Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
24.12.2005. Es weihnachtet mit voller Kraft. Weihnachtsgeschichten lesen wir unter anderem von Georg Klein, Alexander Osang, Peter Glaser, Colum McCann. Nur der Tagesspiegel erzählt eine Geschichte der Weihnachtsgeschichten. Außerdem: Die NZZ schildert einen Streit um die Seelen zwangsrekrutierter Koreaner im japanischen Yasukumi-Schrein. Die NZZ bringt eine Beilage über Grenzüberschreitungen, die SZ ein Manifest gegen dieselben.

NZZ, 24.12.2005

Der Yasukuni-Schrein in Tokyo wird immer wieder zum Ausgangspunkt geschichtspolitischer Streitigkeiten zwischen Japan und den Ländern, die es einst besetzte, denn hier werden auch die Seelen ehemaliger Kriegsverbrecher geehrt. Nun wendet sich eine Initiative taiwanesischer und koreanischer Familien gegen die Eingemeindung ihrer ehemals zwangsrekrutierten Väter in die Totenverehrung, berichtet Hoo Nam Seelmann im Feuilleton: "Man schätzt, dass unter den im Schrein verehrten Toten 60.000 Nichtjapaner sind, davon 21.000 Koreaner und 28.000 Taiwaner. Die koreanischen und taiwanischen Kläger finden es eine Zumutung, dass ihre Angehörigen in jenem symbolträchtigen Schrein verehrt werden. Täter und Opfer sind sozusagen unter einem Dach. Ihre Angehörigen seien als Teil der 'Geistertruppen' sogar noch nach dem Tod Opfer des japanischen Militarismus, da der Yasukuni-Schrein unverändert der Ort sei, an dem die japanische Geschichte verherrlicht werde."

Weitere Artikel: Frank Helbert berichtet, dass der Fall des Liedermachers Luigi Tenco, der sich 1967 angeblich selbst erschoss, nach Recherchen italienischer Journalisten neu aufgerollt wird.

Besprochen werden eine Ausstellung des Barockmalers Juan van der Hamen in Madrid, Giuseppe Verdis "Rigoletto" im Theater Basel und einige Bücher, darunter die Kindheitserinnerungen des isländischen Autors Gudbergur Bergsson (siehe unsere Bücherschau ab 14 Uhr).

In der Beilage Literatur und Kunst geht es um "Passagen, Übergänge". "Geborenwerden und Sterben sind die unausweichlichen Passagen, die das individuelle Leben, soweit sich das von 'hier' aus sagen lässt, einfassen", behauptet Uwe Justus Wenzel im Editorial. Der Theologe Eberhard Jüngel schreibt über "Schwellenängste und weihnachtliche Selbstvergessenheit". Karl Otto Hondrich stellt Beobachtungen zu "Riten des Übergangs, Riten des Alltags" an, zu denen er auch die Immigration zählt. Andrea Köhler meditiert über die "Inkubationszeit der Pubertät". Karl Markus Gauß erinnert sich an den letzten italienischen Ort, bevor man wieder zu Hause in Österreich war, das Städtchen Tarvisio, einst eine unansehliche Schmugglerhochburg, heute, nach der Öffnung der Grenzen in der EU, dem Verfall preisgegeben. Jürgen Tietz schreibt über "architektonische Glaswelten", die heute so häufig einen Übergang markieren. Valentin Groebner denkt über den modernen Tourismus und sein nie erfülltes Versprechen des Authentischen nach. Wolfgang Dömling stellt Franz Liszts letzte Sinfonische Dichtung "Von der Wiege bis zum Grabe" vor.

Und die Schriftstellerin Friederike Kretzen stellt ihren Text unter die schlichte Überschrift "Übergehen": "Eine Legende aus dem Umfeld der Kabbala erzählt, dass das Kind, bis zu seiner Geburt, alles Wissen der Welt besitzt. Doch im Moment, in dem es aus dem Mutterleib kommt, geht der Engel des Lebens vorbei, gibt ihm einen mächtigen Schlag auf die Lippen, das Kind schreit, japst nach Luft, und im gleichen Moment hat es alles Wissen vergessen. Doch bleibt ihm ein Zeichen dieses Geschehens: das senkrechte Grübchen zwischen Mund und Nase."

Berliner Zeitung, 24.12.2005

Im Feuilleton erzählt Peter Glaser in einem "Technikmärchen", wie es kommt, dass seit fünfzig Jahren das North American Aerospace Defense Command (Norad) "immer zu Weihnachten neben Interkontinentalraketen und Weltraumschrott auch den Weg des Weihnachtsmanns" verfolgt und Kinder auf der ganzen Welt über seine Route auf dem Laufenden hält. Auch auf Deutsch! Außerdem bringt die Berliner zeitung eine Weihnachtsgeschichte von Alexander Osang.
Die Schauspielerin Inge Keller erzählt im Interview, warum sie nie Meisterkurse gegeben hat: "Vor dem Bruch wurde ich einmal gefragt, ob ich an der Ernst-Busch-Schauspielschule ein Seminar zur 'Jungfrau von Orleans' ab-halten könnte. Ich habe stattdessen die Technik der Konversation am Beispiel von Curt Goetz' Komödie 'Ingeborg' vorgeschlagen, weil die damals nicht gelehrt wurde. Konversation ist wunderbar, aber sau-schwer: Wie Pingpong - den schnellen Ball annehmen und schnell zurückschlagen. Das ist ein erlernbares Handwerk wie auch Synchron-sprechen, denke ich. Können muss man's! Die damalige Leitung hat sich jedoch nicht für meine Idee interessiert. Auch später ist niemand auf mich zugekommen. Schade!"

Und im Magazin grübelt Heike Makatsch, warum manche Filme ein Erfolg sind und andere nicht - wie "Almost Heaven", "das war zum Beispiel ein ganz toller Film. Super Drehbuch, gute Zutaten, toller Kameramann, schöne Geschichte, ich habe mein Bestes gegeben - und der ist völlig untergegangen. Den hat keiner gesehen. Sie?"

Welt, 24.12.2005

In der Literarischen Welt erzählt Georg Klein (homepage) eine Weihnachtsgeschichte. Hier der Anfang: "An Weihnachten regnete es ein wenig - so fein, als bliese ein großes Ausatmen die Tröpfchen aus den betonfarbenen Wolken. Joschka lupfte, aus der Tür des Hotels tretend, gleich die Mütze, um diesen Hauch auf dem kurzgeschorenen Schädel zu spüren. Und kaum daß er hinter dem Gästeparkplatz in den Wald einbog, stopfte er seine Kopfbedeckung endgültig in die Jackentasche. Dies war unvernünftig, da er zu Erkältungen neigte. Aber wozu war er noch jung. Am Schnupfen würde er auch dieses Mal nicht sterben. Und das bißchen Fieber vor dem Einschlafen fand er seit jeher schön."

Das Feuilleton setzt sich heute kritisch mit der New York Times auseinander: Wieland Freund ist nicht hundertprozentig glücklich über einen Artikel, der die neue deutsche Literatur lobt, weil sie 'das herkömmliche Modell einer schweren, politbeladenen Prosa zugunsten eines leichten, gar leichtherzigen Geschichtenerzählens' aufgegeben hat.

Und Gerhard Charles Rump erklärt kurzerhand die von der New York Times ausgerufene "New Leipzig School" in der Malerei für nicht existent: "'Leipzig' ist in Wirklichkeit Berlin. Künstler aus Leipzig werden zwar auch von Galerien vertreten, die nicht in Leipzig ansässig sind, Aber wenn es wirklich eine 'Leipzig School' gäbe, würde man eine entsprechende Galerienszene erwarten dürfen. Leipziger Künstler profitieren von der NYT-Marke 'Leipzig', aber was die erfolgreichsten angeht, da geht es eben um Berlin."

Besprochen werden die große Cranach-Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz und Michael Thalheimers Inszenierung des "Rigoletto" in Basel.
Anzeige

Twitterfeed der Verlage

TAZ, 24.12.2005

Dirk Knipphals resümiert nochmal die Träume der am Chaos um die Akademie der Künste Beteiligten - Träume, die man, wie er findet, nach der Neuwahl eines Präsidenten besser begraben sollte: "Adolf Muschg träumte den ebenso altehrwürdigen wie naiven Intellektuellentraum, dass die Dichter gehört werden in dieser Republik, dass man freundlich nickt, wenn sie etwas über die Gesellschaft sagen, und noch basaler, dass die Dichter auch tatsächlich etwas zu sagen haben, wenn sie etwas über die Gesellschaft sagen. (...) Und die Sektionsleiter? Sie träumen offenbar einen anderen ebenso altehrwürdigen wie naiven Kunsttraum: den vom Freiraum der Kunst; den davon, einmal in die Akademie aufgenonommen, nicht mehr behelligt zu werden von den angeblich niederen Dingen wie Finanzierung, Produktionsdruck und Einschaltquoten."

Weitere Artikel: Abgedruckt wird ein Text des Schriftstellers Andre Kubiczek mit dem Titel "IG Metallica", im Untertitel als "Weihnachtsgeschichte ohne Weihnachten" annonciert. Detlef Kuhlbrodt legt einen Erfahrungsbericht zum japanischen Zahlenrätselspiel Sudoko vor.

Die zweite taz fragt bei taz-Redakteuren und -Autoren nach: "Was hat Sie 2005 zu einem anderen Menschen gemacht?" Der Schriftsteller Joachim Lottmann berichtet von seinem "traditionellen Weihnachtsbummel durch das feindliche Kaufhausviertel". Kerstin Speckner fragt nach dem Sinn von Weihnachtsgrußfloskeln. Helmut Höge erzählt eine "kleine Weihnachtsgeschichte" von Holländerinnen in deutschen Betrieben.

Auch das taz.mag ist, wie es sich gehört, ganz weihnachtlich eingestellt. Auf vier Seiten - "prall gefüllt wie eine Festtagsgans" - schreiben taz-affine Autorinnen und Autoren zum Thema "Weihnachten ist schön". Der "Food-Autor" und Koch Till Ehrlich hat ein Festessen aus "Selleriecreme, rotem Butterfisch und genudeltem Reh" zusammengestellt.

Besprochen werden Bücher, darunter Reinhard Jirgls Roman "Abtrünnig", der Briefwechsel zwischen Nicolas Born und Peter Handke in der neuen Nummer der Zeitschrift "Schreibheft", Pierangelo Masets Roman "Fabelwesen" und Leon Blums Erinnerungen an die Affäre Dreyfus "Beschwörung der Schatten" (mehr in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr.)

Schließlich Tom.

FR, 24.12.2005

Der Schriftsteller Andreas Maier denkt über die Bedeutung nach, die Weihnachten für ihn hat, und kommt zu folgendem Ergebnis: "Das alles führt vermutlich leider nicht nur bei mir dazu, dass Weihnachten (zusammen mit Ostern, ich bin katholisch) zwar einer der für mich wichtigsten Tage ist (in spiritueller und philosophischer Hinsicht), aber andererseits auch den größten Teil meines Lebens der grauenhafteste Tag war, den es im Kalender gab. Das haben immer die Leute gemacht, die ein schönes, ein feierliches Weihnachten haben wollten. Im Willen zur Weihnacht, da steckt das Übel. Weihnachten ist ein Geschenk. Das kann man nicht wollen. Das kriegt man oder nicht. Das hat der Herr so eingerichtet. Da sei ihm Dank."

Weitere Artikel: Christian Thomas informiert uns über die drei sternkundigen Weisen aus dem Morgenland und ihre Erfolgsgeschichte im Abendland. Im letzten Stück seiner Serie über Ereignisse des Jahres 1945 schreibt der Historiker Ernst Piper heute über Weihnachten 1945, an das sich später kaum einer erinnern wollte. In ihrer Bonanza-Kolumne widmet sich Karin Ceballos Betancur der Frage der Bußen für Schimpfworte. Porträtiert wird der junge Bad Sodener Kinderbuchverlag Wolff. Auf der Medienseite findet sich ein Interview mit der Schauspielerin Heike Makatsch.

Besprochen werden eine verstümmelte Version von Botho Strauß' Stück "Besucher" im Frankfurter Schauspiel und die Revue "Dornröschen on Ice" in der Alten Oper.

FAZ, 24.12.2005

In der Leitglosse mokiert sich Gerhard Stadelmaier über Weihnachtsgrußkarten deutscher Theater, die tatsächlich noch mit ihm kommunizieren zu wollen scheinen. Der Schriftsteller Colum McCann ergeht sich in Kindheitserinnerungen an Weihnachten. Verena Lueken beschreibt eine Reise durch Palästina. Gina Thomas meldet, dass sich anglikanische Kleriker gegen eine Säkularisierung des Weihnachtsfests wenden. Dietmar Dath gratuliert dem Rockmusiker Lemmy Kilmister von Motörhead zum Sechzigsten. Patrick Bahners wirbt für die Verlagsbeilage der Woche, einen Band mit "Dilbert"-Comics. Jordan Mejias liest amerikanische Zeitschriften, die aus naturwissenschaftlicher Sicht über den Glauben an Gott spekulieren. Frank-Rutger Hausmann gratuliert dem Romanisten Jürgen von Stackelberg zum Achtzigsten.

Die ehemalige Tiefdruckbeilage bringt Herbert Molderings' Laudatio auf den Fotografiesammler und ehemaligen Feuilletonchef der FAZ Wilfried Wiegand, vorgetragen anlässlich der Verleihung des Kulturpreises der Deutschen Gesellschaft für Photographie in Berlin. Michael Gassmann meditiert über die Musik der Engel - "und was Komponisten von Gustav Mahler bis Olivier Messiaen aus ihr machen".

Auf der Schallplatten-und Phonoseite geht's um die kalifornische Band Rogue Wave, Musik für Klarinette, Viola und Klavier von György Kurtag und Jean Francaix mit dem Trio Apollon, CDs mit Balladen und anderer Musik aus der Entstehungszeit des "Don Quijote", das Debüt der britischen Band The Magic Numbers und elektronische Musik des experimentellen Musikers Murcof. Auf der Literaturseite wird unter anderem ein Band mit Robert Gernhardts Lyrik aus fünfzig Jahren besprochen.

Auf der Medienseite beschreiben Kulturkorrespondenten, wie die Fernsehanstalten ihrer Länder das Weihnachtsfest begehen.

Besprochen werden außerdem eine Ausstellung mit Holzskulpturen lombardischer Meister in Mailand, Michael Simons Düsseldorfer Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum", eine Ausstellung mit filigranen Glasmodellen wirbelloser Meerestiere, die im 19. Jahrhundert zu didaktischen Zwecken von den Glasbläsern Leopold (1822 bis 1895) Blaschka und seinem Sohn Rudolf (1857 bis 1939) geschaffen wurden, in Düsseldorf und eine Ausstellung des Künstlerpaars Andrea Robbins und Max Becher (er ist der Sohn des Fotografenpaars Bernd und Hilla Becher) über die überall gleich gestalteten Gemeindezentren der Lubawitscher Juden, ebenfalls in Düsseldorf.

Tagesspiegel, 24.12.2005

Alle erzählen Weihnachtsgeschichten, nur Thomas Lackmann erzählt eine Geschcihte der Weihnachtsgeschichten: "Friedrich Dürrenmatt beißt - 'Der Himmel schwarz. Die Sterne gestorben. Der Mond gestern zu Grabe getragen. Die Sonne nicht aufgegangen' - einem augenlosen Marzipan-Jesus den Kopf ab."
Stichwörter: Friedrich Dürrenmatt

SZ, 24.12.2005

Eine Rück- und Neubesinnung der Künste wünscht sich Lothar Müller zu Weihnachten von den Künsten. Ihn ödet die "zur Routine gewordener Grenzüberschreitung" in Kunst, Theater und Literatur an. Was wäre, wenn sie sich den anachronistischen Luxus einer Laokoon-Debatte leisteten, fragt er: "Das Kino hat, ohne lang über das Laokoon-Prinzip zu debattieren, rasch erkannt, dass es den Schauspieler, den es mit dem Theater teilte, eigenen Gesetzen unterstellen musste. Früh setzte es auf die Großaufnahme, in weniger als einer Generation war die Figur des Kinoschauspielers aus der des Bühnenschauspielers herausgetreten. Das Kino, das Theater sein will, ist allenfalls noch eine Randerscheinung. Dafür haben wir ein postdramatisches Theater, das sich zur Paradedisziplin der Entgrenzung von Bühne, Video, Museum und Talkshow zu entwickeln scheint. Der Aufstieg der Performance arbeitet dem von Seiten der bildenden Kunst zu. Nietzscheanische Unruhe kommt kaum auf. Gäbe es sie, sie wäre nicht nur Sorge um den Text, sondern vor allem um die zerfasernde Figur des Bühnenschauspielers."

Weitere Artikel: Maren Preiss widmet sich den Manifesten zur Revolution der italienischen Küche, die der Futurist F.T. Marinetti einst verfasste. Wiglaf Droste hat einen Auftritt Manfred Krugs in der Berliner Philharmonie erlebt. Im spanischen Ciempozuelos, das Hans-Magnus Enzensberger einst als demokratisches Musterdorf beschrieb, lassen sich heute, wie Katharina Deloglu erlebt hat, die Probleme Europas beispielhaft besichtigen. Von Aufbaubemühungen in Bethlehem berichtet Werner Bloch. Oliver Herwig informiert darüber, das die Ulmer Hochschule für Gestaltung mal wieder am Ende ist. Über die Zeit als Kreislauf und als theologisches Erlösungsprogramm denkt Alexander Kissler nach.

Auf der Literaturseite wird Vladimir Nabokovs Text "Ich wusste, ich war im Paradies" aus dem Jahr 1923 erstabgedruckt, der so beginnt: "Von einem inspirierten Traumwind aus der Nacht des Tales getragen, stand ich unter einem klaren Himmel aus reinem Gold am Rand einer Straße in einem außerordentlich bergigen Land." Hier das Original aus dem New Yorker.

Besprochen werden gleich zwei Ausstellungen zum Werk des Schweizer Malers Franz Gertsch, Ferzan Özpeteks Film "Das Fenster gegenüber", der dänische Zeichentrickfilm "Terkel in Trouble", Erik Petersons Vorlesungen zum Lukasevangelium und Dag Solstads Roman "Professor Andersens Nacht" (mehr dazu in unserer Bücherschau heute ab 14 Uhr).

Für den Aufmacher der SZ am Wochenende hat Willi Winkler ein Weihnachts-Melodram mit dem Titel "Der Baum ist schief" verfasst, in dem unter anderem ein Hase, die Oma, eine Nordmanntanne und die Zeile "Fuck! Fuck Weihnachten!" ihren Platz finden. Abgedruckt wird die Erzählung "Unter dem glänzenden Lichterbogen" des amerikanischen Autors John Griesemer, in der es auch um deutsche Weihnachten geht. (Im Netz nur im englischen Original.) Ijoma Mangold hat den keineswegs elitären Weinkritiker-Papst Stuart Pigott besucht. Im Interview spricht der Kellner und Whisky-Experte Stefan Gabanyi über "Gäste" und meint, dass es denen zu gut geht: "Ich finde, man kann vom Gast sowieso mehr verlangen!"