Stefan Klein

Die Glücksformel

Oder Wie die guten Gefühle entstehen
Cover: Die Glücksformel
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002
ISBN 9783498035099
Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Für ein glückliches Leben tun wir alles - und schlittern dabei von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition: bislang wusste keiner genau, was Glück eigentlich ist. Selbst die Philosophie, die der Frage seit Tausenden von Jahren nachgeht, hat bis heute nur Antworten voller Widersprüche geben können. Jetzt aber haben sich die Hirnforscher auf die Suche nach den Gefühlen gemacht. Erstmals lassen sich Empfindungen messen. Die Experimente offenbaren, wie in unseren Köpfen das Phänomen "Glück" entsteht - und sie eröffnen zugleich neue Möglichkeiten, das Glücklichsein zu lernen...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 24.10.2002

Ein großer Bogen wird in diesem "Bestseller" gespannt "von antiker Glücksphilosophie bis zur modernen Neurobiologie, zur Verhaltensforschung und Psychologie". Aber das alles findet Reiner Klingholz doch eher schlicht gestrickt. Zu oft verfällt der Autor nach seinem Geschmack in einen "Ratgeber-Jargon auf Pastor-Fliege-Niveau". So viel einem da an Details der einen oder anderen Forschung vorgesetzt wird, letztlich tendiert der Erkenntnisgewinn gegen Null. Dass "jeder seines Glückes eigener Schmied ist" - haben uns das nicht schon immer die Alten gesagt, fragt sich der Rezensent, und mit ihm sicher sein Leser.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.10.2002

Überheblich klingt für Natias Neutert die Selbsteinschätzung des Verfassers, er habe die neuesten Erkenntnisse der Hirn- und Verhaltensforscher, Mediziner und Philosophen zusammengetragen und dürfe nun in Sachen Glück das letzte Wort sprechen. Das sei viel zu hoch gegriffen, meint Neutert, dem ganz aktuelle Thesen aus der gegenwärtigen Diskussion fehlen. Was etwa sei mit Schopenhauers Hirnparadoxon, fragt er, oder mit Edelmanns "Film-im-Hirn-Hypothese" oder der "formatio retikularis", jener "sagenhaften Netzknüpferin", die zur Zeit in aller Munde sei, aber nicht mal im Register erwähnt werde, wundert sich Neutert. Ansonsten liefert Kleins Buch seiner Meinung nach einen brauchbaren Überblick darüber, was sich in der Neurobiologie in den letzten Jahren getan hat. Unsympathisch bleibt ihm jedoch bis zuletzt, Kleins "fragwürdiger Versuch", Glücksgefühle als jederzeit handhabbar darzustellen.

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