Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
24.06.2004. Xu Xing erklärt in der Zeit, warum ein Ferrari in China 4,2 Minuten braucht, um auf Hundert zu kommen. Die FAZ macht uns mit Gedächtnispillen fit fürs Methusalem-Komplott. In der Welt erklärt ein britischer Journalist, wie man links und Europafeind zugleich sein kann. In der taz schimpft ein linker amerikanischer Kritiker, dass Michael Moore in seinem jüngsten Film durch Schlamperei die Revolution vergeigt. Die FR isst mit Donald Judd den Kies in der Erbsensuppe.

Zeit, 24.06.2004

Der chinesische Schriftsteller Xu Xing ("Und alles, was bleibt, ist für dich", Leseprobe) war dabei, als Ferrari in Schanghai seinen ersten Showroom eröffnete: "Leider muss man stundenlang auf das Essen warten, denn erst gibt es die Show Scaglietti 612, benannt nach einem Modell, das bald auf dem chinesischen Markt erhältlich sein wird. Die hübsche Dolmetscherin übersetzt 4,2 Minuten' statt 4,2 Sekunden', eine stolze Zeit für einen Ferrari für die Beschleunigung auf 100 Stundenkilometer. Ein Kellner murmelt leise: 'Das schaffe ich auch mit meinem Fahrrad.' Das alles aber ist typisch für China: Auf der einen Seite die Marke Ferrari, die die westliche Modernität symbolisiert. Auf der anderen Seite der einheimische Organisator, der die traditionelle Primitivität verkörpert. So vollzieht sich die Entwicklung unseres Landes: als eine Mischung aus beiden."

Weitere Artikel: Im Aufmacher grübelt Gunter Hofmann über das Geschichtsverständnis seiner Generation, also der "Generation Schröder" und plädiert "für neue Trennschärfe, um nicht alles mit allem zu einem Bild von Siegern und Opfern zu vermischen". Henrike Thomsen bezweifelt, dass öffentliche Stiftungen die Kultur in Deutschland retten können: erstens seien sie in der Regel "unsolide ausgestattet" und zweitens undemokratisch, denn die Gremien, "die zunehmend wichtige kulturpolitische Entscheidungen fällen", stellen sich niemals öffentlich zur Wahl. In der Leitglosse beklagt Michael Mönninger die Verlagskonzentration in Frankreich und die laue Haltung der Intellektuellen zum Thema. Richard Herzinger skizziert die "bizarren ideologischen Raufereien" des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts und prophezeit neuen Wirbel: Im Herbst will sich Institutsleiter "Gerhard Besier mit einem Buch über Papst Pius XII. in die brisante Debatte um die Haltung des Vatikans gegenüber Faschismus und Nationalsozialismus einmischen". Anke Denks berichtet von Protesten gegen neue Hochhäuser in München. Hanns Zischler gratuliert Peter Lorre zum Hundertsten. Im Kunstmarkt meldet Claudia Herstatt eine Preisexplosion auf der Art Basel.

Besprochen werden die "Summer Exhibition" in der Londoner Royal Academy, zwei Theaterinszenierungen, nämlich Ostermeiers "Baumeister Solness" in Wien und Dorns "Maß für Maß" in München, Takeshi Kitanos Film "Zatoichi" und Calixto Bieitos Inszenierung der "Entführung aus dem Serail" an der Komischen Oper Berlin.

Den Aufmacher des Literaturteils widmet Volker Ullrich einem Band über "Deutsche Kriegsgreuel 1914" von John Horne und Alan Kramer (siehe auch unsere Bücherschau heute ab 14 Uhr). Auf den Reiseseiten plaudern die acht Juroren des Bachmann-Wettbewerbs über Besonderheiten der Stadt Klagenfurt. Und in den Zeitläuften schreibt Ludger Heid zum hundertsten Todestag Theodor Herzls.

NZZ, 24.06.2004

Paul Jandl berichtet, wie sich Österreich an den Beginn des Ersten Weltkriegs erinnert, an den "Anfang vom Weltuntergang eines monarchischen Großreichs". "Hierzulande behält man noch beim gewaltsamsten Tod den Sinn für Stil", spöttelt Jandl: "In einer luxuriösen Schatulle mit kaiserlichem Signet liegt das blutgetränkte Hemd Franz Ferdinands." Und auch Otto von Habsburg-Lothringen hat dem Attentäter von Sarajewo verziehen: "Man soll eine Feindschaft nicht länger als zwei Jahre halten."

Weiteres: Samuel Herzog bringt uns in Bezug auf das geplante Zentrum Paul Klee in Bern Schöngrün und die damit verbundenen kunstpolitischen Verwerfungen auf den neuesten Stand. Olaf Karnik stellt die Kölner Plattenfirma Tomlab vor, die als kleines Elektronik-Label angefangen und inzwischen mit internationalen und genreübergreifenden Musikern oder Bands wie Xiu Xiu, The Books, Patrick Wolf, Tujiko Noriko oder Mantler aufwarten kann. Markus Ganz freut sich über die Revitalisierung der Gothrocker The Cure. Ueli Bernays hat in Joe Berlingers und Bruce Sinofskys Film über Metallica "Some Kind Of Monster" gesehen, wie sich die doch recht zartbesaitete Musiker beim Therapeuten getroffen haben.

Besprochen werden Bücher, darunter Nada Awar Jarrars Roman "Zu Hause, irgendwo" und Peter von Matts Reden zur Literatur "Öffentliche Verehrung der Luftgeister" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

FAZ, 24.06.2004

Viel Stoff heute in der FAZ!

Stefan Klein, Autor des Buchs "Die Glücksformel", macht uns auf die Arbeiten des Hirnforschers und Nobelpreisträgers Eric Kandel (mehr hier) aufmerksam, der in seiner (börsennotierten!) Firma Memory Pharmaceuticals Stoffe entwickelt, die das Eiweiß-Molekül CREB in seiner gedächtnisfördernden Wirkung unterstützen. Seine Versuchsmäuse erweisen sich bereits als Gedächtnisakrobaten. Demnächst wird das Medikament auch auf unkonzentrierte Schüler, aber vor allem auch auf ältere Menschen losgelassen, was das Methusalem-Komplott erst möglich macht: "Wenn sich die anvisierten Pillen durchsetzen - in fünf Jahren, hofft Kandel -, wird sich die Art, wie die Gesellschaft auf vergessliche Menschen in der zweiten Lebenshälfte reagiert, unweigerlich ändern. Sich Namen nur noch schwer merken zu können, sich in unbekannten Straßen zu verirren wird, dann nicht mehr als eine natürliche Unannehmlichkeit des Alters gelten: Es wird Symptom einer Krankheit sein, gegen die es Mittel gibt. Umgekehrt werden Senioren, von ihrem häufigsten geistigen Handicap befreit, weit mehr als heute eine aktive Rolle in der Gesellschaft einfordern."

Für die letzte Seite reiste der Schriftsteller Hussain Al-Mozany nach Bagdad, wo er das traditionelle Buchhandelsviertel besuchte. Und alle Schriftsteller, die dort einst die Größe Saddams besangen, bekennen sich im Gespräch mit ihm als ehemalige Widerstandskämpfer. "Als die Iraker vor etwa fünftausend Jahren die Schrift erfanden, griffen sie zu Ton und Rohrgriffel nicht, um ihre Götter zu verherrlichen oder ihre Fürsten zu rühmen, sondern zur einfachen Gedächtnisstütze für Abrechnungen, Quittungen und Listen ihres alltäglichen wirtschaftlichen Lebens. Die heutigen Postmesopotamier haben schon längst die Abrechnungen und Quittungen ihrer Leistungen für 'Führer und Partei' und seine Söhne entsorgt. Es wird eine beispiellose Gedächtniswäsche betrieben. Man fragt sich, wer dem Regime eigentlich jahrzehntelang beigestanden hat." Vielleicht würde ein bisschen CREB helfen?

Weitere Artikel: Der Schriftsteller Andreas Maier, der mit seinem Roman "Wäldchestag" Erfolge feierte, wurde in eine Frankfurter Ausstellung zum Thema Wäldchestag geschickt und beschreibt die Frankfurter Tradition, zu Pfingsten in den Wald zu gehen und den Heiligen Geist zu empfangen, "wenn auch nicht in Gestalt der berühmten Feuerflämmchen, sondern in Form von Sachsenhäuser Apfelwein". Andreas Rossmann fürchtet den Verlust der Agfa Photo-Historama, einer bedeutenden Fotosammlung, die als Leihgabe dem Museum Ludwig angegliedert ist, die der Agfa-Konzern wegen finanzieller Schwierigkeiten nun aber verkaufen zu wollen scheint. Dirk Schümer schreibt über bleibende belgische Zweifel und Verschwörungstheorien nach der Verurteilung Marc Dutroux'. Und Hannes Hintermeier hat den Berliner Kongress der Internationalen Verleger-Union verfolgt.

Auf der Kinoseite knüpft Michael Althen an die Schließung des Berliner Royal-Palastes, also des letzten verbliebenen Kudamm-Kinos einige prinzipielle Gedanken über das Kino , das sich nun ganz aus den Zentren der Großstädte in sterile Einkaufs-Malls zurückzieht und damit auch seinen Charakter verändert. Hans-Jörg Rother hat einem Kolloquium über Sinn und Grenzen der Filmsynchronisation zugehört Und "breg" hat sich Takeshi Kitanos neuen Film "Zatoichi" auf DVD im Original angesehen.

Auf der Medienseite berichtet Gina Thomas, dass die Daily Telegraph-Gruppe von den Barclays-Brüdern gekauft wurde, die zur Erleichterung der Belegschaft keine Radikalkur für den Zeitungskonzern planen. Gisa Funck hat sich bei der Cologne Conference neue Fernsehproduktionen angesehen. Klaudia Brunst lässt 3.000 Folgen "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" Revue passieren.

Auf der letzten Seite erzählt Jordan Mejias wie Bill Clinton in einer Harlemer Buchhandlung seine Memoiren signierte. Und Dieter Bartetzko stellt den neuen Chef der Berliner Antikensammlung (und damit auch "Herrn über den Pergamon-Altar") Andreas Scholl vor.

Besprechungen gelten dem Kuopio-Festival für Tanz in Finnland, Ulrike Kochs Dokumentarfilm "Ässhäk - Geschichten aus der Sahara" über die Kultur der Tuaregs und der fotohistorischen Ausstellung "Das Geheimnis der Fotografie" im Alten Rathaus Ingelheim.
Anzeige

Welt, 24.06.2004

In einem Gastbeitrag erklärt Larry Elliott, Wirtschaftsressortleiter des Guardian, dass es links ist, gegen Europa zu sein: "Linke sind eigentlich in der Wolle gefärbte Skeptiker. Sie sind skeptisch, was die Behauptungen von Massenvernichtungswaffen betrifft. Sie sind skeptisch, wenn es um das Bebauen von Grünflächen, um genmanipulierte Nahrungsmittel oder die Welthandelsorganisation geht. Und das ist auch völlig in Ordnung. Skeptizismus ist der Pulsschlag der Demokratie. Skeptizismus ist gut und richtig in allen Politikfeldern außer einem. Dieses eine ist, natürlich, Europa, wo Skeptizismus als die Todsünde schlechthin gilt, als Verbrüderung mit den zähnefletschenden Irren von der Rechten. So eine Reaktion ist aber sinnlos und blöde."

TAZ, 24.06.2004

"Schlechtes Handwerk, schwache Beweise, noch schwächere Recherche" bescheinigt der amerikanische Filmkritiker Robert Koehler Michael Moores gehyptem Anti-Bush-Film "Fahrenheit 9/11". "Moore hat einen Film gemacht, der seine Landsleute aufrütteln will, er betrügt sie aber um die Informationen, die nötig wären, um die destruktive Politik George W. Bushs wirklich zu verstehen... Cannes-Jurychef Quentin Tarantino bestand darauf, Moore habe die Goldene Palme 'für den besten Film' bekommen. Dabei ist 'Fahrenheit 9/11' ein ziemlich krudes Stück Filmemacherei. Stellenweise wirkt er schlampig gemacht, dann wieder setzt er offensichtlich auf emotionale Manipulation. Am schlimmsten ist eine Montage von glücklich spielenden irakischen Kindern und Bushs Stimme, wie er das Elend der irakischen Bevölkerung beschreibt - als ob die USA drauf und dran wären, ein irakisches Disneyland zu bombardieren." Koehlers Fazit: "so wie er ist, ist der Film einfach nicht gut genug, um die Revolution auszulösen, die wir brauchen."

Andere Themen: Mit hintersinniger Oberflächlichkeit brilliert außerdem in der tazzwei Brioni-Chef  Umberto Angeloni  in einem sehr lesenswerten Interview mit Arno Frank: Frage: "Was kostet der graue Anzug, den Sie da tragen?" Antwort: "4.000 Euro. Es ist ein Maßanzug, geschneidert, um Macht und Geld zu repräsentieren. Günstigstenfalls auch beides." Und Volker Hummel hat mit Takeshi Kitano über seinen Film "Zatoichi" gesprochen.

Im Übrigen hat der Perlentaucher Konkurrenz bekommen: die taz-Medienseite meldet, dass der diesjährige Grimme-Online-Award an die Internetseite des RTL-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" gegangen ist. (Wir gratulieren unter Kollegen und können den Titel der Serie nur bestätigen!)

Eine einsame Besprechung widmet sich Charles S. Duttons Film "Die Promoterin", in dem American Sweetheart Meg Ryan eine Boxpromoterin spielt.

Und natürlich Tom.

FR, 24.06.2004

"In den gängigen Kunstpraktiken seiner Zeit sah er Fahrlässigkeit und Verschleiß am Werk", schreibt Mirja Rosenau über den amerikanischen Künstler Donald Judd, dem das Düsseldorfer Kunstmuseum eine Retrospektive widmet. "Ein um sich greifendes Mittelmaß zerstöre die gesamte Kunst und Bildung, bemerkte Judd... Qualität und Wissen seien als Werte in Zersetzung begriffen, die amerikanische Gesellschaft ein riesiger Haufen bequemer, nur am schnellen Konsum interessierter Konformisten, dem gegenüber sich der Künstler so störend verhalten müsse wie 'der Kies in der Erbsensuppe'. In seinem Qualitätspostulat war Judd kompromisslos, seine Werte verteidigte er wie ein Schwan seine Jungen. Er schimpfte, korrigierte, stritt und klagte und zog sich schließlich, des Kampfes müde, weil sich seine mitgebrachten Töpferarbeiten im schwülen New York aufzulösen begannen und seine gesammelten Kakteen einer nach dem anderen eingingen, vollends in die texanische Wüste zurück."

Andere Themen: Helmut Müller-Sievers schreibt (inspiriert durch die Ronald-Reagan-Bilderflut nach dessen Tod) in seiner heutigen Wahlkampfanalyse über die Rolle der Mimik im amerikanischen Wahlkampf; Ulrich Speck bringt uns in Sachen Hannah-Arendt-Institut Dresden und die Querelen um seinen Direktor Gerhard Besier auf den neuesten Stand ("der Druck wächst"). Und in der Kolumne Times Mager gibt Elke Buhr Tipps für Börsenkurs-fixierte, ungeduldige Musik-Manager: "Substanz braucht Zeit.... Bob Dylan schaffte es erst nach vier Jahren beharrlichen Klampfens in die US-Charts. Und ein Sumo-Ringer muss lange essen, bis er Star-Format erreicht."

SZ, 24.06.2004

"Keine Angst vor der Filmakademie" ruft ihr Präsident Günter Rohrbach, denn sie wird die dringend nötige Diskussion um den Deutschen Film und seine Produktionsbedingungen professionalisieren und aus dem Einflussbereich der Lobbys befreien."Verfolgt man die diesjährigen Kommentare in den großen Feuilletons, hat man das Gefühl, es gehe eigentlich nur um einen Regisseur, nämlich Christian Petzold... 'Wolfsburg' ist ein außerordentlicher Film eines außerordentlichen Regisseurs. Aber 'Wolfsburg' ist eine Auftragsproduktion des Fernsehens, der man großzügig ein Kinovorspiel mit wenigen Kopien gestattet hat. Der Film lief praktisch nur in Berlin, hatte weniger als 10 000 Besucher und landet, nach einer Woche Schamfrist, an diesem Freitag im Fernsehen. Das Preisgeld geht an die Fernsehgroßfabrik Ufa. Sie wird es vermutlich in einen weiteren Petzoldfilm investieren, sie muss aber nicht. Ist das so in Ordnung? Braucht das reiche Fernsehen Fördergelder des Kinos? Kaum jemand hat andererseits auf den Skandal hingewiesen, dass der ästhetisch interessanteste Film des Jahres, der zudem auch seine Kinoeignung bewiesen hat, nämlich 'Schultze gets the Blues', nicht einmal nominiert worden ist. Getrieben von den Horrorvorstellungen über die Zukunft hat man die Gegenwart mit Bedacht geschönt."

Andrian Kreye hat im New Yorker Rockefellercenter vier Stunden lang einer Signierstunde Bill Clintons beigewohnt. "Die ergebensten Fans haben sich schon am Mittag zuvor in die Schlange gestellt, mussten tropischen Sommerregen über sich ergehen lassen. Clinton entschuldigt sich bei den Durchnässten für das Wetter. Fans mit Akzent fragt er nach ihrer Herkunft, sagt dann "Ich liebe Ihr Land" und ein paar freundliche Worte zur dortigen Politik. Nur auf der anderen Straßenseite stehen ein paar Demonstranten und wedeln mit Transparenten. Auf einem steht "Wäre bin Laden ein scharfer Hintern gewesen, hätte Clinton ihn genagelt".

Weiteres: Franziska Augstein schreibt ein sehr persönliches Porträt über Salomon Korn, den streitbaren Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Alexander Kissler ist ausgesprochen irritiert, wie umstandslos eine historische Studie über Regensburg als Handelszentrum, herausgegeben von den Museen und dem Archiv der Stadt Regensburg einen antisemitischen Autor von 1934 zitiert. Jörg Häntzschel hat einen us-amerikanischen christliche Fundamentalisten und Führer einer Bewegung namens "Christian Exodus" (mehr hier) interviewt, dessen Ziel die Abspaltung von South-Carolina von den USA ist. Fritz Göttler informiert über Vivendi-Pläne, die Babelsberger Filmstudios zu verkaufen. Patrick Baron informiert über die Pläne zur diesjährigen Architekturbiennale in Venedig; Anke Sterneborg hat Takeshi Kitano zu seinem Film "Zatoichi" befragt. "kirl"schreibt zum Tod des 13-jährigen US-Autors Mattie Stepanek. "zig" lästert ein wenig über das ZDF und eine computeranimierte Ratte namens Marvi Hämme, die ab Herbst "unseren sogenannten Kids" in einer neuen Sonntagsserie "spielerisch Englisch beibringen" will. Und auf der Literaturseite singt Martin Mosebach (mehr hier) ein Loblied auf die indirekte Rede.

Besprochen werden eine Ausstellung mit Seebildern von Edouard Manet im Amsterdamer Van-Gogh-Museum, Renny Harlins Film "Midhunters", Takeshi Kitanos Film "Zatoichi" und Bücher, darunter Benjamin von Stuckrad-Barres (wie Rezensentin Julia Encke findet "sehr unterhaltsamer") Roman 'Festwertspeicher der Kontrollgesellschaft - Remix 2' (mehr ab 14 Uhr in unserer Bücherschau des Tages).