo Chailly. "Ich verbrachte Wochen damit, Hunderte von Alternativen in Toscaninis Dirigierpartitur der 'Fanciulla del West' aufzuspüren, die die Orchestrierung beeinflussen, ein sowieso schon komplexes Werk noch reichhaltiger, aber eben auch schwieriger machen. Puccinis Orchestrierung ist einem Ravel, Debussy oder Mahler ebenbürtig, aber Toscanini kam sehr spät zu den Proben - und hat alles vereinfacht! Das wurde dann als definitive Fassung übernommen. Mit zusätzlichen hohen Cs für Enrico Caruso!"

Außerdem: Manuel Brug schreibt zum 150. Geburtstag Puccinis. Thomas Lindemann spielt "Rise of the Argonauts". Besprochen werden Jan Bosses Inszenierung von zwei Hölderlin-Texten am Berliner Gorki Theater und die Ausstellung "Sitting Bull und seine Welt" im Überseemuseum Bremen.

Ein neuer Antisemitismusstreit in Deutschland? In der Literarischen Welt findet der Rechtsanwalt und Publizist Klaus Faber die Gleichsetzung von "Islamophobie" und Antisemitismus vollkommen abwegig. "Niemand will Muslime in allen Ländern angreifen und ausrotten oder ein muslimisches Land auslöschen." Faber erinnert diese Diskussion an Auseinandersetzungen in der deutschen Nachkriegszeit. "In den 50er, 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts - auch später - wurde in Deutschland gegen den Ausschwitz-'Vorwurf' oft mit einem Dresden-Vergleich ('Bomben-Holocaust') argumentiert. Wir sollten verhindern, dass jetzt eine ähnliche Entlastung mit der 'Islamophobie'-Konstruktion propagiert wird."

Außerdem: Zu Weihnachten schickt Josef Haslinger der Literarischen Welt eine Erzählung, die direkt ins deutsche Kulturleben zu führen scheint. Hans Maier fragt: Was bleibt von 1968? Ulrich Wickert interviewt Helmut Schmidt. Besprochen werden unter anderem Arnold Stadlers Buch "Salvatore" und die Comicbände "Mosaik" von Hannes Hegen.

Tagesspiegel, 20.12.2008

Auch bei Christiane Peitz kommt Heinrich Breloers "Buddenbrooks"-Verfilmung nicht so doll an: "Geschichte als Kulisse: 'Buddenbrooks' ist der Kostümfilm zum Schloss, das Interieur zur historischen Außenfassade. Weihnachten kommt er ins Kino. Und wie beim Berliner Schloss ist es bei so viel Blendwerk müßig, sich zum wiederholten Mal ernsthaft Gedanken über eine neue Bürgerlichkeit zu machen. Breloers Film fehlt die Fallhöhe, um die Lübecker Weltpremiere in Anwesenheit des Bundespräsidenten zum symbolischen Staatsakt zu verklären, zum Symptom für Wertewandel, neuen Familiensinn oder gar neue Verantwortungsethik. Es geht bloß um Stil und Dekor, Kleidermoden und Tischmanieren."

TAZ, 20.12.2008

Sehr gelitten hat der Thomas-Mann-Liebhaber Dirk Knipphals in Heinrich Breloers Film "Buddenbrooks". Wo der Ansatz nicht stimmt, stimmt am Ende gar nichts mehr, klagt er: "Alles an diesem Film soll groß, fett und beeindruckend wirken. Ein Lübecker Freilichtmuseum wäre sicher stolz auf die Requisiten und Nachbauten, die für die Dreharbeiten zusammengetragen wurden. Warum diese Ausstattungsorgie, warum all diese Pracht? Das historisierende Argument, dass es eben damals in Lübeck so ausgesehen habe, zieht nicht; selbst wenn jeder einzelne Frackknopf authentisch sein sollte, fokussiert der Kamerablick viel mehr Aufmerksamkeit auf die prächtigen Details, als es einem alltäglichen Blicken entsprechen würde. Warum also? Die Vermutung ist: weil Heinrich Breloer den Roman nicht eigentlich verfilmen, sondern in ihm schwelgen wollte."

Weitere Artikel: Vor dem seine Schatten vorauswerfenden Gedenkjahr 2009 schaudert es Christian Semler jetzt schon. Dietmar Kammerer schreibt über Til Schweigers Presse-Phobie und kommt auf den neuen Film "1 1/2 Ritter" nur kurz, knapp und vernichtend zu sprechen. Auf der Meinungsseite erklärt Tarik Ahmia, dass in der Wirtschaftskrise nur Pragmatismus hilft. In der zweiten taz gibt es von Detlef Kuhlbrodt die sehr Detlef-Kuhlbrodt-mäßige Weihnachtsgeschichte "Weil das Licht so doof ist" zu lesen. Jan Feddersen hat viele offene Fragen zur Freilassung von Christian Klar.

Besprochen werden Jan Bosses Sophokles-Hölderlin- Doppel-Inszenierung "Antigonae/Hyperion" am Berliner Maxim-Gorki-Theater, Didier Ruiz' Moskauer Dokumentartheater-Inszenierung "Dale recuerdos", die verbesserte Londoner Version der zuvor in Berlin zu sehenden "Babylon"-Ausstellung, und Bücher, darunter Sudhir Venkateshs soziologischer Ghetto-Bericht "Underground Economy" und Tim Wintons Surferroman "Atem" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Im Gespräch mit dem taz mag erklärt der Wiener Kulturwissenschaftler Robert Pfaller, dass die wahren Fallstricke in unseren vermeintlich befreiten Zeiten in der Illusion des Ganz-Man-Selbst-Seins drohen.

FR, 20.12.2008

Wilhelm von Sternburg erinnert zu dessen fünfzigstem Todestag an den Erfolgsschriftsteller Lion Feuchtwanger. Die Entdeckung eines römisch-germanischen Schlachtfelds im Harz kommentiert germanokritisch Christian Thomas. Harry Nutt sinniert in einer Times Mager über das Zeitalter der Abrufbarkeit im allgemeinen und die Live-Stream-Pläne der Berliner Philharmoniker im besonderen. In ihrer US-Kolumne schreibt Marcia Pally über Caroline Kennedy, die als Senatorin für New York die Stelle Hillary Clintons einnehmen will.

Besprochen werden Simone Blattners Frankfurter Inszenierung von Ödön von Horvaths Volksstück "Kasimir und Karoline", Jan Bosses Sophokles-Hölderlin-Mixtur "Antigonae/Hyperion", die Ausstellung "Atom & Literatur" im Literaturarchiv in Marbach, eine Neuaufnahme von Trevor Nunns "Cats"-Inszenierung in der Frankfurter Alten Oper, und Hubert Wolfs historische Bestandsaufnahme "Papst & Teufel. Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

SZ, 20.12.2008

Auf der Medienseite wittert Tobias Moorstedt neue Regeln im amerikanischen Nachrichtengeschäft, die vor allem von den großen Fernsehsendern definiert wurden: "Die erbitterte Rivalität von MSNBC und Fox News steht für ein neues Zeitalter der US-Mediengeschichte. Das alte Paradigma des amerikanischen Journalismus ('Opinon is free, facts are sacred') wird abgelöst durch die Herrschaft des Commentariat und der Punditocracy (die anti-demokratischen Neologismen bezeichnen die einflussreiche Kaste der Analysten und Polit-Prediger). Mit dem Motto Attacke statt Analyse sind die Kabelsender sehr erfolgreich. CNN, MSNBC und Fox News haben einen Marktanteil von 46 Prozent im TV-Nachrichtengeschäft - und die großen Sender ABC, NBC und CBS weit hinter sich gelassen."

Auf einer Tagung in München zum sechzigsten Geburtstag des Theologen Friedrich Wilhelm Graf wurde heftig über die Bedeutung von Religion und Normkonsens für den Zusammenhalt des Gemeinwesens diskutiert. Auf dem Podium, aber, wie Johan Schloeman in einem schwer verdaulichen Bericht zusammenfasst, auch abseits: "Der 79-Jährige [Jürgen Habermas] sagte zu dem 39-Jährigen [Christoph Möllers] in der Kaffeepause: 'So kommen Sie in Teufels Küche!' Denn Habermas schien in dieser Debatte auf denkwürdige Weise den klugen jungen Kontrahenten wie eine lebende Bestätigung der 'Erschütterung des Normbewusstseins' zu erleben, vor der er warnt. Grob gegenübergestellt lautet der Gegensatz: Habermas setzt auf Begründungen der Demokratie in der Deliberation; Möllers reicht (in der Nachfolge Luhmanns) das Verfahren, die demokratische Stimmabgabe, als solche zur Legimitätsstiftung. Was aber, so Habermas' Sorge, wenn das ganze System durch fehlenden normativen Konsens auseinanderfliegt? 'Unser Rezept', sagt Christoph Möllers forsch, 'ist die Ordnung, die wir haben.'"

Weitere Artikel: Im Auszug aus einem Seminar, das er in München gab, blickt der marxistische Urbanist Mike Davis ("City of Quartz") alles andere als hoffnungsvoll auf die Zukunft unserer Städte in Zeiten der sich verschärfenden Klimakatastrophe. Alex Rühle ist nach Island gefahren, um die wie eine Naturgewalt über die Insel kommende Finanzkrise mit eigenen Augen zu sehen. Manfred Flügge erinnert zu dessen fünfzigstem Todestag an Lion Feuchtwanger.

Besprochen werden die Uraufführung von drei Neil LaBute-Einaktern in Bonn, die große Peter-Doig-Ausstellung in der Frankfurter Schirn, Til Schweigers Ritterfilmparodie "1 1/2 Ritter" und Bücher, darunter Aharon Appelfelds Roman "Blumen der Finsternis" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Im Aufmacher der SZ am Wochenende erklärt Kurt Kister, was es ist, das die Deutschen am zusehends verklärten Helmut Schmidt so schätzen. Gottfried Knapp wirft Molekularküche und Fast Food in denselben Topf und hält beides für sich schon für ungenießbar. Andrian Kreye hat eine Berliner Ausstellung des Fotografen wowe besucht. Rebecca Casati hat die Schauspielerin Ludivine Sagnier in Paris getroffen. Abgedruckt wird Kay Weiands Erzählung "Weihnachten ist Zahltag". Harald Hordych unterhält sich mit dem "Asterix"-Zeichner und (wie viele finden: nach Rene Goscinnys Tod leider auch) -Autor Albert Uderzo über "Helden" und über die anderen Zeiten, in denen alles begann: "Es gehörte zum guten Ton, über Sartre zu philosophieren. Und niemand verstand niemanden."

"My ending is despair, scheinen diese Verse zu sagen", schreibt Gustav Seibt zu einem nachgelassenen Sonett aus Johannes R. Bechers letzten Lebenstagen, das jetzt in Sinn und Form veröffentlicht wurde. Hier die erste Strophe:

"Er sagte stets zu allem ja und amen,
Das Unerklärliche hat er verklärt
Und gab ihm einen Sinn und einen Namen.
So hatte er sich jahrelang bewährt
..."

FAZ, 20.12.2008

Die bloße Tatsache, dass mit Obama ein Schwarzer gewählt wurde, veranlasst Richard Ford ("Die Lage des Landes") noch nicht, seinen festen Glauben an das Böse in Amerika aufzugeben. Sollte Obama Erfolg haben, wird sich der Rassismus "nun noch tiefer in den Untergrund" vergraben. "Das gilt aber einzig und allein, wenn Präsident Obama erfolgreich ist. Sollte er weniger als erfolgreich sein, sollte er scheitern, dann wäre sein eindrucksvoller Status als 'besonderer Präsident', als derjenige, mit dem alles anders wurde, rasch eine Bürde für ihn - und auch eine Bürde für das Land, weil dann das Rassendenken wieder Aufwind bekäme. Das ist das Risiko, das die Wahl Obamas bedeutet."

Weitere Artikel: In der Leitglosse schreibt Tobias Rüther über den Tod von "Deep Throat". Jürgen Dollase feiert in seiner Gastrokolumne den in Hessen praktizierenden Koch Andre Grossfeldt. Wolfgang Sandner nimmt gerührt und endgültig Abschied von Alfred Brendel, der in Wien das letzte seiner letzten Konzerte gab und ausgerechnet mit Mozarts "Jeunehomme"-Konzert beiläufig adieu sagte.

Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite stellt Jürgen Kesting einige Ausgrabungn mit Fritz Wunderlich vor (der unter anderem mit Joan Sutherland in Händels "Alcina" sang). Außerdem geht's um eine CD, auf der Charles Aznavour Duos mit berühmten Kollegen singt, um den Rockpianisten Chuck Leavell und um Weihnachtsmusik mit dem Ensemble Singer Pur.

Auf der Medienseite teilt Sabine Pamperrien den neuesten Zwischenstand in der Affäre um die China-Redaktion der Deutschen Welle mit: "Hätte nicht ausgerechnet jene Redakteurin, deren öffentliches Lob für die KP Chinas die öffentliche Debatte auslöste, mit einem manipulierten Interview im Sender das Versagen genau der Kontrollmechanismen unter Beweis gestellt, deren effektives Funktionieren (der Deutsche Welle-Intendeant Erik) Bettermann immer wieder behauptet hatte, wäre die Diskussion womöglich schon im Sande verlaufen." Außerdem erfährt man, dass die Website Hartplatzhelden.de nach einem Gerichtsbeschluss wohl nur unter Auflagen Fußballspiele aus den Amateurligen übertragen darf. Auf der letzten Seite porträtiert Jakob Strobel y Serra den Dreisternekoch Klaus Erfort.

Besprochen werden Horvaths "Kasimi und Karoline " in Frankfurt und Til Schweiger Film "1,5 Ritter" (von Michael Althen in aphoristischer Kürze abgefertigt).

In Bilder und Zeiten schreibt Julia Spinola über neue Erkenntnisse der Musikpsychologie. Rose-Maria Gropp erinnert an die Versteigerung von Andy Warhols Nachlass vor zwanzig. Andreas Platthaus inspiziert das Inventar der Seidelschen Verlagsdruckerei, das wie durch ein Wunder über Jahrhunderte erhalten blieb. Auf der Literaturseite werden Gustav Seibts Studie über "Goethe und Napoleon" und Roger Willemsens Essay "Der Knacks" bsprochen. Für die letzte Seite führt Marco Schmidt ein Hotelzimmerinterview mit Samuel Jackson.

In der Frankfurter Anthologie stellt Hermann Kurzke ein anonymes Kirchenlied aus dem 15. Jahrhundert vor: "Es kommt ein Schiff, geladen
Bis an den höchsten Bord,
Trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
Des Vaters ewig's Wort..."