Heute in den Feuilletons

Heute in den Feuilletons

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
22.09.2007. In der FAZ macht Katharina Wagner - ohne uncharmant werden zu wollen - zwingende Gründe für ihren Bayreuther Machtanspruch geltend: Sie ist noch jung genug. Die NZZ wirft einen kritischen Blick auf die politische Lage der Frauen in Pakistan. Die FR berichtet mit Erstaunen von der auf der Popkomm artikulierten Sehnsucht der Popmusik nach Fördergeld. Die Berliner Zeitung bedauert das Verschwinden der Kindheit. Die SZ feiert die Fotografin Taryn Simon.

TAZ, 22.09.2007

Cord Riechelmann nimmt den achtzgisten Geburtstag des Religionswissenschaftlers Klaus Heinrich zum Anlass nicht nur für ein Porträt, sondern auch dazu, sich von der Universität als Institution zu verabschieden: "Den Geisteswissenschaften widerfährt gerade einfach etwas, was mit der Kleinfamilie bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert geschehen ist: Sie werden als Institution zur symbolischen Erfassung und Darstellung der Verhältnisse nicht mehr gebraucht... Für die Wissenschaftsgeschichte des kranken Tieres, das der sprechende Mensch ist, heißt das, dass Universitäten auch nur ein institutioneller Abschnitt waren, dem nachzutrauern kein Grund besteht, wenn sie nicht mehr in der Lage sind, etwas anderes als immer neue Plasmabildschirme hervorzubringen. Man muss sich, mit Michel Serres zu reden, nur neue Räume suchen, wo der Geist sich gegen die Ökonomie des Besser und Mehr behaupten kann. Oder mit Klaus Heinrich: 'Vielleicht gewinnen wir einen klareren Kopf, wenn wir nicht länger den Geist einer Institution zu retten versuchen, sondern uns selbst.'"

Weitere Artikel: Dirk Knipphals wird vom Geist der Hippies angeweht und findet's gar nicht so unangenehm. Jenni Zylka widmet sich der Wiederkehr der Tiki-Mode. Ralf Niemczyk sucht auf der Popkomm nach Deutschland. Auf den Themen-des-Tages-Seiten plädiert Robert Misik für eine Moral ohne Gott.

In der zweiten taz nimmt Gereon Asmuth Klaus Wowereits Autobiografie und die damit verbundenen Schlagzeilen und Auftritte als Bewerbung fürs Kanzleramt. Peter Unfried war auf einer Frankfurter Konferenz, auf der über die neue Gesellschaftsschicht der "Lohas" nachgedacht wurde (Loha steht für "Lifestyle of Health and Sustainability").

Vom taz mag sind im Netz nur die Überschriften zu Dossier und Hintergrund zu lesen ("Wurststulle auf Schubert" von Jürgen Roth und "Macht durch Masse" von Bahram Nirumand). Die Rezensionen sind aber online, etwa zu Thomas Glavinics Roman "Das bin doch ich", zu neuen Jugendbüchern und zur Studie des Historikers Michael Wildt "Volksgemeinschaft als Selbstermächtigung. Gewalt gegen Juden in der deutschen Provinz 1919-1939" (dazu mehr in der Bücherschau ab 14 Uhr).

Und Tom.

Welt, 22.09.2007

Heftige Kritik übt Dankwart Guratzsch an David Chipperfields Wiederaufbaukonzept für das Neue Museum in Berlin. Es macht Geschichte nicht erlebbar, sondern "tötet sie ab", schreibt er. "Denkmalpflege wird hier als Lehrstück nach der Charta von Venedig exekutiert, die Rekonstruktionen, also die Rückgewinnung eines bereits verlorenen Originals, grundsätzlich ausschließt. Stattdessen sollen Verwundungen gezeigt, die Spuren von Krieg und Zerstörung offengelegt und der Lauf der Geschichte demonstriert werden. Es ist die konträre Position ... vor allem zu Stüler und seiner Museumsidee. Sie hatte bewusst die Magie und Majestät der Kopie gefeiert und in den Mittelpunkt des gesamten Bauwerks gestellt. Von der Kraft dieser Imagination ist nichts geblieben. Stattdessen stellt sich ein Bauwerk des 19. Jahrhunderts wie eine pompejanische Ruine dar - seiner echten Geschichtlichkeit entrissen und in eine falsche, viel zu alte, bruchstückhafte versetzt. Aus Geschichte wird Erfindung."

Weiteres: Hanna Schygulla spricht im Interview über ihren neuen Film mit Fatih Akin und ihre wechselhafte Karriere. Uta Baier ist überrascht, dass die Documenta-Kuratoren Roger-Martin Buergel und Ruth Noack so "agressiv" auf die Kritik an ihrer Ausstellung reagiert haben. Buergel hatte in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung von einem "Rülpswettbewerb" gesprochen. Michael Pilz schreibt sein Popkomm-Tagebuch fort. Besprochen wird Sebastian Hartmanns Inszenierung von "Romeo und Julia" an der Wiener Burg.

In der Literarischen Welt erinnert Louis Begley an Jurek Beckers Roman "Jakob der Lügner". Wieland Freund hat Cornelia Funke besucht, die gerade den letzten Band ihrer Tinten-Trilogie veröffentlicht hat. Besprochen werden unter anderem Christopher Hitchens' Buch "Der Herr ist kein Hirte", Katja Lange-Müllers Roman "Böse Schafe" (für den Elmar Krekeler im Editorial den Buchpreis vorausahnt), Hans-Ulrich Treichels Roman "Der Papst, den ich gekannt habe" und Dan Simmons Roman über die Entdeckung der Nordwestpassage "Terror" (fast 1000 Seiten, aber Ulrich Baron möchte nicht eine davon missen). Außerdem werden auf zwei Seiten Bücher aus dem Buchmessen-Gastland Katalanien vorgestellt.

NZZ, 22.09.2007

Die pakistanische Journalistin Shehar Bano Khan wirft einen kritischen Blick auf die Lage der Frauen in der pakistanischen Politik. Zwar gibt es mehr Frauen denn je in politischen Ämtern, zugleich aber sind Millionen Frauen von den Wählerlisten verschwunden: "So hört man aus den Stammesgebieten im Nordosten, dass beinahe 59 Prozent der dort lebenden Frauen nicht mehr auf den Wählerlisten figurieren; im Punjab sind es 48 Prozent, in anderen Provinzen liegen die Werte über 50 Prozent, und auch in der rebellischen Provinz Baluchistan ist einem Viertel der Frauen der Gang zur Urne verweigert. Grund dafür ist nicht eine absichtliche Exklusion der Frauen (...), sondern entweder die Tatsache, dass die Betroffenen keine Identitätskarte besitzen oder dass fundamentalistische religiöse Kräfte den Frauen die Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben verbieten."

Weitere Artikel: Max Nyffeler erinnert an die Anfänge des Warschauer Herbsts vor fünfzig Jahren, als es noch eine mutige Tat war, Werke des Klassenfeindes Strawinsky aufzuführen. Felix Philipp Ingold erinnert an den Schriftsteller und Philosophen Maurice Blanchot, der vor hundert Jahren geboren wurde. Cord Aschenbrenner liest den ersten Band der endlich vollständig auf deutsch herausgegebenen "Erzählungen aus Kolyma" von Warlam Schalamow. Besprochen werden außerdem "Romeo und Julia" in der Regie Sebastian Hartmanns am Burgtheater, Elfriede Jelineks Stück "Bambiland" am Theater Basel und eine Reihe von Video- und Filminstallationen in Düsseldorf.

Für Literatur und Kunst stellt Hubertus Adam ausführlich Peter Zumthors Bau für das Kölner Kolumba-Museum vor. Stanislaus von Moos meditiert über die "umgekehrte Ruinenästhtik" von Baustellen. Norbert Hummelt plädiert für eine Relektüre von Joseph von Eichendorffs Roman "Dichter und ihre Gesellen". Manfred Koch liest Neuerscheinungen von und zu Goethe. Und Kersten Knipp schreibt ein ausgreifendes Porträt über den portugiesischen Autor Antonio Lobo Antunes.
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FR, 22.09.2007

Elke Buhr berichtet dezidiert unenthusiastisch von der Popkomm und der Sehnsucht des Pop nach Fördergeld: "Als 'Partnerland' hat die Messe mit frecher Borniertheit Deutschland gewählt, das aber den ganz großen Auftritt als Kreativ-Nation verpasst; es präsentiert sich föderal nach Berlinern und Bayern zersplittert, mit Baden-Württemberg als Selbstvermarktungs-Flaggschiff. Die deutsche Vereinigung der öffentlichen Pop-Promotion soll jetzt die Initiative Musik bringen, eine Public Private Partnership zwischen Bundesregierung und Musikwirtschaft. Zunächst eine Million Euro jährlich - die Filmförderung bekommt 60 - sollen für die Förderung des Exports, von Tourneen und Auftrittsmöglichkeiten verwendet werden, und wer der Integration von Migrantenkindern dienliche Rap-Wettbewerbe veranstaltet, kann sich schon mal im Ausfüllen von Projektanträgen üben."

Weitere Artikel: Martin Saar erinnert anlässlich seines 100. Geburtstags an den 2003 verstorbenen französischen Philosophen/Schriftsteller Maurice Blanchot. In einem Times Mager berichtet Christian Schlüter von der Spende eines schwulen atheistischen Hedgefond-Managers an eine New Yorker Kirchengemeinde - die die 22 Millionen nach leisem Zögern dankend annahm. Weitere Anekdoten aus New York weiß Marcia Pally in ihrer Kolumne zu berichten. Auf der Medien-Seite spricht der Deutschlandradio-Intendant Ernst Elitz im Interview über die Folgen des Verfassungsgerichtsurteils zu den Fernsehgebühren - und sieht Handlungsbedarf bei der Politik: "Begriffe wie 'Grundversorgung', 'Funktionsauftrag' und 'public value' müssen zweifelsfrei geklärt werden."

Besprochen werden eine Installation von Michael Beutler im Frankfurter Portikus, Barrie Koskys Hannoveraner Inszenierung von Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes", eine Ausstellung des Videokünstlers Stan Douglas in Stuttgart.

Berliner Zeitung, 22.09.2007

Gunda Wöbken-Ekert meditiert im Magazin über das Verschwinden der Kindheit, das ihr just auffiel, als sie eine fern von Erwachsenen spielende Kinderschar erblickte: "Denn in demselben Moment, in dem ich mich mit ihnen freute, wurde mir klar, dass ich das seit Jahren nicht mehr gesehen hatte: Kinder, die allein und fernab von Erwachsenen, unbeaufsichtigt und ungebändigt spielten. Und mich durchfuhr Wehmut, weil ich dachte, manchmal ist es so, dass einem etwas noch einmal begegnen muss, um zu erkennen, dass es eigentlich schon Vergangenheit ist."

FAZ, 22.09.2007

Katharina Wagner und Christian Thielemann bewerben sich im Interview gemeinsam offiziell um die Nachfolge in Bayreuth. Katharina Wagner macht objektive Gründe geltend, warum nur sie das kann. Erst mal gilt es nämlich geltende Verträge zu respektieren: "Das bedeutet: Für die ersten acht Jahre können wir nur eine Art Nachlassverwaltung für die Ära Wolfgang Wagner leisten. Ich will jetzt nicht uncharmant werden, aber es ist doch eine Tatsache, dass meine Kusine Nike und meine Halbschwester Eva schon aus Altersgründen keine Möglichkeit hätten, unter diesen Umständen ein eigenes Profil zu entwickeln. Bevor sie die Hände frei hätten für die eigene Planung, wären sie weit übers Rentenalter hinaus."

Necla Kelek kritisiert einen Sammelband, bei dem sie selbst mitgewirkt hat, das im Auftrag der Bundesregierung erarbeitete Buch "Zwangsverheiratung in Deutschland" (Deutsches Institut für Menschenrechte, Nomos Verlag, hier als pdf zum Herunterladen). Es wurde vom Herausgeber Heiner Bielefeldt mit den Worten präsentiert: "Diese Form von Gewalt (Zwangsverheiratung) ist nicht - wie oft behauptet wird - vom Wesen her an den Islam gebunden und auch nicht ausschließlich ein Problem der Bevölkerung mit türkischem Migrationshintergrund." Seltamerweise aber, so Kelek, wird in den betreffenden Beiträgen gar nicht nach dem religiösen Hintergrund der Befragten gefragt. Kelek: "Wenn aber gar nicht danach gefragt wurde, aus welcher Glaubenskultur die Frauen kommen, wie kann dann behauptet werden, der Islam habe damit nichts zu tun?"

Weitere Artikel: Andreas Kilb blättert für die Leitglosse in Klaus Wowereits Memoiren. Jürgen Dollase klagt in seiner in seiner Gastro-Kolumne über den Hang der Köche zum Mainstream und den Hang der Restaurantführer, diesen höher zu bewerten als er selbst. Rainer Brunner gratuliert dem Islamwissenschaftler Werner Ende zum Siebzigsten. Jürgen Kaube wirft vor dem Germanistentag in Marburg ein paar Fragen über den Stand der Disziplin auf. Günter Kowa freut sich über die Restauration einer historischen Orgel in Halberstadt. Milos Vec war dabei, als im Bundeskriminalamt eine Studie über Kontinuitätslinien zwischen dem BKA und Vorgängerinstitutionen der Nazizeit vorgestellt wurde. Timo John begutachtet die vom Stuttgarter Architekturbüro Mahler-Günster-Fuchs entworfene neue Hochschule für Technik und Wirtschaft in Aalen (Bilder). Ralf-Peter Märtin resümiert Ergebnisse einer maßgeblichen Forschergruppe über die Frage, wo die Hermannschlacht eigentlich genau stattgefunden hat. Auf der letzten Seite schreibt ein im Internet namenloser Autor ein Profil der legendären amerikanischen Obersten Richterin Sandra Day O'Connor.

Auf der Medienseite berichtet Kilian Trotier, dass sich die Studentenplattform Facebook ohne allzu viel Rücksicht auf den Datenschutz nunmehr für die Suchmaschinen öffnet ("Wer nun einen Namen googelt, dem wird an prominenter Stelle das Facebook-Foto der jeweiligen Person geliefert"). Und Heike Hupertz hat sich einen Fernsehfilm angesehen, in dem RTL die Ereignisse in der Prager Botschaft im Jahr 1989 dramatisiert.

Besprochen werden eine Ausstellung über die Künstlergruppe der Macchiaioli in der Florentiner Villa Bardini und Konzerte des Budapester Musikfestivals "Bipolar".

Auf der Schallplatten-und-Phono-Seite geht es um Neues von Mark Knopfler, um ein vierstündiges, auf SACD herausgebrachtes Radiofeature Michael Stegemanns über Leben und Werk Glenn Goulds, um ein Album der Band Unkle und um neue Tango-CDs. Und Richard Kämmerlings glossiert aus Anlass des Verschwindens der Tonträger: "In zehn Jahren würde es diese Glosse nicht mehr geben. Weil es diese Seite gar nicht mehr geben wird."

In Bilder und Zeiten legt Henning Ritter einen Essay zum Achtzigsten des Berliner Philosophen Klaus Heinrich vor. Felicitas von Lovenberg porträtiert den Maler Ralph Fleck (Bilder), der auf dem Kunstmarkt weggeht wie warme Semmeln ("Ausgerechnet der badisch geerdete Fleck, der seiner Geburtsstadt Freiburg bis heute treu geblieben ist, hat sich als international äußerst anwendbarer Künstler erwiesen"). Nina Rehfeld trifft den amerikanischen Schriftsteller Gordon Dahlquist im New Yorker "Cupcake Cafe". Auf der Literaturseite werden E. L. Doctorows Roman "Der Marsch" und ein Erzählungsband Woody Allens besprochen. Auf der letzten Seite unterhält sich Marco Schmidt mit Willem Dafoe.

In der Frankfurter Anthologie stellt Ruth Klüger ein Gedicht des schlesischen Barockdichters Hans Aßmann von Abschatz (1646 bis 1699) vor:

"Die schöne Blatternde

Scheut ihr den Blatter-Schmuck der überstickten Wangen /
Die Hitz und Feuchte kocht? So pflegt ein neues Kleid
Durch heiße Sonn und Bad der Adler zu erlangen. (...)"

SZ, 22.09.2007

Sehr beeindruckt zeigt sich Holger Liebs von der großen Frankfurter Ausstellung mit Werken von Taryn Simon (Bilder), die als Fotografin von Todeskandidaten bekannt wurde und die USA noch immer an den Punkten ihrer größten Extreme zeigt: "In Fort Lauderdale lichtete sie eine hymenoplastische Operation ab - eine 21-jährige Palästinenserin, die heimlich die Reise nach Florida angetreten hatte, ließ sich dort das Jungfernhäutchen wiederherstellen, 'um von ihrem künftigen Ehemann nicht abgewiesen zu werden', wie der Begleittext sagt... 'Kern des Projektes', sagt Simon, 'ist die totale Trennung von Expertenwissen und öffentlicher Bekanntheit.' Die Fotografin versucht, eine Brücke zu schlagen zwischen diesen Sphären. So kann man unter einem eher lieblichen Bild beschlagnahmter Vögelchen nachlesen, dass die WHO eine Pandemie der Vogelgrippe als unabwendbar einstuft. Wie gesagt: Kann sein, dass man das schon wusste. Aber Taryn Simon erzeugt mit ihren Bildern eine fotografische Evidenz eigener Art. Diese Bilder beweisen nichts - und sagen doch alles."

Weitere Artikel: Ijoma Mangold staunt bei einem Besuch in Island  über die literarische und sonstige Kultur der 300.000 Bewohner des Landes. Jean-Michel Berg hat Alfonso Cuarons Werbefilm für Naomi Kleins neuen Antiglobalisierungsbeststeller "Die Schock-Therapie" gesehen (nicht offiziell im Netz, inoffiziell schon). Andreas Zielcke denkt in historische Perspektive über mögliche Erbrechtsreformen nach. Evelyn Roll hat mit Klaus Maria Brandauer gesprochen, über "Wallenstein" und die Pausen, im Stück wie - unfallbedingt - im Leben. Von Plänen zur Verlängerung der Ampelgrünphasen in Wien berichtet Johannes Boie. Gustav Seibt war beim Ramadan-Fastenbrechen im deutschen Bundestag. Egbert Tholl resümiert den ARD-Musikwettbewerb in München. Thomas Meyer gratuliert dem Religionswissenschaftler Klaus Heinrich zum Achtzigsten.

Besprochen werden "Curtis", das neue Album des Hip-Hop-Stars 50 Cent, und Barrie Koskys Hannoveraner Inszenierung von Benjamin Brittens Oper "Peter Grimes" und Bücher, nämlich eine Biografie des ersten deutschen Papstes Clemens II und Schriften aus dem Nachlass des Philosophen Hans Blumenberg (dazu mehr in der Bücherschau ab 14 Uhr).

Im Aufmacher der SZ am Wochenende befragt sich der Publizist und Günter-Grass-Biograf Michael Jürgs anlässlich von dessen achtzigstem Geburtstag zu seinem Verhältnis zum Nobelpreisträger. Gabriela Herpell hat Frauen getroffen, die kinderlos sind, und gefragt, ob sie etwas vermissen. Harald Hordych porträtiert die Autorin, Filmemacherin, Künstlerin Miranda July. Auf der Historienseite geht es um den Eroberer Francisco Pizarro. Abgedruckt wird Bodo Kirchhoffs Erzählung "Die Jahre". Im Interview spricht Jodie Foster unter anderem über ihre Qualitäten als Schauspielerin: "Auf meinen Schultern kann man einen Film aufbauen, ich bin die zentrale Figur, und ich brauche keinen männlichen Star neben mir."