Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
27.01.2007. Norman Mailer gesteht der Welt seinen Glauben an den Teufel in Adolf Hitler. Milan Peschel offenbart der Berliner Zeitung seine Vorliebe für gestresste Supermarkt-Verkäuferinnen. Die NZZ beobachtet aus der argentinischen Nationalbilbiothek heraus, wie der Papst beschossen wird. Der SZ ist der türkische Nationalismus viel zu vital. Die FR feiert die Traumpolypen des Künstlers Odilon Redon.

NZZ, 27.01.2007

Für die Beilage Literatur und Kunst porträtiert Anne Huffschmid den Philosophen Horacio Gonzalez, der seit einem Jahr die argentinische Nationalbibliothek in Buenos Aires leitet. "Die futuristisch anmutende Bücherkathedrale ist selbst nicht ohne Ironie. Hier residierte die Galionsfigur der argentinischen Geschichte, der Präsident Juan Domingo Peron, mit seiner Gattin Evita. Als dieser 1955 aus dem Amt geputscht wurde, machte man auch seine Residenz dem Erdboden gleich. Das Fundament blieb Brachstelle. Erst in den siebziger Jahren begann man just hier mit dem Neubau der Nationalbibliothek. Die 'brutalistische Ästhetik', die Architekten dem monströsen Bau bescheinigen, stört Gonzalez nicht. 'Da ich hier arbeite, sehe ich das mit etwas freundlicheren Augen.' Die eingezäunte Papststatue auf dem Rasenstück davor hat geradezu surrealen Charme. Halbwüchsige nutzen sie zuweilen als Zielscheibe beim Kicken."

Weiteres: Der Kirchenhistoriker Mariano Delgado betont, dass lateinamerikanische Politik seit jeher einen Hang zur Utopie aufweist. Dirk Heisserer, Vorsitzender des Thomans-Mann-Förderkreises München, verrät, wie er in Wien auf ein Ölbild von Manns Schwiegermutter Hedwig Pringsheim gestoßen ist.

Das Feuilleton: So ganz normal ist das Lachen über Hitler in Deutschland noch nicht, stellt Joachim Güntner in seiner Zusammenfassung der Diskussion über Dani Levys Film "Mein Führer" fest. "Don Giovanni" war die meist aufgeführte Oper im vergangenen Mozart-Jahr, erfährt Marianne Zelger-Vogt aus der Statistik des Bärenreiter Verlags. Günther Stocker schreibt zum Tod des Konstanzer Literaturwissenschafters Wolfgang Iser. Auf der Kunstmarktseite-Seite singt Olga Grimm-Weissert ein Lied auf den Einfluss des milliardenschweren Sammlers Francois Pinault.

Besprochen werden eine Ausstellung über den Möbeldesigner Stefan Heiliger im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt, die Uraufführung von Ruedi Häusermanns Peter-Bichsel-Theaterabend "Wenn eine Dolores heißt, muss sie noch lange nicht schön sein" am Schauspielhaus Zürich, und Bücher. darunter Richard Powers' Hirnforschungsroman "Das Echo der Erinnerung" und Rick Moodys Roman "Wassersucher" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Welt, 27.01.2007

In der Literarischen Welt spricht der Schriftsteller Norman Mailer im Interview mit Karin Davison über seinen Roman "The Castle in the Forest", in dem er den jungen Adolf Hitler als von Anfang an böses, vom Teufel gesandtes Kind darstellt: "Ich glaube, dass es einen Teufel gibt. Ich nehme es an. Das Universum scheint mir einfacher zu verstehen, wenn es einen Teufel gibt, als wenn es ihn nicht gäbe. Gibt es ihn nicht, stehen wir vor einer unermesslichen Geschichte. Sie ließe uns mit einem allmächtigen guten Gott allein, während das Böse in der Welt doch allgegenwärtig ist. Alle Erklärungen, warum es das Böse gibt und Gott trotzdem gut ist, finde ich furchtbar unbefriedigend. Wirklich furchtbar unbefriedigend... Dass es in der einen oder anderen Form einen Teufel gibt, erscheint mir deshalb unausweichlich. Ich habe mich entschieden, einen brillanten Bürokraten aus ihm zu machen."

Der Autor Zafer Senocak sieht in dem Mord an dem türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink eine Folge des verdrängten Völkermords an den Armeniern: "Die Verdrängung hat jene Generationen, die dem Völkermord folgten, nicht nur mitschuldig gemacht, an einer Tat, die sie selbst nicht zu verantworten hatten, sie hat die Gesellschaft auch verrohen lassen. Sie hat den Blick auf die Minderheiten belastet, auf Menschen, die anders sind als die Mehrheit sich selbst wahrnimmt. Die türkische Identität konnte sich nur noch in einem Freund-Feindschema behaupten. Am Ende hatte der Türke nur sich selbst zum Freund. Eine tiefe, große Einsamkeit mit pathologischen Folgen. Generationen sind aufgewachsen mit Hass und Feindschaft gegenüber Völkern, die einst Teilhaber des eigenen Territoriums waren, gegenüber Griechen und Armeniern."

Weiteres: Michael Pilz kann überhaupt nicht verstehen, was die Amerikaner an dem Supremes-Musical "Dreamgirls" finden, er wollte im Kino nur noch, "dass Menschen aufhören, sich gegenseitig ins Gesicht zu singen". Im Streit um die Dresdner Waldschlösschenbrücke fürchtet Dankwart Guratzsch nicht nur um das Elbtal, sondern auch um das Weltkulturerbe, dessen Status bei einem Bau nachhältig beschädigt würde. Das zu Ende gegangene Mozart-Jahr, resümiert Manuel Brug vorsichtig, hat dem Komponisten weder genutzt noch geschadet. Die Restitutionsforscher Monika Tatzkow und Gunnar Schnabel prophezeien der Bundesrepublik eine Klageflut in Sachen Raubkunst. Auf den Kunstmarktseiten stellt Veit Stiller unter anderem den Maler Theo Boettger vor. Besprochen wird Michael Lentz' erstes Bühnenstück "Gotthelm oder Mythos Claus" am Frankfurter Theater.

SZ, 27.01.2007

Anlässlich des Mordes an dem armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink beschäftigt sich Kai Strittmatter mit dem in der Türkei grassierenden Nationalismus - und weiß nicht genau, wie man ihn zu deuten hat: "Dass kritisches Denken und öffentliche Debatte dem Fortschreiten eines Landes dienlich sind und für eine moderne und humane Gesellschaft unerlässlich, ist ein Gedanke, der sich erst allmählich durchsetzt. Es herrscht ein Kampf zwischen den Kräften der Öffnung und denen, die sich durch sie bedroht fühlen. Eine These sieht in den lautstarken und mörderischen Ausbrüchen des Nationalismus ein letztes Aufbäumen, den Todeskampf der alten Kräfte also, jetzt, da die Türkei so nah an Europa gerückt ist wie nie. Die These wäre erst noch zu beweisen."

Weitere Artikel: Gustav Seibt war dabei, als bei der feierlichen Eröffnung des Jahres der Geisteswissenschaften staatstragende Phrasen gedroschen wurden. Johann Schloemann staunt über den Erfolg der "Kinder-Unis" - und fragt sich, warum den Schulen Ähnliches nicht gelingt. Günter Kowa war bei einer Dresdner Tagung zugegen, bei der Denkmalpfleger über Stadtbilder diskutierten. Peter Kasza porträtiert Gabriel Bach, einst Eichmanns Ankläger, anlässlich eines Besuchs im Haus der Wannsee-Konferenz. Im neu eröffneten Mannheimer Museum im barocken Zeughaus hat sich Volker Breidecker umgesehen. Aus Großbritannien berichtet Stefan Koldehoff von Versuchen, die "Paramount"-Liste unverkäuflicher Kunstwerke wiederzubeleben. Ganz kurz schreibt Britta Voss zum Tod des Literaturwissenschaftlers Wolfgang Iser.

Besprochen werden Sebastian Kühnes Comic oder "Eye Listen Book" um den Berliner Superhelden "Turmspringer" und Ruedi Häusermanns Züricher Inszenierung "Dolores" mit Texten von Peter Bichsel. Auf der Literaturseite gibt es unter anderem Rezensionen zu William Boyds Roman "Ruhelos", zu Ralph Bollmanns kühnen Vergleichen des späten Rom mit der Jetztzeit "Lob des Imperiums" und zu Gangolf Hübingers Studie über "Gelehrte, Politik und Öffentlichkeit" (mehr in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Die SZ am Wochenende macht mit einem Coup in Blau auf: Sie hat die "Stoiber-Tagebücher". Auszug: "Schnee. Man wird sehen, was kommt. Dies diem docet. Nachmittags etwas Blähungen." Peter Bäldle hat den Modemacher Matthew Williamson zum Amtsantritt bei Pucci besucht. Auf der Historienseite geht es um Royals in Uniform und Johann Most, der im 19. Jahrhundert die Revolution herbeibomben wollte. Von Paul Brodowsky gibt es die Erzählung "Im Flur" als Vorabdruck zu lesen. Vorabgedruckt wird auch Wolf Wondratscheks Erinnerung an die vor zehn Jahre ums Leben gekommene Lady Diana Spencer. Im Interview spricht Liselotte Pulver über "Männer" und ihre Probleme mit ihnen: "Ich war ja immer nur ein Seitensprung."
Anzeige

TAZ, 27.01.2007

Ines Kappert durchleuchtet das aktuelle Gerede vom Mann als Opfer - und sieht darin vor allem eine sich bietende Gelegenheit für den Verzicht auf die Anstrengung, gesellschaftliche Problemlagen genauer zu beschreiben: "Dieses Fragilwerden einer patriarchalen Ordnung und der vorhandene oder mindestens in der Luft liegende Privilegienverlust produzieren Gegenmaßnahmen. Die Rede vom Mann an sich als Opfer und Verlierer per se ist eine davon. Denn sie verstellt den Blick auf die tatsächlichen Verlierer der Gesellschaft. Diese aber sind mal weiblich und mal männlich, das heißt mit Geschlechterkategorien allein nicht zu fassen. Genau in seiner Verdrängungsleistung liegt das politisch Reaktionäre des Krisendiskurses. Und genau deswegen ist er nicht einfach nur lächerlich."

Weitere Artikel: Dirk Knipphals gibt den Überblick über die literarischen Neuerscheinungen des Frühjahrs und verspricht schon mal viel Gefühl. Andreas Resch hat in Berlin neun lyrischen Debütanten zugehört. Gemeldet wird, dass die "Sammlung Sachs" trotz Restitutionsforderungen in Berlin bleibt. Im Interview stellt der Soziologe Ulrich Beck zum beginnenden Weltwirtschaftsforum hoffnungsfroh fest: "Davos ist ein Zeichen dafür, dass die bisherigen Prämissen von Macht und Herrschaft an Gültigkeit verlieren." Auf der Themen-des-Tages-Seite porträtiert Jan Georg Plavec den aus Bangladesch stammenden, preisgekrönten Fotografen G.M.B. Akash, der in seiner Heimat mit Todesdrohungen verfolgt wird und jetzt in Deutschland Asyl suchen musste.

Das taz mag ist heute ein reise mag, in dem es unter anderem um Klimaveränderung und Tourismus, Slow Food in Hersbruck und das ökologisch notwendige Ende der Billigfliegerei geht. Für die zweite taz stellt Max Hägler Überlegungen an zum Verhältnis von CSU, Postenstreit und Medien. Roland Koch hält sein Versprechen, keine Unterrichtsstunden ausfallen zu lassen. Und das ist eine Katastrophe, konstatiert Clemens Niedenthal, denn die zur Vertretung bereitgestellten Reserven erweisen sich als pädagogisch wenig geeignet. Der Experte Jochen Nagel im Interview: "Und im Supermarkt erzählt dann die Mutter einer Schülerin stolz, sie sei nun auch Lehrerin."

Besprochen werden Alex Gibneys Dokumentarfilm "Enron" und Pina Bauschs bei den Berliner Festspielen gezeigte "Rough Cut"-Choreografie. Die Literatur-Besprechungen gelten unter anderem Anja Utlers Gedichtband "brinnen", Arkadi Babtschenkos dokumentarischen Erzählungen "Die Farbe des Krieges" und Stefan Kleins Sachbuch über die "Zeit" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Und Tom.

FR, 27.01.2007

Eine große Ausstellung in der Frankfurter Schirn feiert den modernen Individualisten Odilon Redon - Mirja Rosenau preist sein Werk als "ein eigentümliches, mikrokosmisches Ganzes, in dem in Schwerelosigkeit und entgrenzten Räumen Sumpfblumen, Traumpolypen und beschwanzte Sirenen ihren Platz einnehmen, wo sich (schwarzweiße) Schimären 'mit grünen Augen' und andere 'grässlichen Wesen' zu mystischen Barken, Blumenstilleben, Kirchenfenstern und Schmetterlingen gesellen, gleich neben einer kopierten Leonardo-Madonna oder einer schnell hingemalten Adaption, die Redon einem Delacroix'schen Deckengemälde abnimmt."

Weitere Artikel: Ulf Erdmann Ziegler erinnert sich an den "schönen Terrorismus" der RAF, die für den Teenager eine Band mit Knarren statt Gitarren war und große Oper bot. Im Interview spricht die Regisseurin Vera Nemirova über Tannhäuser und die Opernwelt. Den Nachruf auf den Literaturtheoretiker Wolfgang Iser schreibt der Philosoph Martin Seel. Christian Thomas fühlt sich durch die Affäre um Peter Hartz an Friedrich de la Motte Fouques "Geschichte vom Galgenmännlein" erinnert. Jamal Tuschik berichtet knapp von einer Lesung des Schriftstellers Wolfgang Welt. Martina Meister hat - wie sie in ihrer "Plat du jour"-Kolumne berichtet - Alain Delon und Mireille Darc auf einer Pariser Bühne gesehen. Sehr knapp antwortet Volker Braun auf die von Gert Loschütz gegen ihn erhobenen Vorwürfe, sein Gedicht "Die Mauer" erkläre eben diese zur Notwendigkeit. Auf der Medien-Seite liefert Tobias Schreiter eine Chronologie der Entlassung einer ganzen Zeitungsredaktion in Münster.

Besprochen wird die Uraufführung von Michael Lentz' erstem Theaterstück "Gotthelm oder Mythos Claus" am Schauspiel Frankfurt.

Berliner Zeitung, 27.01.2007

Der Schauspieler und Regisseur Milan Peschel erklärt Anja Reich im Interview im Magazin, warum ihn die ostdeutsche Provinz nicht deprimiert. "Westdeutsche Städte finde ich schlimmer. Ich war mit dem Senftenberger Theater in ein paar Kleinstädten, in der Nähe von Mönchengladbach und in Niedersachsen. Am armseligsten fand ich, wie die sich alle einreden, sie haben da irgendwas geschafft, nur weil sie eine Fußgängerzone haben. Ich weiß, das ist ungerecht. Ich bin natürlich Lokalpatriot. Wenn ich durch eine ostdeutsche Stadt gehe, such ich immer nach den schönen Ecken, und die hässlichen will ich nicht sehen. In Hamburg bin ich auch nie wirklich klar gekommen. Ich fand es immer kalt, gar nicht oberflächlich, aber kalt, so abweisend. Ein bisschen wie im Bioladen. Diese Nettigkeit, das Unverbindliche, betont Tolerante. Da ist mir so 'ne Verkäuferin aus dem Extra-Markt viel lieber, die finde ich viel echter, weil sie auch mal genervt ist, wenn sie zu lange gearbeitet hat."
Stichwörter: Hamburg, Milan Peschel

FAZ, 27.01.2007

In der Beilage Bilder und Zeiten trifft Kerstin Holm die dreifache russische Millionärsgattin Oksana Robski, die derzeit mit Büchern über das Leben mit reichen Ehemännern reüssiert. "Russische Männer, die ihr zufolge eher Eroberernaturen seien, neigen zu selbstzerstörerischer Risikolust wie beim Roulette. Frauen seien krisenresistenter, aber auch konservativer. Oksana Robski wartet auf den Zug, den das Leben macht, um dann den ihren zu tun. So kam sie vom Kaffee-Geschäft auf den Handel mit alten indischen Möbeln und die Agentur für weibliche Leibwächter, die sie heute als wirtschaftlich chancenlosen Werbegag abtut."

Eleonore Büning rekapituliert den Mahler-Vortrag, den ihr Daniel Barenboim in der Gästegardeorbe der Mailänder Scala gehalten hat. "Wann immer man sich unter Kollegen berät, geht es zum Beispiel darum, dass ein Pianissimo bei Beethoven nicht dasselbe bedeutet wie bei Debussy. Spricht man aber über Mahler, geht es gleich um Sigmund Freud. Das regt mich auf!" Außerdem unterhält sich Felicitas von Lovenberg mit dem Schriftsteller Peter Hoeg, der nach "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" erstmal von der Bildfläche verschwand und jetzt mit "Das stille Mädchen" einen neuen Roman herausgebracht hat. Und Christian Kracht meldet sich aus stilvollen Mc-Donalds-Restaurants in Uruguay.

Im Feuilleton schildert Regina Mönch den Fall des in Berlin lebenden Übersetzers Dennis Mulholland, der von einem Maurer angegriffen wurde, ihn gebissen hat und deshalb vor Gericht stand. Abgedruckt wird Arno Lustigers Rede, die er am Freitag bei der Gedenkveranstaltung des Hessischen Landtags für die Opfer des Nationalsozialismus in Kassel gehalten hat. Der Restaurantexperte Jürgen Dollase erkennt in seiner Kolumne haarscharf: "Eine Küche, die abstrakte Erfahrungen in diesem Sinne ermöglicht oder fördert, muss also zunächst einmal gezielt Abstraktionen vornehmen."

Auf der Schallplatten- und Phonoseite werden das neue Album "Live At The Blue Note" des Jazzpianisten Eldar, Debussy-Einspielungen von Alain Planes und die neue Platte "Wincing The Night Away" der Shins vorgestellt.

Besprochen werden eine Ausstellung zu Tintoretto im Madrider Prado, Peter Steins handwerklich ganz "auf der "Höhe" befindliche Inszenierung von Tschaikowskys "Eugen Onegin" in Lyon, die Uraufführung von Michael Lentz' erstem Theaterstück "Gotthelm oder Mythos Claus" im Kammerspiel Frankfurt, und Bücher, darunter die von Harry Rowohlt gelesene Version von Lawrence Sternes "Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman" und Thomas Langs Roman "Unter Paaren", (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

In der Frankfurter Anthologie wird Günter Eichs Gedicht "Brüder Grimm" präsentiert.

"Brennesselbusch.
Die gebrannten Kinder
warten hinter den Kellerfenstern.
Die Eltern sind fortgegangen,
sagten, sie kämen bald."