Magazinrundschau

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag Mittag

Die Magazinrundschau

09.02.2004. Die London Review of Books weiß jetzt endlich, wie Godot zu seinem Namen kam. Der New Yorker analysiert die Außenpolitik der amerikanischen Demokraten. In Outlook India fasst Ian Buruma die Thesen seines neuen Buchs über den Okzidentialismus zusammen. Das TLS streitet über Hamlets Handicap. Im Espresso befürchtet Umberto Eco einen Exodus der italienischen Intelligenz. Im Spiegel nennt Alexander Fest seinen früheren Autor Thor Kunkel einen "rechten Schläger". Die New York Times feiert einen Roman über die Heimtücke und das Konkurrenzgehabe unter feministischen Lyrikerinnen.

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02.02.2004. Outlook India und Wired feiern die Informatik-Inder. In Le Point ist Bernard-Henri Levy das Kopftuch schleierhaft - außer bei den Frauen des Propheten. Die New York Review of Books beobachtet die Rückkehr der Taliban nach Afghanistan. Folio widmet sich ganz dem world wide web und stellt Tim Berner-Lees neues semantic web vor. Der Merkur singt ganz zauberhafte NVA-Lieder. In Dissent untersucht Fawaz A. Gerges arabische Politik vor, während und nach dem Irak-Krieg. Der Nouvel Obs porträtiert den Philosophen Paul Ricoeur. Das TLS lobt die Evolution. Im Express erklärt Daniel Cohen: Globalisierung wäre gut, sie müsste nur klappen.

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26.01.2004. Prospect findet männliche Schriftsteller mit großen Ideen - in Australien. Der Economist verabschiedet höflich Kiharu Nakamura, die letzte große Geisha. Der Nouvel Obs beklagt die Zustände im literarischen Milieu Frankreichs. Die London Review of Books findet sich plötzlich in Londonistan wieder. Im Spiegel wundert sich Jana Hensel über die Identitätskrise der Erfurter. Outlook India porträtiert den Regisseur der Bollywood umkrempeln wird: Ram Gopal Varma. Das New York Times Magazine beklagt die Tyrannei des Copyrights.

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19.01.2004. In Atlantic Monthly fordert Francis Fukuyama eine permanente demokratische Revolution auf der ganzen Welt. Der Economist erstellt unser Ekel-Profil. Das NYT Magazine hat Mäuse gesehen, mit Lenden wie Fleischrindern. Moskowskije Novosti stellt das Theater des Internetzeitalters vor. Kein Internet mehr auf Kuba - Encuentros schickt ein Rauchzeichen.

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12.01.2004. Reportajes erinnert an die freundschaftlichen Besuche Jorge Luis Borges' bei General Pinochet. In Atlantic Monthly ruft Kenneth M. Pollack die US-Regierung angesichts nicht vorhandener Massenvernichtunswaffen im Irak zur Selbstkritik auf. Im Express spricht Martin Scorsese über Blues. Dem New Yorker wurde bei der Betrachtung eines Bergsteigerfilms ziemlich schwindlig. Die NY Times Book Review bespricht den neuesten Theroux und porträtiert Franco Moretti. Das TLS feiert das 19. Jahrhundert als Goldenes Zeitalter der Homosexualität.

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05.01.2004. Arthur Miller staunt in The Nation über Castros Verlangen nach Liebe. Auch Schweine weinen, behauptet Jeremy Rifkin im Espresso. Folio weiß, wo Sterben strafbar ist. Der New Yorker porträtiert Howard Dean. Die New York Times Book Review liegt Stephen King zu Füßen. Clarin erinnert an die Zapatistas. "Es gibt nichts Nervenderes als den Akt", erklärt Gerard Depardieu in Le Point.

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29.12.2003. In der New York Review of Books stellt Oliver Sacks klar: Bewusstsein ist kein fließender Strom. Im Nouvel Obs trägt Michel Serres ein Ei vom Kühlschrank zur Pfanne. Die New York Times Book Review sucht die Haare auf dem Kinn von Lucia Joyce. Outlook India analysiert Indiens Jugend. Der New Yorker wäre am liebsten mit Lorraine Hunt Lieberson (Mezzosopran) allein auf der Welt.

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22.12.2003. Prospect wettert gegen französische Korruption, der Economist gähnt bei französischen Witzen. Der Merkur bringt eine Karfreitagsnummer. Outlook India schwärmt von deutscher Präzisionsarbeit. Im Espresso träumt Umberto Eco von einem großen Krieg. In Kafka erzählt Ales Knapp, warum die Tschechen Milan Kundera nicht mögen. Die Revista de Libros erklärt, nichts wäre schwerer zu ertragen als ein spanischer Literaturpreis. Das TLS empfiehlt eine zweibändige Bibliografie des Kaffees. Die London Review of Books fällt unter die Piraten.

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15.12.2003. In der Lettre erzählt Laszlo Krasznahorkai von seiner Reise zum Jiuhuashan, einem heiligen Berg der Buddhisten. Outlook India porträtiert Bollywoods Wunderkind: den Regisseur Karan Johar. Der New Yorker hört im Geiste, wie Tolkien "Nothung! Nothung!" singt. Reportajes schildert den Krieg zweier Riesen-Egos. Die Literaturnaja Gazeta will von Irina Denezkina keine Liebes- sondern Naturbeschreibungen. Das TLS empfiehlt gesalzenen Thunfischmagen. In L'Express kritisiert Michael Ignatieff sehr scharf die europäischen Intellektuellen. In der Kommune berauscht sich Victor Pfaff an der Erotik des Haars.

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08.12.2003. In der London Review erinnert sich der Philosoph Richard Wollheim an einen Tanzabend in Bergen-Belsen. Im mexikanischen Magazin Etcetera erzählt Gabriel Garcia Marquez die Geschichte der Ana Magdalena Bach. Die New York Review of Books verfängt sich in Ananses Netz. In Le Point leitet Roger Pol-Droit den Antisemitismus aus der Aufklärung her. Der Economist fordert zero tolerance für falsche Kommata.