Heute in den Feuilletons

Inszenierte Heiterkeit

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
26.05.2008. Die SZ ist mit der Goldenen Palme für Laurent Cantets dokudramatischen Schulklassenfilm "Entre les murs" ganz einverstanden: In Cannes siegt das Kino, das sich an der Wirklichkeit reibt. In der taz unterhält sich Gabriele Goettle mit der Filmemacherin Renate Sami über die RAF. Der Tagesspiegel ist entsetzt über die Trutzburghaftigkeit der neuen US-Botschaft in Berlin. Netzpolitik.org möchte keine Ipods, die wegen einer Urheberrechtsabgabe gleich doppelt so teuer sind wie heute. In der FAZ berichtet der Bestsellerautor Steffen Möller über die Schwierigkeiten des Deutschlehrens in Polen.

NZZ, 26.05.2008

Das Filmfestival Cannes hat bei Christoph Egger keinen durchweg positiven Eindruck hinterlassen: "Anders als beim sechzigsten vor einem Jahr mit seinem Embarras de richesse hatte das diesjährige Wettbewerbsprogramm keinen herausragenden Film vorzuweisen. Mit andern Worten: Viel Gutes, manch 'Interessantes' und einiges, das allenfalls Exotenstatus beanspruchen dürfte." Die Gewinner werden gemeldet: Die Palme d'Or gewann der Film "Entre les murs" des Franzosen Laurent Cantet, der Große Preis der Jury ging an den italienischen Anti-Mafia-Film "Gomorra" von Matteo Garrone.

Christian Müller spürt in einer "Zwischenbilanz" dem Reformprojekt Nicolas Sarkozys nach, der sein erstes von fünf Jahren Amtszeit hinter sich hat: "Nicht eine Reform nach der andern, sondern alle zugleich in einem beispiellosen Modernisierungsgalopp wolle er anpacken, hatte er schon vor seiner Wahl verkündet. Dieses Versprechen hielt er weitgehend. Und darin liegt denn auch ein wichtiger Grund für die nun weit verbreitete Unzufriedenheit."

Weiteres: Uwe Justus Wenzel besuchte das Symposion "GenEthik und Religion". Aufgegriffen wird eine Meldung des Spiegels, wonach Verlagsgründer Ernst Rowohlt nicht nur der SS Geld gespendet, sondern als Offzier in der Wehrmacht auch an antisemitischen Propagandafeldzügen im Nahen Osten und im Kaukasus teilgenommen habe. Ueli Bernays berichtet begeistert vom 19. Schaffhauser Jazzfestival. Thomas Schacher sah in der Zürcher Erstaufführung von Jacques Fromental Halevys Oper "Clari" "die Grenze zur Lächerlichkeit mehrmals überschritten" - trotz einer faszinierenden Cecilia Bartoli. Paul Jandl hat mit dem von Christiane Pohle inszenierten Stück "Freier Fall" von Gert Jonke ein "seltsam schönes" Stück am Wiener Akademietheather gesehen.

TAZ, 26.05.2008

Gabriele Goettle unterhält sich mit der Filmemacherin Renate Sami über die RAF, Dorothea Ridder und ihren Weg zum Film. "Na ja, jedenfalls, ich hatte Haftentschädigung beantragt nach dem Freispruch. Es dauerte ewig, aber dann bekam ich das Geld. Ich wollte es natürlich nicht behalten und habe davon dann den Film über Holger gemacht. Ich bin zu all diesen Leuten gefahren, die mit ihm studiert hatten, die seine Freunde waren, und habe Interviews gemacht. Mit Ulrike Edschmid, Gerd Conrad, Hartmut Bitomsky, Harun Farocki, Helke Sander, Günther Peter Strascheck und Clara Schmitt. Und dazwischengeschnitten sozusagen sind dann eben immer Bilder und Archivmaterial" ("Es stirbt allerdings ein jeder, Frage ist nur wie, und wie du gelebt hast", 1917, 16 mm, 60 Min)."

Weiteres: Auf der Leipziger Indiemusikmesse Pop Up gab es viele Konzerte und wenig Visionen, räumt Juliane Streich ein. Jutta Hipp wurde in den fünziger Jahren als erste europäische Jazzpianistin in New York gefeiert, jetzt wurde ihr erfolgreichstes Album neu aufgelegt, verkündet Rene Zipperlein.

Im Medienteil sorgt sich Mattthias Michael, dass Spiegel TV wie andere Fernsehmagazine auch vor lauter Rot- und Blaulichtthemen eher verklärt als erklärt. "Der Zuschauer soll Recht und Unrecht, Opfer und Täter klar unterscheiden können. Mit dieser Plot-Erzählweise übernimmt das factual television zunehmend die narrative Struktur des fictional television. Doch die dargestellten Konflikte werden nicht aufgelöst - damit bleibt der kathartische Effekt aus, den die meisten Spielfilme erzielen."

Und Tom.

FR, 26.05.2008

Arno Widmann erinnert daran, dass heute vor zwanzig Jahren zum ersten Mal die Lettre International erschien, und gratuliert dem "Intelligenzblatt des Weltbürgers" ganz herzlich: "Der Lettre-Leser ärgert sich nicht über Irritationen. Er sucht sie. Weil er weiß, alle Erkenntnis beginnt damit, dass man aus seinen Gewohnheiten hinausgekickt wird. Lettre macht einen nicht nur klüger. Lettre ändert einen."

Weiteres: Christian Schlüter berichtet vom Internationalen Comic-Salon in Erlangen, auf dem die chinesischen Manhua-Zeichner ihren großen Auftritt hatten, darunter auch der 34-jährige Benjamin mit seinem Comic "Remember": "'Das Wichtigste bleibt das Plagiat!', herrscht der Chefredakteur seinen Zeichner an. Der aber hat genug von den Gängeleien, im Samurai-Kostüm betritt er die Redaktionsräume und streckt den Chef mit einem Schwerthieb nieder."

Weiteres: Absolut einverstanden ist Stefan Keim mit der Entscheidung, Dea Loher mit dem Mühlheimer Dramatikerpreis zu verleihen: "'Das letzte Feuer' - am Hamburger Thalia-Theater uraufgeführt - war eindeutig der beste Text der Stücke 08." Elke Buhr stellt in Times Mager klar, dass die derzeit in New York ausgestellten Fotografien von Bill Wood "richtig echte Kunst" sind. Gemeldet werden die Gewinner von Cannes.

Besprochen werden Michael Sailstorfers Ausstellung umgebauter Bushaltestellen-Wartehäuschen in der Frankfurter Schirn, die Uraufführung von Gert Jonkes Stück "Freier Fall" am Akademietheater in Wien und das Debütalbum der Brooklyner Musikerin Santogold.
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Welt, 26.05.2008

Auf der Forum-Seite hält der indische Romanautor und Ex-UN-Vize-Generalsekretär Shashi Tharoor wenig davon, Indien und China "im gleichen Atemzug" zu nennen. Zu groß sind seiner Meinung nach die Differenzen. Nur sollte das, wie er findet, die Zusammenarbeit nicht verhindern, denn: "Letzten Endes muss ja eins plus eins nicht immer zwei ergeben - nebeneinander könnte durchaus elf daraus werden." (Hier der Originaltext in der "Times of India"). Ebenfalls auf der Forum-Seite wird Michael Naumanns Abschiedsbrief an seine Genossen abgedruckt, in dem es heißt: "Ich werde und muss an meinen Arbeitsplatz in der 'Zeit' zurückkehren."

Gerührt und geschüttelt wirkt ein begeisterter Kritiker Reinhard Wengierek nach Ansicht von Dimiter Gotscheffs "Ubukönig" an der Berliner Volksbühne: "Diese ätzende Schmeichel-Serenade. Dieses coole Morden. Unser ungeheuerliches Ziegelsteinherz. Das Taumeln unter lauter Luftballons im Schlachthaus Welt. Und dann, unter Ansage von atemverschlagenden Heiner-Müller-Weltuntergangssätzen, ab ins Finstere. Ins Nichts. Zum Lachen grauenvoll."

Weitere Artikel: In der Glosse erklärt Hannes Stein, warum unfreundliche Kritiken zum neuen "Indiana Jones" nichts Gutes für die Chancen von John McCain bedeuten. In einem "Brief aus Brooklyn" erzählt Stein auch, wie mit "Ikea" der Horror im Viertel Red Hook Einzug hielt. Manuel Brug gratuliert der Sopranistin Teresa Stratas zum Siebzigsten.

Besprochen werden das Bühnen-Comeback des Vaclav Havel mit dem (nicht ganz) neuen Stück "Abgang" in Prag, ein vom Feuer erzwungenes Freiluftkonzert mit den von Claudio Abbado dirgierten Philharmonikern in der Berliner Waldbühne, Igor Bauersimas Inszenierung von Rossins "Le comte Ory" in Stuttgart, eine Ausstellung mit Fotografien von Martin Parr in München, ein Berliner Konzert von Nick Cave und den Bad Seeds, die neue BAP-Doppel-CD "Radio Pandora" und die Autobiografie "Die Umerziehung der Vögel" des Malers Hans-Hendrik Grimmling.

Berliner Zeitung, 26.05.2008

Rainer Braun kritisiert auf der Medienseite eine viel zu lasche Kontrolle der Qualität von Sendungen bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten: "So bedurfte es massiver Kritik der Auslands-Korrespondenten des ZDF, um in- und außerhalb des Hauses eine Diskussion über die Niveau-Verluste in der Berichterstattung anzustoßen."
Stichwörter: Rainer Braun

Tagesspiegel, 26.05.2008

Morgen nimmt die neue US-Botschaft am Pariser Platz in Berlin ihren Betrieb auf (Einweihung wird erst am 4. Juli gefeiert). Bernhard Schulz ist entsetzt über Banalität und Trutzburghaftigkeit des Baus: "Die US-Botschaft wird das Gegenteil dessen sein, wofür amerikanische Botschaften, Konsulate und 'Amerika-Häuser' einstmals standen. Nicht einladende Offenheit, sondern abweisende Kontrolle kennzeichnet den Auftritt der Vereinigten Staaten seit den ausgehenden achtziger Jahren. Dass dieser Zustand ausgerechnet in Berlin gebaute Form erhält, der Stadt, die ihre Gegenwart in Freiheit und Wiedervereinigung ganz wesentlich dem jahrzehntelangen Engagement der USA verdankt, ist eine bittere Tatsache, die auch die inszenierte Heiterkeit der anstehenden Eröffnungsfeierlichkeiten nicht überspielen wird."

Aus den Blogs, 26.05.2008

Die spärlichen Alphablogs, die es in Deutschland (und der Schweiz) inzwischen so gibt, scheinen sich zusehends in interne Zickenkriege zu verstricken. Heute schreibt Don Alphonso über das Blogwerk (zu dem etwa Medienlese gehört): "Ich habe mich mit dem Blogwerk nur sporadisch beschäftigt, weil ich der Meinung bin, dass deren Ansätze prinzipiell erfolgreich sein könnten, andererseits weiß ich auch indirekt sehr viel über die Vorstellungen vom Bloggen in dieser Firma und glaube, ganz offen, dass die Marken des Blogwerks nicht in der Lage sein werden, sich als publizistische Projekte mit anständigen Löhnen selbst zu tragen."

Richard Wagner kommentiert in der Achse des Guten den Ausgang des Grand Prix d'Eurovision mit seiner immer stärker osteuropäischen Prägung: "Der Sieger kommt diesmal aus Russland, und so wird der nächste Contest in Moskau stattfinden. Warum auch nicht? Wenn die Olympischen Spiele in Peking ausgetragen werden, kann das europäische Gassenhauertreffen auch am Heimatort der lupenreinen Demokraten über die Bühne gehen."

Über Golem gefunden: Harry Jacob berichtet in IT-Business, dass die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) pro Gigabyte Speicherplatz bei MP3-Spielern künftig einen Euro Gebühr für Urheberrechte eintreiben will. Bisher sind es 2,41 Euro für einen 160GB iPod. Netzpolitik.org kommentiert: "Super Sache, da zahlt man sofort das doppelte für einen modernen MP3-Player, das finden sicherlich alle Verbraucher toll. Aber wofür eigentlich? Dafür, dass man als Verbraucher fürs kopieren von Musik abgemahnt und als Verbrecher bezeichnet wird?"

FAZ, 26.05.2008

Der in Polen als Schauspieler/Comedian bekannte Deutsche Steffen Möller berichtet aus seinem früheren - der Lehrbücher wegen furchtbar frustrierenden - Leben als Deutschlehrer in Polen: "Fünfzehnjährigen Computerfreaks wurden hausbackene Geschichtchen über entlaufene Dackel oder einen 'Radausflug am Rhein entlang' zugemutet.". Die bürokratischen und didaktischen Hürden für unterhaltsamen Deutschunterricht findet er umso bedauerlicher, als das Interesse an der deutschen Sprache so groß ist: "In keinem anderen EU-Land gibt es so viele Menschen, die Deutsch lernen wollen. Im Jahr 2008 haben fast zwanzig Prozent aller Abiturienten Deutsch als Prüfungsfach gewählt, und an den Grundschulen (Klasse 1 bis 6) wird Deutsch derzeit sogar von dreißig Prozent aller Schüler gelernt."

Weitere Artikel: Matthias Hannemann war in Bergen-Belsen (Website der Gedenkstätte) unterwegs und macht sich Sorgen, dass die Konzentrationslager-Gedenkstätten in Deutschlands Westen aufgrund mangelnder finanzieller Unterstützung dem Vergessen anheimfallen könnten. Gar nicht einverstanden zeigt sich Regina Mönch in der Glosse mit dem nun von einer Jury ausgewählten Entwurf des Architekten Klaus Roth für den Zuschauersaal der Lindenoper. Vom diesjährigen Erlanger Comic-Salon berichtet Jan-Frederik Bandel. Jan Grossarth hat den Katholikentag in Osnabrück besucht. Gina Thomas informiert über "eine kleine, aber überaus symbolische" Gesetzesänderung in Großbritannien, die eine alte Formulierung, dass Befruchtungskliniken das Befürfnis nach einem Vater zu bedenken hätten, ersetzt - nun ist geschlechtsneutral vom "Bedürfnis nach unterstützender Elternschaft" die Rede.

Noemi Smolik porträtiert die 1996 verstorbene slowakische Künstlerin Maria Bartuszova, deren Kunst im Westen gerade entdeckt wird. Oliver Tolmein begrüßt ein Urteil, das dem prothesengestützten Sprinter Oscar Pistorius die Teilnahme bei den Olympischen Spielen genehmigt. Jörg Bremer meldet, dass der Israel-kritischen Historiker Norman Finkelstein bei einem Einreiseversuch in Tel Aviv in die USA abgeschoben wurde. Gerhard Rohde gratuliert der Sopranistin Teresa Stratas zum Siebzigsten. Auf der Medienseite stellt Joseph Oehrlein einen kolumbianischen Radiosender vor, der sein Programm an dem Tag einstellen will, an dem es in Kolumbien keine entführten Geiseln mehr gibt. Und Jürg Altweggberichtet über einen Prozess in Paris, in dem sich die Bilder eines angeblich von den Israelis erschossenen Palästinenserjungen, die die zweite Intifada mit auslösten, offensichtlich als Medienfälschung erwiesen ("Sollte die Vermutung stimmen, dass er noch lebt, wäre das nicht nur für ihn eine gute Nachricht.")

In der gestrigen FAS, darauf wollen wir hinzuweisen nicht vergessen, hat Frank Schirrmacher zum Thema Horst Köhler und Gesine Schwan eine jedenfalls grammatikalisch originelle Analyse publiziert: "Nicht als Politiker, sondern als ausgewiesener Ökonom, als Kenner der Verhältnisse und als Propagandist ökonomischer Reformen haben Köhlers Sätze ihre Sprengkraft entfaltet."

Besprochen werden Christiane Pohles Inszenierung der Uraufführung von Gert Jonkes neuem Stück "Freier Fall" am Wiener Akademietheater, Igor Bauersimas Stuttgarter Inszenierung von Rossinis "Le comte Ory", mehrere Inszenierungen bei den Ruhrfestspielen, darunter die misslungene von Elisabeth Hauptmanns Stück "Happy End", und Bücher, darunter die nun in einer fünfbändigen Kassette erhältlichen sämtlichen Kurzgeschichten von Philip K. Dick und, aus aktuellem Anlass, Gesine Schwans Gesprächsbuch "Allein ist nicht genug" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

SZ, 26.05.2008

Laurent Cantets Film "Entre les murs - Zwischen den Mauern", der die Probleme eines Lehrers mit seiner Schulklasse zeigt, hat die Goldene Palme gewonnen. Tobias Kniebe findet das gut. Filme, die sich hart an der Realität reiben, haben ihn mehr überzeugt als Künderkino a la Wenders. "Sie zeigten eine Realität, die dramaturgisch oft nicht mehr sauber aufgehen will; die sich dagegen sträubt, mit einer Lösung, Katharsis, Erkenntnis am Ende in zwei Stunden eingefangen und gebannt zu werden; die dennoch ihre eigenen Schönheit hat und in ihrer Widersprüchlichkeit ausgehalten werden will." In einem zweiten Artikel lässt Susan Vahbzadeh die letzten Filme, darunter Laurent Cantets Dokudrama, Revue passieren.

Gerade noch war eine in der Rhone gefundene Büste (Bild) als einziges authentisches Abbild Julius Caesars gefeiert worden, nun ruft der Archäologe Paul Zanker "Falscher Alarm": "Die einzig sicher zu Lebzeiten Caesars entstandenen Bildnisse sind die Münzporträts".

Weitere Artikel: Bernd Graff bringt für die Rubrik "Nachrichten aus dem Netz" Neuigkeiten aus der Blogosphäre. Hans Leyendecker versucht, das struppige Rechtsdrama um den Aufbau-Verlag, ein "Lehrstück aus Vereinigungstagen", verständlich auseinanderzufalten. Gustav Seibt verfolgte mit einiger Wehmut eine Tagung über 200 Jahre universalgeschichtlichen Denkens an der Berliner Universität. Jens Malte Fischer gratuliert der Sopranistin Teresa Stratas zum Siebzigsten. Der New Yorker Fotograf Ken Schles schreibt zum Tod des Fotografen und Museumsgründers Cornell Capa.

Besprochen werden eine große Maria Lassnig-Retro in London, neue DVDs und Bücher, darunter ein Handbuch interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, das allerdings nicht so gute Noten bekommt, und der "Hör-Conrady" mit 1.100 Gedichten.