Heute in den Feuilletons

Texturelle Umorganisation

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
14.06.2008. In der FAZ wendet sich Monika Maron gegen einen Pakt von PDS und SPD, und sei er für Gesine Schwan. In der NZZ spielt Peter Sloterdijk Fußball mit der größten aller denkbaren Kugeln und sie mit ihm. In der Achse des Guten fragt Richard Wagner: Warum entziehen sich die Iren ihre eigene Geschäftsgrundlage? Spiegel Online lanciert eine Debatte über den Klimawandel und den angeblich zu suchenden Einklang mit der Natur

Spiegel Online, 14.06.2008

Spiegel.de lanciert eine Debatte über den Klimawandel und den angeblich zue erreichenden"Einklang mit der Natur", den der Naturforscher Josef Reichholf für ein ganz falsches Ziel hält: "Im Einklang mit der Natur müssten Milliarden verhungern. Es bleibt der Menschheit daher gar nichts anderes übrig, als weiterhin neue Ungleichgewichte aufzubauen und zu nutzen. Dazu brauchen wir sinnvolle Grenzen und realistische Strategien."

Ihm antwortet der Ökologe Wolfgang Cramer: "In einem Punkt hat Josef Reichholf recht: 'Die Natur' insgesamt wird von diesem Planeten nicht verschwinden, auch nicht bei einer Verdopplung des Kohlendioxidgehaltes der Atmosphäre. Aber es ist ein billiger, ja zynischer Standpunkt. Denn die Kultur käme nicht aus Mangel an Ungleichgewicht an ihr Ende, sondern lange vorher: Weil ein kleiner Teil der Menschheit nicht erkennen wollte, dass die von ihm ausgelösten Veränderungen der Umwelt Lebensgrundlagen anderer Menschen vernichten."
Stichwörter: Klimawandel

Aus den Blogs, 14.06.2008

Richard Wagner kommentiert in der Achse des Guten das Nein der Iren: "Die Iren, die jetzt mehrheitlich mit Nein gestimmt haben, sind die nützlichen Idioten des europäischen Extremismus. Sie haben aber auch den höchst überflüssigen Beweis erbracht, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen der sozialen Frage und dem Wahlverhalten gibt. Abgestimmt hat man schließlich gegen die Geschäftsgrundlage für die Subventionierung der eigenen Existenz."

Etwas zu spät entdecken wir eine über horizont.net ins Medienblog turi2 gelangte Meldung über einen kuriosen Streit zwischen sueddeutsche.de und welt.de. Hans-Jürgen Jakobs, Chefredakteur von sueddeutsche.de kritisiert, dass welt.de so gut bei Google da steht und fordert eine "Konvention über statthafte und unstatthafte Maßnahmen" der Suchmaschinenoptimierung. turi2 kommentiert: "Statt selbst beim Thema SEO (Search Engine Optimization) Gas zu geben, tritt Jakobs lieber Welt Online vors Schienbein und ruft urdeutsch nach Regulierung: 'Alle Tricks' und 'Manipulationen' müssten öffentlich gemacht werden." Den Haupttrick verraten wir hiermit: einfach die Zeitung ins Netz stellen!

NZZ, 14.06.2008

Aus einem improvisierten Vortrag Peter Sloterdijks über die "physischen und metaphysischen Wurzeln des Sports", den der Philosoph im April im NZZ-Podium "Brot und Spiele" hielt, nehmen wir folgende Sätze mit: "Der neuzeitliche Mensch muss mit dem spielen, was mit ihm spielt, und die größte aller Kugeln, die mit uns spielt, ist die Erde selbst. Das ist der tiefere Sinn aller Globalisierung: Die Moderne ist wesenhaft Globuszeit."

Weitere Artikel in der Beilage Literatur und Kunst: Die Literaturwissenschafterin Stefana Sabin stellt eine englischsprachige Ausgabe der Werke Thomas Middletons vor. Der Berner Musikwissenschafter Victor Ravizza erinnert an den Bruch mit der Tonalität bei Schönberg und anderen Komponisten vor ziemlich genau hundert Jahren. Andreas Briner liest den Briefwechsel zwischen Schönberg und Berg. Ilma Rakusa betrachtet ein Aquarell von Paul Klee: "Vor den Toren von Kairuan".

Im Feuilleton legt der Philosoph Dieter Thomä einen kleinen Essay über die "vaterlose Gesellschaft" vor. In der Vaterlosigkeit sieht er eine säkulare Tendenz, die sich etwa auch in Schillers Vers "Alle Menschen werden Brüder" ausdrücke: "Nachträglich weist man gerne, die Begeisterung bremsend, darauf hin, dass die 'Schwestern' bei Schiller fehlten. Seltsamerweise hat man dabei einen anderen, mindestens genauso heiklen Punkt übersehen: Wenn alle Menschen Brüder (und Schwestern) sind, wer sind dann ihre Eltern? An dieser Nachfrage wird deutlich, dass der Umbruch im Politischen nicht unbedingt harmonisch mit dem anstehenden Umbruch im Privaten zusammenspielt. Vielmehr wird in der Politik ein Prinzip eingeführt - das der 'Brüderlichkeit' -, das mit der Familie eigentlich gar nicht zusammenpasst."

Weitere Artikel: Der Kunsthistorker Brijinder Nath Goswamy trägt zur Serie "Was ist schweizerisch" bei. Werner Jacob besucht die für Schweizer sicher recht fernliegende Stadt Cottbus, die sich mit ihrem beeindruckenden Dieselkraftwerk für die Kunst gegen den Abstieg wehrt.
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TAZ, 14.06.2008

Heinrich Dubel war am Donnerstag einer von 16000 beim Konzert von Celine Dion, über das er, in erster Linie mit dem Phänomen Dion befasst, eigentlich gar nichts mitzuteilen hat außer Nebenbeobachtungen wie diese: "Seit vor einer dreiviertel Stunde der Support Act unter respektablem Applaus die Bühne verlassen hat, rollt alle paar Minuten La Ola, dazwischen wird rhythmisch geklatscht. Es ist surreal. 8.000 Paare im Alter von 35 Jahren an aufwärts springen von ihren Sitzen hoch und schreien, kreischen und quietschen, als seien sie Teenager."

Weitere Artikel: Mona Naggar berichtet von einem internationalen Treffen muslimischer Feministinnen in Köln. Henrike Thomsen hat Gegenwartskunst im neuen Bozener Museion gesehen. Auf der Themen-des-Tages-Seite porträtiert Ralf Sotscheck nach dem Nein der Iren zu Europa die "Querulanten von der Insel".

Besprochen werden Bücher, darunter Hans Ulrich Treichels neuer Roman "Anatolin" und Winston S. Churchills Kriegsbericht "Kreuzzug gegen das Reich des Mahdi" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Für die zweite taz hat sich Miriam Janke mit dem "Weltfriedenswanderer" Stefan Horvath unterhalten, unter anderem über seine Vorstellungen davon, was Frieden ist: "Wenn die Menschen zusammenkommen, wenn die Leute glücklich sind, schönes Wetter ist." Natalie Tenberg fragt sich, was das avisierte Ende des Postamts zu bedeuten hat. "FRA" schüttelt den Kopf über den Techno-Schlager-Star Alexander Marcus, der zu den Dingen gehört, "die so schlecht sind, dass sie einfach schlecht sind".

Für einen taz-mag-Schweiz-Schwerpunkt hat Jan Feddersen das "Mekka der allerersten Alternativbewegung", den Monte Verita im Tessin besucht. Gina Bucher stellt uns den Schweizer als solchen vor. Prima findet Tobi Müller das zauderhafte Temperament seiner Landsleute.

Und Tom.

FR, 14.06.2008

Marcia Pally staunt in ihrer US-Kolumne über quasi-postumes Lob für die aus dem Präsidentschaftswahlkampf ausgeschiedene Hillary Clinton: "Erst wenn die Hexe ertrunken ist, fragen wir uns, ob sie nicht unschuldig war." Hans-Jürgen Linke denkt in einer Times Mager über das Phänomen des Autokorso nach. Im Gespräch korrigiert der Rektor der Frankfurter Universität Rudolf Steinberg falsche Eindrücke, die seiner Meinung nach durch die FR-Berichterstattung über die Konferenz "Geistiges Erbe des Islam - Koranwissenschaften heute" entstanden sind.

Besprochen werden Emmylou Harris' neues Album "All I Intended To Be", der im Münchner Lenbachhaus seine Weltpremiere feiernde Olympia-Film "1972" der Künstlerin Sarah Morris, der im Frankfuirter MMK Zollamt gezeigte Film "8" der Künstlerin Ulla von Brandenburg und die Wiesbadener Aufführung von Malgorzata Sikorska-Miszczuks Ulrike-Meinhof-Stück "Der Tod des Eichhörnchenmenschen".

Welt, 14.06.2008

München wird 850 Jahre alt, was die Welt ganz groß feiert. Der Schriftsteller und Wahlmünchner Hans Pleschinski erklärt Berlin in der Literarischen Welt aber erst hier und dann hier zum vorläufigen Sieger im ewigen Attraktivitätswettbewerb. "Meine Lobpreisungen des süddeutschen Babylon liefen nach der Wiedervereinigung mehr und mehr ins Leere und hatten ohnehin nur Zoff, Verstimmung und Gezänk zur Folge gehabt. Der Berliner Sog wurde nach 1989 allverschlingend. Freunde wanderten ab nach Brandenburg. Künstler fanden dort preiswerte große Ateliers und akute Zeitthemen. Den Aderlass gen Nordosten empfinde ich weiterhin als schmerzvoll. München muss fortwährend in die Puschen kommen, während Berlin als das neue New York gepriesen wird. Hier werden Rauchverbote durchgeboxt, während sie in Berlin schon längst wieder missachtet werden; in München tragen alle Passanten die gleiche gepflegte Kleidung, während man sich in Berlin gerne nach eigentümlichen Typen umschaut und bekennen darf: 'Gottes Zoo ist herrlich groß.'"

Im Feuilleton verteidigt der Architekt Jan Kleihues gegenüber Thomas Vitzthum seinen Entwurf für die riesige BND-Zentrale in Berlin. Hannes Stein sieht Todd Weinbergs vom Deutschen Konsulat in Auftrag gegebenen Film über die deutschen Einwanderer von New York. Schon die siebente Folge der Online-Soap "Candy Girls" hat MySpace aufgrund eines Gastauftritts von Lady Bitch Ray wieder vom Netz genommen, höhnt Kai-Hinrich Renner. Norbert Jessen zweifelt daran, dass der jetzt entdeckte Gebetsraum im nordjordanischen Rihabin tatsächlich "die wohl älteste Kirche der Welt" ist.

Besprochen werden Celine Dions Auftritt in der Berliner Waldbühne (nach dem Kai Luehrs-Kaiser die Kanadierin zur "höflichen Sauberfrau ohne sphinxsches Geheimnis" erklärt) und die neu gestaltete Juwelenabteilung im Victoia & Albert Museum in London.

FAZ, 14.06.2008

Monika Maron ("Ach Glück") wendet sich gegen ein leichtfertiges "Warum denn nicht?", mit dem die SPD zuerst bei der Kandidatur Gesine Schwans, dann gar bei den Bundestagswahlen auf ein Bündnis mit der PDS setzt. Und dabei kritisiert Maron scharf auch die Attitüde westlicher Politiker: "Zur Stärke der PDS hat der Westen schon seit der Vereinigung wesentlich beigetragen, indem er sie zur Stimme des Ostens erhoben hat. Die zwanzig oder dreißig Prozent PDS-Wähler wurden zum Maßstab der Meinungsbildung und des Umgangs mit den Ostdeutschen; nicht die zwei Drittel, die sie nicht gewählt haben. Alle Parteien und nicht zuletzt die Gewerkschaften kochten ihre Suppen auf dem ostdeutschen Unmut, statt sich von Anfang an mit denen zu verbünden, die sich befreit und nicht unterworfen fühlten."

Weitere Artikel: Gina Thomas glossiert die Entscheidung britischer Denkmalschutzinstitute, keine Plakette an dem Haus anzubringen, in dem einst Wallis Simpson, die Geliebte Edwards VIII., lebte. Andreas Platthaus war dabei, als in Sulzbach Rosenberg eine wiederentdeckte Bildergeschichte Wilhelm Buschs vorgestellt wurde. Jürgen Dollase probiert und approbiert in seiner Gastrokolumne die Küche des in Osnabrück arbeitenden Thomas Bühner, der Klassiker neu interpretiert, und sei es durch "texturelle Umorganisation". Julia Voss gratuliert dem Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeldt zum Achtzigsten. Jordan Mejias betrachtet aus Anlass der Tony-Verleihung neuere Theaterproduktionen in New York. Andras Kilb liest eine Studie der Gesellschaft für deutsche Sprache, die belegt, dass sich eine Mehrheit der Deutschen - anders etwa als die FAZ - nicht mit der Rechtschreibreform abgefunden hat. Für die letzte Seite des Feulletons besucht Erwin Koch den einsamen Multimillionär Douglas Tompkins, der einst mit Esprit-Filialen viel Geld machte und sich damit dann in Patagonien ein riesiges Naturschutzgebiet kaufte, wo er nun ohne lästige Mitmenschen seiner Vorliebe für Ökologie huldigt.

Auf der Medienseite berichtet Friederike Böge über islamistische Zensur in Afghanistan. Und Michael Hanfeld erklärt, warum gestern bei der FR ein Warnstreik abgehalten wurde. Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite geht's unter anderem um eine CD mit exemplarischen Aufnahmen von Werken des fast hundertjährigen Elliott Carter, um die neue CD von Coldplay, um das Kuriositäten zugetane Label Finders Keepers, um eine Aufnahme von Rossinis "Donna del Lago" und um Kirchenmusik der Tudorzeit mit dem Hilliard-Ensemble.

In Bilder und Zeiten stellt sich Niklas Maak die Frage, woher der Boom privater Kunstmuseen kommt. Die München-Korrespondentin Renate Schostak verfasst zu 850. Geburtstag der Stadt einige Vignetten über ihre Wesensart. Rose-Maria Gropp besuchte die Kunstsammlerfamilie Grässlin. Andreas Lesti unterhält sich mit dem alternativen österreichischen Volksmusiker Hubert von Goisern. Auf der Literaturseite bespricht Hans-Ulrich Gumbrecht eine zweisprachige Ausgabe des katalanischen Lyrikers Salvador Espriu. Und Helmuth Kiesl liest Arno Surminskis Novelle "Die Vogelwelt von Auschwitz".

In der Frankfurter Anthologie schließlich stellt Barbara Hahn ein Gedicht von Else Lasker-Schüler vor - "Wo soll ich noch hin?

Ich liege wo am Wegrand übermattet -
Und über mir die finstere kalte Nacht -
Und zähl schon zu den Toten längst bestattet. (...)"

Etwas zu spät resümieren wir ein ziemlich spektakuläres Interview mit dem ehemaligen Springer-Chef Jürgen Richter, der seinen Nachfolger Mathias Döpfner sehr scharf kritisiert und ihm unter anderem vorwirft, die später traurig gescheiterte Übernahme von Pin ausgenutzt zu haben, um zusammen mit einem Mitaktionär persönlich von einem guten Aktienkurs zu profitieren: "Pin war Teil der bewusst betriebenen Börsen-Story. Das hat schließlich funktioniert, denn beide Aktionäre konnten mit Riesengewinn ihre Aktienpakete veräußern. Wie substantiell der damalige Verkaufskurs gewesen ist, können Sie daran sehen, dass der heutige Kurs der Springer-Aktie rund 50 Prozent niedriger liegt." So ein Interview hätte man nicht auf der Medienseite der FAZ vermutet! (Zurecht, es stand am Donnerstag im Wirtschaftsteil.)

nachtkritik, 14.06.2008

Steffen Kopetzky erzählt von einer Reise in der Türkei, wo er Stücke für die Bonner Biennale suchte. er blieb auf der Landstraße nach Antaly stecken, und schaffte es dann doch: "Das Stück, das ich an diesem Abend in Antalya sah, handelte von einem liegengebliebenen Lastwagen. Seine Besatzung, ein Fahrer und drei Mitfahrer, kommen aus allen Teilen der Türkei, und während das Fahrzeug stillsteht, erklären sie, wer sie sind und woher sie kommen, sie begegnen zurückgebliebenen Dörflern und schön langsam geht alles den Bach runter. Nicht länger dort zu sein, wo man eigentlich herkommt, und wo anders hin zu wollen, als man ist, vielleicht zurück in die Heimat, vielleicht aber auch in die große Stadt, darin scheint sich dieses ungeheuer dynamische, in Bewegung befindliche Land wiederzuerkennen."

SZ, 14.06.2008

Auf der Literaturseite feiert Andrian Kreye den bisher nur im Original erschienenen Roman "Lush Life" von Richard Price als Meisterwerk amerikanischer Gegenwartsliteratur: "Richard Price lässt in 'Lush Life' zwei Sprachwelten aufeinanderprallen. Auf der einen Seite ist da der funktionale Jargon der Polizisten und Politiker, auf der anderen Seite der kodierte Slang der Ghettobewohner und Hipster. Dabei beweist Price nicht nur das sprichwörtliche 'Ohr für die Straße'. Er ist kein Chronist, der O-Töne sammelt, um Authentizität zu erzeugen. Vielmehr nutzt er die sprachlichen Vorlagen, um sie literarisch weiterzuentwickeln und dabei den Dialogen eine allegorische Kraft zu verleihen, die ganz ohne die aufdringliche Bildhaftigkeit in den Metaphernfluten dilettantischer Anfängerliteratur auskommt."

Weitere Artikel: Ganze zwei Seiten werden, mit Max-und-Moritz-Vergleich, vor allem aber mit Bild-Abdruck, der in Sulzbach-Rosenberg aufgefundenen Wilhelm-Busch-Bildergeschichte "Der Kuchenteig" gewidmet. Der Aufbau-Autor Robert Schneider ist einer der ganz wenigen, der noch gute Worte für seinen Ex-Verleger findet: "Ich, lieber Bernd Lunkewitz, glaube Ihnen."Gottfried Knapp bereitet auf die vierte festliche Eröffnung des Münchner Cuvillies-Theaters vor. Reinhard Brembeck hat sich mit Kent Nagano, der zur Eröffnung Mozarts "Idomeneo" dirigiert, über diese Oper unterhalten, aber auch über Dieter Dorn, der Regie führt. Über zögerliche Kandidaten-Unterstützung in Hollywood nach dem Ausscheiden der dort sehr beliebten Hillary Clinton berichtet Susan Vahabzadeh. Martin Urban gratuliert dem umstrittenen Ethologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt zum Achtzigsten.

Besprochen werden Ausstellungen und Performances des Künstlerduos Allora & Calzadilla in München, Hans Henning Paars in München gezeigte "Romeo und Julia"-Choreografie und weitere Bücher, darunter Martin Kihns Roman "Asshole" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Für den Aufmacher der SZ am Wochenende hat Marc Beise eine Klageschrift aufgesetzt im Namen der Mittelschicht: "Für alles und jeden in dieser Gesellschaft gibt es: Programme. Modelle. Verheißungen. Nur nicht für mich." Stefan Kornelius porträtiert die "sagenhafte Ehe" der Clintons. Alex Bohn stellt das erfolgreiche Streetwearlabel Fred Perry vor. Auf der Historienseite erzählt Patrick Eichenberger die Geschichte von "Queen Emma" von Kaiser-Wilhelms-Land. Abgedruckt wird Fridolin Schleys Erzählung "Die leuchtende Stadt". Im Interview gibt der Bilderbuchautor Helme Heine Weisheiten von sich wie diese: "Afrika hat mir bewusst gemacht, dass Glücklichsein und Wohlstand nicht zusammengehören müssen."